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	<title>Samt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T03:35:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samt&amp;diff=109979&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2023-12-28T15:08:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum österreichischen Politiker (FPÖ) siehe [[Peter Samt]]. Zur Band siehe [[SAMT (Band)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Weltliche Schatzkammer Wien (35).JPG|mini|Mantel des österreichischen Kaisers [[Franz II. (HRR)|Franz II.]] aus rotem Samt mit Goldstickerei]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, altertümlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samm(e)t&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ἑξάμιτος|hexamitos|de=sechsfädig}}), ist ein [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] mit einem darüberliegenden, eingearbeiteten [[Flor|Fadenflor]]. Die geschichtliche Entwicklung des Samtes war immer eng mit der [[Seide]]nweberei verbunden, zu Beginn insbesondere mit dem mittelalterlichen [[Samit]], einem mehrfarbigen, gemusterten Seidengewebe ohne Flor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df tg 0008629 Ständebuch ^ Beruf ^ Handwerk ^ Weber ^ Caffamacher ^ Webstuhl.jpg|mini|[[Webstuhl|Samtwebstuhl]] 1698 für Rutenkettsamt mit zwei Kettbäumen, das Samtmesser neben dem Weber auf einem Schneidbrett]]&lt;br /&gt;
In ein [[Leinwandbindung|leinen-]] oder [[Köperbindung|köperbindiges]] Grundgewebe wird ein weiteres [[Schussfaden|Schuss-]] oder [[Kettfaden]]-System eingearbeitet, dementsprechend spricht man von Schuss-Samt (auch &amp;#039;&amp;#039;Velvet&amp;#039;&amp;#039; genannt) oder Kettsamt. Diese Polkette beim Kettsamt oder der Florschuss/Polschuss beim Schuss-Samt bildet Polnoppen oder Schlaufen/Schlingen ([[Flottierung]]en) über dem Grundgewebe, die am Ende des Herstellungsprozesses aufgeschnitten werden und dann auf der rechten Warenseite den charakteristischen Faserflor ergeben. Bei Kettsamten unterscheidet man &amp;#039;&amp;#039;Rutensamt&amp;#039;&amp;#039;, der mit Zug- oder Schneidruten hergestellt wird, sowie den &amp;#039;&amp;#039;Doppelsamt&amp;#039;&amp;#039;. [[Caffa (Gewebe)|Caffas]] wurden im 17. und 18. Jahrhundert auch als Rutensamt mit [[Damast#Harnischsystem|Zugwebstühlen]] hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg Krünitz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]] oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft. Band 7.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1776, Stichwort „Caffa“ ([https://www.kruenitz1.uni-trier.de/ Online-Version])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samt wurde zunächst aus [[Seide]] gefertigt (Naturseidensamt), heute ist [[Baumwollfaser|Baumwollsamt]] oder [[Chemiefaser|Chemieseidensamt]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Samt unterscheidet sich von [[Velours]] und [[Plüsch]] in der Länge des [[Flor]]s. Beim Samt ist er am kürzesten (maximal zwei bis drei Millimeter lang), daher fühlt sich Samt sanft, doch von diesen dreien relativ am härtesten an. Durch den Flor bedingt hat Samt eine Strichrichtung, die bewirkt, dass der Stoff mit dem Strich oder gegen den Strich unterschiedlich aussieht und sich anfühlt. Die Strichrichtung muss daher bei der Verarbeitung beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pannesamt&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Spiegelsamt&amp;#039;&amp;#039;) ist ein glänzender, spiegelnder Samt. Er erhält seine Optik durch Flachpressen oder Flachbügeln („pannieren“) in beliebigen Mustern. Verwendet wird Pannesamt für Damenoberbekleidung, Röcke, Schals oder Accessoires.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Asien ===&lt;br /&gt;
[[Brokatstoff|Figurensamtbrokate]] wurden in [[Geschichte des Iran#Safawiden (1501 bis 1722)|Persien]] ab 1587 für Bekleidungsstoffe sowie für die Raumgestaltung eingesetzt. Samte des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] (1413–1566) wurden in großem Maße nach Europa exportiert. Die Samtweberei in [[Qing-Dynastie|China]] entwickelte sich ab 1644.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Velvet textile fragment, Italy, 1600-1625, silk - Patricia Harris Gallery of Textiles &amp;amp; Costume, Royal Ontario Museum - DSC09368.JPG|mini|Samtfragment von 1600–1625 aus Italien]]&lt;br /&gt;
