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	<title>Saltonsee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saltonsee&amp;diff=450362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lodewicus de Honsvels: /* Geschichte der Bewirtschaftung */  ± deutscher Trivialname wurde geändert, Artikel zur Vogelart ist vorhanden</title>
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		<updated>2026-01-01T20:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte der Bewirtschaftung: &lt;/span&gt;  ± deutscher Trivialname wurde geändert, Artikel zur Vogelart ist vorhanden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Salton Sea|Für den gleichnamigen Film siehe [[The Salton Sea]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = &lt;br /&gt;
|BILD = Salton Sea Reflection.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Der Saltonsee&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD =  33/19/16.856/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD =  115/49/21.641/W &lt;br /&gt;
|REGION-ISO = US-CA&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Kalifornien]] ([[Vereinigte Staaten|USA]])&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = [[New River (Saltonsee)|New River]], [[Whitewater River (Kalifornien)|Whitewater River]], [[Alamo River]] &lt;br /&gt;
|ABFLUSS = keiner&lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHERORT = &lt;br /&gt;
|HÖHE = −71.3&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 974&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = &lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 13&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = abflusslos, stark salzhaltig, künstlich entstanden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saltonsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Salton Sea&amp;#039;&amp;#039;}}) ist mit einer Fläche von heute noch fast 1000&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern der größte See im US-Bundesstaat [[Kalifornien]]. Die Grenze zwischen dem [[Imperial County]] und dem [[Riverside County]] verläuft durch den See. Er liegt westlich der [[Chocolate Mountains]] in der [[Colorado-Wüste]] in der dortigen [[Salton-Senke|Salton]]-[[Senke (Geomorphologie)|Senke]] (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Salton sink&amp;#039;&amp;#039;) ca. 66&amp;amp;nbsp;Meter unter dem Meeresspiegel. An selbiger Stelle lag früher bereits der prähistorische [[Lake Cahuilla]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Saltonsee entstand als künstliches Gewässer durch einen Unfall, den [[#Der „Great Salton Accident“|„Great Salton Accident“]], bei dem 1905 ein Damm des [[Colorado River]] brach und dieser zwei Jahre lang fast sein gesamtes Wasser in die Salton-Senke leitete. Heute fließen noch die Flüsse [[New River (Saltonsee)|New River]], [[Whitewater River (Kalifornien)|Whitewater River]], [[Alamo River]] und weitere kleine Flüsse in den Saltonsee, der selbst abflusslos ist. Wegen des unregelmäßigen Wasserzuflusses schwankt die Größe des Sees. Durch die Verdunstung hat der Salzgehalt des Wassers deutlich zugenommen sowie der Gehalt an Düngemitteln, die durch Bewirtschaftung der umliegenden bewässerten Felder in den See gelangen. Da sie von dort nicht mehr abfließen können, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Ökosystems.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/salton-sea-kalifornischer-see-stinkt-bis-hin-nach-los-angeles-a-856049.html Salton Sea: Den Kaliforniern stinkt&amp;#039;s], 15. September 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel. 26. März 2016: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-143811257.html &amp;#039;&amp;#039;Strand des Grauens&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Davor kamen fast eine Million Besucher im Jahr an den See. Naherholungsorte entstanden, die inzwischen jedoch alle zum großen Teil verwaist sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am See liegen die [[Salton Sea State Recreation Area]] und das [[Sonny Bono Salton Sea National Wildlife Refuge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SaltonSeaByPhilKonstantin.jpg|mini|Luftaufnahme des Gewässers]]&lt;br /&gt;
