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	<title>Salurn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mai-Sachme am 18. April 2026 um 14:12 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-18T14:12:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Südtirol&lt;br /&gt;
| Name= Salurn&lt;br /&gt;
| AndereNamen= italienisch: &amp;#039;&amp;#039;Salorno&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| BZG= Überetsch-Unterland&lt;br /&gt;
| EinwohnerVZ= 3545&lt;br /&gt;
| VZJahr= 2011&lt;br /&gt;
| ProzDeutsch= 37,33&lt;br /&gt;
| ProzItal= 62,49&lt;br /&gt;
| ProzLad= {{0}}0,17&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 46/14//N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 11/12//E&lt;br /&gt;
| Höhe1 = &lt;br /&gt;
| Höhe2 = &lt;br /&gt;
| HöheZ = 224&lt;br /&gt;
| Fläche= 33,20&lt;br /&gt;
| Dauersiedlungsraum= 10,0&lt;br /&gt;
| Fraktionen= [[Buchholz (Salurn)|Buchholz]], [[Gfrill (Salurn)|Gfrill]]&lt;br /&gt;
| Nachbargemeinden= [[Capriana]], [[Cembra Lisignago]], [[Giovo]], [[Altavalle]], [[Kurtinig]], [[Margreid]], [[Mezzocorona]], [[Montan]], [[Neumarkt (Südtirol)|Neumarkt]], [[Roveré della Luna]]&lt;br /&gt;
| Partnergemeinde= &lt;br /&gt;
| Postleitzahl= 39040&lt;br /&gt;
| Vorwahl= 0471&lt;br /&gt;
| ISTAT= 021076&lt;br /&gt;
| Steuernummer= 80010970210&lt;br /&gt;
| JahrBürgermeister= 2025&lt;br /&gt;
| Bürgermeister= Roland Lazzeri&lt;br /&gt;
| Karte= Salurn in Südtirol - Positionskarte.svg&lt;br /&gt;
| Wappen= Salorno-Stemma.svg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salurn an der Weinstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|saˈlʊrn}}]; [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;Salorno sulla Strada del Vino&amp;#039;&amp;#039;) ist die südlichste [[Italienische Gemeinden|Gemeinde]] [[Südtirol]]s ([[Italien]]) und hat {{EWZ|IT|021076}} Einwohner (Stand {{EWD|IT|021076}}). Salurn liegt etwa 30 Kilometer südlich von [[Bozen]] und ist das größte [[Südtirol (Weinbaugebiet)|Weißweinanbaugebiet]] Südtirols. Am Ortskern vorbei fließt die [[Etsch]], größter Fluss Südtirols und zweitgrößter Italiens, die das [[Südtiroler Unterland|Unterland]] zweiteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Salurn verengt sich das [[Etschtal]] zur [[Salurner Klause]], die einer der südlichsten Punkte des geschlossenen [[Deutscher Sprachraum|deutschen Sprachraums]] ist. Nur das viel weiter westlich im [[schweiz]]erischen [[Kanton Wallis|Wallis]] gelegene [[Zermatt]] befindet sich nochmal knapp 13 [[Winkelminute|Gradminuten]] weiter [[Geographische Breite|südlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salurn erstreckt sich auf einer Fläche von 33,20&amp;amp;nbsp;km² im äußersten Süden Südtirols an der Grenze zum [[Trentino]]. Sie nimmt dabei Teile des [[Südtiroler Unterland|Unterlandler]] Talbodens ein sowie Höhenzüge, die das [[Etschtal]] östlich und südöstlich begrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort, Salurn (210–{{Höhe|240|IT|link=1}}), wurde an der [[Orographisch links und rechts|orografisch linken]] Seite der [[Etsch]] auf einem [[Schwemmkegel]] erbaut, der sich im Laufe der Zeit am Fuße des Titschenfalls gebildet hatte. Diese Erhöhung über dem Talboden war ein natürlicher Schutz vor dem Hochwasser der Etsch, das regelmäßig das Unterland überschwemmte. So führen auch alle Straßen im historischen Ortskern trichterförmig nach unten: eine Vorsichtsmaßnahme aus früheren Epochen, als die Etsch noch häufig über die Ufer trat. Erst in jüngerer Zeit baute man näher an die Etsch und weiter in die Ebene hinaus; der zu Salurn gehörende Abschnitt des Talbodens wird hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt und grenzt im Norden an die Nachbargemeinden [[Neumarkt (Südtirol)|Neumarkt]], [[Kurtinig]] und [[Margreid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Höhe des Ortszentrums macht das bis hierhin in Nord-Süd-Richtung verlaufende Etschtal einen Knick nach Südwesten, wodurch sich zwischen dem [[Geier (Fleimstaler Alpen)|Geier]] im Südosten und dem [[Fennberg]] im Nordwesten eine Verengung bildet – die im [[Bozner Bergsteigerlied]] besungene [[Salurner Klause]]. Diese stellt die südliche Grenze Südtirols dar und gilt auch als Südende des deutschsprachigen Tirols. Im Bereich der Klause überschreitet das Salurner Gemeindegebiet auch die Etsch und reicht bis nahe an den Fuß des Fennbergs und an den gegenüberliegenden Nachbarort [[Roveré della Luna]] heran, der sich bereits im Trentino befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich und südöstlich über dem Unterland bei Salurn erhebt sich der zu den [[Fleimstaler Alpen]] gezählte bewaldete Gebirgszug, der das Etschtal vom [[Cembratal]] im Trentino trennt und zu großen Teilen im [[Naturpark Trudner Horn]] unter Schutz gestellt ist. Auf einer [[Mittelgebirgscharakter|mittelgebirgigen]] Hangverebnung breiten sich hier der kleine Ortskern (550–{{Höhe|580}}) und die vielen Gehöfte der [[Fraktion (Italien)|Fraktion]] [[Buchholz (Salurn)|Buchholz]] aus; noch höher – auf einem nach Süden geöffneten Gebirgssattel zwischen [[Madruttberg]] und [[Trudner Horn]] – liegt zudem noch das Gebirgsdorf [[Gfrill (Salurn)|Gfrill]] (1320–{{Höhe|1340|IT}}).&lt;br /&gt;
{{Panorama|Aussichtsplattform Harderburg, Blick über Salurn.jpg|1000|Das Ortszentrum von der [[Haderburg]] aus gesehen mit Blickrichtung Norden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Dörfer Salurn und Buchholz gehen auf [[Römisches Reich|römerzeit]]liche Siedlungen zurück, entstanden also schon zur Zeitenwende. In Buchholz gibt es noch Reste eines alten Römerweges. Am Galgenbühel, einer kleinen Erhebung südlich von Salurn, die als Hinrichtungsstätte diente, fand man einen großen [[bronzezeit]]lichen und römerzeitlichen Friedhof.&amp;lt;ref&amp;gt;Marta Bazzanella, Ursula Wierer: &amp;#039;&amp;#039;Die mesolithische Fundstelle am Glagenbühel in Salurn, Südtirol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]].&amp;#039;&amp;#039; 75, 2001, S. 116–128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://science.orf.at/stories/3213188/ &amp;#039;&amp;#039;Bronzezeitlicher Bestattungsort in Südtirol&amp;#039;&amp;#039;], Science ORF.at, 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hügel wurde in den letzten Jahrzehnten als Schottergrube verwendet und vollständig abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstnennung Salurns findet sich bei [[Paulus Diaconus]]: Er berichtet in seiner im späten 8. Jahrhundert abgefassten [[Historia Langobardorum]] von einem Kampf an einem Ort namens &amp;#039;&amp;#039;Salurnis&amp;#039;&amp;#039; um das Jahr 580 n. Chr., bei dem der [[Langobarden|langobardische]] Herzog von [[Trient]] die nach Süden vordringenden [[Franken (Volk)|Franken]] zurückschlagen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Paulus Diaconus: &amp;#039;&amp;#039;Historia Langobardorum.&amp;#039;&amp;#039; Lib. III,9 ({{&amp;quot;|Sprache=la|Text=in loco qui Salurnis dicitur}}) ([http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_rer._Lang._1_S._97] Digitalisat).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund für den Aufstieg Salurns ist seine strategische Lage. Nicht nur die Klause war von Bedeutung; hier beginnt auch der Weg über den Saúchsattel ins [[Cembratal]], womit man die Klause umgehen konnte. Das gesamte Unterland war damals versumpft und deshalb oft unpassierbar. Auf diesen Weg musste im Jahre 1494 auch der Künstler [[Albrecht Dürer]] ausweichen, so dass die Route heute [[Dürerweg]] genannt wird. Das Dorf war aufgrund seiner Lage an einer wichtigen Nord-Süd-Achse auch [[Poststation]], wie die Nennung in der [[Liste der Poststationen des Niederländischen Postkurses|Jüngeren Augsburger Meilenscheibe]] beweist, und besaß eine wichtige Floßstatt an der Etsch.&amp;lt;ref&amp;gt;Vigilio Mattevi: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Vergangenheit von Salurn&amp;#039;&amp;#039;. Salurn 2004, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Haderburg.jpg|mini|Die [[Haderburg]] bei Salurn]]&lt;br /&gt;
