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	<title>Samnaun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samnaun&amp;diff=35460&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wi-luc-ky: grammat. Korr.; Vorlage:YouTube mit Kommentar; Vorlage:HLS: Parameter erg.; ISBN</title>
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		<updated>2026-01-18T00:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;grammat. Korr.; &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:YouTube&quot; title=&quot;Vorlage:YouTube&quot;&gt;Vorlage:YouTube&lt;/a&gt; mit Kommentar; &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:HLS&quot; title=&quot;Vorlage:HLS&quot;&gt;Vorlage:HLS&lt;/a&gt;: Parameter erg.; ISBN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Gemeinde in der Schweiz. Zum Ort in Tirol siehe [[Serfaus–Fiss–Ladis]]; siehe auch [[Samnaungruppe]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Samnaun 2016.png&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Samnaun COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Samnaun01.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Samnaun&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Engiadina Bassa/Val Müstair&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = &lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Region Engiadina Bassa/Val Müstair&lt;br /&gt;
| KREIS = &lt;br /&gt;
| BFS = 3752&lt;br /&gt;
| QUELLE = &lt;br /&gt;
| PLZ = 7562 Samnaun-Compatsch&amp;lt;br /&amp;gt;7563 Samnaun&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = &lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.94393&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 10.36064&lt;br /&gt;
| HÖHE = 1846&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 56.28&lt;br /&gt;
| QUELLE-FLÄCHE = &lt;br /&gt;
| AUSLÄNDER = &lt;br /&gt;
| ARBEITSLOSE = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| STADTAMMANN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.samnaun.swiss&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samnaun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{rmS|{{Audio|Roh-vallader-Samagnun.ogg|Samagnun}}}} oder {{Audio|Roh-vallader-Samignun.ogg|&amp;#039;&amp;#039;Samignun&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine [[politische Gemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Graubünden]]. Sie gehört zur [[Region Engiadina Bassa/Val Müstair]] und besteht aus den fünf [[Ortsteil #Schweiz|Fraktionen]] Compatsch, Laret, Plan, Ravaisch und Samnaun. Samnaun ist [[Schweizer Zollgebiet#Zollausschlussgebiete|schweizerisches Zollausschlussgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Talschaft Samnaun ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Samnaun-LBS H1-017909.tif|mini|Historisches Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]] (1954)]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte Samnauns ist eng mit derjenigen des [[Unterengadin]]s verbunden.&lt;br /&gt;
Das abgeschlossene Tal wurde ab 800 bis 1000 über hohe Pässe von [[Tschlin]] und [[Ramosch]] aus alpwirtschaftlich genutzt. 1220 sind Bauernhöfe bezeugt, welche die [[Herrschaft Tarasp|Herren von Tarasp]] im 12. Jahrhundert dem Kloster Marienberg schenkten. Allmählich entwickelte sich ein eigenes Gemeinwesen, das aber kirchlich und politisch bis in die [[Neuzeit]] hinein von Ramosch abhängig blieb. Bis 1851 gehörte Samnaun zur [[Gerichtsgemeinde]] [[Remüs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das relativ milde Klima und die Abgeschiedenheit führten zu einer weitgehenden wirtschaftlichen Autarkie mit Getreidebau bis über 1800 m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M., Gemüseanbau und Viehwirtschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; Die einzigen Verbindungen zur Aussenwelt stellten die Pässe zum [[Engadin]] und [[Paznaun]] sowie ein [[Ochsenkarren]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;weg über [[Spiss (Tirol)|Spiss]] nach [[Pfunds]] her. Über diesen Karrenweg entwickelte sich ein reger Handel mit dem benachbarten [[Tirol]]. Erst 1830 wurde ein Fahrweg ins Inntal über das österreichische Spiss erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1530 gab es [[Reformation und Gegenreformation in der Schweiz|Reformierte]] in Samnaun, nach 1622 waren [[Kapuziner]] tätig, 1651 erscheint die Pfarrkirche in Compatsch im Besitz beider Konfessionen. Im 18. und 19. Jh. erfolgte vom Tirol her eine völlige Rekatholisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des kulturellen Einflusses aus Tirol blieben aber die sprachlichen Verhältnisse in Samnaun noch Jahrhunderte die gleichen. In den Familien wurde bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert [[Bündnerromanisch|rätoromanisch]] gesprochen. Heute sprechen die Samnauner einen [[Dialekte in Tirol|Tiroler Dialekt]]. Der letzte Samnauner, der noch mit der romanischen Sprache vertraut war, starb im Jahr 1935. Von der alten rätoromanischen Kultur geben vor allem die Orts-, [[Flurname|Flur-]] und [[Oronym|Bergnamen]] Zeugnis. (Weiteres siehe [[#Sprachverhältnisse|unten]].