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	<title>Sammlung Stosch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T02:28:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sammlung_Stosch&amp;diff=2856629&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ ISBN, ISBN-Format</title>
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		<updated>2024-01-20T12:47:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; ISBN, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Philipp von Stosch (1691-1757), by Pier Leone Ghezzi (1674-1755).jpg|mini|Philipp von Stosch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernard Picart - Sophocles Medusa - Philipp von Stosch - Pierres antiques gravées.png|mini|hochkant|Gemme mit Haupt der [[Medusa]] des Steinschneiders Sophokles, Stich von Bernard Picart, &amp;#039;&amp;#039;Gemmae antiquae caelatae&amp;#039;&amp;#039;, S. 89]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sammlung Stosch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Sie umfasste in erster Linie originale antike [[Gemme]]n sowie Kopien, [[Kopieren (Kunst)|Imitate]] und Abgüsse weiterer Werke. Durch die Dokumentation der Sammlung ist sie bis heute noch weitestgehend fassbar und Gegenstand der Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philipp von Stosch]] (1691–1757) begann schon während des Studiums an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Brandenburgischen Universität Frankfurt]] in [[Frankfurt (Oder)]] mit dem Sammeln antiker Münzen und Gemmen. Seit er 1710 in den Niederlanden weilte, weitete er seine Interessen, gefördert durch den Münzsammler [[François Fagel]], aus. Bei diplomatischen Reisen nach [[London]], [[Südfrankreich]], [[Rom]], [[Wien]], [[Prag]] und [[Dresden]] setzte er seine Studien fort und vergrößerte kontinuierlich seine Sammlung. Seit 1722 lebte er bis zu seinem Lebensende in Italien, zunächst in Rom, später in [[Florenz]]. Hier widmete er sich vermehrt seinen Studien und wurde zu einem angesehenen Fachmann der Gemmen- und [[Numismatik|Münzkunde]]. Als Assistenten bei der Bearbeitung des Materials fungierten nacheinander [[Georg Martin Preissler]] und [[Johann Adam Schweickart]]. Die Beschäftigung mit geschnittenen Steinen galt zu Lebzeiten Stoschs als ein Beleg höchster Gelehrsamkeit und Bildung. Eines der bekanntesten Werke der Sammlung ist der sogenannte [[Stosch’scher Stein|Stosch’sche Stein]], ein etruskischer Ringstein-[[Skarabäus]] mit seiner damals umstrittenen [[Inschrift]]. Hilfe bei der Deutung einzelner Stücke bekam er unter anderem von Mitgliedern der [[Accademia Etrusca]] bei deren monatlichen Zusammenkünften.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sèvres Porcelain Manufactory - One of a Pair of Potpourri Vases (Vases ovales Mercure) - Walters 48634 (2).jpg|mini|hochkant|Detail eines Gemmenabdrucks auf dem Deckel einer [[Potpourri (Gefäß)|Potpourri]]-Vase: [[Iulia (Tochter des Augustus)|Iulia]], Tochter des [[Augustus]], aus der Porzellanmanufaktur Sèvres, um 1770, heute im [[Walters Art Museum]] in [[Baltimore]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1724 publizierte Stosch mit dem Künstler und Verleger [[Bernard Picart]] den Katalog &amp;#039;&amp;#039;Gemmae antiquae celatae, scalptorum nominibus insignitae&amp;#039;&amp;#039;, in dem er 70 [[Signatur (Kunst)|signierte]] Gemmen publizierte, die Stosch für echt antik hielt beziehungsweise für Abdrücke echter Stücke. Das Werk erschien zweisprachig auf [[Latein]] und in [[Französische Sprache|französischer Sprache]]. Er ordnete die Stücke im Buch nach den Künstlersignaturen und folgte damit neueren Erkenntnissen von [[Charles César Baudelot de Dairval]], die dieser an der &amp;#039;&amp;#039;[[Solon (Gemmenschneider)|Solon]]-Gemme&amp;#039;&amp;#039; festgestellt hatte. Bis zu Baudelot de Dairvals Forschungen galten Inschriften als Bezeichnung der Dargestellten. Seinen Wert hatte das Werk auch durch die qualitativ hochwertigen Zeichnungen Picarts, der, anders als zu der Zeit üblich, Bildnisse nahe am Original und damit einen noch heute bleibenden wissenschaftlichen Wert schuf. Durch seine Denkmälerkenntnis konnte Stosch in seiner Sammlung viele zeitgenössische Fälschungen und Nachahmungen entdecken. Neben Picart schufen auch Schweickart, [[Johannes Hieronymus Odam]] und [[Pier Leone Ghezzi]] Zeichnungen von Stoschs Sammlung. Nach seinem Tod wurde [[Johann Joachim Winckelmann]] von Stoschs Erben und Neffen [[Heinrich Wilhelm Muzel|Heinrich Wilhelm Muzel-Stosch]] beauftragt einen umfassenden Katalog zu erstellen. 