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	<title>Samenerguss - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mabschaaf: +Vorlage</title>
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		<updated>2024-08-11T15:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Vorlage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ejaculation 1.png|mini|Männliche Ejakulation (siehe auch [[:Datei:Human Male Ejaculation, Freehand Cumshot animated, Semen (Ejakulation, Samenerguss freihaendig) - 480x384.gif|Video]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenerguss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die männliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ejakulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|eiaculatio}}, von &amp;#039;&amp;#039;eiaculari&amp;#039;&amp;#039; „auswerfen, herausschleudern“) ist der [[Physiologie|physiologische]] Vorgang des (stoßweise erfolgenden) Herausschleuderns von [[Sperma]] aus dem [[Penis]] durch die [[Harnröhre]]. Während der Ejakulation werden die [[Spermien]] aus den [[Nebenhoden]] durch die beiden [[Vas deferens|Samenleiter]] mit ihrer Muskelschicht (&amp;#039;&amp;#039;Tunica muscularis&amp;#039;&amp;#039;) und anschließend durch die beiden [[Spritzkanal|Spritzkanäle]] getrieben, die dann in die Harnröhre münden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neil A. Campbell]], [[Jane B. Reece]]: &amp;#039;&amp;#039;Biologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spektrum-Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039;) Deutsch: 6. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg / Berlin 2003, ISBN 3-8274-1352-4, S. 1176.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihrem Weg wird den Spermien das [[Seminalplasma]] beigemischt, das einen Großteil der Flüssigkeit ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslöser ==&lt;br /&gt;
Eine Ejakulation wird durch sexuelle Reize ausgelöst, typischerweise durch [[Masturbation]] oder [[Geschlechtsverkehr]]; auch durch [[Petting]] oder eine [[Neotantra#Tantra-Massagen|Tantramassage]] kann sie ausgelöst werden. Der Penis befindet sich schon vorher im Zustand der [[Erektion]]. Durch die anhaltende Stimulation kommt eine unwillkürliche [[Reflex]]kette in Gang. Durch rhythmische Kontraktionen der [[Muskulatur]] der beiden [[Samenleiter]], der [[Bläschendrüse]] und des [[Beckenboden]]s fließt oder spritzt das Sperma in mehreren Schüben aus dem Penis heraus. Der Fachausdruck für eine Ejakulation von Sperma im [[Schlaf]], die von erotischen Träumen begleitet sein kann, lautet &amp;#039;&amp;#039;[[Pollution]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Frauen können während eines [[Orgasmus]] eine Ejakulation erleben, was als [[weibliche Ejakulation]] bezeichnet wird. Bei der Frau enthält das Drüsensekret jedoch nie die weiblichen [[Gameten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nieden&amp;quot;&amp;gt;Sabine Zur Nieden: &amp;#039;&amp;#039;Weibliche Ejakulation. Variationen zu einem uralten Streit der Geschlechter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Sexualforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 91). 2. Neuauflage, Psychosozial-Verlag, Gießen 2009, ISBN 978-3-8379-2004-8 (zugleich: Dissertation [[Universität Frankfurt am Main]] 1991, unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Theoretische und empirische Studien zur weiblichen Ejakulation&amp;#039;&amp;#039;). S. 54 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Begriffs Ejakulation ==&lt;br /&gt;
=== Wortherkunft ===&lt;br /&gt;
Ejakulation ist ein im 18. Jahrhundert fachsprachlich entstandener [[latein]]ischer [[Neologismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist gebildet aus dem (nachklassischen) Verb &amp;#039;&amp;#039;eiaculari&amp;#039;&amp;#039; = „auswerfen, herausschleudern, schießen lassen (z.&amp;amp;nbsp;B. Blut, Wasser)“, einem [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] zu &amp;#039;&amp;#039;iaculari&amp;#039;&amp;#039;, „den Wurfspieß schleudern“, später allgemein „schleudern, werfen“, seinerseits eine Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;iaculum&amp;#039;&amp;#039;, „Wurfspieß“. Zugrunde liegt &amp;#039;&amp;#039;iacere&amp;#039;&amp;#039;, „werfen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ejakulation mit Spermien ===&lt;br /&gt;