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zentralisation des schweizerischen Zollwesens im Jahre 1848 setzte dem Handel mit Tirol schlagartig ein Ende. Damit verloren die Einwohner von Samnaun eine wichtige Einnahmequelle. Sie reichten – erstmals 1888, dann wieder 1892, diesmal unterstützt vom [[Kreis Ramosch|Kreisamt Ramosch]] und vom Kanton [[Graubünden]] – bei den Bundesbehörden einen Antrag ein, Samnaun aus dem [[Schweizer Zollgebiet#Zollausschlussgebiete|Schweizer Zollgebiet]] auszuschliessen. Im Jahr 1892 entsprach der [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] diesem Begehren und Samnaun wurde zollfrei. Der Bundesrat begründete seinen Beschluss vor allem mit dem Fehlen einer direkten Zufahrtsstrasse über Schweizer Gebiet nach Samnaun und mit der durch den Zoll eingetretenen Verteuerung der Lebensmittel für die Talschaft. Der Status der Zollfreiheit sollte zunächst nur bis zum Bau einer direkten Verbindungsstrasse in die Schweiz gewährt werden. Diese wurde im Jahr 1912 eröffnet. Danach wurde der Status verlängert und sichert heute nicht nur im Samnauntal, sondern auch in den umliegenden Regionen des [[Unterengadin]]s und des tirolischen [[Oberes Gericht|Oberen Gerichts]] viele Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpina Tankstelle Samnaun 2024a.jpg|mini|Älteste Tankstelle im Ortskern von Samnaun]]&lt;br /&gt;
Aufgrund der Zollfreiheit profitiert Samnaun seit etwa 1970 von einem beachtlichen Einkaufstourismus, insbesondere in Bezug auf andernorts hoch besteuerte Produkte wie Alkoholika, Kosmetika, Raucherwaren und Treibstoff. Insgesamt gibt es etwa 40 Geschäfte und mehrere Tankstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.samnaun.ch/de/zollfreies-einkaufserlebnis/zollfrei-einkaufen-samnaun |titel=Shopping. In über 40 Shops zollfrei einkaufen |abruf=2026-01-17 |werk=Homepage samnaun.ch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1973 führte die Gemeinde zur Finanzierung ihrer Infrastruktur eine Sondergewerbesteuer auf zollfreie Waren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren begann die Erschliessung des Tals für den Fremdenverkehr; Samnaun wurde als Wander- und Skigebiet bekannt. Ein rasanter Aufschwung folgte nach der Eröffnung von Luftseilbahnen und Skiliftanlagen 1978. Samnaun verfügte 2004 über 2500 Fremdenbetten, und entsprechend stellte der [[Wirtschaftssektor|Tertiärsektor]] die meisten Arbeitsplätze. Mit der österreichischen Gemeinde [[Ischgl]] unterhält Samnaun die [[Silvretta Arena]], das grösste Skigebiet der Ostalpen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
| Größe = 70&lt;br /&gt;
| Blasonierung= In [[Rot#Heraldik|Rot]] ein durchgehendes [[Tingierung#Metalle|silbernes]] ([[Weiß#Heraldik|weisses]]) [[Kreuz (Heraldik)|Kreuz]], oben beseitet von zwei silbernen [[Muschel (Wappentier)|Muscheln]].&lt;br /&gt;
 |Quelle = [https://www.gemeindesamnaun.ch/de/portrait/uebersamnaun/wappen/ Wappen-Beschreibung] auf der Website der Gemeine Samnaun. In: &amp;#039;&amp;#039;gemeindesamnaun.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 13. Oktober 2016.&lt;br /&gt;
| Zusatz =Die Muscheln sind [[Ikonografisches Heiligenattribut#Attribute einzelner Heiliger|Beigaben]] des heiligen [[Jakobus der Ältere|Jakobus]], [[Patrozinium|Patron]] der [[Pfarrkirche]] zu Samnaun-Compatsch, Patron der Gemeinde Samnaun. Das [[Lateinisches Kreuz|Kreuz]] bildet einen Hinweis auf die Grenzgemeinde Samnaun. Die [[Muschel (Wappentier)|Muscheln]] als Symbol des Heiligen [[Jakobus der Ältere|Jakobus des Älteren]], des [[Patrozinium|Patrons]] der [[Pfarrkirche]] von Compatsch, sind also verbunden mit dem [[Lateinisches Kreuz|Kreuz]] als Hinweis auf die Grenzgemeinde.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kommunalwappen mit der Jakobsmuschel in der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFEC9B&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1835|| 1850|| 1900|| 1950|| 2000&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|1527|Samnaun|Autor=Paul Eugen Grimm|Datum=2012-06-20|Abruf=2026-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;|| 2020&lt;br /&gt;
