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	<title>Salzsee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salzsee&amp;diff=90895&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ernsts: Methanobacteriati -&gt;Methanobacteriati</title>
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		<updated>2025-10-03T15:16:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Methanobacteriati -&amp;gt;Methanobacteriati&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dead Sea new salt.jpg|mini|Das [[Totes Meer|Tote Meer]] ist einer der bekanntesten Salzseen. Die Satellitenaufnahmen zeigen [[anthropogen]]e Veränderungen der letzten 40&amp;amp;nbsp;Jahre.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laguna Miscanti (Antofagasta, Chile) 02.jpg|mini|[[Laguna Miscanti]], ein Salzsee in der [[Atacamawüste]] in Chile.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasitolu, Dili, East Timor (310333712).jpg|mini|Die drei Salzseen von [[Tasitolu]], ein wichtiger Lebensraum für Wasservögel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salt transport by a camel train on Lake Assale (Karum) in Ethiopia.jpg|mini|Kamelkarawane zum Abtransport der Salzplatten am [[Karumsee]] in [[Äthiopien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salzsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Salzwassersee&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für ein [[Binnengewässer]] mit [[Salzwasser]] ohne [[Abfluss]] in einen [[Ozean]], in einer [[Senke (Geowissenschaften)|Senke]] oder einem [[Becken (Geomorphologie)|Becken]] gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Salzseen befinden sich meistens in [[Arides Klima|Trockengebieten]] oder Wüsten, so dass sich durch die andauernde [[Evaporation|Verdunstung]] der [[Salinität|Mineralgehalt]] des Gewässers ständig erhöht. Ist die Verdunstung größer als der Wasserzufluss, entsteht nach und nach eine [[Salztonebene|Salzwüste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei saisonalem Wetter wie sich abwechselnden [[Regenzeit|Regen]]- und [[Trockenzeit]]en ist auch ein stetiger Wechsel zwischen Salzwüste und Salzsee möglich, wie an einigen Stellen im [[Atlas (Gebirge)|Atlasgebirge]]. Auch menschliches Eingreifen wie Abzweigen des Wassers zur Bewässerung kann den Wasserstand solcher Seen stark schwanken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit stellt der [[Lake Peigneur]] dar, welcher ursprünglich ein Süßwassersee war und am 20. November 1980 durch einen Bohrunfall zu einem Salzsee wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Salzseen werden zur [[Speisesalz]]gewinnung, zur Gewinnung von Salz als [[Badesalz|Badezusatz]] – besonders aus dem Toten Meer – und zum Abbau von [[Phosphate]]n genutzt. Die [[Salztonebene]]n von teilweise verdunsteten Salzseen bieten unter Umständen eine glatte Oberfläche, auf der Fahrzeuge eine gute Bodenhaftung haben, und bieten gute Bedingungen für Hochgeschwindigkeitsrennen. Die [[Große Salzwüste|Bonneville Flats]] in [[Utah]] sind für Geschwindigkeitsrekorde berühmt, teilweise werden derartige Ebenen auch als kostengünstige [[Start- und Landebahn|Start]]- und Landebahn in der Luftfahrt verwendet, beispielsweise der [[Rogers Dry Lake]]. Salzseen ziehen auch viele [[Tourismus|Touristen]] an, einerseits wegen des Badeerlebnisses (man kann praktisch nicht untergehen), anderseits führen das Wasser und die Luft der Umgebung besonders am [[Totes Meer|Toten Meer]] zur Linderung von Hautkrankheiten wie [[Atopisches Ekzem|Neurodermitis]] oder [[Schuppenflechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte und außergewöhnliche Salzseen ==&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Salzseen gehören das [[Totes Meer|Tote Meer]] mit durchschnittlich 28 % Salzgehalt und der [[Großer Salzsee|Große Salzsee]] in [[Utah]] mit 25 % Salzgehalt. Der Salzgehalt des schrumpfenden [[Aralsee]]s hat sich inzwischen auf ca. 8 % erhöht. Der Salzgehalt der Ozeane dagegen beträgt nur etwa 3 bis 4 %. Wenn neben Natriumchlorid auch Carbonate in größeren Mengen gelöst sind, erhöht sich der [[pH-Wert]] von