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	<title>Samogitien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samogitien&amp;diff=100627&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hermann Boehlendorff: Isidorus Brennsohn</title>
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		<updated>2025-12-15T23:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Isidorus_Brennsohn&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Isidorus Brennsohn (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Isidorus Brennsohn&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Litauen-regional.png|mini|400px|Kulturregionen des heutigen Litauens&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#e6fefe|[[Kleinlitauen]] (ehem. Memelland)}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#eafeea|Žemaitien (Niederlitauen)}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#fec0c0|[[Aukštaitien]] (Oberlitauen)}}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#fde5d9|[[Suvalkija]] (Sudauen)}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#fefeea|[[Dzūkija]] (Mittellitauen)}}&lt;br /&gt;
|}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samogitien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Žemaitėjė&amp;#039;&amp;#039; in den [[schemaitisch]]en Dialekten (&amp;#039;&amp;#039;Žemaitija&amp;#039;&amp;#039; in der [[Litauische Sprache|litauischen Sprache]], [[Lateinische Sprache|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;Samogitia&amp;#039;&amp;#039;), deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Schamaiten&amp;#039;&amp;#039; oder neuerdings &amp;#039;&amp;#039;Niederlitauen&amp;#039;&amp;#039;, jiddisch &amp;#039;&amp;#039;Zámet&amp;#039;&amp;#039; – ist eine historische Landschaft im westlichen Teil des heutigen [[Litauen]]s. Zu Niederlitauen gehören der [[Distrikt Tauragė]] und der [[Distrikt Telšiai]]. Hinzu kommen die ehemals [[Kurland|südkurischen]] Landschaften [[Megowe]] ([[Palanga]]) und [[Ceclis]] ([[Plungė]]-[[Mažeikiai]]). Inoffizielle Hauptstadt Niederlitauens ist [[Telšiai]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu [[Aukštaitien]] ist Žemaitien dünner besiedelt und stärker [[landwirtschaft]]lich geprägt. Der Name Žemaitien verweist auf den baltischen Volksstamm der [[Žemaiten]] (andere Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;Samogiten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Semaiten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schemaiten&amp;#039;&amp;#039;, lit. &amp;#039;&amp;#039;žemaičiai&amp;#039;&amp;#039;). &amp;#039;&amp;#039;Žemė&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Erde“ und &amp;#039;&amp;#039;žemai&amp;#039;&amp;#039; „unten“; aber auch die ebenfalls baltischen [[Kuren]] wurden als Einwohner Samogitiens genannt.&lt;br /&gt;
„Niederlitauen“ liegt auf einem Höhenrücken. Nur wenige Höhenrücken im Osten Aukštaitiens erreichen höhere Werte als die Žemaitiens. Von dessen Fläche liegen zwei Drittel unter 100 m über dem Meer, ein Drittel zwischen 100 und 200 m, wenige Höhenrücken darüber, an einer Stelle 250 m. Von der höher gelegenen Region in der Mitte fällt das Geländeniveau in alle Richtungen ab, auch nach Aukštaitien im Osten und zur [[Lettland|lettischen]] Region [[Kurzeme]] (Kurland) im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Sprache ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schemaitisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ethnie der Samogiten (lit. &amp;#039;&amp;#039;Žemaičiai&amp;#039;&amp;#039;) taucht als Begriff erst 1215 in der [[Wolhynische Chronik|Wolhynischen Chronik]] (siehe [[Halytsch]]) auf. Sie erwähnt im Zusammenhang mit der Politik [[Konrad von Masowien|Konrads von Masowien]] vor 1228 die „Scoweae (= [[Schalauer]]), [[Prußen|Prutheni]], [[Litauer|Lithuani]] und Szanmitae (= Žemaiten)“. Das namengebende Ur-Žemaiten lag im 13. und 14. Jahrhundert zwischen der [[Mūša]]quelle, dem