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	<title>Samson et Dalila - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samson_et_Dalila&amp;diff=1043356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DCB: fix</title>
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		<updated>2026-04-05T16:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Oper&lt;br /&gt;
|Boxtitel = Operndaten&lt;br /&gt;
|T = Samson und Dalila&lt;br /&gt;
|OT = Samson et Dalila&lt;br /&gt;
|Bildname = Soler y Rovirosa Sansón y Dalila 1897.jpg&lt;br /&gt;
|Bildtext = Bühnenbild einer Aufführung am [[Gran Teatre del Liceu]] in Barcelona 1897&lt;br /&gt;
|Form = Oper in drei Akten und vier Bildern&lt;br /&gt;
|OS = Französisch&lt;br /&gt;
|Mus = [[Camille Saint-Saëns]]&lt;br /&gt;
|Lib = [[Ferdinand Lemaire]]&lt;br /&gt;
|LitVorl = [[Buch der Richter]]&lt;br /&gt;
|UA = 2. Dezember 1877&lt;br /&gt;
|UAort =  Hoftheater Weimar&lt;br /&gt;
|Dauer = ca. 2 ½ Stunden&lt;br /&gt;
|OrtZeit = [[Gaza (Stadt)|Gaza]] in Palästina, um 1150 v. Chr.&lt;br /&gt;
|Pers =&lt;br /&gt;
* [[Delila|Dalila]] ([[Mezzosopran]] oder [[Alt (Stimmlage)|Alt]])&lt;br /&gt;
* [[Simson|Samson]] ([[Tenor]])&lt;br /&gt;
* Oberpriester des [[Dagān|Dagon]] ([[Bariton]])&lt;br /&gt;
* Abimélech, [[Satrap]] von Gaza (Bariton oder [[Bass (Stimmlage)|Bass]])&lt;br /&gt;
* Ein alter Hebräer (Bass)&lt;br /&gt;
* Ein Bote der Philister (Tenor)&lt;br /&gt;
* Zwei Philister (Tenor und Bass)&lt;br /&gt;
* Ein Knabe (stumme Rolle)&lt;br /&gt;
* Krieger, Offiziere, Priester, Tempeldiener, Wachen, Fürsten und Volk der Philister, Volk der Hebräer ([[Chor (Musik)|Chor]] und Statisten)&lt;br /&gt;
* Priesterinnen (Ballett)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine zwischen 1868 und 1877 entstandene [[Oper]] in drei Akten von [[Camille Saint-Saëns]] (Op.&amp;amp;nbsp;47) auf ein Libretto von [[Ferdinand Lemaire]]. Die Handlung basiert auf dem [[Altes Testament|biblischen]] [[Buch der Richter]] und ist zwischen 1100 und 1000 v. Chr. anzusetzen. &amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila&amp;#039;&amp;#039; ist die einzige der 13 Opern von Saint-Saëns, die sich auf der Bühne durchsetzen konnte. Trotz der erfolgreichen Uraufführung in deutscher Sprache unter der Leitung von [[Eduard Lassen]] und dem künstlerischen Direktor [[Franz Liszt]] am [[Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar|Weimarer Hoftheater]] im Dezember 1877 dauerte es bis 1890, bevor die Oper in Frankreich aufgeführt wurde. Saint-Saëns bearbeitete das Werk auch noch nach der Uraufführung und fügte ihm weitere Teile hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die Handlung der Oper lehnt sich an das [[Buch der Richter]], Kapitel 13–16, an. Das [[Israeliten|Volk Israel]] war nach dem [[Auszug aus Ägypten]] in der Zeit des [[Buch Josua|Josua]] in [[Palästina (Region)|Palästina]] [[Landnahme der Israeliten|eingewandert]]. Unter Missachtung des [[Zehn Gebote|ersten Gebotes]] fiel es in den [[Polytheismus]] zurück und verehrte neben [[JHWH|Jahwe]] die [[kanaan]]äischen Götter. Zur Strafe dafür geriet es in die Knechtschaft der [[Philister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wende kam erst mit dem Auftreten des legendären [[Simson|Samson]]. Dieser war seiner unfruchtbaren Mutter durch einen Engel als Befreier des Volkes verheißen worden und ein [[Nasiräer|Gottgeweihter]], der sein Haupthaar nicht scheren lassen durfte. Samson