Salzseen. Man spricht dann von [[Natronsee|Natron-]] oder Sodaseen. Wenige Seen mit einem Salzgehalt von über 40&amp;amp;nbsp;% bilden nach diesen Gesichtspunkten die Spitzenposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In [[Äthiopien]] liegt der [[Gaet&amp;#039;ale]], ein hypersaliner Wasserkörper in der [[Danakil-Depression]], wo der in Lösung befindliche Salzgehalt von 43,3&amp;amp;nbsp;% hauptsächlich als Chloride [[Calciumchlorid|CaCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und [[Magnesiumchlorid|MgCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] auskristallisiert. Weitere spurenartige enthaltene Ionen sind [[Kalium]], [[Natrium]] und [[Nitrat]]. Eine Eisen-III-Komplexverbindung verursacht die gelbe Färbung in diesem Areal.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduardo Perez, Yonas Chebude: &amp;#039;&amp;#039;Chemical Analysis of Gaet&amp;#039;ale, a Hypersaline Pond in Danakil Depression (Ethiopia): New Record for the Most Saline Water Body on Earth&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aquatic Geochemistry&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 23 (2017) Ausgabe 2, S. 109–117, [[doi:10.1007/s10498-017-9312-z]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der [[Don-Juan-See]] in den [[Antarktische Trockentäler|antarktischen Trockentälern]] hat nur eine winzige Fläche von 0,03&amp;amp;nbsp;km² und ist mit über 40 % ein weiterer See mit einem extrem hohen Salzgehalt auf der Erde. Die Salzkonzentration ist so hoch, dass das Wasser trotz antarktischer Temperaturen weit unter 0 °C weiterhin flüssig bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. M. Marion: &amp;#039;&amp;#039;A theoretical evaluation of mineral stability in Don Juan Pond, Wright Valley, Victoria Land&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Antarctic Science]]&amp;#039;&amp;#039; 9 (1997), Heft 1, S. 92–99, Cambridge University Press {{doi|10.1017/S0954102097000114}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Salzseen sind:&lt;br /&gt;
* [[Assalsee (Dschibuti)|Assalsee]] in [[Dschibuti]]&lt;br /&gt;
* [[Turkana-See|Rudolfsee]] (Afrika)&lt;br /&gt;
* Salzseen an der Binnenseite des [[Zāgros-Gebirge]]s (Iran)&lt;br /&gt;
* Salzseen im [[Rift Valley (Kenia)]]&lt;br /&gt;
* [[Vansee]] (größter der Türkei)&lt;br /&gt;
* [[Urmiasee]] (im Iran)&lt;br /&gt;
* [[Sawa-See]] (im Irak)&lt;br /&gt;
* [[Kaspisches Meer]], größter Salzsee der Welt.&lt;br /&gt;
* [[Tuz Gölü]] (Salzsee bei [[Şereflikoçhisar]] Türkei)&lt;br /&gt;
* [[Lop Nor]] (historisch bedeutsamer in China mit [[Yardang]]s)&lt;br /&gt;
* [[Qinghai-See]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Kokonor&amp;#039;&amp;#039;; größter Chinas)&lt;br /&gt;
* [[Nam Co]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Tengrinor&amp;#039;&amp;#039;; zweitgrößter Chinas)&lt;br /&gt;
* [[Lake Eyre]] (größter Australiens)&lt;br /&gt;
* [[Mar Chiquita]] (Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Baskuntschak]] (80 % der russischen Salzproduktion) im [[Russland|russischen]] [[Oblast Astrachan]]&lt;br /&gt;
* Bolschoje Jarowoje (russisch Большое Яровое) in der [[Russland|russischen]] [[Region Altai]]&lt;br /&gt;
* [[Mono Lake]] (USA)&lt;br /&gt;
* [[Chott el Djerid]] (liegt im Süden [[Tunesien]]s und ist Teil des größten Salzseengebietes der [[Sahara]].)&lt;br /&gt;
* [[Sutton Salt Lake]] in [[Neuseeland]], der durch die salzigen [[Aerosol]]e des [[Pazifischer Ozean|Pazifischen Ozeans]] gebildet wurde.&lt;br /&gt;
* Salzseen bei [[Ocna Sibiului]] (Rumänien)&lt;br /&gt;
* Kleinere Salzseen im [[Burgenland]], als [[Salzlacke]]n bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Im [[Franken (Region)|fränkischen]] [[Bad Windsheim]] wurde ein künstlicher Salzsee für therapeutische Anwendungen geschaffen&lt;br /&gt;
* In der südlichen [[Kalahari]]-Wüste (im Länderdreieck Südafrika, Namibia und Botswana) wird das sogenannte Kalahari-Salz aus einem naturbelassenen Salzsee gewonnen.&lt;br /&gt;
* [[Austersee]], eine der größten Salzreserven Rumäniens&lt;br /&gt;
