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	<title>Samenausbreitung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T13:17:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Samenausbreitung&amp;diff=491129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Ausbreitungsverhalten */ Tippfehler</title>
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		<updated>2025-01-28T00:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbreitungsverhalten: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenausbreitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bei [[Pflanzen]] ist der Prozess des passiven Transportes von [[Diaspore]]n ([[Same (Pflanze)|Samen]]) zum Zweck der [[Ausbreitung (Biologie)|Ausbreitung]] der Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt, den Prozess &amp;#039;&amp;#039;[[Ausbreitung (Biologie)|Ausbreitung]]&amp;#039;&amp;#039; – der [[Vegetationsdynamik]] – vom Ergebnis des Prozesses, der &amp;#039;&amp;#039;Verbreitung&amp;#039;&amp;#039; von Arten – wie sie die [[Geobotanik]] untersucht – zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzen nutzen eine Reihe unterschiedlicher Ausbreitungsmechanismen ihrer Samen. Diese werden generell in sechs große Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
* die [[Zoochorie]], die Ausbreitung durch Tiere&lt;br /&gt;
* die [[Anemochorie]], die Ausbreitung durch Wind&lt;br /&gt;
* die [[Semachorie]], die Ausbreitung durch Wind- und Tierstreuung&amp;lt;!-- ist doch eigentlich eher ein Unterpunkt zur Verbreitung durch  Wind und Tier? Antwort: Nein, ist noch einmal leicht anders. Die Pflanze wird bewegt und verstreut dann die Samen wie ein Salzstreuer. Der Samen fliegt nicht und er haftet am Tier nicht an.  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die [[Hydrochorie]], die Ausbreitung durch Wasser&lt;br /&gt;
* die [[Hemerochorie]], die Ausbreitung durch den Menschen&lt;br /&gt;
* die [[Autochorie]], die Selbstausbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn zwei verschiedene Samenkapseln an einer Pflanze auftreten spricht man von [[Heterokarpie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird nun weiter unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allochorie ==&lt;br /&gt;
Samenausbreitung durch Kräfte (Agens, Agenzien), die außerhalb der Mutterpflanze liegen (z.&amp;amp;nbsp;B. Wind, Wasser, Tiere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zoochorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hepatica nobilis flowers.JPG|mini|Das [[Leberblümchen]] zählt zu den [[Myrmekochorie|myrmekochoren]] Pflanzen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoochorie]], die Ausbreitung durch Tiere kennt folgende Feingliederung:&lt;br /&gt;
* [[Epichorie]], die Ausbreitung durch Anhaftung&lt;br /&gt;
** [[Kletthafter]]&lt;br /&gt;
** [[Adhäsionshafter]]&lt;br /&gt;
** [[Klebhafter]]&lt;br /&gt;
* [[Endochorie]], die sogenannte Verdauungsausbreitung&lt;br /&gt;
* [[Myrmekochorie]], die Ausbreitung durch Ameisen&lt;br /&gt;
* [[Ornithochorie]], die Ausbreitung durch Vögel&lt;br /&gt;
* [[Dysochorie]], die Zufallsausbreitung&lt;br /&gt;
** [[Synzoochorie]], die Versteckausbreitung&lt;br /&gt;
** [[Bearbeitungsausbreitung]]&lt;br /&gt;
** [[Ausbreitung während des Nestbaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Autoren zählen auch die [[Tierballisten]] und die [[Anthropochorie]] zu der Zoochorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Tierausbreitung sind meist [[Säugetiere]] und [[Vögel]], aber auch [[Insekten]] die Ausbreiter. Eine Spezialform der Zoochorie ist die Anthropochorie – die Ausbreitung durch den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie nehmen entweder den Samen mit der Nahrung auf und scheiden ihn später wieder aus ([[Endochorie]]) oder deponieren ihn im Rahmen der Nahrungsvorsorge in einem Versteck ([[Eichhörnchen]], die [[Nussfrucht|Nüsse]] verstecken und viele davon nicht mehr wiederfinden, siehe [[Versteckausbreitung]]) oder aber die Samen besitzen spezielle Anhaftungsmechanismen, mit denen sie am [[Fell]] oder an den [[Feder]]n von Tieren anhaften (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kletten]] oder klebrige Substanzen wie bei der [[Eichenmistel]], siehe [[Epichorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuft die Samenausbreitung über den Mechanismus der Nahrungsaufnahme ab, so muss der Samen durch eine feste, widerstandsfähige Hülle oder anderen Strukturen vor der Zerstörung bei der Nahrungszerkleinerung (kauen) und der Aufschließung der Nahrung im Verdauungstrakt der Tiere geschützt sein. Wie effektiv dieser Ausbreitungsmechanismus sein kann, zeigen die „Tomatenwälder“, die nach einer Düngung mit Klärschlamm auf den Äckern aufwachsen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anemochorie ==&lt;br /&gt;
[[Anemochorie]], die Windausbreitung ist die ursprünglichste Form der Ausbreitung von Pflanzen. Sie wurde schon von den ersten Landpflanzen der Erde genutzt. Diese Form wird weiter unterteilt in die&lt;br /&gt;