|- align=center&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 387|| 313|| 357|| 424|| 743|| 784&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Samnaun gehört als einzige Gemeinde in der Schweiz zum [[Bairisch|bairischen Dialektgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besondere topographische Lage und Beziehung zum benachbarten Tirol sowie die Abwanderung der [[Reformiertentum|Reformierten]] führte im 19. Jahrhundert dazu, dass die Samnauner Bewohner ihre einstige angestammte bündnerromanische Muttersprache [[Vallader]] aufgaben. Der Sprachwechsel vom Bündnerromanischen zum Deutschen fing etwa 1820 an; 1860 sprachen gemäss der Volkszählung noch 10 Haushaltungen Romanisch gegenüber 68 Deutsch, 1870 erklärte sich noch eine Haushaltung als romanischsprachig. Als Robert de Planta und Florian Melcher zwischen 1899 und 1910 das Romanische von Samnaun für das neu gegründete [[Dicziunari Rumantsch Grischun]] aufnahmen, trafen sie nur noch einzelne Sprecher an.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den sprachlichen Verhältnissen und zum Sprachwechsel siehe Otto Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Der Lautstand der deutschen Mundart des Samnauns verglichen mit jedem der benachbarten Tiroler Mundarten&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Deutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1/2). Franz Steiner, Berlin 1924, S.&amp;amp;nbsp;103–144; Ada Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Historische Lautlehre der ausgestorbenen romanischen Mundart von Samnaun (Schweiz, Kanton Graubünden)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Romania Occidentalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Lehmann, Gerbrunn bei Würzburg 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als letzter Rätoromanischsprachiger gilt Augustin Heiss, der im Jahre 1935 starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Ada Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Historische Lautlehre der ausgestorbenen romanischen Mundart von Samnaun (Schweiz, Kanton Graubünden)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Romania Occidentalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Lehmann, Gerbrunn bei Würzburg 1981, S.&amp;amp;nbsp;25. Siehe auch die Sendung {{YouTube |id=FGm_FutiNts |titel=«Balcun Tort» vom 13. November 1977 |abruf=2026-01-16 |upload= |uploader= |kommentar=privates Video, anmeldepflichtig |laufzeit= |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Stelle des Rätoromanischen trat der Oberinntaler Dialekt, eine [[Dialekte in Tirol|tirolerische Mundart]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Der Lautstand der deutschen Mundart des Samnauns verglichen mit jedem der benachbarten Tiroler Mundarten&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Deutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1/2). Franz Steiner, Berlin 1924, S.&amp;amp;nbsp;103–144.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wortschatz des Samnauner Dialektes wird daher im [[Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich]] erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Bevölkerungsgruppen sind in der folgenden Tabelle von 1980 bis 2000 erfasst:&amp;lt;!--bitte belegen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot;style=&amp;quot;text-align:center; background:#bfefff;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachen in Samnaun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachgruppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1980&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1990&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Sprache|Deutsch]] || align=right | 569 || align=right | 95,31 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 619 || align=right | 97,02 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 695 || align=right | 93,54 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rätoromanische Sprachen|Rätoromanisch]] || align=right | 4 || align=right | 0,67 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 10 || align=right | 1,57 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 6 || align=right | 0,81 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Italienische