Samt wurde seit dem späten Mittelalter in Europa sehr beliebt und war später ein Hauptgewebetyp der [[Renaissance]]. Kettsamt ist bereits im [[Italien]] des frühen 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nachgewiesen und wurde in [[Venedig]], [[Florenz]], [[Genua]] und [[Mailand]] hergestellt. 1474 waren in Mailand 15.000&amp;amp;nbsp;Samtweber und andere Mitarbeiter beschäftigt. In dieser Zeit wurde er bereits als Bezugsstoff, beispielsweise für Kissen, verwendet; außerdem für Prunkgewänder und Wandbezüge. Ab der ersten Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts versuchte Frankreich, die Monopolstellung Italiens in der Samtherstellung zu brechen. [[Claude Dangon]] aus Lyon erfand 1605 eine Methode, durch die Samt [[Rapport (Textil)|großrapportig]] gemustert werden konnte. Flämische Weber führten die Samtweberei in England in der zweiten Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ein. Hauptzentren waren [[Spitalfields]], später [[Manchester]], dort mit bedrucktem Baumwollsamt. Aus Manchester stammt auch der unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Manchester&amp;#039;&amp;#039; genannte [[Cord (Gewebe)|Cordsamt]], der vorwiegend aus Baumwolle hergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Niederlande]]n und Deutschland entfaltete sich die Samtindustrie in der ersten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, zum Beispiel in Leipzig seit 1700, in Chemnitz, Meißen, Zwickau, Berlin, Potsdam und Krefeld um 1721. Der [[Rhein#Niederrhein|Niederrhein]] war lange Zeit europäisches Zentrum für die Produktion aufwändiger und kostbarer Stoffe aus Samt und [[Seide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mechanische Weberei (Hannover)|Mechanische Weberei]] in [[Linden (Hannover)|Linden]] bei [[Hannover]] produzierte ab Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts den bekannten „Lindener Samt“ (Velvet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flocksamt (unechter Samt) ==&lt;br /&gt;
Flocksamt imitiert durch [[Beflockung]] echten Samt, indem kurze [[Flockfaser|Faserflocken]] auf ein Grundgewebe aufgeklebt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Kießling und Max Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Textil-Fachwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schiele &amp;amp; Schoen, Berlin 1993, ISBN 9783794905461&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufe ==&lt;br /&gt;
* [[Caffamacher]]&lt;br /&gt;
* [[Seidenweber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul-August Koch, Günther Satlow: &amp;#039;&amp;#039;Großes Textil-Lexikon. Fachlexikon für das gesamte Textilwesen.&amp;#039;&amp;#039; Band L–Z, Deutsche Verl.-Anstalt, Stuttgart 1966, S. 281–282&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer zur Capellen: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Gewebe. Technik, Bindungen, Handelsnamen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Fachverlag, 4. Aufl., Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-86641-258-3&lt;br /&gt;
* Brigitte Tietzel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Webkunst. Technische Grundlagen und künstlerische Traditionen.&amp;#039;&amp;#039; DuMont Buchverlag, Köln 1988, ISBN 3-7701-1828-6, S. 145–196&lt;br /&gt;
* Otto von Falke: &amp;#039;&amp;#039;Kunstgeschichte der Seidenweberei&amp;#039;&amp;#039;. 4. Aufl. Tübingen: Wasmuth 1951.&lt;br /&gt;
* A. Beyssell, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Weberei zum gebrauche in Webeschulen und zum Selbstunterricht&amp;#039;&amp;#039;, 1863, [https://books.google.de/books?id=ylwUAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA151 S.&amp;amp;nbsp;151ff]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Velvet|Samt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4371930-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florgewebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Seide]]&lt;/div&gt;</summary>
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