* [[Salziger See]], ehemaliger See in Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Gewöhnliche [[Fische]] und [[Weichtiere|Mollusken]] können in stark salzhaltigen Gewässern nicht leben. Es gibt allerdings einige Arten von Lebewesen, die sich an solche Verhältnisse anpassen konnten, die sogenannten [[Halophile]]n. Dazu gehört auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Artemia salina]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Salzkrebs&amp;#039;&amp;#039;), der wiederum [[Flamingos]] anlockt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Halobakterien]] sind extrem halophil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Solebecken}} Solebecken im Meer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NOAAseep 600CratersBrinePools.jpg|mini|Diese Krater markieren die Bildung von Solebecken, aus denen Salz durch den Meeresboden gesickert ist und das nahe gelegene Substrat verkrustet hat.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brine pool.jpg|mini|Darstellung eines Sole&amp;amp;shy;beckens im [[Golf von Mexiko]] ([[NOAA]]).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:41598 2020 57416 Fig1 HTML.webp|mini|Solebecken im zentralen Teil des Roten Meeres]]&lt;br /&gt;
[[Datei:43247 2022 482 Fig3 HTML.webp|mini|Solebecken im [[Golf von Akaba]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marinedrugs-18-00091-g001d.jpg|mini|Solebecken (DHABs) im [[Östliches Mittelmeer|östlichen Mittelmeer]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Varrella2020&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch auf dem Meeresboden können sich an kalten Quellen Solebecken ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;brine pools&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, brine lakes}}) bilden. Es ist möglich, Wellen an der Oberfläche ([[Halokline]]) dieser Becken zu beobachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts2006-05-31&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Spezialfall sind tiefe [[Salzwasser#Lebensräume|hypersaline]] [[anoxisch]]e [[Becken (Geomorphologie)|Becken]] (engl. {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;deep hyper saline anoxic basins&amp;#039;&amp;#039;, DHABs}}, auch &lt;br /&gt;
{{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;deep-sea hypersaline anoxic lakes&amp;#039;&amp;#039;, DHALs}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Varrella2020&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NCBI_AGBK01000802&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allgemein ist ein solches &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterwasser-Solebecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein Volumen von Sole, das sich in einer Vertiefung am Meeresboden sammelt und aufgrund seiner viel höheren Dichte (genauer: seines viel höheren [[spezifisches Gewicht|spezifischen Gewichtes]]) infolge seines Salzgehalts (der drei- bis achtmal höher ist als der des umgebenden Ozeans, bis an den Rand der Sättigung) auch dort bleibt.&lt;br /&gt;
Unterwasser-Solebecken werden manchmal auch als „Seen“ auf dem Meeresboden bezeichnet, da sich die dichte Sole nicht ohne Weiteres mit dem darüber liegenden Meerwasser vermischt und so eine deutliche Grenze zwischen den Wassermassen bilden kann. Neben der sichtbaren Oberfläche kann auch eine Uferlinie für das Becken entstehen.&lt;br /&gt;
Die Größe der Becken reicht von weniger als einem Quadratmeter bis zu einer Fläche von 120 Quadratkilometern im [[Orca-Becken]] ({{lang|en|orca basin}}, [[Golf von Mexiko]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unterwasser-Solebecken sind häufig unter dem polaren Meereis und in der Tiefsee zu finden. Sie bilden sich unter dem Meereis durch einen Prozess, der als Soleabstoßung (durch das Eis) bezeichnet wird ({{enS|brine rejection}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:0&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |author=Rikk Kvitek, K.&amp;amp;nbsp;E. Conlan, Pat J. Iampietro |date=1998-02 |title=Black pools of death: Hypoxic, brine-filled ice gouge depressions become lethal traps for benthic organisms in a shallow Arctic embayment |url=https://www.researchgate.net/publication/250216583 |journal=Marine Ecology Progress Series |volume=162 |pages=1–10 |doi=10.3354/meps162001 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Solebecken in der Tiefsee ist eine Quelle des Salzes erforderlich, um den Salzgehalt so stark zu erhöhen.&lt;br /&gt;