Sprache|Italienisch]] || align=right | 1 || align=right | 0,17 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 3 || align=right | 0,47 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 6 || align=right | 0,81 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=right | 597 || align=right | 100 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 638 || align=right | 100 % || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 743 || align=right | 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Samnaun sind inzwischen Portugiesen, Serben und Kroaten zugewandert. Ihr Bevölkerungsanteil in Samnaun betrug im Jahre 2000 etwa je 2 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen und Konfessionen ===&lt;br /&gt;
Seit 1530 gab es in Samnaun Anhänger der [[Reformation]]. Da sich ihr nur ein Teil der Bürger anschloss, war Samnaun mehrere Jahrhunderte lang eine [[Konfessionelle Parität|paritätische]] Gemeinde ([[Reformierte Kirche|Reformierte]] und [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]] im gleichen Ort). In der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war die reformierte Minderheit durch den Einfluss der [[Kapuziner]] und Tirols abgewandert oder katholisch geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Bruder-Klaus-Kapelle&amp;#039;&amp;#039; gehört noch heute jeweils zur Hälfte der römisch-katholischen Pfarrei und der reformierten Kirchgemeinde [[Tschlin]]-[[Strada im Engadin|Strada]]-[[Martina GR|Martina]]. Letztere betreut die [[Diaspora]] in Samnaun und hat die Tourismusseelsorge inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Nationalität ===&lt;br /&gt;
Von den 824 Bewohnern Ende 2005 waren 675 (= 81,9 %) Schweizer Staatsangehörige. Ende 2015 waren von 733 Einwohnern 604 (= 82,4 %) Schweizer Staatsangehörige;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gemeindesamnaun.ch/de/portrait/gemeindeinzahlen/bevoelkerung/ |wayback=20161013145100 |text=&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahlen der Gemeinde Samnaun. Stand per Ende Dezember 2015.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;gemeindesamnaun.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 13. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2018 von 735 Einwohnern 587 Schweizer Staatsangehörige (79,9 %),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.gemeindesamnaun.ch/de/portrait/uebersamnaun/gemeindeinzahlen/bevoelkerung/ |wayback=20190512124209 |text=&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahlen der Gemeinde Samnaun.&amp;#039;&amp;#039; Stand per Ende Dezember 2018.}} In: &amp;#039;&amp;#039;gemeindesamnaun.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 12. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2020 von 742 Einwohnern 602 Schweizer Staatsangehörige (81,1 %).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeindesamnaun.ch/de/portrait/uebersamnaun/gemeindeinzahlen/bevoelkerung/ &amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahlen der Gemeinde Samnaun.&amp;#039;&amp;#039; Stand per Ende Dezember 2020.] In: &amp;#039;&amp;#039;gemeindesamnaun.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 21. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Zollausschlussgebiet ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Samnaun Dorf.jpg|mini|Samnaun]]&lt;br /&gt;
Bedingt durch die geographische Lage führte die einzige Zufahrtsstrasse bis 1912 über österreichischen Boden. Deshalb wurde Samnaun Schweizer [[Zollausschlussgebiet]]; am Grenzübergang steht nur der österreichische Zoll. Der [[Duty-free|abgabenfreie]] Einkauf in Samnaun lohnt sich vor allem für Benzin, Zigarren, hochwertige Spirituosen, Kosmetik, Schmuck, Butter, Zucker und Parfüm. Das Dorf ist nebst den Winterattraktionen auch deshalb zu einer Touristenattraktion geworden. Touristen aus der Schweiz müssen Waren, welche die Freigrenzen überschreiten, beim Grenzübertritt in [[Martina GR|Martina]] deklarieren und verzollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lieferanten müssen die Ware bei der Einfuhr nach Samnaun nicht verzollen und können diese entsprechend günstiger an die einheimischen Wiederverkäufer weiterverkaufen. Zwar erhebt die Gemeinde eigene Abgaben, doch liegen diese wesentlich unter den schweizerischen Zollsätzen. Eine Klage gegen diese Abgaben wurde vom schweizerischen [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgericht]] abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der