Viele Zeugen der Geschichte sind erhalten geblieben. Zum Beispiel gibt es in Buchholz noch alte Kalkgruben, in denen Kalk gebrannt wurde, und zwei Wolfsgruben. Dabei handelt es sich um Fallen aus einer Zeit, als in vielen Wäldern Europas noch Bären und Wölfe lebten. Außerdem steht in Buchholz eine alte Mühle, die erst vor wenigen Jahren restauriert wurde. Oberhalb des Dorfes thront auf einem Felszahn die [[Haderburg]], Schauplatz der Sage [[Haderburg#Sage „Der alte Weinkeller bei Salurn“|&amp;#039;&amp;#039;Der alte Weinkeller bei Salurn&amp;#039;&amp;#039;]], die in der Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sagen&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] enthalten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Literatur/M/Grimm,+Jacob+und+Wilhelm/Sagen/Deutsche+Sagen/Erster+Band/15.+Der+alte+Weinkeller+bei+Salurn Brüder Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Der alte Weinkeller bei Salurn&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ortsbild von Salurn ist städtisch geprägt und weist außergewöhnlich viele aufwändige Bauten aus dem 15. bis 18. Jahrhundert auf, darunter prächtige [[Ansitz]]e des Adels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Salurn gehörte bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] zur [[Gefürstete Grafschaft Tirol|Grafschaft Tirol]] und damit zu [[Österreich-Ungarn]]. Innerhalb Tirols war Salurn dem [[Gerichtsbezirk Neumarkt in Tirol|Gerichtsbezirk Neumarkt]] zugeordnet, der wiederum Teil des [[Bezirk Bozen|Bezirks Bozen]] war. Durch den [[Vertrag von Saint-Germain]] kam Salurn 1920 zusammen mit dem Großteil Tirols südlich des [[Alpenhauptkamm]]s zu Italien, obwohl sich bereits 1915 verschiedene italienische Politiker wie auch der Trentiner [[Irredentismus|Irredentist]] [[Cesare Battisti]] für eine zukünftige italienisch-österreichische Grenze bei der Salurner Klause ausgesprochen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Scottà: &amp;#039;&amp;#039;La Conferenza di pace di Parigi fra ieri e domani (1919–1920)&amp;#039;&amp;#039;, gesehen bei [http://books.google.de/books?id=ZIZQNT1k7QMC&amp;amp;pg=PA147&amp;amp;lpg=PA147&amp;amp;dq=battisti+salorno+confine&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=GBF_46e5_w&amp;amp;sig=TzJE-Kgg-QTLaGOXq38kgCpmiFw&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Sr8-TbL_MoidOoKexOsF&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CBIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=battisti%20salorno%20confine&amp;amp;f=false Google bücher], am 25. Jänner 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung im Jahre 1921 erklärte sich in Salurn noch die Mehrheit der Bürger der deutschen Volksgruppe angehörig. Allerdings wurden die Daten von einer staatlichen Kommission korrigiert, indem sie zum Beispiel Bewohner, die einen italienisch klingenden Familiennamen hatten, der italienischen Sprachgruppe zuordnete. Somit verlor Salurn zusammen mit anderen Unterlandler Gemeinden die deutsche Mehrheit. Nach zahlreichen Italianisierungsmaßnahmen während der Zeit des [[Faschismus]] (u.&amp;amp;nbsp;a. wurde der Salurner [[Josef Noldin]] in die Verbannung geschickt, der in den Gemeinderatswahlen 1922 gewählte, letzte deutsch-südtiroler Bürgermeister von Salurn, Ferdinand [[Gelmini von Kreutzhof]], abgesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Reut-Nicolussi]]: &amp;#039;&amp;#039;Tirol unterm Beil.&amp;#039;&amp;#039; München 1928, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Tochter Berta, die in einer [[Katakombenschule]] unterrichtete, eingekerkert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Gehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Eduard Reut-Nicolussi und die Südtirolfrage 1918–1958&amp;#039;&amp;#039;. Teil 2, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7030-0413-1, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;) erklärte sich nur noch eine Minderheit der deutschen Sprachgruppe angehörig; zuletzt waren dies etwa 37 % der Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1927 auf den ehemals österreichischen Gebieten die beiden Provinzen Bozen und Trient entstanden, wurde Salurn wie auch einige andere umliegende Gemeinden der mehrheitlich italienischsprachigen Provinz Trient