Oberlauf der [[Venta]] im Norden, dem Stauseegebiet von [[Žarėna]] im Nordwesten, der unteren [[Mituva]] im Südwesten, der [[Memel]] im Süden und der [[Nevėžis]] im Osten. Nur in den westlichen und südwestlichen Teilen des ursprünglichen Žemaiten ist Höhenland vorzufinden. Der Begriff „Niederlande“ oder „Unterland“ trifft nur auf die östlich gelegene [[mittellitauische Tiefebene]] zu und dürfte von den [[Aukschtaiten|&amp;#039;&amp;#039;Aukštaičiai&amp;#039;&amp;#039;]] vergeben worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Salys: Die zemaitischen Mundarten, Teil 1: Geschichte des zemaitischen Sprachgebiets &amp;#039;&amp;#039;Tauta ir Zodis&amp;#039;&amp;#039;, Bd. VI, Kaunas 1930 (= Diss. Leipzig 1930), S. 175 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wulfstan von Haithabu|Wulfstan]] bezeichnete um 880 n. Chr. die Žemaiten als &amp;#039;&amp;#039;Sarmanten&amp;#039;&amp;#039;. Im Deutschen war auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schmuden&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Isidorus Brennsohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Anthropologie der Litauer&amp;#039;&amp;#039;. Laakmann, Dorpat 1883, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schemaitische Sprache gliedert sich in drei Untergruppen: die westžemaitische, die nordžemaitische (beide durch das [[Kuren|Altkurische]] beeinflusst) und die südžemaitische. Dabei unterscheiden sich wiederum die Dialekte der Regionen [[Telšiai]], [[Varniai]] und [[Raseiniai]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Eckert, Elvira-Julia Bukevičiūtė, Friedhelm Hinze: &amp;#039;&amp;#039;Die baltischen Sprachen. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Langenscheidt, Leipzig 1994, 5. Auflage 1998, S. 41 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltische Stämme um 1200.png|mini|hochkant=1.7|Siedlungsgebiete der baltischen Stämme im 12. Jahrhundert. Ostbalten in braun, Westbalten in grün]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte Litauens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im 5. und 6. Jahrhundert siedelten im späteren Samogitien Volksgruppen der westbaltischen [[Kuren]], der ostbaltischen (heute lettischen) [[Semgallen (Volk)|Semgallen]] und die Gruppe der [[Karschauer]], die – wissenschaftlich nicht hinreichend geklärt – entweder den Kuren oder den Žemaiten, möglicherweise sogar den [[Prußen]] zuzurechnen sind. Um 900 wanderten allmählich litauische Stämme ein. Bei der Verschmelzung dieser Bevölkerungsteile überwog nach und nach die litauische Komponente.&lt;br /&gt;
Der [[Angelsachsen|angelsächsische]] Reisende [[Wulfstan von Haithabu|Wulfstan]] bezeichnete um 880 die Žamaiten als &amp;#039;&amp;#039;Sarmanten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Litauerkriege ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Herzogtum Samogitien|Litauerkriege des Deutschen Ordens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hoch- und Spätmittelalter spielte Žemaitien in den Auseinandersetzungen zwischen dem [[Großfürstentum Litauen]] und [[Deutscher Orden|Deutschem Orden]] eine zentrale Rolle.&lt;br /&gt;
Erste Versuche seitens des [[Schwertbrüderorden]]s, die immer wieder in [[Livland]] einfallenden Žemaiten zu unterwerfen, waren zunächst wenig erfolgreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dundulis&amp;quot;&amp;gt;Bronius Dundulis: &amp;#039;&amp;#039;Lietuvos kova dėl Baltijos jūros&amp;#039;&amp;#039;; Der Kampf Litauens um die Ostsee; Vilnius 1985&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre vernichtende Niederlage in der [[Schlacht von Schaulen (1236)|Schlacht im Land der Schauler]] 1236 zwang die verbliebenen Schwertbrüder, sich 1237 nach Intervention des [[Papst]]es [[Gregor IX.]] dem [[Deutscher Orden|Deutschen Orden]] anzuschließen. Wechselvolle Kämpfe gipfelten in den folgenden Jahrzehnten in der [[Schlacht an der Durbe]] im Juli 1260.