Vor Beginn einer wissenschaftlichen Erforschung der Physiologie der menschlichen Fortpflanzung und Sexualität wurde lange Zeit allgemein angenommen, dass nur ein [[geschlechtsreife]]r Jugendlicher oder Mann beim Orgasmus eine Ejakulation haben könnte und sich daher in seinem Samenerguss immer befruchtungsfähige [[Spermien]] befinden würden. Deshalb bedeutet in der klassischen Definition der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ejakulation&amp;#039;&amp;#039; zunächst nur ‚Samenerguss‘ und der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ejakulat&amp;#039;&amp;#039; ist mit ‚Sperma‘ gleichgesetzt. Diese ursprüngliche uneingeschränkte Definition sowie Formulierungen auf dieser Begriffsbasis sind noch heute in allgemeinen und wissenschaftlichen Publikationen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20150915023106/https://www.tk.de/rochelexikon/ro07500/r09220.000.html Ejaculatio] (in: &amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München 2003, ISBN 3-437-15180-0.) Auf: &amp;#039;&amp;#039;tk.de&amp;#039;&amp;#039;; Memento vom 15. September 2015 im [[Internet Archive]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Rechtschreibung.&amp;#039;&amp;#039; 22. Auflage. Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus, Mannheim 2000, S. 333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: &amp;#039;&amp;#039;Fremdwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus, Mannheim 1974, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Pschyrembel]]: &amp;#039;&amp;#039;Klinisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 256. Auflage, de Gruyter, Berlin / New York 1990, S. 413.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Haeberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Sexualität des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 1983, S. 38–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ejakulation ohne Spermien ===&lt;br /&gt;
Jungen können schon vor oder zu Beginn der Pubertät einen Erguss haben. Bei ihnen finden sich bis zum Beginn der Spermienproduktion (etwa ab Mitte der Pubertät) noch keine befruchtungsfähigen Spermien. Auch ein derartiger Auswurf wird heute als Ejakulation bezeichnet. In diesem Definitionsrahmen werden dann in der Sexualwissenschaft auch &amp;#039;&amp;#039;Leerlaufstadium&amp;#039;&amp;#039; (Ejakulation ohne Spermien = samenloser Erguss) und &amp;#039;&amp;#039;Funktionsstadium&amp;#039;&amp;#039; (Ejakulation mit Spermien = Samenerguss) unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Growing Up Sexually&amp;quot;&amp;gt;Humboldt-Universität Berlin, Magnus-Hirschfeld-Archiv für Sexualwissenschaft: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www2.rz.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/GUS/CHILDORG.HTM#_Toc26332935 |text=Growing Up Sexually, The Sexual Curriculum. |wayback=20130512062734}}&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 16: &amp;#039;&amp;#039;Prespermarchic Ejaculation? On “Prostatarche”,&amp;#039;&amp;#039; Okt. 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Beginn des &amp;#039;&amp;#039;Leerlaufstadiums&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen manche Wissenschaftler als &amp;#039;&amp;#039;Prostatarche&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Growing Up Sexually&amp;quot; /&amp;gt; da ursprünglich davon ausgegangen wurde, dass erste Samenergüsse allein aus Sekreten der [[Prostata]] und nicht auch aus denen anderer [[Akzessorische Geschlechtsdrüse|akzessorischer Geschlechtsdrüsen]] bestehen können. Daher ist aus heutiger [[Physiologie|physiologischer]] Sicht die Bezeichnung Ejakulation selbst beim [[geschlechtsreife]]n Mann nicht an das Vorhandensein von Spermien geknüpft. In der [[Sexualmedizin]] wird nach einer [[Vasektomie]] oder bei Vorliegen einer [[Azoospermie]] nach [[Degeneration]] der [[Hodenkanälchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Tubuli seminiferi&amp;#039;&amp;#039;) beim physiologisch nach wie vor ungestörten Vorgang des Ergusses von Seminalplasma beim Orgasmus ebenso von Ejakulation gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