* [[Meteorochorie]], der Ausbreitung durch Flieger&lt;br /&gt;
* [[Chamaechorie]], der Ausbreitung durch Bodenroller&lt;br /&gt;
* Boleochor ([[Windstreuung|Windstreuer]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anemochorie bedient sich die Pflanze der Luftbewegung um ihre Samen zu verbreiten. Dies kann einmal dadurch geschehen, dass bei stärkerem Wind die Pflanze „durchgeschüttelt“ wird und dabei ihre Samen abgibt oder dass die Samen zum Teil komplizierte Flugmechanismen besitzen, die sie über weite Strecken von der Mutterpflanze wegtragen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl am bekanntesten sind die kleinen „[[Fallschirm]]e“ – sie werden aus dem Kelch ([[Pappus (Botanik)|Pappus]]) bei der Samenreifung gebildet – beim [[Löwenzahn (Taraxacum)|Löwenzahn]] und ähnlichen [[Korbblütler]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Früchte der verschiedenen Ahornarten ([[Aceraceae]]) sind allgemein bekannt wegen ihres auffallenden propellerartigen Fluges im Herbst. Ähnlich die Samen bei Eschen ([[Eschen (Pflanzengattung)|Fraxinus]]) und Ulmen ([[Ulmus]]); es sind geflügelte, einsamige Nussfrüchte, die als „Samara“ bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dandelion seed head.jpg|Beispiel für Schirmfliegersamen (Löwenzahn)&lt;br /&gt;
Federschwanzflieger_8122.jpg|Beispiel für Federschwanzfliegersamen (Clematis)&lt;br /&gt;
Maple-seed.jpg|Ein Ahornsamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Semachorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pavot.JPG|mini|[[Mohn]]kapseln, semachor: Die Samen fallen durch die Löcher am Oberrand, wenn der Fruchtstiel sich neigt.]]&amp;lt;!-- Image:Opium poppy mohnkapsel.jpg wär auch nicht schlecht, zeigt aber die &amp;quot;streulöcher&amp;quot; nicht ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Semachorie]] wird feiner unterteilt in die [[Tierstreuung]] (Ballepizoochorie) und [[Windstreuung]]. Der Unterschied zur Anemochorie besteht darin, dass die Diasporen nicht fliegen können. Bewegungen der Pflanze durch Wind- oder Tierbewegungen sorgen lediglich dafür, dass Kapseln, Schoten, Balgfrüchte so aus dem Gleichgewicht gebracht werden, dass sie einer Streubüchse ähnlich die Samen verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrochorie ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Hydrochorie|Wasserausbreitung]] haben die Samen oft Schwimmvorrichtungen in Form von Luftsäckchen. Es gibt aber auch Arten, die ihren Samen vornehmlich bei Regen (z.&amp;amp;nbsp;B. Wippbewegungen beim Aufschlagen von Regentropfen) abgeben und auf ein Wegschwemmen der Samen hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Wasserausbreitung ist der Samen der [[Kokospalme]]. Die äußere Fruchtwand der Kokosnuss ist zur Ausbreitungszeit faserig und luftgefüllt, so dass der ganze Samen schwimmfähig ist. Trotz ihrer Bezeichnung als Nuss handelt es sich bei der Kokosnuss nicht um eine [[Nussfrucht|Nuss]] im botanischen Sinne, sondern um eine [[Steinfrucht]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entada phaseoloides MHNT graines.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Entada phaseoloides&amp;#039;&amp;#039; – Hydrochorie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Hydrochorie]] wird feiner unterteilt in&lt;br /&gt;
* [[Nautochorie]], die Schwimmausbreitung&lt;br /&gt;
* [[Bythisochorie]], die Ausbreitung durch die Strömung von Fließgewässern&lt;br /&gt;
* [[Ombrochorie]], die Ausbreitung durch Regentropfen mit der Feineinteilung in&lt;br /&gt;
** [[Regenschwemmlinge]]&lt;br /&gt;
** [[Regenballisten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemerochorie ==&lt;br /&gt;
Die [[Hemerochorie]] (Menschenwanderer) ist heute einer der wichtigsten Ausbreitungsformen, mit denen Pflanzen sich vollkommen neue Lebensräume erobern. Dazu zählt die&lt;br /&gt;