schweizerischen [[Mehrwertsteuer (Schweiz)|Mehrwertsteuer]] zum 1. Januar 1995 wurde die Abschaffung des Zollfreistatus von Samnaun diskutiert. Aufgrund eines Gutachtens, das die Gemeinde bei der [[ETH Zürich]] in Auftrag gegeben hatte und das die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in dieser strukturschwachen Gegend aufzeigte, und weil der Zollfrei-Tourismus dann vermutlich nach [[Livigno]] abgewandert wäre, wurde der Zollfreistatus zwar beibehalten, aber die schweizerische Mehrwertsteuer mit einem Normalsatz von derzeit (Stand: 2024&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/mehrwertsteuer/mwst-steuersaetze.html &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Schweizer Mehrwertsteuersätze.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Eidgenössische Steuerverwaltung]]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 20. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;) 8,1 % und den ermässigten Sätzen von 3,8 % für Hotels und 2,6 % für Lebensmittel, Bücher usw. auch in Samnaun eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nicht Millionen von Franken in den Bau neuer Zollanlagen investieren zu müssen, werden die Erträge in Höhe einstelliger Millionenbeträge geschätzt und von der Gemeinde aus den Erträgen aus den Abgaben auf zollfreie Produkte pauschal an die [[Eidgenössische Steuerverwaltung]] in [[Bern]] abgeführt. Im Gegensatz dazu wird im nicht weit entfernten [[italien]]ischen Zollfreigebiet [[Livigno]] keine [[Mehrwertsteuer]] erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Samnaun betreibt ein über den Berggrat und die Grenze zusammengeschlossenes Skigebiet – die [[Silvretta Arena]] – mit der [[österreich]]ischen Gemeinde [[Ischgl]] im Bundesland [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]. Dies ist eines der grössten Skigebiete der Ostalpen. Samnaun setzte die erste [[Doppelstockbahn Samnaun|doppelstöckige Seilbahn]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;4&amp;quot; widths=&amp;quot;195&amp;quot; heights=&amp;quot;120&amp;quot; caption=&amp;quot;Die Silvretta Arena in Samnaun&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
samnaun.jpg|Samnauner Skigebiet&lt;br /&gt;
Samnaun02.jpg|Doppelstöckige Seilbahn&lt;br /&gt;
Silvretta Arena – Schneebeben-Après-Ski im schweizerischen Samnaun - 1.jpg|Après-Ski in Samnaun&lt;br /&gt;
Ischgl - Flimjoch - Grenze 01.jpg|Grenze auf dem Berggrat im Skigebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Bis zum Ausbau der Verbindung ins benachbarte Tiroler [[Spiss (Tirol)|Spiss]] zur [[fuhrwerk]]tauglichen Strasse, der im Jahr 1830 erfolgte, hatte Samnaun fast ausschliesslich über das benachbarte [[Val Sampuoir (Valsot)|Val Sampuoir]] und den Übergang [[Fuorcla Salèt]] eine Verbindung mit der Aussenwelt. Spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts verlor diese [[Saumpfad|Säumerverbindung]] jedoch ihre Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Täuber&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C.&amp;amp;nbsp;Täuber |Hrsg=Zentralkomitee des [[Schweizer Alpen-Club|Schweizer Alpenclub]] |Titel=Zwei kürzlich erschlossene Bündner Täler (Avers und Samnaun) |Sammelwerk=Jahrbuch des Schweizer Alpenclub |WerkErg=(JSA) |Band=48 |Datum=1913 |Seiten=3–47 |Kommentar=&amp;lt;!-- noch kein kostenfreies Digitalisat --&amp;gt;Jahrgangsfolge 1912/13 |ZDB=217189-2}}&amp;lt;!-- erg. nach: Otto Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Der Lautstand der deutschen Mundart des Samnauns verglichen mit jenem der benachbarten Tiroler Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Deutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; 19.&amp;amp;nbsp;Jg., H.&amp;amp;nbsp;1/2 (Festschrift [[Albert Bachmann (Philologe)|Albert Bachmann]]). Hrsg. im Auftr. des Vorstandes des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Franz Steiner, Berlin 1924, {{ISSN|0932-1314}}, S.&amp;amp;nbsp;103–144, hier S.&amp;amp;nbsp;103 Anm. 1, {{JSTOR|40498221}}; i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m.&amp;amp;nbsp;WorldCat --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1912 ab [[Vinadi]] über schweizerischen Boden nach Samnaun führende [[Samnaunerstrasse]] ist nur mit Fahrzeugen bis zu einer maximalen Fahrzeugbreite von 2,3&amp;amp;nbsp;Metern sowie einer maximalen Fahrzeughöhe von 3,0&amp;amp;nbsp;Metern befahrbar. Die Samnaunerstrasse ist zudem steinschlaggefährdet und nicht wintersicher. Den Hauptzufahrtsweg bildet die besser ausgebaute Strasse auf Tiroler Boden über Spiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom westlichen Ortsende von Samnaun führt ein Weg hinauf zum [[Zeblasjoch]] ({{Höhe|2539|CH|link=1}}), wo die [[Grenze zwischen Österreich und der Schweiz|Grenze zu Österreich]] überschritten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samnaun ist an das [[Postauto]]-Liniennetz angeschlossen. Der SamnaunBus verbindet sämtliche Ortschaften im Tal miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur der Talschaft Samnaun ==&lt;br /&gt;
