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	<title>Sambor II. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T20:56:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sambor_II.&amp;diff=568192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptschluss: Links und Schreibweise vereinheitlicht</title>
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		<updated>2025-10-13T11:32:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links und Schreibweise vereinheitlicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:S-Sambor-II-1241.jpg|mini|[[Reitersiegel]] von Herzog Sambor II. 1241 – Nachzeichnung F.A. Vossberg 1854]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sambor II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1208]]; † [[31. Dezember]] [[1278]]) war 1220–1270 mit Unterbrechungen Statthalter, ab 1227 Herzog von [[Pommerellen]] in [[Lubiszewo Tczewskie|Liebschau]] und [[Tczew|Dirschau]]. Er entstammte der [[Dynastie]] der [[Samboriden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und politischer Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sambor II Tczewski seal 1229.PNG|mini|Das Schildsiegel von Herzog Sambor II.]]&lt;br /&gt;
Sambor war beim Tode seines Vaters [[Mestwin I.]] erst 12 Jahre alt und stand unter der Vormundschaft seines Bruders [[Swantopolk II.|Swantopolk]]. Er erhielt das Gebiet Liebschau mit der dortigen Burg. Um das Jahr 1232 vermählte er sich mit Mathilde (Mechthildis, † nach 1270), einer Tochter des Herrn [[Heinrich Borwin II.|Heinrich Borwin II. zu Mecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebschau, heute ein unbedeutendes Dorf, spielte damals eine bedeutende Rolle als doppelte [[Residenzstadt|Residenz]]. Es war gleichzeitig Sitz des mächtigen [[Johanniterorden]]s, der viele Besitzungen im Lande hatte. Zwei Landstraßen, die von [[Starogard Gdański|Preußisch Stargard]] und [[Wysin|Wischin]] nach [[Danzig]] führten, gingen über Liebschau. Die andere [[Veste|Feste]], Dirschau, lag damals noch abseits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode [[Wartisław I. (Pommerellen)|Wartisławs]], um 1229, teilten die Brüder dessen Land unter sich auf. Sambors Herrschaftsgebiet umfasste die späteren [[Königreich Preußen|preußischen]] Kreise Berent, Karthaus, Stargard und Dirschau und den südlichen Teil des Danziger [[Werder (Landschaft)|Werders]]. Noch 1229 vermachten die Brüder Swantopolk und Sambor das [[Gniew|Mewer-Land]], „Terra Wansca“ genannt, zum „Trost und Heil“ der Seele ihres verstorbenen Bruders dem [[Kloster Oliva]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1233/1234 beteiligten sich Sambor und Swantopolk an einem Kriegszug des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] gegen die [[Heidentum|heidnischen]] [[Prußen]] und hatten entscheidenden Anteil am Sieg in der Winterschlacht an der [[Dzierzgoń (Fluss)|Sorge]]. In der Folgezeit kam es zu Streitigkeiten zwischen Swantopolk einerseits und Sambor andererseits, in die später auch [[Ratibor (Pommerellen)|Ratibor]] hineingezogen wurde. Es kam schließlich zum Bruderkrieg (1236–1238), was 1236 in der Flucht von Sambor und der Gefangennahme und der nominellen Unterwerfung Ratibors unter das [[Supremat]] seines Bruders 1238 gipfelte. Sambor hielt sich im Gebiet des Deutschen Ordens auf und nach Abschluss eines [[Vorfrieden]]svertrages zwischen Swantopolk und dem Orden 1248, kehrte er 1249 ins heimische Herzogtum zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1242 begann ein langjähriger Krieg des Deutschen Ordens gegen Swantopolk, der mit Unterbrechungen bis 1253 dauerte. Es ging dabei um strittige Territorien und [[Zoll (Abgabe)|Zölle]] an der [[Weichsel]]. Swantopolk suchte um militärischen Beistand bei den dem Deutschen Orden feindlich gesinnten Prußen nach, während die Ordensritter 1243 eine antiswantopolkische Allianz unter der Mitwirkung der [[Herzogtum Kujawien|Herzöge von Kujawien]], [[Herzogtum Masowien|Masowien]] und [[Großpolen]], sowie Swantopolks Brüder, Sambor und Ratibor schufen. Erst 1253, nach Abschluss eines endgültigen Friedensvertrags zwischen dem Orden und Swantopolk, versöhnten sich die Brüder wieder und Sambor bekam den größten Teil seiner Provinz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1249 widmete sich Sambor, dessen relativ kleines Herrschaftsgebiet unter dem militärischen Schutz des Ordens stand, dem Ausbau seines Landes. 1251 trat er die Burg Zantir, einen wichtigen Stützpunkt und ein Ausfalltor gegen die Prußen, gegen eine Entschädigung an den Orden ab. Auf einem Hügel am linken Weichselufer ließ er eine Burg bauen, die im April 1252 fertiggestellt wurde. Hierher verlegte er seine Residenz. Der zunehmende Handelsverkehr auf der Weichsel machte die Kontrolle des Schiffsverkehrs und die Erhebung von Zöllen lohnend. Es hatte wohl auch Streitigkeiten mit den Johannitern in Liebschau gegeben. Gleichzeitig gründete er bei der neuen Burg die Stadt Dirschau, die schon 1260 das [[Lübisches Recht|Lübische Recht]] erhielt und förderte die [[Deutsche Ostsiedlung]], indem er deutsche Kaufleute und Handwerker aus [[Lübeck]], [[Hamburg]] und [[Braunschweig]] holte, vor allem aber deutsche Bauern ins