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Scholz, Dieter Wojtecki: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Dusburg. Chronik des Preußenlandes. Übersetzung und Erläuterung&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-00604-6 (&amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, Band XXV)&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die verheerende Niederlage scheiterte der Versuch des Deutschen Ordens, die litauische Bedrohung Livlands zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Samogitia.svg|mini|180px|rechts|Historische Flagge Samogitiens]]&lt;br /&gt;
Nach 1272 begann der Deutsche Orden die südlich Žemaitiens gelegene Landschaft [[Schalauen]] zu unterwerfen (1275 Eroberung der Schalauerburg [[Ragnit]]). Damit wurde Schamaiten nördlich &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; südlich einer immer massiveren Bedrohung durch die hochgerüsteten Ordensritter ausgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dundulis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Litauerkriege des Deutschen Ordens|nachhaltige Bestreben]] der Ordensritter, durch Annexion Žemaitiens eine Landbrücke zwischen seinen preußischen Besitzungen und dem [[Meistertum Livland]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ēvald Mugurēvičs: &amp;#039;&amp;#039;Hermanni de Wartberge Chronicon Livoniae.&amp;#039;&amp;#039;, kommentierte Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Livoniae&amp;#039;&amp;#039;. Rīga 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach 1302 mit einer angestrebten [[Christianisierung]] der bislang „heidnischen“ Litauer kaschiert. Im gesamten 14. Jahrhundert war Žemaitien den fortgesetzten Angriffen der Ordensritter preisgegeben. Das ohnehin dünn besiedelte Land wurde zum Schlachtfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Grenzen des Ordenstaates und Žemaitiens war im Laufe der Zeit aufgrund der Verwüstungen und des daraufhin zwangsweisen Verlassens der einheimischen Bevölkerung eine breite, unbewohnte „Wildnis“ (litauisch &amp;#039;&amp;#039;dykra&amp;#039;&amp;#039;) entstanden. Dieses „[[Niemandsland]]“ wurde zudem von litauischer Seite durch umfassendes Fällen von Bäumen noch weiter unpassierbar gemacht wurde. Damit wurden Überraschungsangriffe des Ordens enorm erschwert.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Hirsch: &amp;#039;&amp;#039;[[Scriptores rerum Prussicarum]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Teil VI &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Wigands von Marburg: Originalfragmente, lateinische Uebersetzung und sonstige Überreste&amp;#039;&amp;#039;, Beilage I: &amp;#039;&amp;#039;Die litauischen Wegeberichte&amp;#039;&amp;#039; S. 662–711&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es trotz ständiger Angriffe dem Orden nicht, im unwegsamen Žemaitien nachhaltig Fuß zu fassen. Bestrebungen der litauischen Großfürsten [[Algirdas]] und [[Kęstutis]], durch eigene Angriffe gegen das Ordensland die Übergriffe der Kreuzritter auf Žemaitien zu beenden, scheiterten angesichts der taktischen und rüstungstechnischen Überlegenheit des Ordens. In den Schlachten [[Schlacht an der Strėva|an der Streva]] 1348 und bei [[Schlacht bei Rudau|Rudau]] 1370 wurden die Litauerfürsten geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Algirdas’ 1377 kam es in Litauen zu Machtkämpfen zwischen den Thronprätendenten [[Vytautas]] und [[Jogaila]], in die sich der Orden mit zeitweiligem Erfolg einmischte. 1384 wurde zwischen &amp;#039;&amp;#039;Vytautas&amp;#039;&amp;#039; und dem Orden der [[Königsberger Vertrag (1384)|Königsberger Vertrag]] geschlossen, in dem &amp;#039;&amp;#039;Samogitien&amp;#039;&amp;#039; dem Orden versprochen wurde. Allerdings war &amp;#039;&amp;#039;Vytautas&amp;#039;&amp;#039; zu dieser Zeit nicht Großfürst.&lt;br /&gt;
