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	<title>Salome (Oper) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:07:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salome_(Oper)&amp;diff=76145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: /* Literatur */ Diskografie: neuer Abschnitt mit ersten Einträgen</title>
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		<updated>2026-04-25T17:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Diskografie: neuer Abschnitt mit ersten Einträgen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Oper&lt;br /&gt;
| T = Salome&lt;br /&gt;
| OT = &lt;br /&gt;
| Bildname = Max Tilke- Poster-of-opera-salome-richard-strauss.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext = Plakat, Entwurf: [[Max Tilke]] (1910)&lt;br /&gt;
| Form = [[Durchkomponierte Form|durchkomponiert]] (in einem Akt)&lt;br /&gt;
| OS = Deutsch&lt;br /&gt;
| Mus = [[Richard Strauss]]&lt;br /&gt;
| Lib = [[Oscar Wilde]], übersetzt von [[Hedwig Lachmann]], eingerichtet von Strauss&lt;br /&gt;
| LitVorl = &amp;#039;&amp;#039;[[Salome (Drama)|Salomé]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Oscar Wilde]]&lt;br /&gt;
| UA = 9.&amp;amp;nbsp;Dezember [[1905]]&lt;br /&gt;
| UAort = [[Semperoper|Königliches Opernhaus Dresden]]&lt;br /&gt;
| Dauer = ca. 1 ¾ Stunden&lt;br /&gt;
| OrtZeit = Palast zur Zeit der Regierung von [[Herodes Antipas|Herodes II. Antipas]]&lt;br /&gt;
| Pers = * &amp;#039;&amp;#039;[[Herodes Antipas|Herodes]],&amp;#039;&amp;#039; Tetrarch von Judäa ([[Tenor]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Herodias]],&amp;#039;&amp;#039; seine Gattin ([[Mezzosopran]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Salome (Tochter der Herodias)|Salome]],&amp;#039;&amp;#039; Tochter der Herodias ([[Sopran]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Johannes der Täufer|Jochanaan]],&amp;#039;&amp;#039; ein Prophet ([[Bariton]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Narraboth,&amp;#039;&amp;#039; Hauptmann (Tenor)&lt;br /&gt;
* Ein Page der Herodias ([[Alt (Stimmlage)|Alt]])&lt;br /&gt;
* Fünf Juden (4&amp;amp;nbsp;Tenöre, 1&amp;amp;nbsp;[[Bass (Stimmlage)|Bass]])&lt;br /&gt;
* Zwei [[Nazarener (Religion)|Nazarener]] (Bass, Tenor)&lt;br /&gt;
* Zwei Soldaten (Bässe)&lt;br /&gt;
* Ein [[Kappadokien|Kappadozier]] (Bass)&lt;br /&gt;
* Ein Sklave (Sopran)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (op. 54) ist eine [[Oper]] in einem Akt von [[Richard Strauss]]. Sie beruht auf dem [[Salome (Drama)|gleichnamigen Drama]] von [[Oscar Wilde]] aus dem Jahr 1891 und stellt eine der ersten [[Literaturoper]]n dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alice Guszalewicz as Salome.jpg|mini|[[Alice Guszalewicz]] als Salome, mit dem Kopf des Jochanaan in einer Silberschüssel, um 1910]]&lt;br /&gt;
Die Oper spielt im Palast des Herodes zur Zeit der Regierung von [[Herodes Antipas|Herodes II. Antipas]] in Galiläa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erste Szene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bankettsaal von Herodes’ Palast findet ein Festgelage statt. Draußen auf der Terrasse halten Soldaten Wache, unter ihnen auch Hauptmann Narraboth, der sich in [[Salome (Tochter der Herodias)|Salome]] verliebt hat, sie ständig beobachtet und alles kommentiert. Besorgt warnt ihn Herodias’ Page davor, seiner Leidenschaft nachzugeben, da sonst Schreckliches geschehen könne. Aus der alten [[Zisterne]] tönt die Stimme des [[Prophetie|Propheten]] Jochanaan ([[Johannes der Täufer]]), den Herodes auf Betreiben seiner Gattin dort gefangen hält, da dieser ihre Ehe anprangerte. Noch aus der Tiefe des Kerkers verkündet Jochanaan seine Botschaften, wirft Herodias ihre Sünden vor und mahnt zur Buße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Szene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salome verlässt den Bankettsaal und betritt die Terrasse. Sie kann die lüsternen Blicke ihres Stiefvaters und das Benehmen seiner Gäste nicht mehr länger ertragen („Ich will nicht bleiben. Ich kann nicht bleiben.“). Als erneut Jochanaans Prophezeiungen zu hören sind, wird Salome neugierig und will ihn unbedingt sehen und mit ihm sprechen. Mittels ihrer Verführungskünste („Ich war dir immer gewogen. Du wirst das für mich tun.