Land rief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1258 verlieh er dem mecklenburgischen [[Kloster Doberan]] das Dorf Pogutken (Pogódki) am Oberlauf der [[Wierzyca|Ferse]] zur Gründung eines [[Kloster Pelplin|Zisterzienserklosters]] zu seinem, seiner Vorfahren und seines verstorbenen Sohnes Sobiesław [[Seelenheil]]. Die Lage des Klosters erwies sich später als ungünstig, sodass der [[Konvent (Kloster)|Konvent]] deshalb 1276 nach [[Pelplin]] umzog. Um das neue Kloster mit Gütern reichlich auszustatten, [[Konfiskation|konfiszierte]] er das in seinem Machtbereich liegende Mewer Land, das er und Swantopolk dem [[Kloster Oliva]] 1229 geschenkt hatten. Oliva stand stets auf Seiten Swantopolks und wandte sich hilfesuchend an Papst [[Urban IV.]], der erfolglos 1262 für das Kloster Oliva intervenierte. Sambor wurde daraufhin durch die [[Äbte]] von [[Kloster Grobe|Usedom]] und [[Kloster Belbuck|Belbuck]] [[Exkommunikation|exkommuniziert]] (am 20. März 1266 in [[Berlin-Spandau|Spandau]] durch den [[Päpstlicher Legat|päpstlichen Legaten]] Guido von St. Laurentii in Lucina bestätigt), sein Land im Januar 1267 schließlich mit dem [[Interdikt (Kirchenrecht)|Interdikt]] durch Bischof Wolimir zu [[Włocławek|Leslau]] belegt. Das bedeutete, dass außer Taufen und Beerdigungen keine kirchlichen Handlungen vorgenommen werden durften. Sambor ließ sich davon nicht beeindrucken und vermachte in einer späteren Herrschaftskrise das Land dem Deutschen Orden, der sich sofort in den Besitz des Landes setzte und damit auch links der Weichsel Fuß fasste. Nach einem langen Prozess kam durch Vermittlung des [[Erzbistum Fermo|Bischofs]] Philipp von Fermo als päpstlichem Legaten am 18. Mai 1282 der Vergleich von [[Milicz|Militsch]] zustande. Der Orden behielt das Mewer Land und am 26. Mai 1282 erklärten [[Abt]] Johannes von Pelplin und Abt Johannes von Oliva, dass das Kloster Oliva die Hälfte seiner Güter in Mewe an den Deutschorden abgetreten hat und von diesem dafür anderweitig entschädigt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Swantopolks Tod, 1266, ging die Oberherrschaftswürde an seinen Sohn [[Mestwin II.]] über. In einem Krieg ums Erbe, entmachtete er seinen Onkel Sambor, 1270, der zuerst nach [[Kujawien]] zu seiner Tochter Salome floh. Aufgrund eines Krieges zwischen Bolesław von Großpolen und Kujawien,  geriet er 1271 zwischen die Fronten und anschließend in die Gefangenschaft des Ersteren. Nach der Befreiung suchte er Schutz und militärischen Beistand beim Deutschen Orden und überschrieb ihm in [[Elbląg|Elbing]] dafür 1276 das Mewer Land. Da der Orden untätig blieb, ging er zurück nach Kujawien und verstarb am 31. Dezember 1278 in [[Inowrocław]]. Noch vor seinem Tode vermachte er seine Herrschaftsrechte in [[Pommerellen]] den eigenen Töchtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe und Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Aus der Ehe mit Mathilde, der Tochter [[Heinrich Borwin II.]] gingen ein Sohn und fünf Töchter hervor:&lt;br /&gt;
* Sobiesław (Subisław, ca. 1235–1254), überlebte seinen Vater nicht;&lt;br /&gt;
* [[Margarete Sambiria|Margareta]] (Margarete, ca. 1230/1234–1282), als Gattin von König [[Christoph I. (Dänemark)|Christoph]] durch Heirat Königin von [[Königreich Dänemark|Dänemark]];&lt;br /&gt;
* Zwinisława (Swinisława, ca. 1240–1280), Gattin von Dobiesław Sądowic aus dem Adelsgeschlecht der [[Odrowąż]];&lt;br /&gt;
* Gertruda (Gertrude, ca. 1250–1314), blieb unvermählt;&lt;br /&gt;
* Eufemia (Eufemie, ca. 1254–1296/1309), als Gattin von Herzog [[Boleslaw II. (Schlesien)|Bolesław II.]] durch Heirat Herzogin von [[Herzogtum Liegnitz|Schlesien]] in [[Legnica|Liegnitz]];&lt;br /&gt;
* [[Salome von Pommerellen|Salomea]] (Salome, ca. 1254/1257–1312/1314), als Gattin von Herzog [[Siemomysław (Kujawien)|Siemomysław]] durch Heirat Herzogin von [[Herzogtum Kujawien|Kujawien]] in Inowrocław;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Herzöge von Pommern]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Pommerns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|30|306|307|Sambor II.|[[Max Perlbach]]|ADB:Sambor II.}}&lt;br /&gt;
* F.A. Vossberg, Siegel des Mittelalters, Berlin, 1854, Tafel 20&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/pommerellen_fuersten_von/sambor_2_herzog_von_pommerellen_dirschau_mewe_+_1278.html Sambor II., Herzog von Pommerellen-Dirschau-Mewe (1213/14-1278)] auf Portal: &amp;#039;&amp;#039;www.genealogie-mittelalter.de&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137330898|LCCN=n2014006475|VIAF=81536305}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sambor 02}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samboride]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Pommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1278]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sambor II.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Herzog von Pommerellen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1208&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1278&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptschluss</name></author>
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