zugeschlagen. Die Maßnahme wurde von der Regierung beschlossen, um die [[Italianisierung]] der sogenannten „gemischtsprachigen Gebiete“ zu forcieren. Im selben Jahr wurde auch das bis dato eigenständige [[Gfrill (Salurn)|Gfrill]] eingemeindet. In der [[nationalsozialistisch]]en [[Operationszone Alpenvorland]] wurde auch im „Kreis Salurn“ (Salurn-Buchholz-Gfrill) im September 1944 eine [[Ordnungspolizei|Landwacht]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Bozner Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe vom 27. September 1944, S. 3, Sp. 4 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/28/1/27.09.1944/120566/3 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende und Befreiung wurde am 30. Mai 1946 mit der von der [[Südtiroler Volkspartei]] organisierten [[Protestkundgebung von Castelfeder]] die Rückführung des Unterlandes zur Provinz Bozen gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtinig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurtinig. Ein Dorf an der Sprachgrenze in Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1948 wurde Salurn schließlich in die Provinz Bozen bzw. Südtirol eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 starb an der Landesgrenze südlich von Salurn der Straßenarbeiter Giovanni Postal, der das erste – wenn auch unbeabsichtigte – Opfer des [[Befreiungsausschuss Südtirol|Befreiungsausschusses Südtirol]] (BAS) wurde, als er versuchte, eine an einem Baum angebrachte Bombe zu entschärfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Karl Peterlini]]: &amp;#039;&amp;#039;Südtiroler Bombenjahre.&amp;#039;&amp;#039; Raetia Edition, Bozen 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1981 ereignete sich eine größere Überschwemmung, als sich die Etsch infolge eines Dammbruchs nördlich des Dorfzentrums am frühen Morgen des 19. Juli über die Wohn- und Kulturflächen Salurns ergoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brandunglück Haderburg ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 1939 kam es zu einem Brand in der Nähe der Salurner Klause und der Haderburg. Damals hüteten zwei Jugendliche jeden Sommertag die Schafe aus dem Dorf. Da sie den restlichen Tag nichts zu tun hatten, vertrieben sie sich die Zeit mit [[Carbidschieten|Karbidschießen]]. Dabei wurde ein Erdloch gegraben, Wasser hinein gefüllt, in eine Blechdose ein 1&amp;amp;nbsp;cm³ großes Stück Karbid hineingelegt, oben in die Dose ein Loch gebohrt, die Dose mit zugehaltenem Loch in das Erdloch gestellt und die Seiten zugeschüttet. Das durch die chemische Reaktion entstehende Gas erhitzt die Dose. Sobald derjenige, der das kleine Loch in der Dose zuhält, die Hitze nicht mehr aushält, fährt eine zweite Person mit einem angezündeten Streichholz dorthin und es kommt zu einer Explosion, welche die Dose 30&amp;amp;nbsp;Meter weit schleudert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesmal fing jedoch das Ende der Dose Feuer. Die Dose landete hinter einer 10 bis 15&amp;amp;nbsp;Meter hohen Felswand, wo das Feuer trockenes Gras und Gebüsch entzündete. Das Feuer breitete sich sehr schnell aus und der Brandherd wurde immer größer. Ein Großteil des Berges brannte ab. Viele Bewohner des Dorfes halfen mit, den Brand durch Gräben vom Rest der Fläche fernzuhalten. Es dauerte mehrere Tage, bis das Feuer gelöscht werden konnte. Es entstand ein geringer Sachschaden an der Burg, jedoch kein Personenschaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie]] von Salurn ist unbekannt, der Ortsname ist sicher vorrömisch. [[Egon Kühebacher]] vermutet eine Ableitung aus einem vorrömischen *sala mit der Bedeutung „Bach“ oder „Graben“, bezogen auf den Titschenbach, der durch das Dorf fließt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kühebacher, Egon: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Zweite, überarbeitete Auflage, Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1995, S. 381.