“) kann sie bei Narraboth erwirken, dass dieser entgegen Herodes’ Verbot die Zisterne öffnen und den Propheten herauskommen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dritte Szene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salome ist fasziniert von dem jungen Propheten, der nun sowohl den [[Tetrarchie|Tetrarchen]] als auch eine Frau verwünscht, die mit ihren weiblichen Reizen vielerorts Politik betrieben haben soll. Als Salome darin ihre eigene Mutter erkennt und sich Jochanaan gegenüber als deren Tochter offenbart, will dieser nichts mehr von ihr wissen und bittet sie zu gehen. Auch weist er ihre Annäherungsversuche („Lass mich deinen Mund küssen, Jochanaan.“) zurück und ermahnt sie stattdessen, nach „des Menschen Sohn“ zu suchen, damit dieser ihr die Sünden vergebe. Als Narraboth Salomes exzessive Schwärmereien mitbekommt und vergeblich versucht, sie zur Vernunft und den Propheten zurück in den Kerker zu bringen, ersticht er sich vor ihren Augen und fällt ihr dabei zu Füßen. Salome hingegen schenkt dem keinerlei Beachtung und zeigt sich weiterhin uneinsichtig, worauf Jochanaan sie verflucht und wieder in die Zisterne hinabgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierte Szene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Salome betreten Herodes und Herodias mit ihrem Gefolge die Szene. Spontan entscheidet sich der Tetrarch, Fackeln anzünden zu lassen und das Fest auf der Terrasse fortzusetzen. Er beobachtet den Mond und vergleicht ihn mit einem „wahnwitzigen Weib, das überall nach Buhlen sucht“, und „einem betrunkenen Weib, das durch Wolken taumelt“, was seine Frau jedoch negiert. Plötzlich entdeckt er auch Narraboths Leichnam, als er auf dessen Blut ausrutscht, und lässt ihn fortschaffen. Kurz darauf meint er in der Luft „etwas wie das Rauschen wie von mächtigen Flügeln“ zu hören, weshalb ihn Herodias als krank bezeichnet und ihn bittet hineinzugehen. Herodes bietet Salome seinen besten Wein, reife Früchte und schließlich den Thron ihrer Mutter an, doch sie lehnt ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen ruft Jochanaan wilde Verwünschungen aus seinem Gefängnis, die Herodias auf sich bezieht. Sie fordert, den Propheten nun endlich den Juden auszuliefern, die seit Monaten nach ihm schreien. Nach einem religiösen Streit zwischen Juden und Nazarenern und weiteren Prophezeiungen aus der Zisterne („Es kommt ein Tag, da wird die Sonne finster werden wie ein schwarzes Tuch. Und der Mond wird werden wie Blut, und die Sterne des Himmels werden zur Erde fallen wie unreife Feigen vom Feigenbaum. Es kommt ein Tag, wo die Kön&amp;#039;ge der Erde erzittern“) fordert Herodes seine Stieftochter zur Ablenkung auf, für ihn zu tanzen. Auch diese Bitte lehnt Salome zunächst ab, willigt aber ein, als der Tetrarch ihr als Belohnung verspricht, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Nachdem sie ihm den Eid („Bei meinem Leben, bei meiner Krone, bei meinen Göttern“) abgenommen hat, tanzt sie den [[Tanz der sieben Schleier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Salome zu Herodes’ Freude den Tanz vollführt hat, zeigt dieser sich bereit, ihr die Hälfte seines Königreichs zu schenken. Sie hingegen möchte etwas, das in eine Silberschüssel passt: den Kopf Jochanaans! Herodes versucht sie daraufhin mit allen Mitteln umzustimmen, da er sich fürchtet einen heiligen Mann hinrichten zu lassen. Er verspricht ihr den schönsten Smaragd der ganzen Welt, seine weißen Pfauen, schlägt ihr Juwelen und sogar den Mantel des Hohepriesters sowie den Vorhang des Allerheiligsten vor – nur nicht „das Leben dieses einen Mannes“. An seinen Eid gebunden, muss er schließlich doch nachgeben und einwilligen, worauf der Henker in die Zisterne hinabgeht und den Kopf Jochanaans auf einem silbernen Schild bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salome beginnt ein Zwiegespräch mit dem abgeschlagenen Kopf: „Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan! Wohl, ich werde ihn jetzt küssen!“ und steigert sich in einen ekstatischen Liebestaumel, als sie ihn besingt. Abgestoßen von Salomes Verhalten, bekommt es Herodes mit der Angst zu tun, als plötzlich der Mond verschwindet, und möchte in den Palast zurückkehren. In der Dunkelheit hört man Salome, die das abgeschlagene Haupt geküsst hat „Ah! Ich habe deinen Mund geküsst, Jochanaan.“ Als der Mond wieder hervorbricht und die Prinzessin beleuchtet, befiehlt Herodes: „Man töte dieses Weib!“. Soldaten stürzen sich auf das Mädchen und begraben sie unter ihren Schilden. Der Vorhang fällt schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkung zur Spieldauer ===&lt;br /&gt;
