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	<title>Sambar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sambar&amp;diff=174799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T12:21:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Sambar&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cervus unicolor&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Robert Kerr (Autor)|Kerr]], 1792&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Edelhirsche&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cervus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Hirsche&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cervini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cervinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hirsche&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Cervidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Stirnwaffenträger&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Pecora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Sambar (Cervus unicolor unicolor) male.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Sambarhirsch, Männchen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambar deer at Horton Plains.JPG|mini|Junger Sambarhirsch]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sambar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pferdehirsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cervus unicolor&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor&amp;#039;&amp;#039;) ist ein in [[Südasien|Süd-]] und [[Südostasien]] verbreiteter [[Hirsche|Hirsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der Sambar ist ein sehr großer Hirsch mit einer [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 160 bis 250 Zentimetern und einer [[Schulterhöhe]] von 100 bis 160&amp;amp;nbsp;cm. Das Gewicht beträgt 110 bis 260 Kilogramm&amp;lt;ref name=&amp;quot;walker&amp;quot;&amp;gt;Nowak 1999, S. 1104/1105&amp;lt;/ref&amp;gt;. Männliche Sambars sind deutlich größer und schwerer als weibliche. Die Körpergröße nimmt innerhalb des Verbreitungsgebiets von Westen nach Osten ab, so dass die größten Sambars in Indien und die kleinsten in Südostasien zu finden sind. Das Fell ist stets einfarbig, in der Färbung aber zwischen den Individuen variabel. Die Fellfarbe reicht von Gelbbraun bis Dunkelbraun, selten gibt es auch fast schwarze oder graue Sambars. Weibchen und Jungtiere sind in der Regel heller als Männchen, und die Jungtiere sind stets ungefleckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW7&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwanz hat eine Länge von 25 bis 30&amp;amp;nbsp;cm&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW7&amp;quot; /&amp;gt; und ist damit für Hirsche recht lang. Seine Unterseite ist weiß. Diese Signalfarbe wird deutlich sichtbar, wenn der Sambar flieht und seinen Schwanz aufstellt. Das Fell des Sambars ist in der Regel kurz; in Gegenden mit klimatisch wechselnden Jahreszeiten wird es im Winter dichter und länger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;walker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend ist das große Geweih des Männchens, dessen Stangen fast immer dreiendig sind. Die nach vorn gerichtete [[Augsprosse]] erreicht etwa 50 % der Länge der Stange. Die Stange gabelt sich weiter, wobei das vordere Ende in der Regel länger als das hintere ist. Bei 10 % der Männchen gibt es ein viertes Ende durch eine weitere Gabelung der Stange, selten auch der Augsprosse. Die durchschnittliche Länge des Geweihs beträgt 110&amp;amp;nbsp;cm. Übertroffen wird dies unter den Hirschen nur vom [[Elch]], vom [[Rothirsch]] und vom [[Ren]]tier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW7&amp;quot; /&amp;gt; Bei dieser tropischen Hirschart ist das [[Geweihwachstum]] nicht synchronisiert; im selben Lebensraum kommen männliche Tiere vor, die gerade ihr Geweih schieben, und solche, die ihr Geweih bereits von der nährenden und schützenden [[Gefege|Basthaut]] befreit haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rue, S. 48&amp;quot;&amp;gt;Rue, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rusa unicolor.png|mini|Verbreitungsgebiet des Sambarhirsches]]&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet des Sambar reicht von [[Indien]] und dem Süden [[China]]s bis zur [[Malaiische Halbinsel|Malaiischen Halbinsel]] und umfasst zusätzlich die Inseln [[Sri Lanka]], [[Sumatra]], [[Borneo]], [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] und [[Hainan]]. Sein Lebensraum sind vorwiegend Wälder, die frei von Störungen durch den