Durch die [[Union von Krewo|1385 in Krewo]] vereinbarte Personalunion Litauens mit Polen infolge der Wahl Jogailas zum König von [[Polen]] konnte bei einhergehender Christianisierung Litauens die Vormacht des Ordens zumindest eingedämmt werden. Vytautas wurde im Vertrag von Krewo die Würde einen Großfürsten zuerkannt, was diesem eine weitgehende Autonomie einräumte.&lt;br /&gt;
Die territorialen Ambitionen des litauischen Großfürsten Vytautas gegen die im Osten herrschende [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] führte zu Bestrebungen dieses Großfürsten, durch eine Einigung mit dem nach wie vor an Žemaitien interessierten Orden seine westlichen Grenze abzusichern. Das führte zum 1398 zum [[Vertrag zu Salinwerder|Vertrag von Sallinwerder]], in dessen Wortlaut Žemaitien an den Orden verpfändet wurde. Widerwillig wurde diese Abmachung auch am polnischen Königshof akzeptiert. Žemaitiens Liegenschaften verwaltete fortan ein Ordensvogt. Seit 1405 bekleidete dieses zunehmend schwierige Amt der spätere [[Hochmeister]] [[Michael Küchmeister von Sternberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der vernichtenden Niederlage Vytautas’ in der [[Schlacht an der Worskla]] gegen die Goldene Horde im Jahre 1399 setzte ein entscheidender Umschwung in dessen Außenpolitik ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zimmerling&amp;quot;&amp;gt;Dieter Zimmerling: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Ritterorden&amp;#039;&amp;#039;; Econ, München 1998, ISBN 3-430-19959-X&amp;lt;/ref&amp;gt; Suchte er bisher den Orden zu gewinnen, um einen Rückhalt bei seinen strategischen Ambitionen im Osten zu haben, ergriff er nun in Žemaitien die Initiative: Er unterstützte indirekt die mit der Ordensherrschaft unzufriedenen Niederlitauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orden wurde dem ihm im Vertrag zu Sallinwerder zugebilligten Verwaltungsrecht in Žemaitien nie gerecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Almonaitis&amp;quot;&amp;gt;Vytenis Almonaitis: &amp;#039;&amp;#039;Žemaitijos politinė padėtis 1380-1410 metais&amp;#039;&amp;#039;; Die politischen Verhältnisse in Niederlitauen in den Jahren 1380–1410; Kaunas 1998, ISBN 9986-501-27-X&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine offizielle Bulle des [[Papst]]es aus dem Jahre 1403 vermochte ebenfalls nicht, administrativ begründete Übergriffe örtlicher Vasallen des Ordens zu verhindern. Der Widerstand der eingesessenen Bevölkerung Žemaitiens gegen die rigorose Eintreibung von [[Kirchenzehnt]]en sowie weitere kirchenrechtlich begründeten Abgaben provozierte überaus restriktive Maßnahmen des Ordens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Almonaitis&amp;quot;/&amp;gt; Darauf folgte wiederum um 1409 eine umfassende Empörung des ansässigen Adels, der bis dahin dem Orden überwiegend loyal gegenüberstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Almonaitis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klageschriften der unter der Gewaltherrschaft des Ordens aufbegehrenden niederlitauischen Bevölkerung erreichten sowohl die [[Kurie]] als auch zahlreiche [[Kanzlei]]en europäischer [[Fürst]]en und die wichtigen Städte Westeuropas. Von Vytautas begünstigt, brach in Niederlitauen um 1400 ein [[Guerillakrieg]] aus, der 1409 in einen Aufstand unter ausdrücklicher Billigung des polnischen Königs [[Jogaila]] mündete. Diese offene Unterstützung des Aufruhrs in einem von Orden beanspruchten Herrschaftsgebiet veranlasste den Hochmeister des Deutschen Ordens [[Ulrich von Jungingen]], die Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zimmerling&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der daraus entstehende offene Konflikt führte in der Folge zur [[Schlacht bei Tannenberg (1410)]], der entscheidenden Niederlage des Ordens gegen die polnisch-Litauische Union. 1411 musste der Orden im [[Erster Frieden von Thorn|1. Thorner Frieden]] 1411 Žemaitien wieder an das Großfürstentum Litauen abtreten. Im [[Friede vom Melnosee]] 1422/26 verzichtete der militärisch und politisch geschwächte Orden auf  Besitzansprüche in Litauen, namentlich in Žemaitien, was im [[Friede von Brest (1435)|Frieden von Brest]] 1435 nochmals bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1435 ===&lt;br /&gt;
