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	<title>Samuel Stryk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:58:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Stryk&amp;diff=288132&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Literatur */ Kann direkt bereits angesteuert werden / lf</title>
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		<updated>2026-03-23T06:21:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Kann direkt bereits angesteuert werden / lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SamuelStryckACFleischmann1697.jpg|mini|Samuel Stryck im Alter von 56 Jahren, Stich von August Christian Fleischmann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Samuel-Stryk.jpg|mini|Samuel Stryk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Stryk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch: &amp;#039;&amp;#039;Stricke, Stryck, Striccius, Strick, Stricke, Stryckius, Stryke, Stryken, Strykius&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1640]] in [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]; † [[23. Juli]] [[1710]] in [[Halle (Saale)]]), war ein deutscher Jurist. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der [[Rezeption des römischen Rechts|Entwicklungsgeschichte]] des deutschen Rechts im 17. und 18. Jahrhundert, des [[Usus modernus pandectarum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Stryk war der Sohn des Amtmannes Elias Stryck in Brandenburg und dessen Frau Eva, der Tochter des Amtsschreibers Georgius Calov aus Zedenick. Zunächst besuchte er die Schule in seiner Heimatstadt, dann die Schule in [[Seehausen (Altmark)|Seehausen]] und das Gymnasium in [[Alt-Kölln|Cölln]]. So vorgebildet, immatrikulierte er sich 9. Juni 1658 an der [[Universität Wittenberg]], wo er zunächst an der philosophischen Fakultät bei [[Johann Sperling (Mediziner)|Johann Sperling]] und [[Georg Kaspar Kirchmaier]] die Vorlesungen besuchte. Nachdem er sich entschlossen hatte, statt der Theologie die Rechtswissenschaften zu studieren, waren zunächst [[Caspar Ziegler]] und [[Wilhelm Leyser&amp;amp;nbsp;II.]] seine Lehrer. 1661 wechselt er an die [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Universität Frankfurt (Oder)]], wo er die Disputationen &amp;#039;&amp;#039;De ordinariis regnum consequendi modis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;De Dardanariis&amp;#039;&amp;#039; hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss begab er sich auf Bildungsreise und besuchte die Universitäten in [[Oxford]], [[Leiden (Stadt)|Leiden]], [[Utrecht]], [[Groningen]], [[Franeker]] und [[Löwen]]. Zurückgekehrt nach [[Frankfurt (Oder)]] begleitete er zwei vornehme Personen nach Italien und Frankreich. Da er aber seine Studien fortsetzen wollte, ging er wieder nach Frankfurt (Oder), wo er am 11. Mai 1665 den akademischen Grad eines [[Lizentiat]]en der Rechtswissenschaften erwarb und am 17. Dezember zum [[Doktor]] der Rechtswissenschaften promoviert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erhielt er eine außerordentliche [[Professor|Professur]] und behandelte nacheinander alle vier Werke des heute so genannten [[Corpus iuris civilis]]. Dabei handelt es sich um Gesetzgebung, die unter dem [[spätantike]]n Kaiser [[Justinian I.|Justinian]] erlassen worden war. Zunächst war er zuständig für die sogenannten [[Novellae|Novellen]]. Gemäß den Regeln der Universität rückte er im Juni 1668 in die ordentliche Professur der auf den [[Institutiones Gai|gaianischen Institutionen]] aufbauenden [[Institutiones Iustiniani|justinianischen Institutionen]] auf. Verkürzt gesagt handelte es sich dabei um das elementare Anfängerlehrbuch des [[Römisches Recht|römischen Rechts]]. Nach dem Tod seines Schwiegervaters [[Johann Brunnemann]] übernahm er 1672 die Professur der [[Pandekten|Digesten]], des Lehrbuchs für Fortgeschrittene des Lehrbetriebs. Nach dem Tod von [[Philipp Jacob Wolf]] übernahm er 1680 die Professur des [[Codex Iustinianus|Codex]]. Dabei handelte es sich um Kaisergesetze, die ab dem 2. Jahrhundert bis hin zu Justinian erlassen worden waren. Nach dem Weggang von [[Johann Rhetz|Johann Friedrich Rhetz]] als Geheimrat nach Berlin wurde Stryk [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der juristischen Fakultät. Während seiner Frankfurter Amtszeit avancierte er dreimal zum [[Rektor]] der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1690 sein einstiger Wittenberger Lehrer Caspar Ziegler verstorben war, verhandelte der sächsische Kurfürst [[Johann Georg III. (Sachsen)|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Sachsen]] zur Neubesetzung der Stelle mit dem Brandenburgischen Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]], da Stryk als ausgezeichneter Kenner des römischen Rechts galt. Man konnte eine Einigung erzielen und ihn für ein Salär von 500 Gulden an der Universität verpflichten. In Wittenberg veröffentlichte er ein erstes &amp;#039;&amp;#039;Specimen&amp;#039;&amp;#039; seines zivilrechtlichen Hauptwerks, des &amp;#039;&amp;#039;Usus modernus Pandectarum&amp;#039;&amp;#039;. In diesem Werk zeigte Stryk erfolgreich einen Mittelweg zwischen [[Römisches Recht|römischem Privatrecht]] und [[Gemeines Recht|älterem deutschem Recht]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt für sein Buch, das letztlich [[Usus modernus pandectarum|namensgebend]] für die ganze Epoche werden würde, war, dass er das römische Recht in seinem Gesamtbestand als Ansammlung [[gewohnheitsrecht]]licher Regeln sah.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Wieacker]]: Privatrechtsgeschichte der Neuzeit. Unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung (= Jurisprudenz in Einzeldarstellungen. Band 7, ZDB-ID 501118-8). 