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	<title>Samuel Gottfried Borsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bujo: HC: Entferne Kategorie:Politiker (Königreich Westphalen); Ergänze Kategorie:Beamter (Königreich Westphalen)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Politiker_(K%C3%B6nigreich_Westphalen)&quot; title=&quot;Kategorie:Politiker (Königreich Westphalen)&quot;&gt;Kategorie:Politiker (Königreich Westphalen)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Beamter_(K%C3%B6nigreich_Westphalen)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Beamter (Königreich Westphalen) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Beamter (Königreich Westphalen)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Gottfried Borsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. November]] [[1767]] in [[Tangermünde]]; † [[19. März]] [[1821]] in [[Berlin]]) war ein preußischer und westphälischer Beamter sowie Staatsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Samuel Gottfried Borsche war das zweitjüngste von acht Kindern des Kaufmanns, Brauers und Schiffers Johann Joachim Borsch und dessen Frau Katharina Luise Kütze. Beide Elternteile stammten aus angesehenen Brauereifamilien in [[Stendal]] und [[Mittelsdorf (Kaltennordheim)|Mittelsdorf]] im ernestinischen Herzogtum [[Sachsen-Gotha-Altenburg]]. Der Vater besaß eine englische Bierbrauerei in Tangermünde, wo Borsche bis zu seinem 14. Lebensjahr zur Schule ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1783 wechselte Borsche auf die [[Kloster Unser Lieben Frauen|Klosterschule Unser Lieben Frauen]] in [[Magdeburg]]. Dort zeigte er besonderes Interesse und Talent für die altgriechische Sprache. Am 28. April 1785 ging er an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]], um [[Evangelische Theologie]], [[Philosophie]] und [[Philologie]] zu studieren. Dieses Studium brach er drei Jahre später ab und machte nach längeren Aufenthalten in [[Sulechów|Züllichau]] und [[Berlin]] Anfang der 1790er Jahre einen juristischen Kursus beim späteren preußischen Kammergerichtsrat Johann Friedrich Köhler. Er ging am 23. April 1793 nach [[Erlangen]] und studierte Recht und [[Kameralistik]]. Bei den [[Erlanger Westfalen (1794–1809)|Erlanger Westfalen]] knüpfte er zahlreiche Kontakte und Freundschaften mit späteren preußischen Staatsreformern und hohen Verwaltungsbeamten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Meyer-Camberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erlanger Westfalen 1794–1809&amp;#039;&amp;#039;. Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Bd. 24 (1979), S. 74–94, hier: S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählten [[Ludwig von Vincke|Ludwig Freiherr von Vincke]], [[Friedrich von Motz]] und [[Friedrich Magnus von Bassewitz|Friedrich von Bassewitz]]. Mit Ludwig von Vincke verband Borsche bis zu seinem Tod eine enge Freundschaft und ein reger Briefwechsel. Er hatte großen Anteil an Borsches Entscheidung, nach dem Studium in die preußische Zivil- und Finanzverwaltung zu treten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lüdicke: &amp;#039;&amp;#039;Samuel Gottfried Borsche&amp;#039;&amp;#039;, in: Sachsen und Anhalt (1936), S. 216ff. und 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Januar 1798 wurde Borsche Assessor bei der [[Märkische Kriegs- und Domänenkammer|Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer]]. Er gab noch im selben Jahr den Posten auf und nahm das Angebot einer Assessorenstelle bei der 1794 neu gegründeten Kriegs- und Domänenkammer in [[Płock|Plock]] in [[Neuostpreußen]] an. Leiter der Kammer war der Geheime Staatsrat und Minister für Ostpreußen [[Friedrich Leopold von Schrötter]]. Borsche klagte während dieser Zeit beständig über die Kulturlosigkeit der Umgebung und die Eintönigkeit des Dienstes. Er nahm auf Anraten des preußischen Ministers [[Friedrich Ferdinand Alexander zu Dohna-Schlobitten]] 1801/1802 in Berlin als neu bestallter Kriegs- und Domänenrat ein Dezernat für die Leitung der [[Altmark]] an und arbeitete von dort aus für die Kammer in Neuostpreußen. Im Juni 1802 wurde Borsche in die Hauptorganisationskommission berufen, die [[Preußen]] im Vorfeld des [[Reichsdeputationshauptschluss]]es für die vom Reich zugesprochenen Entschädigungsgebiete errichtet hatte, die es für seine Verluste auf dem linken Rheinufer erhalten sollte. Der preußische Staat hatte im Vorfeld des Beschlusses die Gebiete widerrechtlich besetzt. Zusammen mit [[Friedrich Magnus von Bassewitz|Friedrich von Bassewitz]] und dem Kammergerichtsrat Schultz war er für den Aufbau der neuen Kriegs- und Domänenkammer Erfurt-Eichsfeld in Heiligenstadt und Erfurt zuständig. Ende des Jahres 1803 wurde Borsche Direktor der Kammer. Die Geschäfte lagen hauptsächlich ihm alleine ob, da der zuständige Präsident [[Christian Konrad Wilhelm Dohm|Christian Wilhelm Dohm]] oft auf Reisen war. Borsche leitete die Kammer bis zur Besetzung der Region durch französische Invasionstruppen nach dem [[Frieden von Tilsit]], in dem am 7. bis 9. Juli [[Napoleon Bonaparte]] und [[Alexander I. (Russland)|Zar Alexander I.]] die Herabstufung des preußischen Großmachtstatus