wurde als Einzelkämpfer häufig in die Tradition der [[Heros|Heroen]] gestellt und verfügte wie [[Herakles]] über übermenschliche Kräfte. Charakterlich galt er als aufbrausend und gewalttätig. Seine Widersacherin und Verführerin [[Delila]], die ihm sein Geheimnis entriss und ihn dadurch zu Fall brachte, war nach dem Buch der Richter eine habgierige Frau, die im Auftrag der Fürsten der Philister handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der Zeit des Samson befand sich das Volk Israel weiterhin in kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Philistern, die nach biblischen Angaben erst zur Zeit [[David]]s besiegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung der Oper ==&lt;br /&gt;
Thema der Oper ist der Beginn des Freiheitskampfes der in Sklaverei gefallenen Hebräer, eine Auseinandersetzung mit dem [[Polytheismus]] der Philister, sowie die legendäre Gestalt des Samson. Im Gegensatz zur biblischen Überlieferung ist die Dalila der Oper eine [[Hierodulen|Hierodule]] und Priesterin des [[Dagān|Dagon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauer der Vorstellung: erster Akt 0:50 h, zweiter Akt 0:45 h, dritter Akt 0:40 h, insgesamt etwa 2 Stunden und 15 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Akt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dufrannepriestsamson.jpg|mini|hochkant|Der Sänger [[Hector Dufranne]] als Oberpriester des Dagon in einer Aufführung von 1924]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Platz vor dem Dagon-Tempel in [[Gaza (Stadt)|Gaza]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oper beginnt mit einer durch ein kurzes Vorspiel eingeleiteten Chorszene. Die unterjochten Hebräer klagen über ihre Knechtschaft unter den Philistern. In ihrer Verzweiflung rechten sie mit [[JHWH|Jéhovah]], der sie zwar aus der Knechtschaft Ägyptens befreit, nun aber im Stich gelassen habe. Da tritt Samson aus ihren Reihen hervor und lässt sie neue Hoffnung schöpfen. Nachdem die Hebräer Mut gefasst haben, zusammen mit Samson für ihre Freiheit zu kämpfen, kommt der philistäische Statthalter Abimélech mit Soldaten hinzu, verhöhnt Jéhovah und preist Dagon als höchsten Gott. Samson tritt ihm entgegen und ruft zum Kampf auf. Als Abimélech sein Schwert zückt, ergreift Samson dasselbe und streckt ihn damit nieder. Die Philister, die Abimélech zu Hilfe eilen wollen, werden von Samson zurückgedrängt, und er kann mit den Hebräern entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester Dagons findet die Leiche und lässt sich von zwei Philistern und einem Boten berichten, dass die hebräischen Sklaven unter ihrem Anführer Samson rebellieren und die Felder abbrennen. Er schwört Rache und verflucht Samson und das Volk Israel im Namen seiner Götter. Nachdem die Philister die Leiche mitgenommen haben, treten wieder die Hebräer auf. Auch Samson kommt mit seinem siegreichen Heer hinzu. Da öffnen sich die Tore des Tempels, und Dalila tritt mit einigen Priesterinnen des Dagon heraus, angeblich, um die siegreichen Helden zu feiern, tatsächlich aber, um sie erotisch zu umgarnen, wobei sie auch einen Tanz aufführen. Samson kann sich Dalilas Lockungen nicht entziehen und starrt sie gebannt an. Ein alter Hebräer warnt Samson vergeblich vor der neuen Kriegslist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Akt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Margyl1905.JPG|mini|hochkant|Die Sängerin [[Jane Margyl]] als Dalila 