Auch wenn die Gegend beim Eintreffen weißer Siedler trocken war, befand sich hier in früheren Zeiten doch bereits öfter eine natürliche Wasserstelle. So geht man heute davon aus, dass vor ca. 300&amp;amp;nbsp;Jahren ein See existierte, den man [[Lake Cahuilla]] getauft hat, der aber verdunstet ist. Die Salton-Senke, die ursprünglich ein Teil des [[Golf von Kalifornien|Golfs von Kalifornien]] war, wurde vor 120.000 und 67.000&amp;amp;nbsp;Jahren durch Deltaablagerungen des Colorado-Flusses vom Golf abgetrennt. Die durch die Abschnürung entstandenen Seen wurden bei dem vorherrschenden [[arides Klima|Wüstenklima]] jeweils eingedampft. Nur bei Hochwassern des [[Colorado River]] floss gelegentlich ein Überschuss in das ansonsten trockene Tal, daher war bekannt, dass der Boden dort prinzipiell fruchtbar war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Saltonsee entstand dann als künstliches Gewässer im frühen 20. Jahrhundert durch einen Unfall.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alamo Canal circa 1905.jpg|miniatur|Imperial Canal, bzw. Alamo Canal, im Frühjahr 1905 noch unter Kontrolle]]&lt;br /&gt;
=== Der „Great Salton Accident“ ===&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstand im Tal (damals noch „&amp;#039;&amp;#039;Valley of the Dead&amp;#039;&amp;#039;“ genannt) eine Nebenbahnstrecke, um die Salton-Salzabbaustätte zu versorgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot; /&amp;gt; Am 25. April 1896 fand die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;California Development Company&amp;#039;&amp;#039; statt, einer Gesellschaft, die Wasser vom [[Colorado River]] über einen Kanal in das zu Marketingzwecken umbenannte „&amp;#039;&amp;#039;[[Imperial Valley]]&amp;#039;&amp;#039;“ leiten wollte, um es bewässern und bewirtschaften zu können. Unter Leitung von Charles R. Rockwood wurde 1901 der [[Imperial-Valley-Kanal]] (auch Alamo-Kanal genannt) fertiggestellt und lockte erste Siedler an. Nach nur drei Jahren war der Kanal aber bereits verschlammt und zudem von Sanddünen bedroht, sodass die Betreiber unter Druck standen, die versiegte Bewässerung wiederherzustellen. Ohne Genehmigungen mexikanischer Behörden, deren Territorium betroffen war, ordnete Rockwood einen Durchbruch mit neuer Schleuse an den Ufern des Colorado an, etwas südlich des ursprünglichen Imperial Canals. Dieser wurde bis 1905 abgeschlossen; die &amp;#039;&amp;#039;California Development Company&amp;#039;&amp;#039; hatte jedoch aufgrund mangelnder Geldmittel diese Schleuse nur ungenügend gesichert. Die Verbindung hielt darum den folgenden Frühjahrshochwassern des Colorado und des [[Gila River]]s nicht stand und es kam zu einer Katastrophe. Die Uferböschung beziehungsweise der aufgeschüttete Damm brachen auf einer Länge von rund 800 Metern, und der Bruch weitete sich von selbst aus. Ab August 1905 floss fast das gesamte Wasser des Colorado River in die Salton-Senke. Dort bildete sich ein 70&amp;amp;nbsp;km langer und 30&amp;amp;nbsp;km breiter See in dem sonst ausgetrockneten Becken, das zum Imperial Valley gehört. Das Wasser sammelte sich an der tiefsten Stelle des Tales, der bereits genannten Salton-Senke. Die Ortschaft Salton, die sich dort als Arbeitersiedlung um Salzabbaustelle und Bahnhof gruppierte, wurde rechtzeitig evakuiert und versank. Die &amp;#039;&amp;#039;California Development Company&amp;#039;&amp;#039; ging als Folge des Desasters endgültig bankrott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte bis 1907, bis die Fluten des Colorado River durch Baumaßnahmen der [[Southern Pacific Railroad]] unter Kontrolle gebracht wurden: Mehrere notdürftig aufgeschüttete Dämme brachen, und erst nach finanziellen Zusicherungen durch [[Theodore Roosevelt]] mobilisierte die Southern Pacific alle Kräfte und siegelte den Dammbruch mit weiteren 3000 Eisenbahnwaggons Schutt ab, sodass der Colorado ab Februar 1907 wieder in seinem alten Bett floss.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan G. Bierling, &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Kaliforniens&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, 2006, ISBN 978-3-406-54143-8 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saltonseadrainagemap.jpg|mini|Landkarte des Sees und seiner näheren Umgebung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salton Sea East coast.jpg|mini|Am Ostufer des Saltonsees]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salton Sea 01 2013.jpg|mini|Der Saltonsee 2013]]&lt;br /&gt;