Die Kultur in Samnaun ist geprägt von der Lage im [[Dreiländereck]]. Viele Kulturen haben über Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen, die heute noch in verschiedenen Bräuchen oder der Sprache lebendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines zur Kultur ===&lt;br /&gt;
Die geografische Abgeschiedenheit Samnauns brachte einen Sprachwechsel von [[Bündnerromanisch|Romanisch]] ins Deutsche mit sich. Die Samnauner sind in sprachlicher Hinsicht die kleinste [[Minderheitensprache|Minderheit]] der Schweiz. Der [[Dialekte in Tirol|Tiroler Dialekt]] der Einheimischen gehört sprachwissenschaftlich zum [[Südbairisch]]en. [[Flurname]]n erinnern heute noch an die romanischen Vorfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gebürtige Samnauner Pater [[Maurus Carnot]] war Priester, Dichter und Lehrer. Die &amp;#039;&amp;#039;Pater Maurus Carnot Stiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pater-maurus-carnot.ch/index.html Homepage] der Pater Maurus Carnot Stiftung. In: &amp;#039;&amp;#039;pater-maurus-carnot.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 13. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; sammelt und veröffentlicht seine Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sitten und Bräuche ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--bitte belegen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Früher waren in Samnaun eine Reihe von Bräuchen sehr lebendig. Heute beschränken sich die Bräuche vor allem auf zwei Anlässe, die den Kindern vorbehalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Neujahrstag suchen die Kinder nach der Messe alle Häuser auf, indem sie den Erwachsenen den Spruch &amp;#039;&amp;#039;Miar winscha enck a glickseiligs, guads nuis Jour&amp;#039;&amp;#039; die Neujahrswünsche entgegenbringen. Die Kinder erhalten als symbolisches Dankeschön ein kleines Geldstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Brauch bezieht sich auf den Abend vor dem [[Nikolaus von Myra#Fest|Nikolaustag]]. Die Kinder eines jeden Dorfes besuchen – als Kläuse und [[Knecht Ruprecht|Schmutzlis]] gekleidet, mit Kuhglocken ausgerüstet – jede Familie ihres Dorfes. In den Häusern singen sie Lieder und tragen Gedichte vor. Als Dank erhalten sie Geld und Süssigkeiten. Dieser Brauch nennt sich «[[Clauwau]]». Der Brauch hat in Samnaun eine neue Dimension erhalten: Zum Start in die Wintersaison finden die Clau Wau Santa Claus World Championship statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bräuche, die heute nicht mehr praktiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr oder weniger in jedem Haushalt wurden früher im Januar/Februar ein oder mehrere Schweine geschlachtet. Bei dieser Gelegenheit wurden die Nachbarn und Verwandten zum Wurst- oder Speckessen eingeladen. Im Laufe des Abends erhielt die Gesellschaft Besuch von maskierten Burschen und Mädchen aus dem Dorf, den sogenannten «Maschgerern». Mit verstellter Stimme trugen die Jungen Darbietungen vor und foppten diesen oder jenen Gast. Anschliessend an ihre «Vorstellung» erhielten sie von den Hausherren eine Kostprobe der Haus[[metzgete]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Sitte des Samnauntales hing mit der [[Verlöbnis|Verlobung]] zusammen. Diese durfte nach alter Tradition nur am Stephanstag gefeiert werden. Waren sich Braut und Bräutigam einig, so galt für sie die Regel, dass ihr Versprechen geheim gehalten werden musste, bis der Zeitpunkt für die öffentliche Verkündigung gekommen war. Eine Woche vor Weihnachten bestellte die Braut bei einer verlässlichen Verwandten oder beim Bäcker ein grosses [[Birnbrot]], das am Abend vor dem Fest in aller Heimlichkeit in ihr Haus getragen wurde. Am Morgen des [[Stephanus#Gedenktag|Stephanstages]] erschien der Bräutigam in Gesellschaft mehrerer Männer aus seiner Familie mit einigen Flaschen Wein im Hause der Angebeteten. Hier vollzog sich der feierliche Akt der Verlobung. Der Braut stand das Recht zu, das Messer in das Brot zu stechen, während der Bräutigam dasselbe in Schnitten aufteilte und jedem Anwesenden eine davon zusammen mit einem Glas Wein anbot. Dieser Brauch ging als sogenanntes «Birnbrotschneiden» in die Geschichte von Samnaun ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Samnaun}}&lt;br /&gt;