Die Spieldauer der einzelnen Szenen wird zunehmend länger: 5 Minuten – 10 Minuten – 25 Minuten – 60 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Musik ==&lt;br /&gt;
=== Orchesterbesetzung ===&lt;br /&gt;
* 3&amp;amp;nbsp;[[Querflöte|Flöten]], 1 [[Piccoloflöte|Piccolo]], 2&amp;amp;nbsp;[[Oboe]]n, 1&amp;amp;nbsp;[[Englischhorn]], 1&amp;amp;nbsp;[[Heckelphon]], 1&amp;amp;nbsp;[[Es-Klarinette]], 2&amp;amp;nbsp;[[A-Klarinette]]n, 2&amp;amp;nbsp;[[B-Klarinette]]n, 1&amp;amp;nbsp;[[Bassklarinette]], 3&amp;amp;nbsp;[[Fagott]]e, 1&amp;amp;nbsp;[[Kontrafagott]]&lt;br /&gt;
* 6&amp;amp;nbsp;[[Horn (Instrument)|Hörner]], 4&amp;amp;nbsp;[[Trompete]]n, 4&amp;amp;nbsp;[[Posaune]]n, 1&amp;amp;nbsp;[[Tuba]]&lt;br /&gt;
* 4 [[Pauke]]n, kleine Pauke, [[Schlagwerk (Musik)|Schlagzeug]] ([[Triangel]], [[Becken (Musikinstrument)|Becken]], [[Tamtam]], [[Tamburin]], [[Kleine Trommel]], [[Große Trommel]], [[Glockenspiel (Musikinstrument)|Glockenspiel]], [[Xylophon]])&lt;br /&gt;
* 2&amp;amp;nbsp;[[Harfe]]n – 1&amp;amp;nbsp;[[Celesta]]&lt;br /&gt;
* [[Streichinstrument|Streicher]]: 16&amp;amp;nbsp;Erste [[Violine]]n, 16&amp;amp;nbsp;Zweite Violinen, 10–12&amp;amp;nbsp;[[Bratsche]]n, 10 [[Violoncello|Violoncelli]], 8&amp;amp;nbsp;[[Kontrabass|Kontrabässe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der Szene: 1&amp;amp;nbsp;[[Orgel]], 1&amp;amp;nbsp;[[Harmonium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
{| align=right&lt;br /&gt;
|[[Datei:Salome leitmotif salome.jpg|mini|Leitmotiv der Salome]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Salome leitmotif prophecy.jpg|mini|Leitmotiv des Jochanaan]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Musik der &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; ist durchkomponiert und beruht auf [[Leitmotiv]]en, steht somit in der Tradition [[Richard Wagner|Wagners]], der Libretti in [[Vers]]form und klassische [[Periode (Musik)|Periodik]] ablöste, manche sagen auch: überwand, durch [[Prosa]]texte und [[Melodik|melodische]] Vertonung. „Keimzelle einer Arie Mozarts ist eine Periode aus acht Takten, der gewöhnlich vier italienische Verse zu sieben oder acht Silben entsprechen, bei Wagner kann eine Sinneinheit des Textes auch fünf, sieben oder neun Takte füllen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.opus4.kobv.de/opus4-bamberg/files/8/salome.pdf &amp;#039;&amp;#039;Salome: Literatur wird Oper.&amp;#039;&amp;#039;] Vortrag in der Staatsoper unter den Linden, Berlin 3. Januar 2000 (Autor: [[Albert Gier]], Romanist und [[Librettologie|Librettologe]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich gelang Richard Strauss mit &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; eine revolutionäre Überwindung von Wagners Sehnsucht nach [[Schönklang (Musiktheorie)|Schönklang]] einerseits, von dessen [[Romantik|romantischer]] Weltsicht andererseits. Die auftretenden Figuren sind, so Strauss selbst, „lauter [[Perversion|perverse]] Leute, und, nach meinem Geschmack, der perverseste der ganzen Gesellschaft ist – der Jochanaan.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Strauss gegenüber [[Franz Schreker]], zit. nach der angegebenen Quelle Unter den Linden, Berlin 2000, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder sie sind – wie der Narraboth als Ausnahme – hoffnungslos [[naiv]]. Im Laufe des 95-minütigen Einakters sterben drei – Narraboth durch [[Suizid]] auf offener Bühne, Jochanaan und Salome durch illegitime [[Todesstrafe|Todesurteile]]. Die Musik dazu ist entsprechend wild: „Das Ausmaß an [[Dissonanz]]en, an [[Orchestervolumen]], an schierer musikalischer [[Kakophonie]] wie in der &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; hatte es bislang noch nicht gegeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carolyn Abbate, Roger Parker: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Oper. Die letzten 400 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2013, S. 545.