<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Samuel_Rodigast</id>
	<title>Samuel Rodigast - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Samuel_Rodigast"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Rodigast&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T20:29:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Rodigast&amp;diff=599217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: Fix Bildlink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Rodigast&amp;diff=599217&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-17T13:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fix Bildlink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Rodigast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Oktober]] [[1649]] in [[Gröben bei Jena]]; † [[19. März]] [[1708]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Dichter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gilt als der Autor des Kirchenliedtextes &amp;#039;&amp;#039;Was Gott tut, das ist wohlgetan&amp;#039;&amp;#039;; ferner verfasste er zahlreiche Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Samuel Rodigast besuchte das Gymnasium in [[Weimar]] und studierte in [[Jena]]. 1671 erlangte er den [[Magister]]grad und hielt in Jena fortan philosophische Vorlesungen. Seiner Hochschule blieb er zeitlebens verbunden; immer wieder übernahm er dort dem Vorsitz bei Promotionsverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Burose: &amp;#039;&amp;#039;Katalog der [[Caspar Calvör|Calvörschen Bibliothek]]&amp;#039;&amp;#039; in der Universitätsbibliothek der [[Technische Universität Clausthal|TU Clausthal]]. Clausthal–Zellerfeld 1972, S. 582.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von seiner Gelehrsamkeit (und seinem Gelehrtenstolz) zeugt der 180-seitige [[Buchformat|Folio]]-Katalog seiner Bibliothek, den er 1708 drucken ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/52302/3 Catalogus Bibliothecae Libris Theolog. Philosoph. Philolog. &amp;amp; Historicis Instructae. à B. Dno. M. Samuele Rodigasto, Rectore Gymnasii Berolinensis]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1680 wurde er Konrektor und 1698 Direktor des [[Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasiums zum Grauen Kloster]] in [[Berlin]]. In der Kirche des Grauen Klosters wurde er auch beigesetzt, da er zeitlebens seinen Arbeitsplatz nicht mehr gewechselt hatte, obwohl ihm u. a. auch eine Professorenstelle in Jena angeboten worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodigast wird in [[Theodor Fontane]]s Roman [[Frau Jenny Treibel]] als frommer dichtender Schulmann erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Was Gott tut}} „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:(Wolfgang_Kindl)_EG_372_Was_Gott_tut,_das_ist_wohlgetan.mp3|mini|Orgeleinspielung: (Wolfgang Kindl) EG 372 Was Gott tut, das ist wohlgetan]]&lt;br /&gt;
In Jena hat Rodigast möglicherweise den Text zu dem bekannten Kirchenlied gedichtet, um seinem erkrankten Freund, dem Kantor [[Severus Gastorius]], Trost zuzusprechen – oder auch, weil Gastorius sich ein Lied für seine Beerdigung wünschte. Dieser soll das Werk dann vertont haben. Die Begleitumstände der Entstehung des Liedes sind allerdings in der Forschung umstritten. &amp;#039;&amp;#039;Was Gott tut, das ist wohlgetan&amp;#039;&amp;#039; wurde ein Lieblingslied des Königs [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]], bei dessen Beerdigung es auch gesungen wurde. Noch heute ist das Lied mitunter bei Beerdigungen zu hören. Im [[Gotteslob]] ist es unter der Nr. 416, im Schweizer [[Katholisches Gesangbuch der deutschsprachigen Schweiz|Katholischen Gesangbuch]] unter der Nr. 549, im [[Evangelisches Gesangbuch|Evangelischen Gesangbuch]] unter der Nr. 372 und im Schweizer [[Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz|Evangelisch-reformierten Gesangbuch]] unter der Nr. 684 zu finden, wobei die katholischen Gesangbücher der Strophenauswahl der [[Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut|ökumenischen Fassung]] folgen, d. h. auf die originalen Strophen 3 und 5 verzichten, während die evangelischen alle sechs Strophen enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Liederkunde|16|44|51|372|Was Gott tut, das ist wohlgetan|Reinhard Görisch, [[Andreas Marti]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste [[Vers]] stammt nicht von Rodigast selbst, sondern von [[Michael Altenburg]];&amp;lt;ref&amp;gt;[[:C:File:Cantionale Sacrum Gotha 1648 Michael Altenburg Was Gott thut das ist wohlgethan.jpeg|Was Gott tut, das ist wohlgetan]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der Rest des Textes lehnt sich thematisch an {{B|Dtn|32|4|LUT}} an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Sebastian