Nach dem „Great Salton Accident“ (&amp;#039;&amp;#039;Großer Salton-Unfall&amp;#039;&amp;#039;) wurde zunächst erwartet, dass der See schnell austrocknete, doch stattdessen kam es zu einer tatsächlichen landwirtschaftlichen Nutzbarmachung des Imperial Valley. 1926 wurden die Geschehnisse mit [[Gary Cooper]] in seiner ersten Hauptrolle als &amp;#039;&amp;#039;[[Entfesselte Elemente]]&amp;#039;&amp;#039; verfilmt (im Original: &amp;#039;&amp;#039;The Winning of Barbara Worth&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Der anfängliche Wasserstand des neu geschaffenen Sees lag bei {{ft2m|164|3=1}} unter dem Meeresspiegel, 1920 war der niedrigste Stand mit {{ft2m|-272}}. Seit 1980 war der Pegel relativ stabil bei etwa {{ft2m|-236}} und einer maximalen Tiefe von 13&amp;amp;nbsp;m. Im Jahr 2000 lag der Seespiegel bei rund {{ft2m|-228}}, bis 2024 sank er auf {{ft2m|-241}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pacinst.org/current-information-salton-sea/ |titel=Current Information on the Salton Sea |werk=Pacific Institute |sprache=en-US |abruf=2024-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://waterdata.usgs.gov/ca/nwis/uv?site_no=10254005 |title=USGS 10254005 Salton Sea NR Westmorland CA |author=&amp;lt;!--Staff writer(s); no by-line.--&amp;gt; |date= |website=waterdata.usgs.gov |publisher=US National Water Information System|access-date= |quote=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TEoE&amp;quot;&amp;gt;[https://www.desertusa.com/salton/salton.html Artikel zum Saltonsee.] auf DesertUSA.com [aufgerufen am 7. November 2018]. Dort ist die Tiefe mit {{ft2m|51}}, der Pegel mit {{ft2m|-228}} angegeben, die tiefste Stelle des Sees bzw. der Senke also 85&amp;amp;nbsp;m unter dem Meeresspiegel.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren entwickelte sich der Saltonsee zu einem beliebten Ausflugsgebiet für die Einwohner Südkaliforniens. Die meist noch aus der Überflutungskatastrophe stammenden Süßwasserfische starben bis Ende der 1920er Jahre aber aus, mit Ausnahme der aus Afrika importierten und wärmeresistenten [[Tilapien]], die sich an die nur langsam steigenden Salzkonzentrationen im See anpassen konnten und zuverlässig das Algenwachstum eingrenzten. Zu den Zugvögeln, die bald den See als Rastplatz entdeckten, gehören auch die [[Ohrentaucher]]: 90 % der nordamerikanischen Population mit circa 3.000.000 Exemplaren nutzen diesen See. Die größte Brutkolonie der [[Lachseeschwalbe]] befindet sich hier sowie 45 % des Habitats der gefährdeten [[Mangroveralle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TEoE&amp;quot; /&amp;gt; Es wurden 400 vom See lebende Vogelarten gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot; /&amp;gt; Bis 1950 ergänzten Wissenschaftler die Fauna um etwa 30 Salzwasserfischarten, von denen sich aber nur eine geringe Zahl dauerhaft und dafür in größerer Zahl etablieren konnten, darunter [[Cynoscion]], [[Micropogonias]], [[Geißbrasse]]n und [[Meeräsche]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1942 befand sich am See eine Marinefliegerstation. Dort fanden 1944/45 auch geheime Testabwürfe mit der [[Boeing B-29]] in Vorbereitung des Atombombenabwurfs auf Hiroshima statt. Dabei wurden künstliche Ziele auf dem See bombardiert. 1946 übernahmen die [[Sandia National Laboratories|Sandia Corporation]] und die [[United States Atomic Energy Commission|Atomic Energy Commission]] die Testanlagen von der US-Marine und testeten dort unter anderem  Bombenzielgeräte, Raketen und Flugdrohnen. Da der See zunehmend zivil genutzt wurde, verlegte man die Testaktivitäten 1961 nach [[Tonopah Test Range|Tonopah]] in Nevada.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.desertusa.com/salton-sea/salton-sea-test-base.html Jim Bremner: Salton Sea Test Base], DesertUSA&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 fanden am See und an der Marinefliegerstation Dreharbeiten für den Film [[Wake Island (Film)|Wake Island]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch neue Siedlungen entstanden am Ufer: [[Salton City]], [[Salton Sea Beach]] und Desert Shores am Westufer und Desert Beach, North Shore und [[Bombay Beach]] am Ostufer. Salton City wurde beispielsweise 1958 neu gegründet; Hotels, Motels, Yachthäfen und Luxusvillen wurden geplant, da der See als Erholungsgebiet sehr geeignet erschien. 20.000 Grundstücke für potentielle 40.000 Einwohner wurden in diesem Ort erschlossen, aber nur teilweise bebaut, und zum Großteil wieder aufgegeben. Ein erneuter, wenn auch nicht so enthusiastischer Siedlungsboom begann um das Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas südöstlich befindet sich [[Niland]], ein Eisenbahnknoten an der Strecke von [[Los Angeles]] nach [[Yuma (Arizona)|Yuma]] bzw. [[Mexicali]]. In der Umgebung sind auch [[Geothermie|geothermische]] Aktivitäten zu beobachten, so zum Beispiel [[Geysir|Schlammgeysire]] östlich des Sees. Diese finden ihren Ursprung in der Lage der Salton-Senke im Bereich der [[San-Andreas-Verwerfung]], der Nahtstelle zwischen der Nordamerikanischen und der Pazifischen Kontinentalplatte. Die geothermale Anomalie wird durch