Menschen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW14&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; In gebirgigen Gegenden ist er bis in Höhen von 3500 Metern zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW8&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sambars wurden auch in [[Australien]], [[Neuseeland]], [[Südafrika]] sowie in den [[USA|US]]-Bundesstaaten [[Kalifornien]], [[Texas]] und [[Florida]] eingeführt. Dagegen ist eine Einführung auf [[Tasmanien]] und in [[Brasilien]] gescheitert. In Australien und Neuseeland wurde außerdem der verwandte [[Philippinenhirsch]] eingeführt. Da sich beide Arten miteinander vermischt haben, sind viele der dortigen Populationen keine reinen Sambars mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Aktivität ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambar Deer Keoladeo NP.jpg|mini|Weibchen des Sambarhirsches]]&lt;br /&gt;
Sambars sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die zudem sehr scheu und somit selten zu sehen sind&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW13&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Nachtaktivität mag aber durch den Menschen verursacht sein, denn in Gegenden ohne menschliche Störungen finden sich auch tagaktive Populationen&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW20&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weibchen und deren Junge bilden kleine Gruppen. In der Regel umfassen diese nur ein Muttertier mit seinem Kalb des aktuellen Jahres und eventuell einem weiblichen Kalb des Vorjahres. Gelegentlich schließen sich zwei oder mehr Weibchen zusammen. Auch junge Männchen unter sechs Jahren bilden kleine Gruppen. Männchen über sechs Jahren sind Einzelgänger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW18&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Aktionsraum]] wurden in Indien 1500 [[Hektar]] bei Männchen und 300 Hektar bei Weibchen festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW14&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Sambars in kleinen Familiengruppen oder Rudeln leben, ist vom jeweiligen Lebensraum bestimmt. In Waldgebieten überwiegen kleine Familiengruppen, während ältere Männchen überwiegend einzelgängerisch sind oder sehr kleine Gruppen von zwei oder drei Individuen bilden. Dort, wo sie offenere Lebensräume besiedeln, kommen Rudel vor, die bis zu fünfzig Individuen umfassen. Auch hier halten sich die adulten Männchen eher am Rand des Rudels auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rue, S. 48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Sambars sind bei der Wahl ihrer pflanzlichen Nahrung Generalisten. Sie fressen Gräser, Kräuter, Blätter und Früchte, wobei von Sträuchern und Bäumen gewonnene Nahrung einen höheren Anteil als vom Boden aufgenommene Pflanzen ausmachen. In Indien steht beim Sambar eine größere Anzahl von Pflanzenarten auf dem Speiseplan als bei jedem anderen Huftier. In Gegenden mit klimatisch wechselnden Jahreszeiten, beispielsweise an den Hängen des Himalaya, werden im Winter Farne, Bambus und Baumrinde genommen. Sambars müssen regelmäßig trinken und entfernen sich daher niemals allzu weit vom Wasser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW15&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Männliche Sambars errichten während der [[Brunft]] [[Revier (Tier)|Reviere]], die sie gegen Artgenossen des gleichen Geschlechts erbittert verteidigen. In dieser Phase schwellen ihre Hälse an, die [[Voraugendrüse]]n sind vergrößert, sie verströmen einen strengen Geruch und sind außerordentlich aggressiv. Vermehrt wälzen sie sich im Schlamm, so dass das Fell oft von Schlamm bedeckt ist. Sie reiben ihre Voraugendrüsen an Bäumen und bespritzen mit ihrem beweglichen Penis alle Teile des Körpers einschließlich des Gesichts mit Urin. In Kämpfen unter den Männchen stellen sich Sambars oft auf die Hinterbeine und schlagen dann von oben mit dem Geweih auf den Konkurrenten – ein unter Hirschen einmaliges und eher an Ziegen erinnerndes Verhalten. Durch die spitze, vorstehende Augsprosse kommt es bei diesen Kämpfen regelmäßig zu schweren Verletzungen, die auch tödlich ausgehen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW14&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW19&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambar-fawn444i.jpg|mini|Junger Sambar im Alter von etwa sechs Wochen]]&lt;br /&gt;