2., neubearbeitete Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1967, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu &amp;#039;&amp;#039;Recht&amp;#039;&amp;#039; wurden die Regeln, weil sie &amp;#039;&amp;#039;usus&amp;#039;&amp;#039; wurden. Dieser altrömische Begriff &amp;#039;&amp;#039;usus&amp;#039;&amp;#039; bezeichne das Herkommen und den perpetuierten Gebrauch der Regeln über eine längere Zeit und führe während der Zeit der Rezeption Schritt für Schritt zu einer Auf- und Übernahme. Die gewohnheitsrechtliche Rezeption der Regeln, die nicht schlagartig, sondern &amp;#039;&amp;#039;peu à peu&amp;#039;&amp;#039; vonstatten gehe, lasse es zu, dass es in jedem Einzelfall möglich sein müsse, zu überprüfen, inwieweit ortsrechtliche Vorschriften gültig blieben und gerade nicht durch anders lautendes römisches Recht abgelöst worden seien. Als Maßgabe nahm er an, dass römisches Recht lediglich subsidiär wirken könne. Damit stellte er sich in Opposition zur mehrheitlich praktizierten [[Statutenanwendungslehre|Statutenlehre]] und gab im Zweifel dem Ortsrecht den Vorzug. Bei seinen Annahmen baute Stryk auf [[Hermann Conring (Universalgelehrter)|Conrings]] Widerlegung der [[Lotharische Legende|lotharischen Legende]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Wesel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Rechts. Von den Frühformen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Beck, München 2006, ISBN 3-406-47543-4. Rn. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1692 ging er auf Wunsch seines angestammten Dienstherrn an die neu gegründete [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]], wo ihm neben dem Titel eines Geheimrats sowohl 1695 als auch 1703 das [[Liste der Rektoren der Universität Halle (Saale)|Prorektorat der Universität]] und das Dekanat der juristischen Fakultät übertragen wurde. Gemeinsam mit [[Veit Ludwig von Seckendorff]] und [[Christian Thomasius]] baute er die neu entstandene Universität auf und schlug auch Angebote als Direktor&amp;lt;!-- Rektor?--&amp;gt; der [[Universität Kopenhagen]] aus. [[Justus Henning Böhmer]] begann 1699 unter Stryks Förderung seine Lehrtätigkeit an der juristischen Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 70 Jahren starb Samuel Stryk am 23. Juli 1710 gegen 7&amp;amp;nbsp;Uhr früh in Halle/Saale. Sein Grab befindet sich auf dem hallischen [[Stadtgottesacker]]. Die Kollegen [[August Hermann Francke]] und [[Lichnowsky#17. Jahrhundert|Maximilian Ladislaw Freiherr von Lichnowsky]] hielten bemerkenswerte Trauerreden, die später auch veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Disputatio Juridica de Jure privilegati contra privilegatum.&amp;#039;&amp;#039; 1684.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Specimen usus moderni Pandectarum.&amp;#039;&amp;#039; 1690 (Dieses Werk wurde zum Namensgeber für eine ganze Epoche der europäischen Rechtswissenschaft, [[usus modernus pandectarum]], der Praxis und Wissenschaft des römischen Rechts in seiner Anwendung in Kontinentaleuropa nach der [[Rezeption des römischen Rechts|Rezeption]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christliches Bedencken eines fürnehmen Juris-Consulti über die [[Hamburger Religions-Revers|Eids-Formulam]] rev. Ministerii zu Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. 1690waisenhaus&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tractatus de cautelis testamentorum.&amp;#039;&amp;#039; Waisenhaus, Halle 1703. ([https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10520648.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Guido Kisch: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur humanistischen Jurisprudenz&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 1972, ISBN 3-11-003600-2.&lt;br /&gt;
* Peter C. Klemm: &amp;#039;&amp;#039;Eigentum und Eigentumsbeschränkungen in der Doktrin des usus modernus pandectarum&amp;#039;&amp;#039;. Helbing &amp;amp; Lichtenhahn, Basel 1984, ISBN 3-7190-0867-3.&lt;br /&gt;
* [[Walter Friedensburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917&lt;br /&gt;
* [[Johann Christoph von Dreyhaupt]]: &amp;#039;&amp;#039;Pagus Neletici et Nudzici&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; Druck bei Emanuel Schneider, Halle (Saale) 1750, Teil 2 Seite 731&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|606||Stryk, Samuel|[[Tilman Repgen]]|118756109}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|699|702|Samuel Stryk|[[Ernst Landsberg]]|ADB:Stryk, Samuel}}&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|40|577|1128|1135|Stryk oder Stryck oder Stryke, Samuel}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118756109}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118756109}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Samuel%20Stryk%22 Samuel Stryk] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004069951}}&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PID=PPN372058019|LOG_0028 Geschichte der Wissenschaften in Deutschland, Band 18, Abt. 3.1.1, S. 64.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118756109|LCCN=n88002214|VIAF=17396155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stryk, Samuel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Brandenburgische Universität Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor einer Universität in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1640]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1710]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prorektor einer Universität in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stryk, Samuel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Striccius, Samuel; Strick, Samuel; Stricke, Samuel; Stryck, Samuel; Stryckius, Samuel; Stryke, Samuel; Stryken, Samuel; Strykius, Samuel&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1640&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Burg [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] ([[Landkreis Prignitz|Prignitz]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 1710&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)|Halle]], Saale&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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