Durch die sexuelle Erregung wird vor der eigentlichen Ejakulation von der [[Bulbourethraldrüse]] ein Sekret abgegeben, das als [[Präejakulat]] bezeichnet wird. Die Ejakulation selbst wird vom [[Sexualzentrum]] im [[Diencephalon|Zwischenhirn]] ausgelöst. Dessen Nervenimpulse wirken auf [[Sympathikus|sympathische Nervenzellen]] im Lendenteil des [[Rückenmark]]s &amp;#039;&amp;#039;(Ejakulationszentrum)&amp;#039;&amp;#039;, deren [[Nervenfaser]]n über den [[Nervus hypogastricus]] und [[Plexus hypogastricus inferior]] die [[Muskelkontraktion|Kontraktionen]] der [[Glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] von [[Nebenhoden]]schwanz, [[Samenleiter]] und der [[Akzessorische Geschlechtsdrüse|akzessorischen Geschlechtsdrüsen]] auslösen. Dadurch werden Spermien in Richtung Harnröhre befördert, was als &amp;#039;&amp;#039;Emission&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, und mit den Drüsensekreten vermengt. Mit dem Druckanstieg in der Prostata und Harnröhre kommt es zu drei bis zehn unwillkürlichen reflektorischen Kontraktionen des [[Musculus urethralis]], des [[Musculus bulbospongiosus]] und des [[Musculus ischiocavernosus]] und damit zum schubweise erfolgenden Ausstoß des Spermas &amp;#039;&amp;#039;(Expulsion)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Diese werden durch parasympathische Fasern aus dem unteren Lenden- und oberen Kreuzabschnitt des Rückenmarks vermittelt, welche über den [[Nervus pudendus]] zur [[Beckenboden]]muskulatur ziehen. Gleichzeitig wird über [[α1-Adrenozeptor]]en die Muskulatur des Harnblasenhalses aktiviert, wodurch die [[Harnblase]] verschlossen wird. Zusätzlich wird direkt hinter der Eintrittsstelle der Samenflüssigkeit in die Harnröhre eine Absperrung nach hinten durch den [[Retrograde Ejakulation#Ursachen|Musculus ejaculatorius]] hergestellt, der den [[Samenhügel]] als Blockade in die Harnröhre hineindrückt. Somit wird bei einer Ejakulation der Rückfluss von Sperma in die Harnblase und die Beimengung von [[Urin]] verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eberhard Nieschlag, H. Behre |Titel=Andrologie: Grundlagen und Klinik der reproduktiven Gesundheit des Mannes |Auflage=2. |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2013 |ISBN=978-3-662-05739-1 |Seiten=70–71}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Krause u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Andrologie: Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane |Auflage=4. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-13-165204-1 |Seiten=56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Samenerguss werden ab der [[Pubertät]], wenn die Hoden mit der Spermienproduktion begonnen haben ([[Spermarche]]), beim Mann etwa zwei bis sechs Milliliter Sperma &amp;#039;&amp;#039;(Ejakulat)&amp;#039;&amp;#039; mit individuell oder von Ejakulation zu Ejakulation sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit ausgestoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. C. Kinsey et al.: &amp;#039;&amp;#039;Sexual Behavior in the human female.&amp;#039;&amp;#039; Saunders, 1953, Part III: &amp;#039;&amp;#039;Comparisons of female and male.&amp;#039;&amp;#039; S. 634 (Ergebnis der Beobachtung von „some hundreds of males“: Ejakulation ist „tröpfelnd“ bei ¾ der untersuchten Männer).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausschlaggebend für die Menge des Ejakulates sind sowohl der Grad der Erregung des Mannes als auch die Zeit, die seit der letzten Ejakulation vergangen ist. Beispielsweise ist beim Mann nach einer einwöchigen sexuellen Abstinenz die Menge des Ejakulats erheblich größer als nach wenigen Stunden, solange zwischendurch keine [[Pollution]] stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Refraktärphase (Sexualität)|Refraktärperiode]] wird die Zeitspanne bezeichnet, die von einer Ejakulation zur nächstmöglichen verstreichen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang von Ejakulation und Orgasmus ==&lt;br /&gt;
