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	<title>Samuel Mitja Rapoport - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Mitja_Rapoport&amp;diff=360398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Apostroph ≠  Accent aigu ≠ Prime)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samuel_Mitja_Rapoport&amp;diff=360398&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-22T06:29:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (&lt;a href=&quot;/index.php/Apostroph&quot; title=&quot;Apostroph&quot;&gt;Apostroph&lt;/a&gt; ≠  &lt;a href=&quot;/index.php/Akut&quot; title=&quot;Akut&quot;&gt;Accent aigu&lt;/a&gt; ≠ &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Samuel Mitja Rapoport (1912-2004) - Bildausschnitt aus Fotothek df roe-neg 0006398 019.jpg|mini|{{Center|Samuel Mitja Rapoport 1953 bei einer Tagung in Leipzig}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Mitja Rapoport&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|27|11|1912|Link=1}} in [[Wolotschysk]]; † [[7. Juli]] [[2004]] in [[Berlin]]) war ein [[österreich]]ischer [[Arzt]] und [[Biochemie|Biochemiker]], Direktor des Instituts für Biologische und Physiologische Chemie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] in [[Ost-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Samuel Rapoport war Sohn eines Kaufmanns aus einer [[Russisches Kaiserreich|russischen]] Grenzstadt in [[Wolhynien]]. Seine [[Juden|jüdische Familie]] zog während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] 1916 nach [[Odessa]], wo sie die [[Oktoberrevolution]] und den [[Russischer Bürgerkrieg|russischen Bürgerkrieg]] erlebte. Die Familie floh 1920 nach [[Wien]], sodass bereits die frühe Kindheit Rapoports von Bedrohung und [[Exil]] geprägt war. In Wien besuchte er die Mittelschule und schloss sich dem [[Verband Sozialistischer Mittelschüler]] (VSM) an. Frühzeitig wurde Rapoport in sozialistisch und [[Kommunist|kommunistisch]] ausgerichteten Organisationen aktiv. Er studierte Chemie und Medizin und wurde promoviert. 1933 trat er in das Institut für Medizinische Chemie ein und debütierte wissenschaftlich mit der Bestimmung von [[Aminosäuren]] im Blutserum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Monate vor dem [[Anschluss Österreichs]] an das nationalsozialistische Deutschland vermittelte ihm [[Otto von Fürth]] 1937 ein Stipendium an das [[Cincinnati]] Children’s Hospital in [[Ohio]], [[Vereinigte Staaten|USA]]. Von 1937 bis 1946 war Rapoport mit der ungarischen Ökonomin [[Maria Szécsi]] verheiratet, die er nach Cincinnati nachkommen ließ. Rapoport arbeitete als Kinderarzt am Kinderkrankenhaus in Cincinnati und erwarb sein zweites Doktorat. Im Krankenhaus in Cincinnati lernte Rapoport 1944 die deutsche Emigrantin und Ärztin [[Ingeborg Rapoport|Ingeborg Syllm]] kennen, sie heirateten nach der Scheidung seiner ersten Ehe 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich Rapoport 1950 zu einem Kinderarztkongress in der Schweiz aufhielt, fiel vor dem [[McCarthy-Ära|McCarthy-Untersuchungsausschuss]] sein Name. Die Folge war eine Hetzkampagne der Presse in Cincinnati. Unter anderem wurde der Vorwurf erhoben, er habe einen Anschlag auf die Wasserversorgung von Cincinnati geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. |Titel=Kindermedizinerin Ingeborg Rapoport gestorben |Sammelwerk=derStandard.at |Datum= |Online=http://derstandard.at/2000055028416/Renommierte-Kinderaerztin-Ingeborg-Rapoport-gestorben |Abruf=2017-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rapoport sah nicht nur die Existenz seiner Familie bedroht, sondern auch den Ruf der Klinik. Bei einer Vorladung hätte er dem Ausschuss unter Strafandrohung personenbezogene Angaben zu seinen kommunistischen Aktivitäten machen müssen. Deshalb entschied er sich, in der Schweiz zu bleiben. Seine schwangere Frau folgte ihm mit den drei Kindern im August 1950 nach [[Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie Rapoport zog nach Wien, wo Samuel Rapoport zeitweise wieder am Institut für Medizinische Chemie arbeitete, die Universität aber seine Bewerbung auf eine Professur &amp;lt;!--aufgrund einer Intervention der Vereinigten Staaten - bitte belegen, solange auskommentiert--&amp;gt;ablehnte. Bewerbungsversuche in anderen europäischen Staaten wie in [[Frankreich]] und [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] verliefen ebenso erfolglos. 