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit 2019 trägt die Gemeinde den werblichen Zusatz „an der [[Südtiroler Weinstraße|Weinstraße]]“ im amtlichen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Flora Brugger |url=https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/als-suedtirol-seine-weinstrasse-bekam |titel=Wie Südtirol seine Weinstraße bekam |hrsg=[[Südtirol Online]] |datum=2021-09-13 |abruf=2021-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Bürgermeister seit 1952:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gvcc.net/gemeindeamt/html/GEMEINDEN50-Jahre-dt.pdf |titel=Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952 |werk=Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindenverband 1954–2004 |hrsg=[[Südtiroler Gemeindenverband]] |seiten=139–159 |format=PDF; 15 MB |abruf=2015-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Giuseppe Pomarolli: 1952–1956&lt;br /&gt;
* Giacomo Pojer: 1956–1969&lt;br /&gt;
* Lino Tessadri: 1969–1985&lt;br /&gt;
* Giancarlo Scannavinni: 1985–2000&lt;br /&gt;
* Giorgio Giacomozzi: 2000–2015&lt;br /&gt;
* Roland Lazzeri: seit 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right hintergrundfarbe2&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Delta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1900 || 2066 || - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1941 || 2447 || +18,4 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1951 || 2788 || +13,9 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961 || 2784 || ±0 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971 || 2640 || −5,2 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1981 || 2542 || −3,7 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1991 || 2545 || ±0 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2001 || 2938 || +15,4 % &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2011 || 3542 || +20,6 % &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungszahl von Salurn ist seit der Volkszählung im Jahre 2001 rapide angestiegen. Damals belief sich die Einwohnerzahl noch auf 2938 Personen. Im Jahre 1981 waren es noch 2542. Der starke Anstieg im vergangenen Jahrzehnt ist vor allem auf die Zuwanderung von Ausländern zurückzuführen, deren Anteil am 31. Dezember 2008 bei 18,9 % oder 651&amp;amp;nbsp;Personen lag. Zum Vergleich dazu waren es im Jahre 2001 6,4 % und 2003 8,7 % (262&amp;amp;nbsp;Personen). Der Anteil der Ausländer in Südtirol betrug im Jahre 2008 etwa 7,3 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Landesinstitut für Statistik – ASTAT&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Überangebot an Mietwohnungen ist der wahrscheinlichste Grund für die überdurchschnittlich hohe Konzentration, da nur ein kleiner Anteil in Salurn selbst arbeitet. Als Ausländer gelten alle Einwohner, die nicht die italienische Staatsbürgerschaft besitzen; somit sind in diesen Zahlen auch EU-Bürger enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachgruppen ===&lt;br /&gt;
Salurn ist gemäß den seit 1981 erhobenen [[Ethnischer Proporz (Südtirol)|Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen]] eine mehrheitlich italienischsprachige Gemeinde, wobei als Berechnungsgrundlage dieser Prozentwerte allein die gültigen Erklärungen von Personen mit italienischer Staatsbürgerschaft herangezogen wurden.&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot; |Verteilung nach Sprachgruppen&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Sprache !! 1900 !! 1971&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat1981&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=899072|titel=Volkszählung 1981 – Die amtliche Bürgerzahl und die Sprachgruppen in Südtirol nach Gemeinde und Bezirk|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=1983-03|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 1981&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat1981&amp;quot; /&amp;gt; !! 1991&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/downloads/mit17_02.pdf|titel=Volkszählung 2001 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Provinz Bozen-Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2002-08|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 2001&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot; /&amp;gt; !! 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=1160209|titel=Ergebnisse Sprachgruppenzählung 2024 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2024-12|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  !! 2024&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Deutsch&lt;br /&gt;