* Katholische Pfarrkirche Jakobus der Ältere&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/katholische_pfarrkirche_st_jakob.31573 |text=Katholische Pfarrkirche Sankt Jakob (Foto). |wayback=20231002134411}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kantonsbibliothek Graubünden]].&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kunstführer durch die Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2005).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kapelle Maria Hilf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/kapelle_maria_hilf.31572 |text=Kapelle Maria Hilf (Foto). |wayback=20220809083025}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kantonsbibliothek Graubünden]].&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kunstführer durch die Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2005).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- alphabetisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Célina Hangl]] (* 1989), Skirennfahrerin&lt;br /&gt;
* [[Marco Hangl]] (* 1967), Skirennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Martin Hangl]] (* 1962), Skirennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Thomas Tumler]] (* 1989), Skirennfahrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varia ==&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert trat infolge eines [[Genmutation|Gendefekts]] das Phänomen der [[Samnauner Zwerge]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1527|Samnaun|Autor=Paul Eugen Grimm|Datum=2012-06-20}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Gröger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lautstand der deutschen Mundart des Samnauns verglichen mit jenem der benachbarten Tiroler Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Deutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; 19.&amp;amp;nbsp;Jg., H.&amp;amp;nbsp;1/2 (= &amp;#039;&amp;#039;Festschrift [[Albert Bachmann (Philologe)|Albert Bachmann]] zu seinem sechzigsten Geburtstage am 12. November 1923, gewidmet von Freunden und Schülern&amp;#039;&amp;#039;). Hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Franz Steiner, Berlin 1924, {{ISSN|0932-1314}}, S.&amp;amp;nbsp;103–144, {{JSTOR|40498221}}.&lt;br /&gt;
* Susanne Oberholzer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch in Samnaun.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Elvira Glaser]], Johannes Kabatek, Barbara Sonnenhauser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprachenräume der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Narr Francke Attempto, Tübingen 2024, ISBN 978-3-381-10401-7 ([[doi:10.24053/9783381104024]]), S.&amp;amp;nbsp;226–245.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Poeschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Schweiz]].&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Hrsg. von der [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]]. Bern 1940, {{DNB|760079625}}.&lt;br /&gt;
* Ada Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Historische Lautlehre der ausgestorbenen romanischen Mundart von Samnaun (Schweiz, Kanton Graubünden)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Romania Occidentalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Lehmann, Gerbrunn bei Würzburg 1981, ISBN 3-88162-028-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.samnaun.swiss/ Offizielle Website der Gemeinde Samnaun]&lt;br /&gt;
* {{ethorama|1HqZrT8KoW4vEoY2C5aq}}&lt;br /&gt;
* [https://www.samnaun.ch/ Samnaun Tourismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|1527|Samnaun|Autor=Paul Eugen Grimm|Datum=2012-06-20|Abruf=2026-01-17}}{{HLS-Hinweis|Abschnitte}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Region Engiadina Bassa/Val Müstair}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersportgebiet in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samnaungruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samnaun| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zollfreigebiet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wi-luc-ky</name></author>
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