&amp;lt;/ref&amp;gt; „[F]ür Schönberg und seinen Kreis wird Strauss‘ Oper zu einem Erweckungserlebnis. &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; ist der Prototyp der modernen Oper, das Tor zur Neuen Musik.“&amp;lt;ref name=EA&amp;gt;Edwin Akkordarbeiter: [http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/3721-strauss-salome-–-das-tor-zur-neuen-musik/ &amp;#039;&amp;#039;Strauss: „Salome“ – das Tor zur Neuen Musik.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Capriccio Kulturforum.&amp;#039;&amp;#039; 23. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Eröffnungsszene stellt bisherige Konventionen auf den Kopf. „Ein kurzer schwirrender Lauf – und schon umfängt uns die schwüle, sinnliche Luft am Hofe des Vierfürsten Herodes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Opern&amp;#039;&amp;#039;, Gütersloh o.&amp;amp;nbsp;J., S. 537.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Im Lauf der Klarinette verbinden sich zwei einen [[Tritonus]] auseinanderliegende Tonarten. &amp;lt;!-- Unverständlich. Es handelt sich lediglich um einen eher diatonischen (!) Lauf der Klarinette im Bereich des Dominantseptakkordes auf gis zu cis-Moll. --&amp;gt;Die herkömmliche Tonalität ist aufgehoben, [[Bitonalität]] und freies Changieren zwischen ohnedies chromatisch verfremdeten Tonarten tritt auf den Plan. [[Cluster (Musik)|Clusterartige]] Akkorde ballen sich in den Bässen, darüber zuckt und schreit es in den seltsamsten Verrenkungen.“&amp;lt;ref name=EA /&amp;gt; Strauss mag nicht der beste Melodiker gewesen sein,&amp;lt;!-- Ist das ein Zitat? Wo Anfang, wo Schluss? Ansonsten subjektiv! R. Str. wird im Allgemeinen als ausgeprägter Melodiker angesehen! --&amp;gt; aber er vermochte prägnante Themen zu komponieren und diese „durch kluge Sequenzierungen zu scheinbar breiten melodischen Entladungen“ auszubauen.&amp;lt;!-- Vorsicht mit Zitaten von Musiklaien aus Internetforen! --&amp;gt;&amp;lt;ref name=EA /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salome opera dissonant chord.jpg|mini|links|300px|Die berühmte Dissonanz (sfz) gegen Ende der Oper (Klavierauszug)]]&lt;br /&gt;
In der Schlussszene nimmt Salome Besitz vom Kopf des Jochanaan. „In wilder Wollust küßt und saugt sie das Blut von den toten Lippen. Ihre ekelhafte Sinnlichkeit verströmt sie in einem taumelnd-berauschten Gesang, alles um sich vergessend.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Opern&amp;#039;&amp;#039;, Gütersloh o.&amp;amp;nbsp;J., S. 539.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Musik türmt sich zu einem dramatischen Höhepunkt auf, der mit einer unorthodoxen [[Kadenz (Harmonielehre)|Kadenz]] endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim konservativen Publikum stieß die als „enervierend“ &amp;lt;!-- enervierend = subjektiv und heutzutage abwertend --&amp;gt;und „emotional aufpeitschend“ geltende Musik der &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; (und anderer früher Strauss-Werke) auf Ablehnung (ein kurioses Beispiel aus der NS-Zeit: [[Oscar Fritz Schuh]] ließ sich 1940 anlässlich seines Engagements an der [[Wiener Staatsoper]] vertraglich zusichern, dass er weder Wagner noch Strauss inszenieren müsse). &amp;lt;!-- Um der Ausgewogenheit willen könnte durchaus auch ein etwas &amp;quot;wohlwollenderes&amp;quot; Zitat mit eingefügt werden von Zeitgenossen, die nicht so voreingenommen waren wie O. F. Schuh --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Der Wiener Dichter [[Anton Lindner]] war 1901 mit dem Vorschlag an Richard Strauss herangetreten, aus dem Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Salome (Drama)|Salomé]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Oscar Wilde]] (geschrieben 1891, eines seiner wenigen in französischer Sprache verfassten Werke; uraufgeführt 1896 in Paris mit [[Sarah Bernhardt]]) ein [[Libretto]] zu formen. Strauss entdeckte in Lindners Fassung „ein paar geschickt versifizierte Anfangsszenen“, entschloss sich aber dann, das Libretto selbst zu gestalten. Dabei griff er auf die (von Lindner herausgegebene) &amp;#039;&amp;#039;Salomé&amp;#039;&amp;#039;-Übersetzung von [[Hedwig Lachmann]] zurück, der wiederum die englische Übersetzung zugrunde liegt. Er ließ den Wortlaut weitgehend unverändert, nahm jedoch zahlreiche musikalisch-dramaturgisch bedingte Kürzungen und Umstellungen vor. &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; gilt deshalb als eine der ersten [[Literaturoper]]n, die in größerem Umfang Formulierungen aus Werken des [[Schauspiel|Sprechtheaters]] direkt übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Strauss die [[Partitur]] am 20.