Unter normalen physiologischen Bedingungen ist der männliche [[Orgasmus]] mit einer Ejakulation verbunden. Bei Vorliegen verschiedener Umstände, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Erkrankungen, kann jedoch ein Orgasmus auch ohne Ejakulation erfolgen wie ebenso eine Ejakulation ohne Orgasmus.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Milsten, Julian Slowinski: &amp;#039;&amp;#039;The Sexual Male: Problems and Solutions.&amp;#039;&amp;#039; Norton, New York 1999, ISBN 0-393-04740-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stacy L. Elliott: &amp;#039;&amp;#039;Clinical physiology and pathophysiology of ejaculation and orgasm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medical Aspects of Human Sexuality.&amp;#039;&amp;#039; März 2001, S. 21–24, {{ISSN|0025-7001}}, {{Webarchiv |url=http://www.hawaii.edu/hivandaids/Clinical%20Physiology%20and%20Pathophysiology%20of%20Ejaculation%20and%20Orgasm.pdf |text=Volltext |format=PDF |wayback=20111125053554}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Einige Studien zeigen, dass regelmäßige Ejakulationen gewissen [[Benigne Prostatahyperplasie|Prostatabeschwerden]] vorbeugen können.&amp;lt;ref&amp;gt;G. G. Giles et al.: &amp;#039;&amp;#039;Sexual Factors and Prostate Cancer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[BJU International.]]&amp;#039;&amp;#039; 2003, Band 92, Nr. 3, S. 211–216, PMID 14678395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. D. Leitzmann: &amp;#039;&amp;#039;Ejaculation Frequency and Subsequent Risk of Prostate Cancer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Medical Association.&amp;#039;&amp;#039; (JAMA) Band 291, Nr. 13, 2004, S. 1578–1586, PMID 15069045.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Zusammenhang wird in anderen Studien jedoch nicht bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. J. Jacobsen et al.: &amp;#039;&amp;#039;Frequency of Sexual Activity and Prostatic Health: Fact or Fairy Tale?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Urology.&amp;#039;&amp;#039; 2003, Band 61, Nr. 2, S. 348–353, PMID 12597946.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mittlerweile gibt es jedoch Hinweise darauf, dass Masturbation hilfreich bei der Rehabilitation nach Operationen der Prostata ist. Die Wahrscheinlichkeit, Probleme mit [[Harninkontinenz]] und [[Erektile Dysfunktion|erektiler Dysfunktion]] zu bekommen, kann so gemindert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99607/Masturbation-koennte-Rehabilitation-nach-Prostatektomie-verbessern &amp;#039;&amp;#039;Masturbation könnte Rehabilitation nach Prostatektomie verbessern.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;aerzteblatt.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 13. April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Männer leiden nach dem Samenerguss unter Symptomen des [[Postorgasmic Illness Syndrom]]s (POIS).&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel D. Waldinger, Marcus M. H. M. Meinardi, Aeilko H. Zwinderman, Dave H. Schweitzer: &amp;#039;&amp;#039;Postorgasmic Illness Syndrome (POIS) in 45 Dutch Caucasian Males: Clinical Characteristics and Evidence for an Immunogenic Pathogenesis (Part 1).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Sexual Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nr. 4, 2011, S. 1164–1170, [[doi:10.1111/j.1743-6109.2010.02166.x]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den häufigsten Krankheitserscheinungen gehören grippeähnliche Symptome wie erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Schüttelfrost sowie unspezifische Symptome wie Konzentrationsschwäche, extreme Müdigkeit, Erschöpfung und Gereiztheit. Die urogenitale Störung POIS tritt weniger als einmal je eine Million auf und ist nicht erblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=279947 |Name=Postorgasmic-Illness-Syndrom |Abruf=2021-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Ejakulationsprobleme}} Störungen der Ejakulation ==&lt;br /&gt;