Weibchen lösen sich von ihren Gruppen, suchen die brünftigen Männchen auf und kopulieren mit diesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW19&amp;quot; /&amp;gt; Eine bevorzugte Jahreszeit scheint es hierfür nicht zu geben; Kopulationen und Geburten finden über das ganze Jahr verteilt statt. Zwischen zwei Geburten liegen 330 bis 370 Tage. Die Tragzeit beträgt acht Monate. In der Regel kommt ein Junges zur Welt, Zwillingsgeburten sind sehr selten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW13&amp;quot; /&amp;gt; Jungtiere bleiben mindestens ein Jahr beim Muttertier; männliche Junge gehen dann ihrer Wege, während weibliche Junge auch ein weiteres Jahr bleiben können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW12&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gefangenschaft erreichten Sambars ein Alter von 28 Jahren und fünf Monaten. In freier Wildbahn werden sie selten älter als zwölf Jahre. Untersuchungen in Indien zeigten, dass 50 % der Sambars vor dem Vollenden des ersten Lebensjahres sterben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheiten und Feinde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambhar eating aquatic vegetation.jpg|mini|Sambar mit tierischen Begleitern]]&lt;br /&gt;
Zu den bei Sambars festgestellten Krankheiten zählen die [[Maul- und Klauenseuche]], die [[Sichelzellenanämie]], die [[BVD/MD|Bovine Virusdiarrhoe]] und das [[Bösartiges Katarrhalfieber|Bösartige Katarrhalfieber]]. Keine dieser Krankheiten hat aber nennenswerte Auswirkungen auf die Populationen. 18 [[Endoparasit|Endo-]] und 40 [[Ektoparasit]]en sind bekannt. Wenn [[Bremsen]], [[Wadenbeißer]] und andere Stechfliegen während der Regenzeit massenhaft auftreten, fliehen Sambars oft ins Wasser und halten sich dort lange Zeit auf. Oft lassen sie sich auch bereitwillig von [[Koromandelkuhreiher]]n, [[Wanderbaumelster]]n und anderen Vögeln die Parasiten aus dem Fell lesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW16&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgewachsene Sambars haben kaum Feinde zu fürchten. Eine Ausnahme ist der [[Tiger]], dem selbst ausgewachsene Männchen zum Opfer fallen. Wo Tiger und Sambars gemeinsam vorkommen, gehören die Hirsche zu den wichtigsten Beutetieren der Katze. In den Nationalparks [[Bandipur-Nationalpark|Bandipur]] und [[Nagarhole-Nationalpark|Nagarhole]] sind 29 bzw. 37 % aller Beutetiere der Tiger Sambarhirsche. Dagegen reißen [[Leopard]]en meistens Kälber; bei ihnen sind in den genannten Parks 5 bis 10 % der Beutetiere Sambars.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW17&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Rothund]]e können Sambarkälber reißen. Dagegen wurde nie nachgewiesen, dass [[Wolf|Wölfe]] und [[Streifenhyäne]]n Sambars gefährlich werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW18&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sambars gehören zu den wenigen Hirschen, die sich aktiv gegen Feinde zur Wehr setzen. Vor allem Weibchen setzen viel für die Verteidigung ihrer Kälber aufs Spiel. Mehrere Weibchen bilden mitunter einen Kreis und nehmen Jungtiere in die Mitte, so wie es auch [[Moschusochse]]n tun. In einem Fall wurde sogar beobachtet, wie ein Muttertier einem Leoparden folgte, der ihr Kalb davontrug; ihre Verfolgung war dabei so hartnäckig, dass der Leopard die Beute schließlich fallen ließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW20&amp;quot; /&amp;gt; Sambars greifen Rot- und Haushunde, die sie belästigen, eher an. Jäger machen sich dieses Verhalten häufig zunutze und hetzen Hunde auf sie. Da die Hunde die Sambars ablenken, können sich Jäger ihnen nahe genug nähern, um sie zu töten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rue, S. 48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Name ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anxious Sambhur.JPG|mini|Männchen des Sambars auf Sri Lanka]]&lt;br /&gt;
Der Sambar wird je nach Lehrmeinung der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Rusa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cervus&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Wo er zu &amp;#039;&amp;#039;Cervus&amp;#039;&amp;#039; gestellt wird, ist &amp;#039;&amp;#039;Rusa&amp;#039;&amp;#039; die Untergattung. Ursprünglich wurde er von [[Robert Kerr (Autor)|Kerr]] 1792 als &amp;#039;&amp;#039;Axis unicolor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Axis major&amp;#039;&amp;#039; beschrieben – er hielt kleinere und größere Sambars für zwei verschiedene Arten. [[Johann Matthäus Bechstein|Bechstein]] korrigierte 1799 zu &amp;#039;&amp;#039;Cervus unicolor&amp;#039;&amp;#039;. Die heute meistens verwendete Kombination &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals 1910 