&amp;amp;nbsp;April 1905 vollendet hatte, wurde die Oper &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; am 9.&amp;amp;nbsp;Dezember im [[Semperoper|Königlichen Opernhaus Dresden]] uraufgeführt, mit [[Marie Wittich]] in der Titelpartie, [[Irene von Chavanne]] als Herodias, [[Karel Burian]] als Herodes und [[Karl Perron]] als Jochanaan sowie [[Ernst Wachter]] als „Ein Cappadocier“. Die musikalische Leitung hatte [[Ernst von Schuch]], Regie führte [[Willi Wirk]], das Bühnenbild gestaltete [[Emil Rieck]] (1852–1939), die Kostüme [[Leonhard Fanto]] (1874–1940). [[Gustav Mahler]] wollte die Oper zeitgleich an der [[Wiener Staatsoper|Wiener Hofoper]] herausbringen, was jedoch von der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] wegen „die Sittlichkeit beleidigender“ Handlung vereitelt wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… abgesehen von mehr textuellen Bedenken kann ich über das Abstoßende des ganzen Sujets nicht hinaus und kann nur wiederholen: Die Darstellung von Vorgängen, die in das Gebiet der Sexualpathologie gehören, eignet sich nicht für unsere Hofbühne.|Emil Jettel von Ettenach|Schreiben des Hofzensors an Staatsopern-Direktor Gustav Mahler, 31. Oktober 1905|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Franz Hadamowsky, Alexander Witeschnik (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Jubiläumsausstellung 100 Jahre Wiener Oper am Ring.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1969, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurz nach der Fertigstellung der Partitur, nämlich zwischen Juli und September 1905, erstellte der Komponist selbst mit Hilfe des befreundeten [[Romain Rolland]] eine französische Fassung der Oper, in der er bestrebt war, die Gesangspartien so umzuschreiben, dass sie jeweils zu Oscar Wildes Originaltext passten. Diese Version wurde im März 1907 in Paris und Brüssel dargeboten, noch vor der französischen Erstaufführung der ursprünglichen deutschen Fassung, die Strauss selbst am [[Théâtre du Châtelet]] dirigierte. 1909 fertigte dann Jean de Marliave eine „Neuausgabe“ an, die die Übersetzung von Hedwig Lachmann so (frei) ins Französische übertrug, dass dies zum ursprünglichen Notentext passte, und die in den folgenden Jahrzehnten üblich wurde. 1989/90 wurde die zuvor kaum noch gespielte Strauss/Rolland’sche Fassung erneut aufgeführt und erstmals auf CD produziert (ausführlich nachzulesen im Booklet dieser bisher einzigen Aufnahme).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besetzungen der Uraufführung und der von Richard Strauss geleiteten Aufführung in Graz 1906 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Salome by Richard Strauss playbill of 1905 premiere.jpg|mini|Besetzungszettel der Dresdner Uraufführung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marie Wittich AEhrlichSängerinnen1895.jpg|mini|Marie Wittich, die Salome der Uraufführung, Foto 1895]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
! [[Stimmlage]]&lt;br /&gt;
! 9. Dezember 1905&amp;lt;br /&amp;gt;[[Semperoper|Königliches Opernhaus Dresden]]&lt;br /&gt;
! 16. Mai 1906&amp;lt;br /&amp;gt;[[Oper Graz|Stadt-Theater Graz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dirigent]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| [[Ernst von Schuch]]&lt;br /&gt;
| [[Richard Strauss]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Herodes&lt;br /&gt;
| [[Tenor]]&lt;br /&gt;
| [[Karel Burian]]&lt;br /&gt;
| [[Walter Günther-Braun]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Herodias&lt;br /&gt;
| [[Mezzosopran]]&lt;br /&gt;
| [[Irene von Chavanne]]&lt;br /&gt;
| [[Sara Anderson]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Salome&lt;br /&gt;
| [[Sopran]]&lt;br /&gt;
| [[Marie Wittich]]&lt;br /&gt;
| [[Jenny Korb]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jochanaan&lt;br /&gt;
| [[Bariton]]&lt;br /&gt;