Bach]] nutzte das Lied in zahlreichen [[Bachkantate|Kantaten]]. Seine erste Kantate als [[Thomaskantor]], [[Die Elenden sollen essen|&amp;#039;&amp;#039;Die Elenden sollen essen, BWV&amp;amp;nbsp;75&amp;#039;&amp;#039;]], aus dem Jahr 1723 beschließt beide Kantatenteile mit einem Choral auf die fünften und sechsten Strophe. Die Kantate &amp;#039;&amp;#039;[[Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 99|Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV&amp;amp;nbsp;99]]&amp;#039;&amp;#039;, aus dem Folgejahr basiert auf dem vollständigen, in den Mittelstrophen umgedichteten Choral. Die 1726 geschaffene gleichnamige Kantate [[BWV 98|BWV&amp;amp;nbsp;98]] benutzt nur die erste Strophe, während in der zwischen 1732 und 1735 entstandenen Kantate und ebenfalls gleichnamige Kantate [[Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 100|BWV&amp;amp;nbsp;100]] alle sechs Strophen des Liedes vertont sind. In der frühen Kantate [[Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen|&amp;#039;&amp;#039;Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen&amp;#039;&amp;#039;, BWV&amp;amp;nbsp;12]], aus der Weimarer Zeit, bildet die sechste Strophe ebenso den Schlusschoral wie in [[Lobe den Herrn, meine Seele, BWV 69a|&amp;#039;&amp;#039;Lobe den Herrn, meine Seele&amp;#039;&amp;#039;, BWV 69a]]. In [[Nimm, was dein ist, und gehe hin|&amp;#039;&amp;#039;Nimm, was dein ist, und gehe hin&amp;#039;&amp;#039;, BWV 144]], erklingt die erste Strophe als Choral in der Mitte der Kantate. Zudem gibt es einen viersätzigen Choralsatz aus BWV 250. Sein Vorgänger im Leipziger Thomaskantorat, [[Johann Kuhnau]], setzte ebenfalls alle Strophen des Liedes in einer Kantate.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann van Veen: &amp;#039;&amp;#039;Besprechung.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.musicweb-international.com/classrev/2021/Mar/Kuhnau-sacred-v4-555190.htm Johann KUHNAU (1660-1722) Complete Sacred Works IV], musicweb-international.com, 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Abschriftlich überliefert in der Sammlungen der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Mus.2133-E-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (in Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spes in fundo sive Trias ante novissimum diem sperandorum.&amp;#039;&amp;#039; Bielcke, Jena 1686&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedancken über die Worte Matth. cap. 20 v. 16 und cap. 22 v. 14.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt und Leipzig, 1733&lt;br /&gt;
Wie es von einem gebildeten Geistlichen seiner Zeit erwartet wurde, hielt und veröffentlichte Samuel Rodigast zahlreiche [[Leichenpredigt|Leichenreden]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gso.gbv.de/DB=1.28/SET=3/TTL=1/PPN?PPN=004244508 Nachweis der Leichenreden vom Samuel Rodigast im Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eduard Emil Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Kirchenliedes und Kirchengesanges&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl., 8 Bde., 1866/76, III, 420 f.&lt;br /&gt;
* {{ADB|29|25|25|Rodigast, Samuel|[[Fritz Jonas]]|ADB:Rodigast, Samuel}}&lt;br /&gt;
* Handbuch z. EKG II/1, 1957, 209; III/2, 1990, 299 ff.; Sonderband, 1958, 467 ff.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Jauernig]]: &amp;#039;&amp;#039;Severus Gastorius.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie]]&amp;#039;&amp;#039; 8, 1963, 163 ff.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Fornaçon]]: &amp;#039;&amp;#039;Werke von Severus Gastorius&amp;#039;&amp;#039;. In: Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie 8, 1963, 165–170&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20050223003009/http://www.bautz.de/bbkl/r/rodigast_s.shtml |autor=[[Karl Dienst]]|band=8|spalten=487–488}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * RGG2 IV, 2068 ← bitte allgemeinverständlich angeben --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116579420}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Rodigast, Samuel/Librettist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116579420|LCCN=nr/2003/18482|VIAF=15523705}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rodigast, Samuel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1649]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1708]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rodigast, Samuel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1649&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gröben bei Jena]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. März 1708&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
	</entry>
</feed>