von [[Reginald Innes Pocock|Pocock]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW4&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW2&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Erstbeschreibung wurde eine Vielzahl von Namen für den Sambar verwendet. In seinem riesigen Verbreitungsgebiet hielt man immer wieder einzelne Populationen des Sambars für neue Arten. Zudem wurde eine Vielzahl von Unterarten beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW5&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heutiger Lehrmeinung gibt es sieben Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor unicolor&amp;#039;&amp;#039; in [[Indien]], [[Nepal]] und [[Bangladesch]] sowie auf [[Sri Lanka]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor dejeani&amp;#039;&amp;#039; in Zentral-[[China]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor cambojensis&amp;#039;&amp;#039; in Süd-China, [[Myanmar]], [[Thailand]], [[Laos]], [[Kambodscha]] und [[Vietnam]] sowie auf dem [[Malaysia|malayischen]] Festland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor hainana&amp;#039;&amp;#039; auf [[Hainan]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor swinhoii&amp;#039;&amp;#039; auf [[Taiwan (Insel)|Taiwan]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor equina&amp;#039;&amp;#039; auf [[Sumatra]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor brookei&amp;#039;&amp;#039; auf [[Borneo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Sambar“ stammt aus dem [[Hindi]] (&amp;#039;&amp;#039;sāmbar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sābar&amp;#039;&amp;#039;) und leitet sich letztlich von der [[Sanskrit]]-Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;śambara&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Yule: &amp;#039;&amp;#039;Hobson-Jobson: A Glossary of Colloquial Anglo-Indian Words and Phrases,&amp;#039;&amp;#039; new ed. London : J. Murray, 1903, Stichwort: {{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://dsal.uchicago.edu/cgi-bin/philologic/getobject.pl?c.2:1:68.hobson |text=„Sambre, Sambur“ |archivebot=2019-05-11 21:51:07 InternetArchiveBot}}; R. L. Turner: &amp;#039;&amp;#039;A Comparative Dictionary of Indo-Aryan Languages,&amp;#039;&amp;#039; London: Oxford University Press, 1962–1966, Stichwort: [http://dsalsrv02.uchicago.edu/cgi-bin/philologic/getobject.pl?c.3:1:2219.soas „śambara“].&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere im Deutschen gebräuchliche Namen sind „Aristoteleshirsch“ und „Pferdehirsch“. In China ist zudem der Name „Vieraugenhirsch“ gebräuchlich, der von den großen Voraugendrüsen rührt. Die Briten bezeichneten den Sambar in Indien wegen seiner Größe als &amp;#039;&amp;#039;elk&amp;#039;&amp;#039;, also als „Elch“, was zoologisch nicht korrekt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grzimek&amp;quot;&amp;gt;Grzimek 1979, S. 172&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW6&amp;quot;&amp;gt;Leslie 2011, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Sambars ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambardeer2.jpg|mini|Vorderindischer Sambarhirsch (&amp;#039;&amp;#039;Cervus unicolor unicolor&amp;#039;&amp;#039;), [[Ranthambhore-Nationalpark]], Indien]]&lt;br /&gt;
Die früheste Beschreibung eines Sambars geht auf [[Aristoteles]] zurück, der ihn als ein Tier Indiens mit dreiendigen Geweihstangen beschrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grzimek&amp;quot; /&amp;gt; Heute ist der Sambar ein oft in [[Zoo]]s gezeigtes Tier&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW18&amp;quot; /&amp;gt; und durch Einführungen auf anderen Kontinenten heimisch geworden. Dennoch ist es um die Bestände in Asien nicht gut bestellt; die [[IUCN]] stufte den zuvor als nicht gefährdet geltenden Sambar 2008 als &amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039; („gefährdet“) ein, da es in zahlreichen Ländern seines Verbreitungsgebiets dramatische Bestandsrückgänge gibt. Die Hauptursachen dafür sind die Jagd und die Zerstörung der Wälder. Ein Grund für die Jagd ist der Fleischbedarf, ein anderer die bloße Vergnügungs- und [[Jagdtrophäe|Trophäenjagd]]. Fleisch spielt vor allem in Südostasien eine Rolle; in Vietnam und Indonesien ist Sambarfleisch das beliebteste [[Wildbret|Wildfleisch]]. Zugenommen hat aber auch die Trophäenjagd durch reiche Großstädter. Geweihe von Sambars finden sich in Südostasien auf manchen Touristenmärkten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;[{{IUCN|ID=41790|ScientificName=Rusa unicolor|PureURL=yes}} IUCN Species Account], abgerufen am 5. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Auflistung stellt die Situation des Sambars in den Ländern seines natürlichen Verbreitungsgebiets dar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Indien]]: Der Sambar ist nirgendwo häufig. Aufgrund der guten Schutzmaßnahmen in Nationalparks des Landes gilt der Bestand aber als stabil. Außerhalb solcher Schutzgebiete sind Sambars kaum noch anzutreffen.&lt;br /&gt;