| [[Karl Perron]]&lt;br /&gt;
| [[Hermann Jessen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Narraboth&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| [[Rudolf Jäger (Sänger)|Rudolf Jäger]]&lt;br /&gt;
| [[Gustav Kaitan]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ein Page der Herodias&lt;br /&gt;
| [[Alt (Stimmlage)|Alt]]&lt;br /&gt;
| [[Riza Eibenschütz]]&lt;br /&gt;
| [[Bella Paalen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erster Jude&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| Hans Rüdiger&lt;br /&gt;
| Karl Roß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweiter Jude&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| Hans Saville&lt;br /&gt;
| Hans Koswitz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dritter Jude&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| Georg Grosch&lt;br /&gt;
| August Kretschmer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vierter Jude&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| Anton Erl&lt;br /&gt;
| Karl Grünwald&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fünfter Jude&lt;br /&gt;
| [[Bass (Stimmlage)|Bass]]&lt;br /&gt;
| Léon Rains&lt;br /&gt;
| Karl Weiler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erster Nazarener&lt;br /&gt;
| Bass&lt;br /&gt;
| [[Friedrich Plaschke]]&lt;br /&gt;
| Fritz Aigner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweiter Nazarener&lt;br /&gt;
| Tenor&lt;br /&gt;
| Theodor Kruis&lt;br /&gt;
| Josef Smidt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erster Soldat&lt;br /&gt;
| Bass&lt;br /&gt;
| Franz Nebuschka&lt;br /&gt;
| Emmerich Schreiner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweiter Soldat&lt;br /&gt;
| Bass&lt;br /&gt;
| Hans Erwin (Hans Erwin Hey)&lt;br /&gt;
| Max Gillmann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ein Cappadocier&lt;br /&gt;
| Bass&lt;br /&gt;
| [[Ernst Wachter]]&lt;br /&gt;
| Heinrich Koch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eine Sklavin&lt;br /&gt;
| Sopran&lt;br /&gt;
| Maria Keldorfer&lt;br /&gt;
| Mizzi Fink&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier fehlt die &amp;quot;Rezeption&amp;quot; des Stückes. Aufzuführen wäre hier: Wirkung nach der Premiere, Schwierigkeiten mit der Zensur und Konsequenzen (Stichwort: die Heiligen Drei Könige), Strauss: Erfolg-mit Honorar die Garmischer Villa gebaut-Aufführungen heutztage, Schwerpunkte der Regie, berühmte Sängerinnen der Titelpartie usw. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Jenny Korb 1906.jpg|mini|Jenny Korb, die Salome der Grazer Aufführung (1906)]][[Datei:Programmzettel Uraufführung Salome, Stadttheater Graz, 16. Mai 1906.jpg|mini|Theaterzettel zur Aufführung der &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039;, Stadttheater Graz, 16. Mai 1906]]&lt;br /&gt;
Eine Aufführung am 16. Mai 1906 im [[Opernhaus Graz]] fand unter der musikalischen Leitung des Komponisten statt. Die Titelrolle sang [[Jenny Korb]], die – im Gegensatz zur Dresdner Uraufführung – auch den Tanz der sieben Schleier selbst darbot. Im Publikum saßen die Komponisten [[Alban Berg]], Gustav Mahler, [[Giacomo Puccini]], [[Arnold Schönberg]] und [[Alexander von Zemlinsky]] – sowie (anekdotisch kolportiert, aber unbelegt) [[Adolf Hitler]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Salome - Gedenktafel.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; – österreichische Erstaufführung, Gedenktafel Premieren-Foyer Oper Graz]]&lt;br /&gt;
(Im Herbst des Jahres 2024 wurde aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Grazer Oper und im Gedenken an die 75. Wiederkehr des Todestages von Richard Strauss im Premieren-Foyer des Hauses eine Gedenktafel der österreichischen Erstaufführung der Oper &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; mit Jenny Korb in der Titelpartie enthüllt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Erstaufführungen ===&lt;br /&gt;