Das Salz kann aus einem von zwei Prozessen stammen:&lt;br /&gt;
* aus geothermisch erhitzter Sole, die aus tektonischen Spreizungszentren (en. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|tectonic spreading centers}}&amp;#039;&amp;#039;) austritt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=Salem |first=Mohamed |date=2017-06-01 |title=Study of Conrad and Shaban deep brines, Red Sea, using bathymetric, parasound and seismic surveys |journal=NRIAG Journal of Astronomy and Geophysics |volume=6 |issue=1 |pages=90–96 |url=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1016/j.nrjag.2017.04.003 |doi=10.1016/j.nrjag.2017.04.003 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* aus der Auflösung großer Salzlagerstätten durch [[Tektonik]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:1&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |author=Bob Carney| title=NOAA Ocean Explorer: Gulf of Mexico 2002 – Lakes Within Oceans |url=https://oceanexplorer.noaa.gov/explorations/02mexico/background/brinepool/brinepool.html|website=oceanexplorer.noaa.gov|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu diesen Mechanismen kommt noch die oben erwähnte Soleabstoßung (en. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|brine rejection}}&amp;#039;&amp;#039;) hinzu.&lt;br /&gt;
Die Sole enthält oft hohe Konzentrationen von Schwefelwasserstoff und Methan, die in der Nähe des Pools lebende [[chemoautotroph|chemosynthetische]] Organismen mit Energie versorgen.&lt;br /&gt;
Zwar sind die Unterwasser-Solebecken aufgrund ihres hohen Salzgehalts und ihrer anoxischen Eigenschaften für (praktisch) alle Meerestiere (marine [[Metazoa]]) giftig, was letztlich zu einem toxischen Schock und daher leicht zum Tod führen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:4&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last1=Arias |first1=Francisco J. |last2=Heras |first2=Salvador De Las |date=2019 |title=On the feasibility of ocean brine pool power stations |url=https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/er.4708 |journal=International Journal of Energy Research |language=en |volume=43 |issue=15 |pages=9049–9054 |doi=10.1002/er.4708 |issn=1099-114X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |last=Frazer |first=Jennifer |title=Playing in a Deep-Sea Brine Pool Is Fun, as Long as You&amp;#039;re an ROV [Video] |url=https://blogs.scientificamerican.com/artful-amoeba/playing-in-a-deep-sea-brine-pool-is-fun-as-long-as-you-re-an-rov-video/ |access-date=2020-10-30 |website=Scientific American Blog Network |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Beobachtung durch U-Boote oder [[Ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug|Ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge]] (en. {{lang|en|Remotely Operated Vehicles, ROV}}) sieht man die Solebäder gespenstisch übersät mit toten Fischen, Krebsen, (auch [[Flohkrebse]]n) und anderen Organismen, die sich zu weit in die Sole gewagt haben.&lt;br /&gt;
Die toten Organismen werden dann jahrelang in der Sole konserviert, ohne zu verwesen, da die anoxische Beschaffenheit des Beckens die Verwesung verhindert und so einen „Friedhof“ für diese Tiere schafft.