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Garten vor Dalilas Haus im Tal [[Nachal Sorek|Sorek]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samson hat weitere Siege errungen. Dalila erwartet Samson, um an ihm die Götter zu rächen. Sie ist voller Hass und will ihn als Sklaven zu ihren Füßen sehen. Der Oberpriester des Dagon redet ihr noch einmal zu, Samson in der Nacht so zu schwächen, dass er in die Hände der Philister fällt. Dalila klagt ihm, dass sie Samsons Geheimnis trotz dreimaligen Fragens nicht ergründen konnte. Samson habe sich immer wieder von ihr losgerissen, um in den Kampf zu ziehen. Nun sei Samson von neuer Liebesglut erfasst, und sie hoffe, ihm das Geheimnis zu entreißen. Beide schwören Rache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samson ist Dalilas Zauber verfallen und kommt wider Willen zu Dalilas Haus. In einer großen Liebesszene versucht Dalila, Samson erneut zu umgarnen. Er verweigert sich zunächst, spricht von seinem Auftrag und nennt sich einen Sklaven seines Gottes. Er sei gekommen, um trotz seiner Liebe von ihr Abschied zu nehmen. Zwischendurch zucken Blitze als Zeichen des Himmels, um Samson an seine Pflicht zu gemahnen. Dalila versucht es erneut. Mit „Mon cœur s’ouvre à ta voix“ (dt. „Sieh, mein Herz erschließet sich“, wörtlich „Mein Herz öffnet sich deiner Stimme“) kann sie ihn endgültig umgarnen, und sie fragt erneut nach seinem Geheimnis. Schließlich folgt ihr Samson ins Haus, begleitet von einem heftigen Donnerschlag. In einem Zwischenspiel, von weiteren Donnerschlägen begleitet, wird angedeutet, dass ihm Dalila sein Geheimnis entrissen und die Haare geschoren hat. Der Akt endet damit, dass Dalila vom Fenster aus die Soldaten der Philister herbeiruft. Samson klagt „Trahison!“ („Verrat!“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Akt ===&lt;br /&gt;
Im dritten Akt wird als bekannt vorausgesetzt, dass Samson seine gigantischen Kräfte durch das Scheren seiner Haare verloren hat. Anschließend konnten ihn die Philister in Dalilas Haus überwältigen und brannten ihm die Augen aus. Samson muss von nun an Sklavenarbeit verrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erstes Bild. Im Gefängnis von Gaza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samson dreht einen Mühlstein und beklagt dabei sein Schicksal. Hinter der Bühne ertönt ein anklagender Gesang der Hebräer, dass Samson sie wegen einer Frau verraten hat. Samson fleht währenddessen zu Gott, dass er trotz seiner Verfehlung das Volk retten möge. Gott soll sein Leben als Opfer annehmen. Einige Philister führen Samson aus dem Kerker ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweites Bild. Das Innere des Dagon-Tempels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester, Dalila, Philisterinnen und Philister feiern ein orgiastisches Fest, das im &amp;#039;&amp;#039;Bacchanal&amp;#039;&amp;#039; (Ballett) seinen Höhepunkt findet. Samson wird von einem Kind hereingeführt. Der Oberpriester und die Philister verhöhnen Samson. Dalila nähert sich ihm mit einem Pokal und erinnert ihn höhnisch an seinen Fall. Dabei ertönt, ins Parodistische verzerrt, die Melodie von Dalilas Arie „Mon coeur s’ouvre à ta voix“ aus dem zweiten Akt. Ebenso verlacht der Chor der Philister die anschließenden Verhöhnungen des Oberpriesters durch Samson in satirisch überspitzter Weise. Beim anschließenden Opfergesang an Dagon verlangt der Oberpriester, dass Samson die Knie vor Dagon beugt. Samson fleht noch einmal zu Gott und bittet das Kind, ihn zwischen die beiden Säulen zu führen. Während eines weiteren Opfergesanges umfasst er die Säulen, und Gott gibt ihm die einstige Stärke zurück. Die Säulen wanken, und der Tempel stürzt unter dem Wehgeschrei der Versammelten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instrumentation ==&lt;br /&gt;
Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:&amp;lt;ref name=&amp;quot;piper&amp;quot;&amp;gt;[[Theo Hirsbrunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Werke. Piccinni – Spontini.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München und Zürich 1994, ISBN 3-492-02415-7, S.&amp;amp;nbsp;510.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Holzblasinstrument|Holzbläser]]: drei [[Flöte]]n (3. auch [[Piccoloflöte|Piccolo]]), zwei [[Oboe]]n, [[Englischhorn]], zwei [[Klarinette]]n, [[Bassklarinette]], zwei [[Fagott]]e, [[Kontrafagott]]&lt;br /&gt;
* [[Blechblasinstrument|Blechbläser]]: vier [[Horn (Instrument)|Hörner]], zwei [[Trompete]]n, zwei [[Kornett (Instrument)|Pistons]], drei [[Posaune]]n, Bass[[tuba]], zwei [[Ophikleide]]n&lt;br /&gt;
* drei [[Pauke]]n, [[Schlagzeug]]: [[Große Trommel]], [[Becken (Musikinstrument)|Becken]] [[Triangel]], [[Glockenspiel (Musikinstrument)|Glockenspiel]], [[Kastagnetten]], Fingerzimbeln, [[Tamburin]], [[Tamtam]]&lt;br /&gt;
* zwei [[Harfe]]n&lt;br /&gt;
* [[Streichinstrument|Streicher]]&lt;br /&gt;
* Bühnenmusik: Glocke in Fis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Stil ==&lt;br /&gt;
Saint-Saëns hatte sich schon länger mit dem Samson-Thema beschäftigt und plante zunächst ein [[Oratorium]], wurde aber 1868 von seinem Librettisten Lemaire überredet, den Stoff als durchkomponierte Oper auszuarbeiten. Die oft eher statischen Chorszenen lassen die ursprüngliche Konzeption des Werkes noch erkennen. In der Tradition der Wiederentdeckung der [[Johann Sebastian Bach|Bachschen]] Oratorien in der musikalischen [[Romantik]] verwendete Saint-Saëns im ersten und dritten Akt auch [[Fuge (Musik)|Fugen]], was für Opern seiner Zeit ungewöhnlich war. Dagegen sind die Auseinandersetzung zwischen Dalila und dem Oberpriester des Dagon im zweiten Akt, die Verführungsszene, sowie das auf orientalischen Melodien beruhende Bacchanal mit Ballett im dritten Akt operntypisch. Saint-Saëns arbeitete auch mit [[Leitmotiv]]en; beispielsweise charakterisierte er Dalila musikalisch durch ein chromatisches Sechzehntel-Motiv in der zweiten Strophe der Verführungsarie. Mit Metaphern versucht sie Samson von ihrer Liebe zu ihm zu überzeugen und verbildlicht ihr angeblich vor Liebe bebendes Herz anhand von Ähren im Wind. Wie könnte man diese Botschaft besser musikalisch untermalen als durch ein „flirrendes“ Orchestermotiv? Die [[Chromatik]] des Orchesterklangs reißt den aufmerksamen Zuhörer allerdings auch aus seiner Emotion, aus Gedanken an Liebe und Leidenschaft und regt eine düstere Vorahnung. Die wahre Natur Dalias rückt erneut in den Vordergrund und mit ihr die Erinnerung, dass die Musik gewordene Liebe in „Mon cœur s’ouvre a ta voix“ einzig und allein einem Zweck dient: der Rache an Samson.&lt;br /&gt;