| 61,36 %&lt;br /&gt;
| 22,77 %&lt;br /&gt;
| 39,51 %&lt;br /&gt;
| 37,90 %&lt;br /&gt;
| 37,43 %&lt;br /&gt;
| 37,74 %&lt;br /&gt;
| 37,33 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Italienisch&lt;br /&gt;
| 38,64 %&lt;br /&gt;
| 77,04 %&lt;br /&gt;
| 60,17 %&lt;br /&gt;
| 61,31 %&lt;br /&gt;
| 62,19 %&lt;br /&gt;
| 61,85 %&lt;br /&gt;
| 62,49 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Ladinisch&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| 0,19 %&lt;br /&gt;
| 0,32 %&lt;br /&gt;
| 0,78 %&lt;br /&gt;
| 0,39 %&lt;br /&gt;
| 0,40 %&lt;br /&gt;
| 0,17 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
In Salurn gibt es jeweils eine deutschsprachige und eine italienischsprachige [[Grundschule (Südtirol)|Grundschule]] und [[Mittelschule (Südtirol)|Mittelschule]]. Die beiden deutschsprachigen Einrichtungen gehören zwei verschiedenen [[Schulsprengel]]n in der Nachbargemeinde Neumarkt an;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003479 |titel=Grundschulsprengel Neumarkt |hrsg=[[Südtiroler Bürgernetz]] |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1002725 |titel=Mittelschule Neumarkt und Salurn |hrsg=Südtiroler Bürgernetz |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die italienischsprachigen Schulen werden gemeinsam vom Sprengel Unterland verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003142 |titel=Schulsprengel Unterland |hrsg=Südtiroler Bürgernetz |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sport ==&lt;br /&gt;
=== Vereine und Verbände ===&lt;br /&gt;
In Salurn herrscht ein reges Vereinsleben, welches das Dorfleben prägt. Unter anderem gibt es eine Rettungswache des [[Weißes Kreuz (Rettungsdienst)|Landesrettungsvereins Weißes Kreuz]], eine [[Feuerwehr in Südtirol|Freiwillige Feuerwehr]], eine Musikkapelle, Ortsgruppen des [[Südtiroler Bauernbund]]es, der des [[Alpenverein Südtirol|Alpenvereins Südtirol]], deren italienische Pendants Coldiretti, Donne Rurali und [[Club Alpino Italiano]], die [[Südtiroler Bauernjugend]] sowie verschiedene Chöre und Freizeitvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportvereine sind der Fußballclub SV Salurn, der in der Oberliga spielt, der [[Broomball|Frauenbroomballverein]] GS Geier, der 2009 zum zehnten Mal Italienmeister wurde, der fünfmalige Broomball-Italienmeister S.&amp;amp;nbsp;V. Buchholz ’89 und das Volleyteam VT Salurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maschggra (Fasching) ===&lt;br /&gt;
Salurn hat eine alte [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Maschggratradition]]. Bis zur Wende zum 20. Jahrhundert gab es im Dorf einen Egetmannumzug und noch [[1949]] gab es einen Faschingszug mit rund 400 Mitwirkenden unter dem Motto „Tausend und eine Nacht“. Doch zuletzt verflachte die Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde versucht, den Fasching wieder aufleben zu lassen. Rund um die historische Figur des [[Perkeo]], eines gebürtigen Salurners, wurde ein neuer Umzug im Stile einer alten Unterlandler Maschggra konzipiert. Perkeo kehrt aus Heidelberg zurück, um die Herrschaft im Dorf zu übernehmen. Von der Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister am [[Unsinniger Donnerstag|Unsinnigen Donnerstag]] über den Umzug am Samstag bis zur Schlüsselrückgabe am [[Faschingsdienstag]] steht Salurn eine Woche lang im Zeichen des trinkfesten Zwerges.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perkeo.org/ Website über PerkeosMaschggra], aufgerufen am 10. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salurn Gelmini-Ansitz Pfleghaus.jpg|mini|Ansitz der Familie Gelmini von Kreutzhof in Salurn, Elternhaus von [[Hortense von Gelmini]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserfall Salurn.jpg|mini|Der Salurner Wasserfall]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Salurn}}&lt;br /&gt;
