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	<title>Samenleiter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samenleiter&amp;diff=27005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Urgelein: + Nummer; kl</title>
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		<updated>2026-03-21T23:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Nummer; kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Männliche Becken- und Genitalorgane 1.png|mini|hochkant=1.5|Lage des Samenleiters (Nr.&amp;amp;nbsp;3, auch Spermienleiter)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenleiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Ductus deferens|de=ableitender Gang}} oder {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Vas deferens&amp;#039;&amp;#039;|de=ableitendes Gefäß}}), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spermienleiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, verbindet bei männlichen [[Wirbeltiere]]n beidseits den [[Nebenhoden]] mit der [[Harnröhre]] und dient der Weiterleitung der [[Spermien]]. Er durchzieht als Teil des [[Samenstrang]]s, vom Nebenhoden kommend, zunächst den [[Leistenkanal]] und läuft dann an der [[Harnblase]] entlang, nimmt den Ausführungsgang der [[Bläschendrüse]] (Samenblase, &amp;#039;&amp;#039;Vesicula seminalis&amp;#039;&amp;#039;) auf und mündet dann im Bereich des [[Samenhügel]]s in die Harnröhre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chirurgische Unterbindung des Samenleiters heißt [[Vasektomie]] und führt zur [[Unfruchtbarkeit]]. Sie ist eine mögliche Methode der [[Empfängnisverhütung]] bei Erhaltung der sexuellen Potenz und Fähigkeit zur [[Männliche Ejakulation|Ejakulation]].&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Histologie ==&lt;br /&gt;
Wie alle inneren [[Hohlorgan]]e zeigt der Samenleiter den dreischichtigen Aufbau eines „häutig-muskulösen Schlauches“ mit einer innenliegenden [[Schleimhaut]], der &amp;#039;&amp;#039;Tunica mucosa&amp;#039;&amp;#039;, einer Muskelschicht, der &amp;#039;&amp;#039;Tunica muscularis&amp;#039;&amp;#039; und einer außen anliegenden [[Tunica adventitia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schleimhaut weist Längsfalten auf, so dass ein sternförmiges [[Lumen (Biologie)|Lumen]] entsteht. Eine [[Submukosa]] fehlt. Zum Lumen bildet die Organabgrenzung je nach Spezies ein zwei- bis mehrreihiges hochprismatisches [[Epithel]], das teilweise mit [[Stereozilie]]n besetzt ist. Die Eigenschicht der Schleimhaut ([[Lamina propria|Lamina propria mucosae]]) ist durch Netze aus [[Elastisches Bindegewebe|elastischen Bindegewebsfasern]] gekennzeichnet, die sich bis in die Muskelschicht erstrecken. [[Drüse]]n sind nur nahe der Mündung in die Harnröhre, im Bereich der Samenleiterampulle (s.&amp;amp;nbsp;u.) ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[glatte Muskulatur]] der Muskelschicht ist in verschiedenen Steigungswinkeln angeordnet und bildet so Spiraltouren in der Samenleiterwand. Sie ist außerordentlich dicht noradrenerg innerviert, was wegen ihrer speziellen Transportfunktion des Samenleiters nötig ist: Er transportiert die Spermiensuspension aus der Cauda des [[Nebenhoden]]s in die [[Harnröhre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;Tunica adventitia&amp;#039;&amp;#039; finden sich außer Bindegewebe noch Blutgefäße – die &amp;#039;&amp;#039;Arteriae&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Venae ductus deferentis&amp;#039;&amp;#039; – und [[Sympathikus|sympathische]] Nervenfasern. Im [[Bauchfell]] lassen sich meist [[Rudiment]]e des [[Müller-Gang]]es nachweisen, eventuell ein vollständiger [[Uterus masculinus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Samenleiterampulle ==&lt;br /&gt;
In die Wand des Endabschnitts des Samenleiters sind Drüsenpakete eingelagert, die als &amp;#039;&amp;#039;Glandulae ampullae&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Beim Menschen und den meisten Säugetierarten (Ausnahmen sind [[Hauskatze|Kater]] und [[Eber]]) führen diese Drüseneinlagerungen auch zu einer äußerlich sichtbaren Auftreibung des Samenleiters, die als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenleiterampulle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ampulla ductus deferentis&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Samenleiterampulle ist bei den meisten Wirbeltieren ausgebildet. Sie fehlt beispielsweise den [[Beutelsäuger]]n, [[Wale]]n, [[Seekühe]]n, [[Katzen]] und [[Echte Schweine|Schweinen]], wobei in der Wand zumeist dennoch Glandulae ampullae ausgebildet sind und diese nur nicht zu einer sichtbaren Erweiterung führen. Die Samenleiterampulle der Säugetiere gehört zu den [[Akzessorische Geschlechtsdrüse|akzessorischen Geschlechtsdrüsen]] und bildet einen Teil der [[Sperma|Samenflüssigkeit]]. Bei [[Kloakentiere]]n ist eine Samenblasenampulle zwar vorhanden, zeigt aber keine sekretorische Aktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolutionäre Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Samenleiter führen innerhalb des männlichen Unterleibs zunächst nach oben, dann über das [[Schambein]], um die [[Harnleiter]], durch die [[Prostata]] und schließlich in die Harnröhre. Dieser &amp;#039;&amp;#039;Umweg&amp;#039;&amp;#039; findet seine Begründung in der [[Evolution]]sgeschichte der [[Wirbeltiere]] und damit auch des Menschen. Der Samenleiter hatte ursprünglich von den im Inneren des Körpers liegenden [[Hoden]] zum [[Penis]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Dawkins: &amp;#039;&amp;#039;The Greatest Show on Earth: The Evidence for Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Bantam Press, London 2009, ISBN 978-1-4165-9478-9, S.&amp;amp;nbsp;364–365 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;George C. Williams: &amp;#039;&amp;#039;Natural selection: domains, levels, and challenges&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oxford series in ecology and evolution.&amp;#039;&amp;#039;). Oxford University Press, New York 1992, ISBN 0-19-506933-1 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schöpfungslüge]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Dawkins: &amp;#039;&amp;#039;Die Schöpfungslüge warum Darwin recht hat.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-550-08765-3. (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Greatest Show on Earth: The Evidence for Evolution.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; führt Richard Dawkins den komplizierten Weg des Samenleiters durch den Körper als einen Beweis für die [[Evolutionstheorie]] und gegen die Pseudowissenschaft [[Intelligent Design]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. J. P. van den Brock: &amp;#039;&amp;#039;Gonaden und Ausführungswege.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Bolk et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der vergleichenden Anatomie der Wirbeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Band 6. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, Berlin / Wien 1933, S.&amp;amp;nbsp;1–154.&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Liebich: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Histologie der Haussäugetiere.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schattauer, Stuttgart/New York 2004, ISBN 3-7945-2311-3.&lt;br /&gt;
* Uwe Gille: &amp;#039;&amp;#039;Männliche Geschlechtsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz-Viktor Salomon]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S.&amp;amp;nbsp;389–403.&lt;br /&gt;
* [[Renate Lüllmann-Rauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlehrbuch Histologie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Thieme, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-129245-2, S.&amp;amp;nbsp;530&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179026-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliches Geschlechtsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Urgelein</name></author>
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