[[Datei:Saintsaens.jpg|mini|hochkant|Camille Saint-Saëns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komposition erfolgte in mehreren Phasen, wobei Saint-Saëns auch frühere Werke verwendete. So stammte der Eröffnungschor „Dieu d’Israël“ aus dem Jahre 1859, und ein älterer &amp;#039;&amp;#039;Türkischer Marsch&amp;#039;&amp;#039; wurde in das Bacchanal integriert. Auch der &amp;#039;&amp;#039;Tanz der Priesterinnen Dagons&amp;#039;&amp;#039; aus dem ersten Akt stammt aus einer früheren Schaffensphase. Mit der eigentlichen Komposition der Oper begann Saint-Saëns im Jahre 1868. Bei der Anlage der Partie der Dalila dachte er dabei zunächst noch an die Mezzosopranistin [[Pauline Viardot-García|Pauline Viardot]], die er sehr schätzte und der er das vollendete Werk widmete. Allerdings konnte Viardot-Garcia die für ihre Stimme geschriebene weibliche Hauptrolle nicht mehr auf der Bühne verkörpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Kompositionsphase entstand der zweite Akt der Oper mit dem Liebesduett zwischen Samson und Dalila, das Saint-Saëns 1868 im Rahmen einer [[Abendgesellschaft|Soirée]] vorstellte. Die sängerische Besetzung des Abends waren die Komponistin [[Augusta Holmès]] als Dalila, der Maler [[Henri Regnault (Maler)|Henri Regnault]] als Samson sowie [[Romain Bussine]] als Hohepriester des Dagon&amp;lt;ref name=&amp;quot;EMI&amp;quot;&amp;gt;Michel Beretti: &amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila, oratorio, drame biblique ou opéra?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Camille Saint-Saëns: Samson und Dalila.&amp;#039;&amp;#039; Booklet zur Gesamtaufnahme der Oper aus der Opéra Bastille, Paris vom 1.–2. Juli 1991, EMI France, 1992, EAN 077775447026, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt;; die Komposition stieß jedoch auf Ablehnung. Daraufhin stellte er die Arbeit an der Oper zunächst ein. [[Franz Liszt]] konnte ihn jedoch bei einem Besuch in [[Weimar]] überreden, die Komposition zu vollenden und stellte ihm in Aussicht, das Werk in Weimar uraufzuführen. Dieser Plan zerschlug sich jedoch zunächst durch den [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] von 1870/71, so dass Saint-Saëns die Komposition erneut beiseite legte. Erst bei einem Aufenthalt in [[Algier]] im Jahre 1874 ließ er sich durch die orientalische Musik inspirieren und begann erneut mit der Arbeit. Am 20.&amp;amp;nbsp;August 1874 führte er den vollständigen zweiten Akt in [[Croissy-Beaubourg|Croissy]] auf, wobei er die Sänger am Klavier begleitete. Vor allem der Direktor der [[Pariser Oper]] äußerte sich negativ, nicht zuletzt, weil es sich um einen biblischen Stoff handelte. Auch die konzertante Aufführung des ersten Aktes am 26.&amp;amp;nbsp;März 1875 war allenfalls ein gemischter Erfolg, bei dem insbesondere die oratorienartigen Chöre der Hebräer und wiederum der biblische Charakter an sich für Anstoß sorgten. Dennoch gab Saint-Saëns nicht auf und vollendete das Werk im Januar 1876. Da die Oper in Frankreich auf Ablehnung gestoßen war, ließ er sie tatsächlich in einer deutschen Übersetzung von [[Richard Pohl]] unter dem Kapellmeister Eduard Lassen in Weimar uraufführen. Es sangen [[Auguste von Müller]] (Dalila), Franz Férenczy (Samson), [[Hans Feodor von Milde]] (Oberpriester), Dengler (Abimélech), Adolf Hennig (alter Hebräer), Winiker (Bote), Karl Knopp (erster Philister) und [[Felix Schmidt (Sänger)|Felix Schmidt]] (zweiter Philister).