* Die Ruine der [[Haderburg]], das Wahrzeichen Salurns&lt;br /&gt;
* [[Kalvarienberg]]kapelle mit sieben Kreuzwegstationen, angelegt 1719 auf Initiative von Franz Jakob Campi von Heiligenberg und dessen Gemahlin Anna Barbara Dorothea von Fenner zu Fennberg&lt;br /&gt;
* Zahlreiche sehenswerte Gassen und Plätze&lt;br /&gt;
* Salurner Wasserfall im hinteren Bereich des Dorfes. Das Wasser stürzt aber nur noch nach starken Regenfällen von den senkrechten Felswänden, da bei Arbeiten der Wildbachverbauung versehentlich die wasserundurchlässige Erdschicht abgetragen wurde.&lt;br /&gt;
* Einige geschichtsträchtige [[Ansitz]]e alter Adelsgeschlechter, unter anderem die Ansitze von Anderlan, Geburtshaus des [[Hartmann von An der Lan-Hochbrunn]], [[Feigenputz]], [[Gelmini von Kreutzhof|von Gelmini zu Kreutzhof]], von [[Hausmann (tirolerisches Adelsgeschlecht)|Hausmann]] und der Grafen [[Coreth (Adelsgeschlecht)|Coreth zu Coredo und Starkenberg]] und der [[Herren von Starkenberg]]. Außerdem stammte das Geschlecht der [[Webern (Adelsgeschlecht)|Webern]] aus dem Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Für den [[Kraftverkehr]] ist Salurn in erster Linie durch die [[Strada Statale 12 dell’Abetone e del Brennero|SS 12]] erschlossen, die nahe am Dorfzentrum vorbeiführt. Salurn ist zudem der Endpunkt der [[Südtiroler Weinstraße|Weinstraße]], die eine Verbindung mit den Dörfern der westliche Talflanke des Unterlands herstellt. Auf der orographisch rechten Seite der Etsch wird das Gemeindegebiet von der [[Autostrada A22|A22]] und der [[Brennerbahn]], die am [[Bahnhof Salurn]] eine [[Zugangsstelle]] bietet, durchquert. Auf der orographisch linken Seite verläuft die [[Radroute 1 „Brenner–Salurn“]], die an der Provinzgrenze nahtlos in den Trentiner Teil des [[Etsch-Radweg]]s übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Einer der berühmtesten Söhne Salurns ist der [[Feldmarschallleutnant]] [[Franz Philipp Fenner von Fenneberg]] (1759–1824), der gegen Franzosen und Türken kämpfte und die [[K.u.k. Kaiserjäger|Tiroler Kaiserjäger]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer, im Ortsteil Buchholz geborener, ist der legendäre [[Heidelberg]]er [[Hofzwerg]] [[Perkeo]], Wächter des [[Großes Fass des Heidelberger Schlosses|großen Fasses des Heidelberger Schlosses]], der stets „perché no?“ (deutsch: „warum nicht?“) gesagt haben soll, wenn ihm etwas zu trinken angeboten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutsame Figur des 17. Jahrhunderts war [[Heribert von Salurn]] (1637–1700), ein Prediger aus dem [[Kapuzinerorden]], mit bürgerlichem Namen Anton Mayr.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Festivale Concionum Pastoralium. Das ist: Fest- und Feyertag-Predigen. Erster Theil, zum andermahl auffgelegt.&amp;#039;&amp;#039; Salzburg 1697, S. 361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein berühmter Salurner des vergangenen Jahrhunderts ist [[Josef Noldin]] (1888–1929), der sich in der faschistischen Zwischenkriegszeit an der Gründung von deutschsprachigen [[Katakombenschule]]n beteiligt hatte und dafür einige Jahre auf die süditalienische Insel [[Lipari]] verbannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Persönlichkeiten:&lt;br /&gt;
* [[Victor von Prendel]] (1766–1852), ein österreichisch-russischer General&lt;br /&gt;
* [[Hieronymus Noldin]] (1838–1922), Moraltheologe&lt;br /&gt;
* [[Theodor von Kathrein|Theodor Freiherr von Kathrein]] (1842–1916), [[Landeshauptmann]] von Tirol von 1904 bis zu seinem Tod im Jahre 1916&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Forcher]], Hans Karl Peterlini: &amp;#039;&amp;#039;Südtirol in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Haymon, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-85218-636-8, S. 206 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hartmann von An der Lan-Hochbrunn]] (1863–1914), österreichischer Komponist, Organist und Dirigent&lt;br /&gt;