1952 wurde ihm die Leitung des Instituts für Physiologische und Biologische Chemie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] in [[Ost-Berlin]] angeboten, was bedeutete, dass er ohne Ressourcen aus Trümmern ein neues Institut aufbauen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Rapoport: &amp;#039;&amp;#039;Meine ersten drei Leben.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, S. 263. Zitiert nach: Barbara Einhorn: &amp;#039;&amp;#039;„Heimkehren“ nach Ostdeutschland. Jüdische Rückkehrerinnen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein drittes Exil-Land wurde so die [[Deutsche Demokratische Republik]] (DDR). In Berlin diktierte er in nur drei Monaten das Buch &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Biochemie&amp;#039;&amp;#039;, das zu einem Standardlehrbuch wurde, neun Auflagen mit 60.000 Exemplaren erreichte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samuel Mitja Rapoport galt als bedeutendster Vertreter der Biochemie der DDR und gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten der [[Charité]]. Seine Schüler [[Eberhard Hofmann]], [[Sinaida Rosenthal]] und [[Reinhart Heinrich]] wurden auf Lehrstühle an verschiedenen Universitäten der DDR berufen. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] übernahm Rapoport, bereits im Ruhestand, die Präsidentschaft der neu gegründeten [[Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Meinung nach sollten Lehrer die Naturwissenschaften „im Geiste eines [[Francis Bacon]]“ lehren, „der Logik, Ethik und die wissenschaftliche Methode als Einheit betrachtete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
Rapoport forschte vor allem auf den Gebieten des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Stoffwechsels der [[Erythrozyt]]en. Rapoport beschrieb die Rolle des [[2,3-Diphosphoglycerat]]s für die [[anaerob]]e Energiebereitstellung in den roten Blutkörperchen, ein Prozess, der nach Rapoport und seiner Mitarbeiterin Janet Luebering als [[Rapoport-Luebering-Zyklus]] benannt wurde. Er erkannte die herausragende Bedeutung der Aufrechterhaltung eines ausreichenden [[Adenosintriphosphat|ATP-Gehalts]] für die Überlebensfähigkeit der Erythrozyten. Vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an [[Bluttransfusion]]en im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] trug Rapoport damit neben anderen Wissenschaftlern wesentlich zur Verbesserung der Blutkonservierung bei. Dies führte zur Etablierung des ACD-Mediums (Zusatz von Citrat und Dextrose zum Blut), zum Einsatz weiterer Zusätze, zur Optimierung des [[pH-Wert|pH]]-Milieus, zur Ermittlung der optimalen Lagerungstemperatur, zur Verbesserung der Sterilisierungs- und Verarbeitungstechniken und insbesondere auch zu Untersuchungen der Transportverträglichkeit der Konserven, vor allem beim Lufttransport. Unterstützt wurde Rapoport von Paul Hoxworth, der schon 1938 in Cincinnati eine der ersten Blutbanken gegründet hatte, die bis heute überregional einen hervorragenden Ruf genießt. So konnte die Haltbarkeit der Vollblutkonserven von einer auf drei Wochen verlängert werden, mit unschätzbarem Wert für die Rettung tausender kriegsbedingt Verwundeter, aber auch anderer Transfusionsbedürftiger. Rapoport erhielt für seine Leistungen vom US-Präsidenten [[Harry S. Truman]] das „Certificate of Merit“, den höchsten an Zivilisten vergebenen Orden der Vereinigten Staaten von Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 berichtete Rapoport über seine mit zwei Kollegen in Japan durchgeführten Untersuchungen zur Ekiri-Erkrankung, die bei schlechten hygienischen Verhältnissen epidemisch auftrat. Es handelt sich dabei um eine lebensbedrohliche und hochinfektiöse [[Bakterienruhr]], die bei Säuglingen und Kleinkindern zu Durchfällen, Austrocknung und Bewusstseinsstörungen mit Krämpfen führt. Infusionen unter Zugabe von Calcium konnten vielfach Leben retten. Rapoport kannte zwar nicht alle pathogenetischen Grundlagen der Erkrankung, erkannte aber bereits die bakterielle [[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]] und die Bedeutung von hygienischen Maßnahmen und Kalziumgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1952 baute Rapoport an der [[Charité]] ein biochemisches Institut auf und prägte jahrzehntelang die Lehre und Forschung auf diesem Gebiet in der DDR. Sein wissenschaftliches Interesse lag weiter auf klinisch-biochemischem Gebiet, insbesondere der Erforschung der [[Erythropoese|Retikulozyten]] und der [[Lipoxygenase]]. Frühzeitig vertrat er die These, dass