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Almanacco|Simson und Delila|2|12|1877}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oper wurde in Deutschland ein großer Erfolg, während es noch bis zum 3. März 1890 dauern sollte, bis eine französische Bühne, das Théâtre des Arts in [[Rouen]], &amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila&amp;#039;&amp;#039; herausbrachte. Am 31. Oktober jenes Jahres folgte die Pariser [[Erstaufführung]] am Théâtre Lyrique de l’Eden, bevor erst am 23. November 1892 auch das [[Pariser Oper|Théâtre National de l’Opéra]] mit einer erweiterten Zweitfassung nachzog, was die Durchsetzung des Werks auch in Frankreich bedeutete. Dirigent dieser Pariser Aufführung war [[Édouard Colonne]], die Regie stammte von Raoul Lapissida, die Choreographie von [[Joseph Hansen (Choreograf)|Joseph Hansen]] und die Bühne von Eugène-Louis Carpezat, Amable Petit und Eugène-Benoît Gardy. Es sangen [[Blanche Deschamps-Jéhin]] (Dalila), Edmond Vergnet (Samson), Jean-Louis Lassalle (Oberpriester), René Fournets (Abimélech), Marius Chambon (alter Hebräer), Gallois (Bote), Pierre-Marie Laurent (erster Philister) und Charles Douaillier (zweiter Philister).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Almanacco|Samson et Dalila|23|11|1892}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Jacob (Musikwissenschaftler)|Andreas Jacob]]: &amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila: opéra en trois actes.&amp;#039;&amp;#039; Historisch-kritische Ausgabe mit zweisprachigem Libretto-Text nach Ferdinand Lemaire und [[Richard Pohl]]. Bärenreiter, Kassel/Basel 2018, {{ISMN|979-0-006-53788-4|DNB-13=1}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Czerny]]: &amp;#039;&amp;#039;Opernbuch&amp;#039;&amp;#039;. 17. Auflage. Henschel, Berlin 1982.&lt;br /&gt;
* Hugh Macdonald und Sabina Teller Ratner: Analyse der Inszenierung im Beiheft zur Gesamtaufnahme unter [[Colin Davis]] (Dirigent), Philips, 1990 (zwei CDs).&lt;br /&gt;
* Peter Larsen: Beitrag im Programmheft der Antikenfestspiele Trier 2007.&lt;br /&gt;
* Ralph P. Locke: &amp;#039;&amp;#039;Constructing the Oriental ‚Other‘: Saint-Saens’s Samson et Dalila.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge Opera Journal.&amp;#039;&amp;#039; November 1991, Vol.&amp;amp;nbsp;3, No.&amp;amp;nbsp;3, S.&amp;amp;nbsp;261–302 ({{JSTOR|823619}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Samson et Dalila (opera)}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Samson_et_Dalila,_Op.47_(Saint-Saëns,_Camille)|cname=&amp;#039;&amp;#039;Samson et Dalila&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [http://www.operalib.eu/samsondalila/samsondalila.html Werkinformationen und Libretto (französisch) als Volltext] auf &amp;#039;&amp;#039;operalib.eu&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Corago|o|Z000018538|Camille Saint-Saëns|Samson et Dalila}}&lt;br /&gt;
* {{Opera-Guide|ID=samson+et+dalila|Typ=sl|Linktext=Samson et Dalila|Sprache=fr}}&lt;br /&gt;
* {{Operadis|CLSASAMS}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassika.info/Komponisten/Saint_Saens/Oper/047/index.html Ausführliche Inhaltsangabe] auf &amp;#039;&amp;#039;klassika.info&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300133936|LCCN=n82227776|VIAF=176520928}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operntitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper in französischer Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper von Camille Saint-Saëns]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffe und Motive (Altes Testament)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DCB</name></author>
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