In Prag wurde das Werk auf Initiative von [[Angelo Neumann]] bereits am 5. Mai 1906 im [[Staatsoper Prag|Deutschen Landestheater]] aufgeführt. Dirigent war [[Leo Blech]], die Salome wurde von Betty Schubert gesungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tomáš Vrbka: &amp;#039;&amp;#039;Státní opera Praha. Historie divadla v obrazech a datech. Die Geschichte des Theaters in Bildern und Daten. Opera 1888–2003.&amp;#039;&amp;#039; Slovart, Prag 2004, ISBN 80-239-2831-7, S. 102/03&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Strauss dirigierte die Berliner Erstaufführung am 5. Dezember 1906 in der [[Staatsoper unter den Linden|Hofoper]], die Salome war [[Ema Destinová|Emmy Destinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Budapester Erstaufführung am 16. Mai 1907 im [[Király Színház|Königstheater]] und die Wiener Erstaufführung am 25. Mai 1907 im [[Volkstheater (Wien)|Deutschen Volkstheater]] (heute: Volkstheater) erfolgte als Gastspiel des [[Oper Breslau|Breslauer Stadttheaters]] unter der Leitung von [[Julius Prüwer]]. Die Titelpartie sang jeweils [[Fanchette Verhunc]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Freie Presse&amp;#039;&amp;#039;, Wien vom 24. Mai 1907, S. 13 und vom 26. Mai 1907, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; in Wien u.&amp;amp;nbsp;a. alternierend mit [[Jenny Korb]]. Bemühungen [[Gustav Mahler]]s um das Werk und dessen Aufführung blieben erfolglos. An der Wiener Hofoper blieb eine Inszenierung des Werkes streng verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstaufführung in den USA fand am 22. Januar 1907 an der [[Metropolitan Opera]] in New York statt, mit [[Olive Fremstad]] in der Titelpartie, Dirigent war [[Alfred Hertz]]. Die Amoralität der Titelfigur evozierte heftigste Reaktionen etlicher Sponsoren und führte zur sofortigen Absetzung vom Spielplan der Met. Erst im Januar 1934 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039; in das Repertoire der Met aufgenommen, es sangen [[Göta Ljungberg]], [[Max Lorenz (Sänger)|Max Lorenz]] und [[Friedrich Schorr]], die Leitung hatte [[Artur Bodanzky]].&amp;lt;ref&amp;gt;MetOpera database [https://archives.metopera.org/MetOperaSearch/record.jsp?dockey=0366592 Salome (2)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Chicago verschwand die Oper nach nur einer Aufführung vom Programm – auf Druck konservativer Sponsoren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/2209-k-u-k-hofzensur-salome-richard-strauss-100.html Die k.u.k.-Hofzensur verbietet die Aufführung der &amp;quot;Salome&amp;quot;]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 22. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Royal Opera House Covent Garden]] in London fand die Erstaufführung am 8. Dezember 1910 statt. Es dirigierte [[Thomas Beecham]], die Salome war [[Aino Ackté]]. Aufgeführt wurde eine stark zensierte Fassung&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Saturday review&amp;#039;&amp;#039; vom 17. Dezember 1910, Vol. 110, S. 746 [https://archive.org/details/sim_saturday-review_1910-12-10_110_2876/page/746/mode/2up?q=salome+beecham]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dennoch sorgte der skandalöse Touch des Werkes dafür, dass jede Aufführung ausverkauft war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Wiener Staatsoper]] konnte das Werk erst kurz vor Untergang von Monarchie und Zensur ins Repertoire aufgenommen werden. Die Premiere war am 14. Oktober 1918. Es inszenierte [[Wilhelm von Wymetal (Regisseur)|Wilhelm von Wymétal]], es dirigierte [[Franz Schalk]]. Die Titelpartie sang [[Maria Jeritza]], Herodes und Herodias waren mit [[Erik Schmedes]] und [[Bella Paalen]] besetzt, der Jochanaan mit [[Friedrich Weidemann (Sänger)|Friedrich Weidemann]], der Narraboth mit [[Georg Maikl]].&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der Wiener Staatsoper: &amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/21413 SALOME BESETZUNG | 14.10.1918]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 19. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Diese Auswahl beschränkt sich – vorläufig – auf die früheren Aufnahmen dieses Werkes, die allgemein nach der internationalen Kritik als maßstäblich gelten:&lt;br /&gt;
* 1949: [[Fritz Reiner]] – [[Ljuba Welitsch]], [[Herbert Janssen]], Frederick Jagel, [[Kerstin Thorborg]], Brian Sullivan; Orchester der [[Metropolitan Opera]] (live) – LP: Melodram, 1981: CD: Gebhardt,?&lt;br /&gt;
* 1951: [[Joseph Keilberth]] – [[Inge Borkh]], [[Hans Hotter]], [[Max Lorenz (Sänger)|Max Lorenz]], Irmgard Barth, [[Lorenz Fehenberger]]; [[Bayerisches Staatsorchester]] (live) – LP: Melodram, 1980; CD: Orfeo, 1993&lt;br /&gt;