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch finden sich dort speziell angepasste Lebewesen, beispielsweise [[Extremophile]] und [[Symbiont]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20061110181105/http://www.resa.net/nasa/ocean_methane.htm Cold Methane Environments on the Ocean Floor], auf resa.net. Memento im Webarchiv vom 10. November 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eder2001&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere an den Ufern der Beckens wachsen Bakterien und ihre Symbionten in der Nähe der höchsten Nährstoffkonzentrationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP:3&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |title=Brine Pools: The Underwater Lakes of Despair |url=https://www.amusingplanet.com/2018/11/brine-pools-lakes-under-ocean.html |access-date=2020-09-28 |website=www.amusingplanet.com |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ufer sind komplexe Umgebungen mit signifikanten Schwankungen des Salzgehalts, der Sauerstoffkonzentration, des [[pH-Wert]]s und der Temperatur innerhalb eines relativ kleinen Bereichs. Diese Übergänge bieten eine Vielzahl von ökologischen Nischen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last1=Antunes |first1=André |title=Exploring Deep-Sea Brines as Potential Terrestrial Analogues of Oceans in the Icy Moons of the Outer Solar System|date=2020 |journal=Current Issues in Molecular Biology |doi=10.21775/9781912530304.06 |url=https://www.caister.com/openaccess/pdf/9781912530304-06.pdf |last2=Olsson-Francis |first2=Karen |last3=McGenity |first3=Terry J. |volume=38 |pages=123–162 |language=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last1=Bougouffa |first1=S. |last2=Yang |first2=J.&amp;amp;nbsp;K. |last3=Lee |first3=O.&amp;amp;nbsp;O. |last4=Wang |first4=Y. |last5=Batang |first5=Z. |last6=Al-Suwailem |first6=A. |last7=Qian |first7=P.&amp;amp;nbsp;Y. |date=2013-05-06 |title=Distinctive Microbial Community Structure in Highly Stratified Deep-Sea Brine Water Columns |journal=Applied and Environmental Microbiology |volume=79 |issue=11 |pages=3425–3437 |doi=10.1128/AEM.00254-13 |issn=0099-2240 |pmc=3648036 |pmid=23542623|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im schmalen Grenzbereich entlang des Randes eines Solebeckens findet sich auch Mekro[[fauna]]. Ein Beispiel ist die [[Muscheln|Muschel]]-Spezies &amp;#039;&amp;#039;[[Apachecorbula muriatica]]&amp;#039;&amp;#039; am Rande des [[Valdiva Deep|Valdiva-Deep]]-Solebeckens im [[Rotes Meer|Roten Meer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last1=Oliver |first1=P. Graham |last2=Vestheim |first2=Hege |last3=Antunes |first3=André |last4=Kaartvedt |first4=Stein |date=2015-05 |title=Systematics, functional morphology and distribution of a bivalve (&amp;#039;&amp;#039;Apachecorbula muriatica&amp;#039;&amp;#039; gen. et sp. nov.) from the rim of the &amp;#039;Valdivia Deep&amp;#039; brine pool in the Red Sea |url=https://www.cambridge.org/core/product/identifier/S0025315414001234/type/journal_article |journal=Journal of the Marine Biological Association of the United Kingdom |volume=95 |issue=3 |pages=523–535 |doi=10.1017/S0025315414001234 |issn=0025-3154|language=en}} Epub 11. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Meeresschnecke]]n und [[Capitellidae]]-Vielborster wurden ebenfalls in Verbindung mit Solebecken im Roten Meer gefunden.&lt;br /&gt;
Diese Arten ernähren sich typischerweise von mikrobiellen Symbionten oder Bakterien- und [[Detritus (Hydrologie)|Detritusfilmen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last1=Vestheim |first1=Hege |last2=Kaartvedt |first2=Stein |date=2015-02-26 |title=A deep sea community at the Kebrit brine pool in the Red Sea |journal=Marine Biodiversity |volume=46 |issue=1 |pages=59–65 |doi=10.1007/s12526-015-0321-0 |issn=1867-1616|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über der dichten Soleoberfläche können oft fleckige, rötliche Schichten beobachtet werden, die auf eine hohe Konzentration halophiler Archaeen ([[Halophile]] aus dem [[Reich (Biologie)|Reich]] der [[Methanobacteriati]]) zurückzuführen sind, die in diesen Umgebungen gedeihen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |last1=DasSarma |first1=Shiladitya |last2=DasSarma |first2=Priya |title=Halophiles |date=2012-03-15 |publisher=John Wiley &amp;amp; Sons |isbn=978-0-470-01617-6 |doi=10.1002/9780470015902.a0000394.pub3|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Solebecken existieren außer in den Polargebieten, im Golf von Mexiko und im Roten Meer auch im östlichen [[Mittelmeer]], u.&amp;amp;nbsp;a. das [[L’Atalante-Becken]], sowie das [[Urania-Becken|Urania]]-, [[Discovery-Becken|Discovery]]- und [[Bannock-Becken]].&lt;br /&gt;