* [[Johanna Schuchter]] (1884–1985), Salzburger Schriftstellerin, verbrachte ihre Kindheit in Salurn&amp;lt;ref&amp;gt;Johanna Schuchter: &amp;#039;&amp;#039;Kindheit in Salurn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]].&amp;#039;&amp;#039; 50, 1976, S. 651–658.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Josef Noldin]] (1888–1929), Rechtsanwalt, Organisator der Privatschulen in Südtirol während der Zeit des Faschismus&lt;br /&gt;
* [[Karl Ferrari]] (* 1934), Senator der Republik in den Legislaturperioden 1992–1994 und 1994–1996&lt;br /&gt;
* [[Hortense von Gelmini]] (* 1947), Orchesterdirigentin&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/user/StiftungLPV/videos youtube.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Malerin und Schriftstellerin, verbrachte ihre Kindheit in Salurn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Salurn |Band=10 |Seite=36}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Finsterwalder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Flur- und Ortsnamen von Salurn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Museum Ferdinandeum.&amp;#039;&amp;#039; 18, 1938, S. 643–694.&lt;br /&gt;
* [[Otto Stolz (Historiker)|Otto Stolz]]: &amp;#039;&amp;#039;Neumarkt und Salurn in ihren Beziehungen zur Tiroler Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]].&amp;#039;&amp;#039; 20, 1946, S. 292–299. [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/62963/1/01.10.1946/256659/4 (online)]&lt;br /&gt;
* [[Hannes Obermair]]: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Produktion von Recht? Das Weistum des Gerichts Salurn in Südtirol von 1403.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Concilium Medii Aevi]].&amp;#039;&amp;#039; 4, 2001, S. 179–208; und in: &amp;#039;&amp;#039;[[Tiroler Heimat]].&amp;#039;&amp;#039; 65, 2001, S. 5–24. ([http://cma.gbv.de/dr,cma,004,2001,a,07.pdf online], PDF-Datei; 274 kB)&lt;br /&gt;
* Hannes Obermair: &amp;#039;&amp;#039;Diritto come produzione sociale? Riflessioni su uno statuto rurale alpino della Val d’Adige del primo Quattrocento.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Corona Alpium II. Miscellanea di studi in onore di Carlo Alberto Mastrelli (Archivio per l’Alto Adige 97/98).&amp;#039;&amp;#039; Florenz 2003/04, S. 337–367, und in: &amp;#039;&amp;#039;Rivista Storica del Lazio.&amp;#039;&amp;#039; 21, 2005/2006, S. 171–191.&lt;br /&gt;
* [[Walter Landi]]: &amp;#039;&amp;#039;Haderburg. Die Feste an der Salurner Klause.&amp;#039;&amp;#039; Burgen 5. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7954-2163-2.&lt;br /&gt;
* Albert Casata: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geschichte, die das Leben schrieb. Brandkatastrophe von Salurn.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 3–4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Salurner Büchl. Beiträge zur Heimatkunde von Salurn&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schlern-Schriften]].&amp;#039;&amp;#039; Band 155). Wagner: Innsbruck 2015, ISBN 978-3-7030-0873-3.&lt;br /&gt;
* Walter Cristofoletti, Paolo Piffer (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Salurn. Das Dorf an den „Wassern“.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Salurn, Lavis 2023, ISBN 979-12-210-3078-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Salorno|Salurn}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Salurn}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemeinde.salurn.bz.it/ Website der Gemeinde Salurn]&lt;br /&gt;
* {{Landschaftsplan Südtirol|77|Salurn}}&lt;br /&gt;
* {{Tirol Atlas|210076}}&lt;br /&gt;
* [http://www.salurn.eu/ Website über die Geschichte von Salurn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden Südtirol}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4105239-0|VIAF=236837851}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salurn| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Trudner Horn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 575]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Etsch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mai-Sachme</name></author>
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