und die territoriale Dezimierung Preußens auf weniger als die Hälfte seines Staatsgebietes festschrieben. Borsche wurde wegen angeblicher oppositioneller Gesinnung vom Intendanten der französischen Übergangsregierung im Frühjahr 1807 inhaftiert. Nachdem seine Frau und der befreundete [[Friedrich von Motz]] seine Freilassung erwirkt hatten, schlug ihn der Kammerpräsident [[Christian Konrad Wilhelm Dohm]] für die Leitung der [[Präfektur (Frankreich)|Präfektur]] im [[Departement des Harzes]] des neu gegründeten [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] vor. Annähernd das gesamte Personal der Erfurt-Eichsfeldischen Kriegs- und Domänenkammer blieb mit Borsche im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Mai 1809 verließ Borsche den Posten als Präfekt und zog am 26. Mai von [[Heilbad Heiligenstadt|Heiligenstadt]] nach Berlin, wo ihm [[Ludwig von Vincke]] durch Fürsprache ein Stellenangebot bei der [[Preußisches Staatsministerium|preußischen Regierung]] verschaffte. Am 24. Juni 1809 wurde er Vizepräsident der Pommerschen Regierung in [[Stargard Szczeciński|Stargrad]] und am 7. März 1810 wurde er Staatsrat für die allgemeine Polizei in Berlin. In Berlin beteiligte er sich an der [[Preußische Reformen|Preußischen Reformgesetzgebung]] in der Zivilverwaltung und wurde vom Staatskanzler [[Karl August von Hardenberg]] am 31. Oktober 1810 zum Direktor der Domänen- und Forstverwaltung im preußischen Finanzministerium ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kohl, Einflüsse, in: Geschichte und Geschichtsbewusstsein, 1990, S. 385ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Amt führte er bis zu seinem Tode. Am 30. März 1820 ernannte ihn die preußische Regierung zudem als Mitglied des neuen [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Staatsrats]] in der Sektion Handelsangelegenheit für Finanzen und Inneres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Borsche heiratete mit 36 Jahren Amalie, die zweite Tochter des Berliner Kammerdirektors des Johanniterordens Friedrich Heinrich Stubenrauch. Aus der Ehe gingen bis zum Tod Amalies 7 Kinder hervor. Kurz nach dem Kauf eines Hauses in der Oranienburger Straße 37 in Berlin, verstarb Amalie Stubenrauch am 19. November 1817 und Borsche heiratete am 12. Juli 1818 ihre Schwester Wilhelmine und kaufte Ende des Jahres 1820 zwei Güter in Pommern. Am 19. März 1821 erlag er in Berlin nach kurzer Krankheit einem Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Borsche plante vor seiner Berufung zum Direktor der Erfurt-Eichsfeldischen Kriegs- und Domänenkammer öfter, nach Amerika auszuwandern und besaß bis 1800 Anteile an einem amerikanischen Kupferbergwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Borsches zweite Frau ließ 1823 auf eigene Kosten beim Bildhauer [[Christian Friedrich Tieck|Friedrich Tieck]] eine Marmorbüste anfertigen und zum Gedenken an ihren Mann im preußischen Finanzministerium aufstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel Gottfried Lüdicke: Borsche, in: Sachsen und Anhalt (1936), S. 248. [http://www.bildindex.de/obj02533916.html Bild in der Nationalgalerie der Staatlichen Museen in Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Lüdicke: &amp;#039;&amp;#039;Samuel Gottfried Borsche. Lebensbild eines preußischen Beamten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen und Anhalt. Jahrbuch der Landesgeschichtlichen Forschungsstelle für die Provinz Sachsen und Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; Band 12 (1936), S. 214–252.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|475|476|Borsche, Samuel Gottfried|Hans Bellée|13555358X}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kohl (Historiker)|Wilhelm Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Französisch-Westphälische Einflüsse auf die preußische Reformgesetzgebung über Samuel Gottfried Borsche einen Freund Ludwigs Freiherrn Vincke&amp;#039;&amp;#039;. In: Paul Leidingerm, Dieter Metzler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Geschichtsbewusstsein. Festschrift für [[Karl-Ernst Jeismann]].&amp;#039;&amp;#039; Münster 1990, S. 380–392.&lt;br /&gt;
* Wolf D. Hartmann, Elke Strauchenbruch: &amp;#039;&amp;#039;Wer war was für Tangermünde. Wissenswertes in Kurzbiographien zu einer verhinderten Hauptstadt.&amp;#039;&amp;#039; Wittenberg 2009, ISBN 978-3-942005-03-6, S. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13555358X|VIAF=55366053}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Borsche, Samuel Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Domänenrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Königreich Westphalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (1817–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1767]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Provinz Neuostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Borsche, Samuel Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. November 1767&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tangermünde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. März 1821&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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