* [[Ethelochorie]], die Ausbreitung durch Saatgut (absichtlich)&lt;br /&gt;
* [[Speirochorie]], die Ausbreitung als Saatgutbegleiter (unabsichtlich)&lt;br /&gt;
* [[Agochorie]], die Ausbreitung durch unbeabsichtigten Transport (unabsichtlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autochorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwei Eicheln.jpg|mini|Eicheln, die Früchte der Eichen, werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;barochor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zoochor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ausgebreitet.]]&lt;br /&gt;
Die Mechanismen, die den Pflanzen zur &amp;#039;&amp;#039;Selbstausbreitung&amp;#039;&amp;#039; zur Verfügung stehen werden unter [[Autochorie]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
* [[Ballochorie]], der Ausbreitung durch Schleudermechanismen, die wiederum feiner unterteilt wird in&lt;br /&gt;
** [[Saftdruckstreuer]]&lt;br /&gt;
** [[Austrocknungsstreuer]]&lt;br /&gt;
* [[Herpechorie]], die Ausbreitung durch eigene Bewegung der Diasporen&lt;br /&gt;
* [[Barochorie]], die Ausbreitung durch Schwerkraft&lt;br /&gt;
* [[Blastochorie]], die Ausbreitung durch Selbstableger&lt;br /&gt;
Die [[Selbstausbreitung]]smechanismen reichen von der Kugelform (Kullereffekt) bis zu komplizierten Formen wie Schleudern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Storchschnabelgewächse]]) oder Kriechen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Reiherschnabel]]gewächse) der Samen. Mechanismen, die allein auf die [[Schwerkraft]] setzen (vgl. Kullereffekt) werden barochore Mechanismen genannt. Die Samen sind dabei meist schwer und rundlich.&lt;br /&gt;
Mit diesen Vorrichtungen überbrücken manche Arten mehrere Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitungsverhalten ==&lt;br /&gt;
Weiter wird das Ausbreitungsverhalten unterschieden:&lt;br /&gt;
* Pendeln; Diasporen ohne Strukturen zur Fernausbreitung&lt;br /&gt;
* Nahausbreitung ([[Topochorie]], Engychorie, Anti-Telechor, Proxychorie); Diasporen ohne Strukturen zur Fernausbreitung&lt;br /&gt;
* Fernausbreitung ([[Telechorie]]); Diasporen mit Strukturen zur Fernausbreitung&lt;br /&gt;
* Nichtausbreitung (Achorie, Atelechorie); Diasporen mit Mechanismen zur Verhinderung der Ausbreitung, oft Barochor.&lt;br /&gt;
** echte [[Viviparie]]&lt;br /&gt;
** Amphikarpie; mit oberirdischen (aerokarp) und unterirdischen (geokarp) Diasporen&lt;br /&gt;
** Basikarpie; mit Diasporen an der Basis einer Pflanze&lt;br /&gt;
** Synaptospermie; mehrere Samen in einer Diaspore zusammengefasst&lt;br /&gt;
** Trypanokarpie; mit Diasporen, die sich im Boden verankern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Myxospermie sind die Samenschalen-Oberflächen von Natur aus verschleimt, dies dient dem Verkleben der Diasporen mit dem Substrat, es ist also ausbreitungshemmend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Eurychorie&amp;#039;&amp;#039; (weite geographische Verbreitung) und &amp;#039;&amp;#039;Stenochorie&amp;#039;&amp;#039; (beschränktes Verbreitungsgebiet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt nur eine Ausbreitungsweise auf nennt man dies &amp;#039;&amp;#039;Mono-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Haplochorie&amp;#039;&amp;#039;. Treten zwei oder mehrere Ausbreitungsweisen &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; auf spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Di-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Polychorie]]&amp;#039;&amp;#039;. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Diplochorie&amp;#039;&amp;#039; (Doppelverbreitung) treten zwei Ausbreitungsweisen &amp;#039;&amp;#039;nacheinander&amp;#039;&amp;#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Frey]], [[Rainer Lösch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geobotanik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Springer 2010, 2014, ISBN 978-3-662-45280-6, S. 333–340.&lt;br /&gt;
* B. Schmid, J. Stöcklin: &amp;#039;&amp;#039;Populationsbiologie der Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1991, ISBN 978-3-0348-5638-6, S. 42 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenmorphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenausbreitung|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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