Der [[Vorzeitiger Samenerguss|vorzeitige Samenerguss]] (&amp;#039;&amp;#039;Ejaculatio praecox&amp;#039;&amp;#039;) wird heute als eine Form der [[Potenzstörung]] angesehen. Als „vorzeitig“ gilt hier die individuelle Empfindung von „zu früh“. Das kann im Extremfall schon ein Samenerguss beim Kuss, bei der ersten Berührung des Penis durch den Sexualpartner oder direkt nach dem Eindringen sein. Dieses Problem kann als schwerwiegende Belastung empfunden werden, die zu Einschränkungen im Sexualleben führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[retrograde Ejakulation]] wird eine Ejakulationsstörung bezeichnet, bei der die Flüssigkeit nicht wie üblich über die [[Harnröhre]] nach außen, sondern rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spermatorrhoe]] ist das Abfließen von Sperma, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer [[Insuffizienz]] des [[Spritzkanal|Ductus ejaculatorius]] (des Endabschnittes des Samenleiters) ohne [[Wollust]]gefühl, zum Beispiel beim [[Defäkation|Stuhlgang]] oder [[Miktion|Wasserlassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ein- oder beidseitige [[Verschluss des Ductus ejaculatorius]] kann die Ursache für ein sehr geringes Ejakulatvolumen, Beckenschmerzen oder einen [[Trockener Orgasmus|trockenen Orgasmus]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unfähigkeit zum Samenerguss durch verschiedene [[Krankheit]]en, Entfernung der [[Hoden]] (Kastration), [[Psychische Störung|psychische Probleme]] oder als Nebenwirkung mancher [[Medikament]]e wird als [[Anejakulation]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim alternden Mann verschlechtert sich die Koordination der Kontraktionen von [[Nebenhoden]]gang, Samenleiter, [[Bläschendrüse]], [[Vorsteherdrüse]], Harnröhre und [[Beckenbodenmuskulatur]]. Die Ursachen sind vielfältig, eine untrainierte Beckenbodenmuskulatur (Hinweis darauf kann ein sogenannter „[[Bierbauch]]“ sein) spielt dabei eine wesentliche Rolle. Der Koordinationsverlust kann sich auch bei gegebenenfalls unbeeinträchtigt fortbestehender [[Erektion]]sfähigkeit entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Ejaculatio retarda]] kommt es zu einer verzögerten Hinführung zur Ejakulation. Es können psychische oder neurologische Probleme vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Medikamente können die Ejakulation beeinflussen, z.&amp;amp;nbsp;B. zu einer retrograden oder einer ausbleibenden Ejakulation führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der volkstümliche Begriff „[[Samenstau]]“ geht von der irrigen Annahme aus, dass es bei sexueller Enthaltsamkeit und fehlender Entleerung zu einem Rückstau von Spermien und damit zu einer Libidosteigerung oder gar Hodenschwellung käme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus M. Beier, Hartmut A. G. Bosinski, Kurt Loewit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sexualmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Elsevier / Urban &amp;amp; Fischer, München / Jena 2005, ISBN 3-437-22850-1.&lt;br /&gt;
* Carsten Dieme: &amp;#039;&amp;#039;Vorzeitiger Samenerguss – Hintergründe, Tipps, Auswege und Erfolgsberichte Betroffener.&amp;#039;&amp;#039; Stillwasser, Bielefeld 2003, ISBN 3-9808696-0-1.&lt;br /&gt;
* Michael Hanel: &amp;#039;&amp;#039;Therapiemanual Ejaculatio praecox: Therapiemanual.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Thieme, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-13-136712-1.&lt;br /&gt;
* William Hartman, Marilyn Fithian: &amp;#039;&amp;#039;Jeder Mann kann: die Erfüllung männlicher Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin / Frankfurt am Main / Wien 1985, ISBN 3-550-07735-1.&lt;br /&gt;
* Michael Vinzenz Münkel: &amp;#039;&amp;#039;Ejakulationsfrequenz und [[Adnexe]]ntzündungen beim Mann.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg 1981, {{DNB|810914972}}.&lt;br /&gt;
* [[Volkmar Sigusch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Störungen und ihre Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Thieme, Stuttgart / New York 2007, ISBN 978-3-13-103944-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Male ejaculation|Männliche Ejakulation}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4196031-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiologie der Fortpflanzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Penis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orgasmus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mabschaaf</name></author>
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