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	<title>Salomon Wininger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:53:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salomon_Wininger&amp;diff=1441503&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: „Ein geschütztes Leerzeichen sollte äußerst sparsam eingesetzt werden, um das Lesen des Quelltextes nicht unnötig zu erschweren.“ – siehe „Wikipedia:Wie gute Artikel aussehen“</title>
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		<updated>2025-04-14T22:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;„Ein geschütztes Leerzeichen sollte äußerst sparsam eingesetzt werden, um das Lesen des Quelltextes nicht unnötig zu erschweren.“ – siehe „Wikipedia:Wie gute Artikel aussehen“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Salomon Wininger portrait.jpg|mini|hochkant|Salomon Wininger (vor 1960)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salomon Wininger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. [[13. Dezember]] [[1877]] in [[Gura Humorului|Gurahumora]], [[Österreich-Ungarn]]; gest. [[23. November]] [[1968]] in [[Ramat Gan]], [[Israel]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Schlomo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Solomon Winninger&amp;#039;&amp;#039;) war ein österreichisch-israelischer [[Lexikografie|Lexikograph]], der mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Großen Jüdischen National-Biographie&amp;#039;&amp;#039; das bisher umfangreichste bio-bibliographische Personen-Nachschlagewerk zum [[Judentum]] zusammenstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Salomon Wininger war von 1910 bis in die Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] als österreichischer Postbeamter in [[Czernowitz]] tätig. Während des Weltkriegs hielt er sich in Wien auf und kehrte dann nach Czernowitz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1907 widmete er sich – neben seiner Berufstätigkeit – der Arbeit an der „Großen Jüdischen National-Biographie“. Das von ihm ebenfalls zusammengestellte biographische Lexikon „Sefer Ishim Zionim“ (&amp;#039;&amp;#039;Buch der zionistischen Männer&amp;#039;&amp;#039;) mit rund 17.000 Einträgen wurde nie veröffentlicht. Das Manuskript befindet sich in der [[Jüdische National- und Universitätsbibliothek|Jüdischen National- und Universitätsbibliothek]] in Jerusalem. Er gründete zahlreiche Wohlfahrtsvereine und Volksküchen sowie die Bukowiner Pensionistenvereinigung für Staatsbeamte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wininger überlebte die Zeit des [[Holocaust]] in Czernowitz und [[Alija|emigrierte]] 1951 nach Israel, wo er zunächst in [[Jerusalem]] ansässig war. Ab 1955 lebte er in einem Altersheim in [[Netanja]], später in [[Ramat Gan|Ramat-Gan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Große Jüdische National-Biographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomon-Wininger National-Biographie-Vol-1.jpg|mini|hochkant|Titelseite, Band 1]]&lt;br /&gt;
[[File:Salomon Wininger Grosse Jüdische National-Biographie Band 7 1936 Titel.jpg|mini|hochkant|Band 7 1936, 49. Lieferung]]&lt;br /&gt;
Wininger begann im Jahr 1907 mit der Arbeit an der &amp;#039;&amp;#039;Großen Jüdische National-Biographie mit mehr als 8000 Lebensbeschreibungen namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeiten und Länder – Ein Nachschlagewerk für das jüdische Volk und dessen Freunde&amp;#039;&amp;#039; in sieben Bänden ([[Czernowitz|Cernăuţi]] 1925–1936).&amp;lt;ref&amp;gt;{{URN|nbn:de:hebis:30:1-148042}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nannte sie den &amp;#039;&amp;#039;Versuch der Schaffung eines „Monumentum Judaici nominis, ein Denkmal des jüdischen Namens und Volkes, seines Geistes und seines Schaffens“&amp;#039;&amp;#039;. Sie enthält rund 13.000 mehr oder weniger ausführliche „Lebensbeschreibungen namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeiten und Länder“, worin auch getaufte Juden und Jüdinnen enthalten sind. Es ist bisher eines der umfassendsten – wenn nicht das umfassendste – Werk dieser Art. Das Nachschlagewerk enthält ein Vielfaches des Materials verglichen mit [[Adolph Kohut]]s (1848–1917) Zusammenstellung „Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart“ (2 Bände, Leipzig 1900/01), die überdies häufiger ungenauer und fehlerhafter ist als Winingers Kompilation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiner grundsätzlichen Anlage und Motivation her apologetisch und in manchen Einzelheiten nicht frei von Fehlern, ist Winingers „National-Biographie“ im Allgemeinen eine immense Materialsammlung, die sonst in weiten Teilen verlorene Kenntnisse der jüdischen Kultur- und politischen Geschichte aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winingers Werk wurde, wenngleich spät, maßgeblich durch die von Carl Steininger in Dresden ab 1914 angelegte Sammlung von ca. einer Million Ausschnitten aus mehreren Hundert verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften „in den meisten lebenden Sprachen“ des In- und Auslandes vorangebracht. Der Nicht-Jude Steininger (Prokurist der Dresdner Bank, geb. 1876 in Salzburg) hatte ausschließlich Material zu jüdischen Persönlichkeiten und Themen gesammelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wininger listet ihn in seiner National-Biographie irrtümlich als Juden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die finanziellen Mittel für die Drucklegung des seit Jahren fertigen, aber unveröffentlichten Werks stellte Jakob Fallenbaum (geb. 1889 in Czernowitz), ein „Fabriksbesitzer zu Chemnitz in Sachsen“, zur Verfügung. Die Bände 1–5 wurden von der Druckerei „Orient“, die Bände 6 und 7 von der Druckerei „Tipografia ARTA“ (F. Weiner-Ernst) in Czernowitz hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Band: „Abarbanel – Ezobi“ (richtig: „Czernowitzer“). 1925, 638 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177237 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: „Dafiera – Harden“. 1927, 635 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177247 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: „Harischon – Lazarus“. 1928, 639 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177250 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: „Leavith – Péreire“. 1930, 637 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177269 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: „Pereira – Steinhaus“. 1931, 637 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177271 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: „Steinheim – Zweig“. Nachtrag: „Abarbanel – Van Geldern“. 1932, 639 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177288 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