Diese Becken entstanden durch Salzablagerungen von [[Evaporit#Vorkommen|Messinischem Evaporit]] als Spätfolge der [[Messinische Salinitätskrise|Messinischen Salinitätskrise]] (MSC) im jüngsten [[Miozän]], als das Mittelmeer teilweise oder vollständig ausgetrocknet war. Sie sind selbst aber höchstens 35.000 Jahre alt.&amp;lt;ref name=Kopf2003&amp;gt;Achim Kopf, Jean Mascle, Dirk Klaeschen: [https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2001JB000473 The Mediterranean Ridge: A mass balance across the fastest growing accretionary complex on Earth], in: AGU Journal of Geophysical Research (JGR), Band 108, Nr.&amp;amp;nbsp;B8, Geomagnetism and Paleomagnetism/Marine Geology and Geophysics, 7. August 2003, [[doi:10.1029/2001JB000473]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name = Yakimov&amp;gt;{{cite journal |last1=Yakimov |first1=Michail M. |last2=La Cono |first2=Violetta |last3=Denaro |first3=Renata |last4=D&amp;#039;Auria |first4=Giuseppe |last5=Decembrini |first5=Franco |last6=Timmis |first6=Kenneth N. |last7=Golyshin |first7=Peter N. |last8=Giuliano |first8=Laura |year=2007 |title=Primary producing prokaryotic communities of brine, interface and seawater above the halo cline of deep anoxic lake L&amp;#039;Atalante, Eastern Mediterranean Sea |journal=The ISME Journal |publisher=Nature Publishing Group |volume=1 |issue= 8|pages=743–755 |url=https://www.nature.com/ismej/journal/v1/n8/full/ismej200783a.html |doi=10.1038/ismej.2007.83 |pmid=18059497|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Salzwasser]]&lt;br /&gt;
* [[Great Basin]]&lt;br /&gt;
* [[Sabcha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NCBI_AGBK01000802&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[National Center for Biotechnology Information|NCBI]] Nucleotida: [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nuccore/agbk01000802 Hypersaline lake metagenome contig00802, whole genome shotgun sequence] GenBank: AGBK01000802.1.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts2006-05-31&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite web |author=Harry Roberts |url=https://oceanexplorer.noaa.gov/explorations/06mexico/logs/may31/may31.html |title=NOAA Ocean Explorer: Expedition to the Deep Slope: Logs: May 31, 2006 |website=www.oceanexplorer.noaa.gov |language=en |accessdate=2021-08-24 |archiveurl=https://web.archive.org/web/20210320112911/https://oceanexplorer.noaa.gov/explorations/06mexico/logs/may31/may31.html |archivedate=2021-03-20}} Memento im Webarchiv vom 20. März 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eder2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Cite journal |last1=Eder |first1=Wolfgang |last2=Jahnke |first2=Linda L. |last3=Schmidt |first3=Mark |last4=Huber |first4=Robert |title=Microbial Diversity of the Brine-Seawater Interface of the Kebrit Deep, Red Sea, Studied via 16S rRNA Gene Sequences and Cultivation Methods  |doi=10.1128/AEM.67.7.3077-3085.2001 |journal=Applied and Environmental Microbiology |volume=67 |issue=7 |pages=3077&amp;amp;#x200B;–3085 |date=2001-07-01 |pmid=11425725 |pmc=92984 |bibcode=2001ApEnM..67.3077E |language=en }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Varrella2020&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stefano Varrella, Michael Tangherlini, Cinzia Corinaldesi: &amp;#039;&amp;#039;Deep Hypersaline Anoxic Basins as Untapped Reservoir of Polyextremophilic Prokaryotes of Biotechnological Interest.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MDPI&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Marine Drugs&amp;#039;&amp;#039;, Band 18, Nr.&amp;amp;nbsp;2, Special Issue Bioactive Molecules from Extreme Environments, S.&amp;amp;nbsp;91; [[doi:10.3390/md18020091]].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=s|GND=4178996-9|LCCN=sh90003457}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Salzsee| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ernsts</name></author>
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