geothermische Kraftwerke am Südufer des Saltonsees auch zur Energiegewinnung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der See aber über keinen Abfluss verfügt, handelt es sich um ein sensibles [[Ökosystem]], das zunehmend gefährdet ist. Schwankungen im Wasserspiegel nach tropischen Stürmen führten in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren wiederholt zu Überflutungen der angrenzenden Orte, die darum zum Teil aufgegeben wurden. Die hohe Nährstoffkonzentration im See führt immer wieder zu starker Algenbildung, wodurch wiederum Überpopulationen von Fischen (gerade Tilapien) möglich werden. Deren Absterben an Sauerstoffmangel garantiert das fragile Gleichgewicht des Sees, macht die Region aber zu Erholungszwecken unattraktiv. Beispielsweise kam es am 4. August 1999 zu einem Fischsterben mit 7,6 Millionen Kadavern an bloß diesem einen Tag, die noch im weit entfernten [[Palm Springs (Kalifornien)|Palm Springs]] gerochen werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot;&amp;gt;[[Harald Martenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Salton Sea. Die Stunde der Überlebenskünstler im Tal der Toten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Geo (Zeitschrift)|Geo-Magazin]], Juni 2001. S. 48–68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber bereitet der ständig steigende [[Salzgehalt]] Probleme, der (in den Jahren vor 2005) mit 4,4 Prozent&amp;lt;!--- Stand wann ? ---&amp;gt; bereits deutlich über dem Salzgehalt von Meerwasser lag und oberhalb dessen lediglich Barsche überlebensfähig sind. Außerdem führt der hohe Anteil an Düngemitteln aus der Landwirtschaft in den Zuflüssen zu einer vermehrten [[Algenblüte]] und zu erhöhten Konzentrationen von Bakterien, was wiederum den Vogelbestand gefährdet. Der [[New River (Saltonsee)|New River]] galt bis vor kurzem als der meistverschmutzte Fluss der gesamten Vereinigten Staaten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peggy Peattie |Titel=The New River: An environmental success story |Sammelwerk=sandiegouniontribune.com |Online=http://www.sandiegouniontribune.com/news/environment/sdut-new-river-pollution-wetlands-mexicali-environment-2014apr23-story.html |Abruf=2018-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dazu kommt eine hohe [[Selen]]konzentration, so dass nicht selten tote Fische ans Ufer geschwemmt und Vogelsterben beobachtet werden. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, sollen neben bereits existierenden [[Verdunstungsbecken]] auch [[Entsalzung]]sanlagen eingerichtet werden und andere Maßnahmen Abhilfe schaffen. Zur Diskussion stand um 2001 auch noch eine Verbindung mit unterirdischen Rohren zum Meer, sodass es zu einem Wasseraustausch kommen könne. Für den Fortbestand des Ökosystems setzten sich insbesondere der Kongressabgeordnete [[Sonny Bono]] und dessen Witwe Mary ein, sowie der Politiker [[Jerry Lewis (Politiker)|Jerry Lewis]], [[Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten|Abgeordneter im Repräsentantenhaus]] von 1979 bis 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2016 stehen für die Sanierung des Sees und seines Umfelds Mittel aus einem Gewässer-Projekt zur Verfügung, das 2014 von den Kalifornischen Wählern in einer Volksabstimmung mit einem Etat von 7,5 Mrd. Dollar ausgestattet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;KPBS: [http://www.kpbs.org/news/2014/nov/04/fate-75-billion-water-bond-will-be-decided-polls-t/ Californians Drink Up $7.5B Water Bond; Measure Passes Overwhelmingly], 4. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Sanierungsprojekt namens &amp;#039;&amp;#039; Salton Sea Management Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;California Natural Ressources Agency: [http://saltonsea.ca.gov/wp-content/uploads/2020/02/2020-Annual-Report_2-21-20-v3.pdf Salton Sea Management Plan]&amp;lt;/ref&amp;gt; sollen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren rund 1,5 bis 2,5 Mrd. Dollar investiert werden, um die Entwicklung von giftigen Staubarten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benjamin A. Jones, John Fleck |Titel=Shrinking lakes, air pollution, and human health: Evidence from California&amp;#039;s Salton Sea |Sammelwerk=Science of The Total Environment |Band=712 |Datum=2020-04-10 |ISSN=0048-9697 |DOI=10.1016/j.scitotenv.2019.136490 |Seiten=136490 |Online=http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969719364861 |Abruf=2020-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf trockengefallenem ehemaligem Seeboden zu begrenzen und langfristig zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;KPBS: [http://www.kpbs.org/news/2016/jun/28/salton-sea-restoration-80-million-state-budget/ Salton Sea Restoration Gets $80.5 Million In State Budget], 28. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunftsaussichten ===&lt;br /&gt;