# Band: Nachtrag 1: „Ge – Schluss“. Nachtrag 2: „A – Z“. Anhang. 1936, 667 S. ([http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:1-177297 Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt/M.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorwort (Czernowitz 1925) schreibt Wininger unter anderem.:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] Jedes Volk, das auf Geschichte und Bildung Anspruch erhebt, das in dem großen Buche der Weltgeschichte eine ehrenhafte Stellung einnehmen will, sei es als Träger der Literatur, Kunst und Politik, sei es auf dem Gebiete der Religion und Wissenschaft, soll und muß seine bedeutenden Männer, jene seine Führer und Heroen kennen lernen, welche für das Wohl ihrer Nation unablässig tätig gewesen sind; soll namentlich seine Ahnen kennen lernen, die in Stunden der Bedrängnis ihre ganze Person, ihr Gut und Blut für die Religion der Väter und den angestammten Glauben eingesetzt haben. […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jede freie Nation liebt es, ihre großen Männer durch Denkmäler zu ehren und ihre Taten in Erz und Marmor zu verewigen. Nur die jüdische Nation, die heimatlose, welche auf ihre Größen doppelt stolz sein könnte, da sich dieselben erst aus Ketten und Banden emporgerungen, nur sie ehrt sie nicht durch solche Zeichen der Anerkennung. Wie sie stets nach geistigen Schätzen gestrebt hat, als dem Einzigen, was ihr keine Gewalt entreissen, keine Macht verschließen konnte, so setzte sie ihnen auch geistige Denkmale und jene großen Namen erbten sich in dankbarer Erinnerung fort vom Vater auf den Sohn, von Jahrhundert auf Jahrhundert. Welche Denkmale edler sind und unvergänglicher, das hat die Geschichte längst entschieden; Ilion liegt in Trümmern und nur schwache Spuren reden zu dem Wanderer, aber Homers blühende Gesänge leben ewig im Munde der Völker. […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich nehme [bei der Ausarbeitung des Werks] kein anderes Verdienst in Anspruch als Zerstreutes gesammelt, Vergessenes aufgefrischt und die bedeutenden jüdischen Männer und Frauen aller Zeiten und Länder – soweit ich hiefür biographisches Material auftreiben konnte – in einem Werke vereinigt zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möge nun diese Nationalbiographie fördern helfen die Kenntnis und die Liebe und Begeisterung für unsere religiösen und nationalen Ideale. Möge es den Lesern Selbstachtung einflößen, sowie nachahmenswerte Beispiele liefern. Erreiche ich dies, so wird es mein schönster und größter Lohn sein.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Judaica]]&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 16. Keter, Jerusalem o.&amp;amp;nbsp;J. (1971). Sp. 549.&lt;br /&gt;
* Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;S–Z, Register.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Österreichische Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 1483.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Gold]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Juden in der Bukowina&amp;#039;&amp;#039;. Edition Olamenu, Tel Aviv 1962 (Band 2).&lt;br /&gt;
* [[Renate Heuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographia Judaica&amp;#039;&amp;#039;. (Band 3, S–Z), Campus, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-593-33398-8.&lt;br /&gt;
* D. Lazar: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Maariw (Zeitung)|Ma&amp;#039;ariv]] &amp;#039;&amp;#039; vom 20. Dezember 1968.&lt;br /&gt;
* Walter Tetzlaff: &amp;#039;&amp;#039;2000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Askania, Lindhorst 1982, ISBN 3-921730-10-4.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Schubert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Juden in den östlichen Ländern der Habsburgermonarchie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studia Judaica Austriaca&amp;#039;&amp;#039;, Band 8). Edition Roetzer, Eisenstadt 1980, ISBN 3-85374-071-5.&lt;br /&gt;
* [[Evelyn Adunka]]: &amp;#039;&amp;#039;Salomon Wininger. Über den vergessenen Verfasser der &amp;quot;Großen Jüdischen National-Biographie&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mnemosyne. ZEIT-Schrift für jüdische Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Heft 26/2000, Alekto, Klagenfurt 2000, {{ISSN|1022-2642}}, S. 109–118.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|131043854}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131043854|LCCN=n87123229|VIAF=107476627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wininger, Salomon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Czernowitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kronland Bukowina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Israel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wininger, Salomon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-israelischer Lexikograph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gura Humorului|Gurahumora]], Österreich-Ungarn&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. November 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ramat Gan]], Israel&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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