* 1953: [[Clemens Krauss (Dirigent)|Clemens Krauss]] – [[Christel Goltz]], [[Hans Braun (Sänger)|Hans Braun]], [[Julius Patzak]], Margerita Kenney, [[Anton Dermota (Sänger)|Anton Dermota]]; [[Wiener Philharmoniker]] – LP: Decca, 1954; CD: Decca, 2004&lt;br /&gt;
* 1962: [[Georg Solti]] – [[Birgit Nilsson]], [[Eberhard Waechter]], [[Gerhard Stolze]], [[Grace Hoffman]], [[Waldemar Kmentt]]; Wiener Philharmoniker – LP: Decca, 1963; CD: Decca, ab 1985&lt;br /&gt;
* 1968: [[Erich Leinsdorf]] – [[Montserrat Caballé]], [[Sherrill Milnes]], Richard Lewis, [[Regina Resnik]], [[James King (Sänger, 1925)|James King]]; [[London Symphony Orchestra]] – LP: RCA Red Seal, 1969; CD: RCA Gold Seal, ab 1989&lt;br /&gt;
* 1970: [[Karl Böhm]] – [[Gwyneth Jones (Sängerin)|Gwyneth Jones]], [[Dietrich Fischer-Dieskau]], Richard Cassilly, [[Mignon Dunn]], [[Wiesław Ochman]]; Orchester der [[Hamburgische Staatsoper|Hamburgischen Staatsoper]] (live) – LP: Deutsche Grammophon, 1971; CD: Deutsche Grammophon, ab 1994&lt;br /&gt;
* 1978: [[Herbert von Karajan]] – [[Hildegard Behrens]], [[José van Dam]], Karl Walter Böhm, [[Agnes Baltsa]], Wiesław Ochman; Wiener Philharmoniker – LP: His Master’s Voice, 1978; CD: EMI Classics, ab 1999&lt;br /&gt;
* 1994: [[Christoph von Dohnányi]] – [[Catherine Malfitano]], [[Bryn Terfel]], [[Kenneth Riegel]], [[Hanna Schwarz (Sängerin)|Hanna Schwarz]], Kim Begley, Wiener Philharmoniker – CD: Decca, 1995&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- weitere (spätere) relevante Aufnahmen erwünscht! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Kohlmayer: [https://www.rainer-kohlmayer.de/downloads/files/salome_rezeption.pdf &amp;#039;&amp;#039;Oscar Wildes Einakter „Salome“ und die deutsche Rezeption&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 144&amp;amp;nbsp;kB). In: [[Winfried Herget]], Brigitte Schultze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzformen des Dramas. Gattungspoetische, epochenspezifische und funktionale Horizonte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Forschungen zu Drama und Theater.&amp;#039;&amp;#039; Band 16). Francke, Tübingen 1996, S. 159–186.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Krebs: &amp;#039;&amp;#039;Der Wille zum Rausch. Aspekte der musikalischen Dramaturgie von Richard Strauss’ Salome.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink Verlag, München 1991, ISBN 3-7705-2708-9.&lt;br /&gt;
* [[Susanne Rode-Breymann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Guntram (Oper)|Guntram]] – [[Feuersnot]] – Salome – [[Elektra (Strauss)|Elektra]].&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Werbeck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Richard Strauss Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; J. B. Metzler, Stuttgart und Weimar und Bärenreiter, Kassel 2014, ISBN 978-3-476-02344-5, S. 170–183.&lt;br /&gt;
* [https://de.schott-music.com/shop/salome-no306349.html Einleitung] zur Neuausgabe der Partitur, Schott Music, Mainz 2019 (RSW 103-10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Salome (opera)|&amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Salome, Op.54 (Strauss, Richard)|cname=&amp;#039;&amp;#039;Salome&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* {{Opera-Guide|ID=salome|Typ=sl|Linktext=Salome}}&lt;br /&gt;
* {{Operadis|CLSTSALO|Salome}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Opern von Richard Strauss}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300157185|LCCN=no97070950|VIAF=245967220}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operntitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper in deutscher Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper von Richard Strauss]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper aus dem 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffe und Motive (Neues Testament)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk nach Oscar Wilde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salome (Tochter der Herodias)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1905]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
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