der Eiweißabbau energieabhängig ist, was sich später bestätigte. Die pharmazeutische Herstellung von [[Insulin]] in der DDR geht auf seine Anregung zurück, wobei sein ältester Sohn an der Umsetzung mitarbeitete. Dem Anfang der 1970er Jahre von ihm als Mitarbeiter eingestellten Physiker [[Reinhart Heinrich]] stellte er die Aufgabe, zusammen mit seinem Sohn [[Tom Rapoport]] die Kontrolle zu quantifizieren, die die verschiedenen [[Enzym]]e eines [[Stoffwechselweg]]es auf den Durchfluss durch diesen Weg ausüben. Dies führte zur Entwicklung der [[Metabolic Control Analysis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rapoport veröffentlichte mehr als 180 wissenschaftlichen Arbeiten. Sein Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Biochemie&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Standardwerk. 1969 wurde er zum Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]] gewählt. Er erhielt mehrere Ehrendoktorate. Zahlreiche staatliche Auszeichnungen würdigten seine Leistungen in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film „Die Rapoports – Unsere drei Leben“ von Sissi Hüetlin und Britta Wauer wurde 2005 mit dem [[Adolf-Grimme-Preis]] ausgezeichnet. Außerdem widmet sich die in Hamburg ansässige &amp;#039;&amp;#039;Rapoport-Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; der „Pflege und Verbreitung des Erbes“ des Paares Inge und Mitja Rapoport.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rapoport-gesellschaft.org/ Internetseite der Rapoport-Gesellschaft], abgerufen am 5. Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1977 war er Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie|Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dgho.de/d-g-h-o/mitglieder/ehrenmitglieder/uebersicht-der-dgho-ehrenmitglieder |titel=Übersicht der DGHO-Ehrenmitglieder |werk=DGHO |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.&amp;amp;nbsp;V. |sprache=de |abruf=2023-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz für den Kommunismus ==&lt;br /&gt;
Von Bedeutung für Rapoport war die Freundschaft zum Schriftsteller [[Jura Soyfer]], der im [[KZ Buchenwald|Konzentrationslager Buchenwald]] ums Leben kam. Als Jugendlicher trat er dem Verband Sozialistischer Mittelschüler in Wien bei, später war er in der illegalen kommunistischen Bewegung Österreichs aktiv. Ab 1934 gehörte er der Kommunistischen Partei Österreichs ([[KPÖ]]) an, von der er 1956 in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] überführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Frau schrieb über seine Orientierung: „Mitjas Prioritäten waren klar: An erster Stelle stand der Sozialismus, an zweiter die Wissenschaft und erst an dritter Stelle ich und alles andere. Ich habe diese Reihenfolge gebilligt, obgleich mir oft weh ums Herz gewesen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Samuel Mitja Rapoport |Datum= |Online=http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/samuel-mitja-rapoport/542580.html |Abruf=2017-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA bekannte er sich offen zur gewerkschaftlichen und kommunistischen Bewegung, verteilte an Wochenenden mit seiner Frau die Zeitung „[[Daily Worker|The Worker]]“ der [[Kommunistische Partei der USA|Kommunistischen Partei]]. Er engagierte sich gegen die Diskriminierung der Afroamerikaner und für die Verbesserung der Lage der Arbeiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Hachtel |Titel=Als Wessi in der DDR: Reisen und Begegnungen |Verlag=Books on Demand |Datum=2011 |ISBN=978-3-8448-6714-5 |Seiten=64 |Online={{Google Buch |BuchID=hW4WAQAAQBAJ |Seite=64}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Presse von Cincinnati unterstellte dem Ehepaar zunehmend subversive Aktivitäten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot;&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20170331210230/http://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_pdf&amp;amp;_id=934368 Nachruf Eberhard Hofmann]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1950 unterschrieben er und seine Frau den [[Stockholmer Appell]] zur Ächtung von Atomwaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochanan Shelliem: [https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-alle-grenzen-hinaus-die-drei-leben-der-aerztin.1024.de.html?dram:article_id=493854 &amp;#039;&amp;#039;Die drei Leben der Ärztin Ingeborg Rapoport&amp;#039;&amp;#039;], Deutschlandfunk Kultur, 13. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich 1982 in der DDR das Komitee &amp;#039;&amp;#039;[[IPPNW|Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges]]&amp;#039;&amp;#039; konstituierte, wurde Rapoport zum Vorsitzenden gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard Hofmann]] schrieb im Nachruf: „Inge und Mitja Rapoport traten stets für die zu ihrer Wahlheimat gewordene DDR ein, die für sie die einzige Alternative zu dem Deutschland war, das die Welt in zwei Kriege gestürzt und mehr als sechs Millionen Angehörige ihres Volkes ermordet hatte. Den Untergang der DDR empfanden beide schmerzhaft als das Ende ihres dritten Lebens.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tombstone Samuel Mitja Rapoport.jpg|mini|hochkant|Grab auf dem [[Friedhof Pankow III]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
Seine Frau [[Ingeborg Rapoport]] war ab 1952 als Kinderärztin in Berlin tätig und hatte von 1969 bis zu ihrer Emeritierung 1973 den Lehrstuhl für [[Neonatologie]] an der Charité inne. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: der Biochemiker [[Tom Rapoport]], der 1995 vom Berliner [[Max-Delbrück-Centrum]] an die [[Harvard University]] wechselte, und der Mathematiker [[Michael Rapoport]], der an der [[Universität Bonn]] lehrte. Rapoports Tochter Susan Richter („Fufu“) studierte Medizin und arbeitete in eigener Praxis als Kinderärztin in Berlin; Lisa, die kurz nach der Ausreise aus Amerika fast blind geboren wurde, arbeitete trotz ihrer Behinderung als Kinderkrankenschwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab von Samuel Mitja Rapoport befindet sich auf dem [[Friedhof Pankow III#Grabstätten bekannter Persönlichkeiten|Friedhof Pankow III]] im Berliner [[Bezirk Pankow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit M. Wing: &amp;#039;&amp;#039;Dimensional, osmotic, and chemical changes of erythrocytes in stored blood. Blood preserved in sodium citrate, neutral, and acid citrate-glucose (ACD) mixtures&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;J. Clin. Invest&amp;#039;&amp;#039;. 26. Juli 1947 (Heft 4), S. 591 ff.&lt;br /&gt;
* mit K. Dodd, G. J. Buddingh: &amp;#039;&amp;#039;The etiology of Ekiri, a highly fatal disease of Japanese children&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pediatrics&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3, Nr. 1., Januar 1949. S. 9 ff.&lt;br /&gt;
* mit J. Luebering: &amp;#039;&amp;#039;An Optical Study Of Diphosphoglycerate Mutase (From the Childrens’s Hospital Research Foundation, Cincinnati, Ohio, and the Institute of Medical Chemistry of the University of Vienna, Austria)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;J. Biol. Chem.&amp;#039;&amp;#039; 1952. S. 196&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* mit [[Gisela Jacobasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Diseases.&amp;#039;&amp;#039; Pergamon Press 1978.&lt;br /&gt;
* mit Lothar Rohland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medizin und globale Menschheitsprobleme. Vorträge&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Med. Ges.&amp;#039;&amp;#039; 1997. Heft 9, S. 1 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erfahrungen des Exils&amp;#039;&amp;#039;. In: TRANS Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften Nr. 15., November 2003&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Medizinische Biochemie. Lehrbuch für Studierende und Ärzte&amp;quot;, [[Verlag Volk und Gesundheit]] Berlin. Mehrere überarbeitete Auflagen. 6. Aufl. 1974.&lt;br /&gt;
* mit H. J. Raderecht: &amp;#039;&amp;#039;Physiologisch-chemisches Praktikum unter Berücksichtigung biochemischer Arbeitsmethoden und klinisch-chemischer Gesichtspunkte&amp;#039;&amp;#039;, VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1989, 8. Auflage, Lizenz-Nr. 210 (700/189/89), ISBN 3-333-00194-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=samuel-mitja-rapoport|lemma=Samuel Mitja Rapoport|autor=Peter Nötzold|band=2|idNum=2756}}&lt;br /&gt;
* Brunhild Fölsch, Walter Grünzweig: &amp;#039;&amp;#039;Marxismus, Exil und jüdische Identität. Der Biochemiker Samuel Mitja Rapoport.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Jüdische Echo]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 49, Wien 2000, S. 337ff.&lt;br /&gt;
* Ingeborg Rapoport: &amp;#039;&amp;#039;Meine ersten drei Leben – die Erinnerungen von Ingeborg Rapoport.&amp;#039;&amp;#039; Nora, Berlin 2002, ISBN 3-935445-81-4.&lt;br /&gt;