Forschungen der [[Lawrence Berkeley National Laboratory]] lassen vermuten, dass unter dem Salton See große Mengen [[Lithium]] lagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel106&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Das verlorene Paradies|Sammelwerk=[[Der Spiegel]]|Datum=2024-08-03|Nummer=32|ISSN=0038-7452|Seiten=106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit geschätzten rund 3,4&amp;amp;nbsp;Mio. Tonnen wäre dies die größte Lithiumreserve Nordamerikas. Das Lithium ist in einer Sole gelöst und müsste nur an die Oberfläche gepumpt und extrahiert werden. Im Februar 2024 erfolgte am See der Spatenstich für das milliardenschwere Projekt „Hell&amp;#039;s Kitchen“. Dazu gehört unter anderem der Bau einer Anlage zur Gewinnung des Lithiums.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel106&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Der See zieht heute noch rund 150.000&amp;amp;nbsp;[[Tourismus|Besucher]] pro Jahr an. Der Tourismus leidet unter den sich verschlechternden Bedingungen, sodass viele der Hotels am Seeufer geschlossen und verlassen sind. Die Zukunft des Sees bleibt ungewiss, da seine Rettung große Summen und eine Umstellung der gesamten Landwirtschaft der Gegend erfordern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verfall der Gebäude und Anlagen um den See erscheint in Folge 6 der 2. Staffel der [[Dokufiktion]]-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Zukunft ohne Menschen]]&amp;#039;&amp;#039; („Horrortrip“, USA 2010) als Beispiel dafür, was mit den Freizeitanlagen der Menschen nach einem fiktiven Verschwinden der Menschheit geschehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Rezeption ==&lt;br /&gt;
Wie viele weitere kalifornische Sehenswürdigkeiten und geographische Wahrzeichen ist der Saltonsee samt angrenzender Siedlungen im Videospiel [[Grand Theft Auto V]] als &amp;#039;&amp;#039;Alamo Sea&amp;#039;&amp;#039; nachgebildet und Wohnort eines Protagonisten. Neben dem heutigen Verschmutzungsgrad des Sees sind im Spiel unter anderem auch der „Save our Salton Sea“-Anwohnerinitiative nachempfundene [[Graffiti]] enthalten und omnipräsent in der betreffenden Region der Spielwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2008 veröffentlichte Musikvideo zum Lied &amp;#039;&amp;#039;Elephants&amp;#039;&amp;#039; der Sängerin [[Rachael Yamagata]] spielt ebenfalls am Ufer des Saltonsees und insbesondere am kurze Zeit später abgerissenen, jedoch ebenfalls in Grand Theft Auto nachgebildeten, &amp;#039;&amp;#039;North Shore Motel&amp;#039;&amp;#039; am nordöstlichen Ufer des Sees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Salton Sea|Saltonsee}}&lt;br /&gt;
* [http://www.saltonsea.ca.gov &amp;#039;&amp;#039;Salton Sea Authority&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.sci.sdsu.edu/salton/SaltonBasinHomePage.html Salton Basin Übersicht] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.spatial.redlands.edu/salton/ &amp;#039;&amp;#039;Salton Sea Database Program&amp;#039;&amp;#039;], University of Redlands (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.water.ca.gov/saltonsea/ &amp;#039;&amp;#039;Salton Sea Ecosystem Restoration Program&amp;#039;&amp;#039;], Department of Water Resources (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/salton-sea-kalifornischer-see-stinkt-bis-hin-nach-los-angeles-a-856049.html &amp;#039;&amp;#039;Salton Sea – Den Kaliforniern stinkt&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;]. Spiegel Online, 15. September 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.saltonseadocumentary.com &amp;#039;&amp;#039;Plagues &amp;amp; Pleasures on the Salton Sea&amp;#039;&amp;#039; – Trailer], www.saltonseadocumentary.com (englisch, 3 Minuten)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=8TjGAWxL23c &amp;#039;&amp;#039;Plagues &amp;amp; Pleasures on the Salton Sea&amp;#039;&amp;#039;].  KQED, 2014 (Video, englisch, 61 Minuten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4717033-5|VIAF=316432632}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Nordamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riverside County]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imperial County]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lodewicus de Honsvels</name></author>
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