Nunmehr unabdingbarer Bestandteil des Großfürstentums Litauen, teilte Žemaitien die Geschicke dieser Nation. Als [[Herzogtum Samogitien]] war es einer [[Woiwodschaft]] gleichgestellt. 1569 wurde mit der [[Union von Lublin]] die polnisch-litauische Personalunion zur Realunion ([[Polen-Litauen|Adelsrepublik Polen-Litauen]]) verbunden, was den polnischen Einfluss auf Litauen verstärkte. Mit der [[Teilungen Polens|3. Polnischen Teilung]] 1795 fiel auch der Westen Litauens an das [[Russisches Kaiserreich|Zarenreich]]. 1919 und 1992 wurde Litauen, nun auf das litauische Sprachgebiet beschränkt, wieder unabhängig.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1940 in der Folge der &amp;#039;&amp;#039;Geheimen Zusatzprotokolle&amp;#039;&amp;#039; des [[Hitler-Stalin-Pakt]]es durch [[Sowjetunion|sowjetische]] Truppen annektiert,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Bisovsky, Hans Schafranek, [[Robert Streibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hitler-Stalin-Pakt. Voraussetzungen, Hintergründe, Auswirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt; gelang Litauen erst mit dem [[Zerfall der Sowjetunion]] im Jahre 1990 die Loslösung aus dem russisch dominierten Staatsverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Oberlitauen]]&lt;br /&gt;
* [[Nordlitauen]]&lt;br /&gt;
* [[Mittellitauen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurlandyja-Žamojć. Курляндыя-Жамойць (N. Sanson, 1659).jpg|mini|Historische Karte Samogitiens mit angrenzenden Territorien ([[Herzogtum Kurland und Semgallen|Herzogtum Kurland]], [[Herzogtum Preußen]]) aus dem Jahr 1659]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitgenössische Chroniken ===&lt;br /&gt;
* [[Peter von Dusburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Terrae Prussiae&amp;#039;&amp;#039; (um 1326).&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus von Jeroschin]]: &amp;#039;&amp;#039;Di Kronike von Pruzinlant&amp;#039;&amp;#039; (Übertragung des &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Terrae Prussae&amp;#039;&amp;#039; ins Niederdeutsche mit Ergänzungen, um 1340).&lt;br /&gt;
* [[Hermann von Wartenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Livoniae&amp;#039;&amp;#039; (um 1378)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quelleneditionen ===&lt;br /&gt;
* [[Theodor Hirsch]], [[Max Toeppen]], [[Ernst Strehlke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Scriptores rerum Prussicarum]]. Die Geschichtsquellen der preußischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bände 1–5, Leipzig 1861–1874.&lt;br /&gt;
* Klaus Scholz, Dieter Wojtecki: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Dusburg. Chronik des Preußenlandes. Übersetzung und Erläuterung&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-00604-6 (&amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, Band XXV).&lt;br /&gt;
* Ēvald Mugurēvičs: &amp;#039;&amp;#039;Hermanni de Wartberge Chronicon Livoniae.&amp;#039;&amp;#039;, kommentierte Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Livoniae&amp;#039;&amp;#039;. Rīga 2005.&lt;br /&gt;
* Juozas Jurginis: &amp;#039;&amp;#039;H. Latvis, H. Vartbergė. Livonijos kronikos.&amp;#039;&amp;#039;, kommentierte Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Livoniae&amp;#039;&amp;#039;. Vilnius 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Werke ===&lt;br /&gt;
* Uwe Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Kreuz und Schwert. Die Geschichte des Deutschen Ordens&amp;#039;&amp;#039;; Böhlau, Köln 2003, ISBN 3-412-13402-3&lt;br /&gt;
* Dieter Zimmerling: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Ritterorden&amp;#039;&amp;#039;; Econ, München 1998, ISBN 3-430-19959-X.&lt;br /&gt;