* H. Goldenberg: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Univ.-Prof. Dr. Samuel Mitja Rapoport (1912–2004)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Newsletter vom 20. Juli 2004 Gesammelt vom Informationsmanagement der medizinischen Universität Wien&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Gisela Jacobasch]] und Lothar Rohland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Samuel Mitja Rapoport (1912–2004)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Medizin und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 52, Berlin 2005, S. 103, ISBN 3-89626-536-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medizin – eine Biowissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Zum 100. Geburtstag des Forscherehepaares Ingeborg und Mitja Rapoport&amp;#039;&amp;#039;. Mit Beiträgen von Werner Binus, Rita Gürtler, Herbert Hörz, Gisela Jacobasch, Burkhard Schneeweiß, Claus Wagenknecht. Pankower Vorträge Heft 174. Hrsg. „Helle Panke“ e.&amp;amp;nbsp;V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin 2013, {{DNB|1033006750}} ([http://www.helle-panke.de/topic/158.publikationen.html?productId=62777 Leseprobe])&lt;br /&gt;
* Regine Otto: &amp;#039;&amp;#039;Das Medizinerehepaar Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport und die akademische Remigration in die SBZ/DDR&amp;#039;&amp;#039;, in: Kim Christian Priemel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Transit | Transfer. Politik und Praxis der Einwanderung in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Bebra, 2011, ISBN 978-3-937233-87-1, S. 75–97&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rapaport, Samuel Mitja.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,2. Saur, München 1983, S. 940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121534987}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Thomas Schönfeld]] |url=http://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Rapoport_3_04.html |titel=Samuel Mitja Rapoport (1912–2004) – In memoriam |werk=Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft, Nr. 3/2004 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200326072858/http://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Rapoport_3_04.html |archiv-datum=2020-03-26 |abruf=2022-08-07 |kommentar=Nachruf}}&lt;br /&gt;
* Hans Mikosch, Gerhard Oberkofler: &amp;#039;&amp;#039;Über die zweimalige Emigration von Samuel Mitja Rapoport (1937 und 1952)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 3/2008; [http://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Oberkofler_3_08.pdf Online PDF]&lt;br /&gt;
* [http://www.imdb.com/title/tt0423037/ &amp;#039;&amp;#039;Die Rapoports – Unsere drei Leben&amp;#039;&amp;#039;. TV-Dokumentation, D 2004] (Eintrag auf IMDb)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=f-XSu5W6jrE Die Rapoports – Unsere drei Leben Doku (2004)]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/6fa89527-f8d8-40eb-b3cb-a94e21db9b12/ Nachlass Bundesarchiv N 2658]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Karlen Vesper |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1166656.inge-und-mitja-rapoport-der-humanitaet-verpflichtet.html |titel=Der Humanität verpflichtet |titelerg=Notizen von einer Gedenkveranstaltung an ein beeindruckendes Wissenschaftlerpaar |werk=[[Neues Deutschland|nd-aktuell]] |datum=2022-09-05 |abruf=2022-09-14 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|300025}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/6fa89527-f8d8-40eb-b3cb-a94e21db9b12/ Nachlass Bundesarchiv N 2658]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121534987|LCCN=n83829100|VIAF=64055129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rapoport, Samuel Mitja}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samuel Mitja Rapoport| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Charité)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leibniz-Sozietät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdienter Hochschullehrer der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rapoport, Samuel Mitja&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Arzt und Biochemiker, der in der DDR arbeitete&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. November 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wolotschysk]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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