1758 und 1759 arbeitete er auf Grundlage der handschriftlichen Aufzeichnungen Stoschs am Katalog, der 1760 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Description des pierres gravées du feu Baron de Stosch&amp;#039;&amp;#039; erschien.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sèvres Porcelain Manufactory - One of a Pair of Potpourri Vases (Vases ovales Mercure) - Walters 48634 - Back.jpg|mini|hochkant|Potpourri-Vase mit einem unglasierten [[Mercurius|Merkur]]-Gemmenabdruck am Deckel, aus der Porzellanmanufaktur Sèvres, um 1770, heute im Walters Art Museum, Gegenstück der Vase mit dem Abdruck der Iulia-Gemme.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 erwarb [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] Stoschs Sammlung für 12.000 (Rudolf Schwarze) beziehungsweise 30.000 ([[Sepp-Gustav Gröschel]]) [[Taler]], die später zu einer der Grundlagen der [[Antikensammlung Berlin]] wurde. Sie umfasste nach Winckelmanns Aufstellung 3444 antike Originale [[Intaglio (Gemme)|Intaglien]] und etwa 28.000 Abdrücke als [[Gemme#Glaspasten|Glaspaste]]n und in Schwefel. Sie bilden bis heute den Großteil der [[Glyptik|glyptischen]] Sammlung der Antikensammlung in Berlin. Viele der Abdrücke aus nahezu allen bedeutenden Sammlungen anderer Kunstinteressierter, aber auch aus „öffentlichen“ Sammlungen der Zeit hatte Stosch selbst für seine Sammlung angefertigt und es hier zu einer Meisterschaft gebracht. Damit hatte er sich eine einzigartige Dokumentation dieser Kunstrichtung geschaffen. Seine [[Daktyliothek]] wurde Vorbild für viele weitere, die vor allem in den hundert Jahren nach seinem Tod in Europa weit verbreitet waren. Der preußische Staat ließ sogar Gipsabgüsse der Stosch’schen Sammlung herstellen und an Gymnasien verteilen. Stoschs und Picarts Stichwerk hatte auch durch seine englische Übersetzung nachhaltigen Einfluss auf die [[Antikenrezeption]] des frühen [[Klassizismus]]. Vielfach wurden in Villen und Landhäusern etwa Speisezimmer mit Gemmenabdrücken verziert. Ebenso nutzte [[Josiah Wedgwood (Unternehmer, 1730)|Josiah Wedgwood]] für seine [[Jasperware]] Vorlagen der Stosch’schen Sammlung, wie auch die [[Manufacture royale de porcelaine de Sèvres|Porzellanmanufaktur Sèvres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gemmae antiquae celatae, scalptorum nominibus insignitae. Ad ipsas gemmas, aut earum ectypos delineatae &amp;amp; aeri incisae, per Bernardum Picart. Ex praecipuis Europae museis selegit &amp;amp; commentariis illustravit Philippus de Stosch&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Pierres antiques gravées, sur les quelles les graveurs ont mis leurs noms. Dessinées et gravées en cuivre sur les originaux ou d’après les empreintes par Bernard Picart. Tirées des principaux cabinets de l’Europe, expliquées par Philippe de Stosch.&amp;#039;&amp;#039; Bernard Picart, Amsterdam 1724 ([https://arachne.uni-koeln.de/Tei-Viewer/cgi-bin/teiviewer.php?manifest=BOOK-809953 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Stoschiana sive Catalogus selectissimorum librorum quos collegerat Philippus liber baro de Stosch.&amp;#039;&amp;#039; Florenz 1759 ([https://archive.org/details/bub_gb_yBwCAAAAQAAJ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Joachim Winckelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Description des pierres gravées du feu Baron de Stosch.&amp;#039;&amp;#039; Florenz 1760 ([https://archive.org/details/gri_descriptiond00winc/page/n3/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
** Neuausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Johann Joachim Winckelmann. Schriften und Nachlaß.&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Description des Pierres gravées du feu Baron de Stosch, Florence 1760&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Adolf H. Borbein]], [[Max Kunze]] und Axel Rügler. Teil 1: Text. Zabern, Mainz 2013; ISBN 978-3-8053-4638-2; Teil 2: Kommentar. 2 Teilbände, bearbeitet von [[Lilian Maul-Balensiefen|Lilian Balensiefen]] und Axel Rügler. Zabern, Mainz 2019, ISBN 978-3-8053-5209-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzeichniss einer Sammlung hauptsächlich zu den Alterthümern, der Historie, den schönen u. Wissenschaften gehöriger mehrentheils italienischer, englischer und französischer Bücher, auch Landcharten, Zeichnungen, und Kupferstiche von berühmten Meistern, auch einiger Gemählde, imgl. einer Sammlung Schwefel-Abdrücke von antiken Gemmen &amp;amp;c. welche der verstorbene Herr Heinrich Wilhelm Muzel genannt Stosch Walton hinterlassen und am 22sten April 1783 und folgende Tage … in der Wohnung des Verstorbenen an der Ecke der Linden-Allee und Kirchgasse…in öffentlicher Auction … werden sollten.&amp;#039;&amp;#039; Spener, Berlin 1783 (Reste der Sammlung Stosch aus dem Nachlass seines Neffen).&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|462|463|Stosch, Philipp von|Rudolf Schwarze|ADB:Stosch,_Philipp_von|}}&lt;br /&gt;
* Dorothy MacKay Quynn: &amp;#039;&amp;#039;Philipp von Stosch. Collector, Bibliophile, Spy, Thief (1691–1757).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Catholic Historical Review.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;27, Nr. 3, 1941, S.&amp;amp;nbsp;332–344.&lt;br /&gt;
* [[Peter Zazoff]], Hilde Zazoff: &amp;#039;&amp;#039;Gemmensammler und Gemmenforscher. Von einer noblen Passion zur Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-08895-3.&lt;br /&gt;
* J. J. L. Whiteley: &amp;#039;&amp;#039;Philipp von Stosch, Bernard Picart and the „Gemmae Antiquae Caelatae“.&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Henig, Dimitris Plantzos (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Classicism to Neo-classicism. Essays dedicated to Gertrud Seidmann&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;British Archaeological Reports. International Series.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;793). Archaeopress, Oxford 1999, ISBN 1-84171-009-1, S.&amp;amp;nbsp;183–190.&lt;br /&gt;
* [[Jörn Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Netzwerke von Gelehrten. Eine Skizze antiquarischer Interaktion am Beispiel des Philipp von Stosch (1691–1757).&amp;#039;&amp;#039; In: Jan Broch, Markus Rassiller, Daniel Scholl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Netzwerke der Moderne. Erkundungen und Strategien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forum.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3). Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3720-7, S.&amp;amp;nbsp;203–226 ([https://www.academia.edu/1534269/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 6|1193|1196|Stosch, Philipp von|[[Max Kunze]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stosch collection|Sammlung Stosch}}&lt;br /&gt;
* [https://arachne.uni-koeln.de/arachne/index.php?view&amp;amp;#x5B;section&amp;amp;#x5D;=uebersicht&amp;amp;view&amp;amp;#x5B;caller&amp;amp;#x5D;&amp;amp;#x5B;project&amp;amp;#x5D;=&amp;amp;view&amp;amp;#x5B;layout&amp;amp;#x5D;=sammlungen_item&amp;amp;search&amp;amp;#x5B;constraints&amp;amp;#x5D;&amp;amp;#x5B;sammlungen&amp;amp;#x5D;&amp;amp;#x5B;PS_SammlungenID&amp;amp;#x5D;=1000461&amp;amp; Sammlung Stosch] in der Datenbank [[Arachne (Bilddatenbank)|Arachne]]&lt;br /&gt;
* [https://www.propylaeum.de/themen/rezeption-der-antike/gemmensammlung-stosch/ Proylaeum: &amp;#039;&amp;#039;Gemmensammlung Stosch&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|stosch-philipp-baron-von|Sepp-Gustav Gröschel: „Stosch, Philipp von“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Sammlung in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikensammlung Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glyptik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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