* Edvardas Gudavičius: &amp;#039;&amp;#039;Kryžiaus karai Pabaltijyje ir Lietuva XIII a.&amp;#039;&amp;#039;; [Kreuzkriege im Baltikum und in Litauen im 13. Jahrhundert]; Vilnius 1989.&lt;br /&gt;
* Bronius Dundulis: &amp;#039;&amp;#039;Lietuvos kova dėl Baltijos jūros&amp;#039;&amp;#039;; [Der Kampf Litauens um die Ostsee]; Vilnius 1985.&lt;br /&gt;
* Vytenis Almonaitis: &amp;#039;&amp;#039;Žemaitijos politinė padėtis 1380–1410 metais&amp;#039;&amp;#039;; [Die politischen Verhältnisse in Niederlitauen in den Jahren 1380–1410]; Kaunas 1998, ISBN 9986-501-27-X.&lt;br /&gt;
* Gerhard Bisovsky, Hans Schafranek, [[Robert Streibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hitler-Stalin-Pakt. Voraussetzungen, Hintergründe, Auswirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1990.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Eckert (Linguist)|Rainer Eckert]], Elvira-Julia Bukevičiūtė, [[Friedhelm Hinze]]: &amp;#039;&amp;#039;Die baltischen Sprachen. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Langenscheidt, Verlag Enzyklopädie, Leipzig, Berlin, München 1994, ISBN 3-324-00605-8.&lt;br /&gt;
* Marija Gimbutas: &amp;#039;&amp;#039;Die Balten&amp;#039;&amp;#039;. Herbig, München 1983 (1963 englisch).&lt;br /&gt;
* Hans Mortensen: &amp;#039;&amp;#039;Die litauische Wanderung&amp;#039;&amp;#039;. Nachrichten der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen Philol.-Histor. Kl.,Göttingen 1927 S. 177–195.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Mortensen, H. u. G.: Die Besiedlung des nördlichen Ostpreußen bis zum Beginn des 17. Jh., in Deutschland und der Osten. Die preußisch-deutsche Siedlung am Westrand der Großen Wildnis um 1400, Bd.8, Leipzig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1937&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Mortensen, H. u. G.: Die Wildnis im östlichen Preußen, Ihr Zustand um 1400 und ihre frühere Besiedlung, Leipzig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1938&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anton Salys: &amp;#039;&amp;#039;Die zemaitischen Mundarten&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1: Geschichte des zemaitischen Sprachgebiets Tauta ir Zodis, Bd-VI Kaunas 1930 (= Diss. Leipzig 1930)&lt;br /&gt;
* Johann Severin Vater: &amp;#039;&amp;#039;Mithridates oder allgemeine Sprachenkunde mit dem Vater Unser als Sprachprobe&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://samogitia.mch.mii.lt/istorija.en.htm Landkarte (Geschichte, englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://postilla.mch.mii.lt/Tevuzeme/samogitia.en.htm Samogitia (Geschichte, englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://mkp.emokykla.lt/gimtoji/pics/Large/d07k03t03k_il2.jpg Baltische Siedlungsgebiete]&lt;br /&gt;
* [http://mkp.emokykla.lt/gimtoji/pics/Large/d07k03t03k_il3.jpg Baltische Trachten]&lt;br /&gt;
* {{Google Buch|BuchID=YX8OAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=scriptum+rerum+prussicarum&amp;amp;source=gbs_book_other_versions_r&amp;amp;cad=1_2|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Scriptores rerum prussicarum&amp;#039;&amp;#039; Bd. I bei &amp;#039;&amp;#039;Google Buchsuche&amp;#039;&amp;#039; (u.&amp;amp;nbsp;a. Auszüge der Chronik Dusburgs in Latein mit dt. Anmerkungen)}}&lt;br /&gt;
* {{Google Buch|BuchID=8H8OAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=scriptum+rerum+prussicarum&amp;amp;source=gbs_book_other_versions_r&amp;amp;cad=1_2|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Scriptores rerum prussicarum&amp;#039;&amp;#039; Bd. II bei &amp;#039;&amp;#039;Google Buchsuche&amp;#039;&amp;#039; (u.&amp;amp;nbsp;a. kommentierte Zitate aus Chroniken des Nicolaus Jeroschin sowie Hermanns von Wartenberge)}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Hermann Boehlendorff</name></author>
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