* [[Sri Lanka]]: Stetige Abnahme der Populationen durch Wilderei.&lt;br /&gt;
* [[Nepal]]: Der Sambar kam stets nur im äußersten Süden des Landes vor. Reichliche Bestände gibt es nur noch im [[Bardiya-Nationalpark]]. Ansonsten auch hier Populationsrückgänge durch Wilderei.&lt;br /&gt;
* [[Bangladesch]]: In den 1960ern galt der Sambar noch als häufig. Seitdem gab es einen stetigen Rückgang. Die heutigen Restbestände sind so klein, dass der Sambar in Bangladesch als vom Aussterben bedroht gelten muss.&lt;br /&gt;
* [[China]]: Während des 20. Jahrhunderts gab es die meiste Zeit einen Rückgang der Bestände, der dazu führte, dass es vor allem in Zentral-China nur noch ein verstreutes Verbreitungsgebiet mit vielen inselartigen Vorkommen gibt. In jüngerer Zeit gab es aber eine Entspannung. Auf [[Hainan]] und in [[Guangdong]] wachsen die Bestände sogar wieder.&lt;br /&gt;
* [[Republik China (Taiwan)|Taiwan]]: Seit 1989 ist die Jagd auf Sambars verboten. Der Schutz ist effektiv und hat dafür gesorgt, dass es auf Taiwan eine höhere Populationsdichte von Sambars gibt als in allen anderen asiatischen Ländern. Auch hier beschränkt sich das Vorkommen aber weitgehend auf Schutzgebiete.&lt;br /&gt;
* [[Myanmar]]: Der Sambar ist noch weit verbreitet, allerdings ist die Population in den vergangenen dreißig Jahren um schätzungsweise 50 % eingebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Thailand]]: Im Großteil des Landes ist der Sambar ausgestorben; nur in einigen Schutzgebieten gibt es noch Restpopulationen.&lt;br /&gt;
* [[Laos]]: Früher war der Sambar ein sehr häufiges Tier, inzwischen sind die Populationen extrem eingebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Vietnam]]: Im Norden Vietnams, wo der Sambar einst häufig war, ist er inzwischen völlig oder beinahe ausgestorben. Im Süden ist die Situation ein wenig besser; so gibt es noch große Bestände im [[Cat-Tien-Nationalpark]]. In Vietnam wird inzwischen oft Fleisch von [[Muntjaks]] als „Sambarfleisch“ verkauft, da echte Sambars kaum noch gefunden werden.&lt;br /&gt;
* [[Kambodscha]]: Durch übermäßige Jagd steht es sehr schlecht um die heimischen Sambars; die Lage wird als noch dramatischer als in Laos und Vietnam eingeschätzt.&lt;br /&gt;
* [[Malaysia]] (Festland): Sambars kommen noch relativ häufig in [[Johor]] vor, ansonsten sind sie nahezu ausgestorben.&lt;br /&gt;
* [[Sumatra]]: Auf Sumatra ist der Sambar noch relativ häufig; die Populationen sind nicht akut bedroht.&lt;br /&gt;
* [[Borneo]]: Im malayischen Teil sind Sambars extrem selten geworden; in [[Sarawak]] stehen sie vor dem Aussterben, in [[Sabah]] soll die Lage etwas besser sein. Im [[Indonesien|indonesischen]] Teil Borneos sind Sambars noch relativ häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David M. Leslie jr.: &amp;#039;&amp;#039;Rusa unicolor&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mammalian Species]]&amp;#039;&amp;#039; 2011, Bd. 871, S. 1–30.&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker’s Mammals of the World&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins University Press, 1999. ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* Bernhard Grzimel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grzimeks Tierleben&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1979. ISBN 3-423-03207-3.&lt;br /&gt;
* Leonard Lee Rue III: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Deer&amp;#039;&amp;#039;. Voyageur Press, Stillwater 2003, ISBN 0-89658-590-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Cervus unicolor|Sambar}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Cervus_unicolor.html Informationen und Abbildungen auf Animal Diversity Web (englisch)]&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2006&lt;br /&gt;
| ID             = 41790&lt;br /&gt;
| ScientificName = Rusa unicolor&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 1996&lt;br /&gt;
| Assessor       = Deer Specialist Group&lt;br /&gt;
| Download       = 12. Mai 2006&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirsche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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