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	<title>Salep - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:35:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salep&amp;diff=353751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcel Adler: Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2026-01-14T00:09:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- kein Taxon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Salep on a wooden table.jpg|mini|Ein Salep-Getränk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salep&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet von {{arS|سحلب&amp;amp;lrm;|DMG=saḥlab}}) bezeichnet getrocknete Wurzelknollen verschiedener [[Orchideen|Erdorchideen]]. Diese Pflanzen besitzen zur Blütezeit zwei Knollen, eine verwelkte, auf deren Kosten sich der blühende Stängel entwickelt hat, und eine ungeteilte, kugelige oder handförmig geteilte, gelappte, aus welcher sich im folgenden Jahr ein blühender Stängel entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Le Salepdji ou Marchand de Salep - Choiseul-gouffier Gabriel Florent Auguste De - 1822.jpg|mini|Salepverkäufer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Zur Herstellung werden die vollsaftigen Knollen nach der Blütezeit verwendet. Frisch geerntet schmecken diese bitter und haben einen unangenehmen Geruch. Nach dem Sammeln werden sie gewaschen und ihre äußere, braune Haut wird abgerieben. Danach werden die Knollen 20–30 Minuten lang gekocht und anschließend getrocknet. Alle Orchideenknollen können Salep liefern. Am häufigsten benutzte man die ungeteilten Knollen von [[Kleines Knabenkraut|Kleinem Knabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Orchis morio&amp;#039;&amp;#039;), [[Männliches Knabenkraut|Männlichem Knabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Orchis mascula&amp;#039;&amp;#039;), [[Helm-Knabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Orchis militaris&amp;#039;&amp;#039;), [[Brandknabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Orchis ustulata&amp;#039;&amp;#039;), [[Pyramiden-Hundswurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Anacamptis pyramidalis&amp;#039;&amp;#039;), weniger die geteilten Knollen des [[Geflecktes Knabenkraut|Gefleckten Knabenkrautes]] (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza maculata&amp;#039;&amp;#039;), [[Fleischfarbenes Knabenkraut|Fleischfarbenem Knabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza incarnata&amp;#039;&amp;#039;) und [[Mücken-Händelwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Gymnadenia conopsea&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die runden Knollen sind nach dem Trocknen höchstens 3&amp;amp;nbsp;cm lang und 2&amp;amp;nbsp;g schwer, sehr unregelmäßig gestaltet, hart, spröde, gelblich grau, riechen schwach aromatisch, schmecken fade, enthalten 27 % Stärkemehl, 48 % [[Bassorin]], 1 % Zucker, 5 % Eiweiß, 2 % Mineralbestandteile u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Signaturenlehre]] galt Salep (auch als &amp;#039;&amp;#039;Stendelwurz&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Satyrion&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) seit dem Altertum im Hinblick auf die Gestalt der beiden rundlichen, nebeneinander sitzenden Knollen als ein wirksames Mittel zur Wiedererlangung der Zeugungskraft. [[Theophrastos von Eresos]] und [[Pedanios Dioscurides|Dioskurides]] schrieben ihm große Nährkraft zu. Durch die Araber kamen vermutlich persische und andere orientalische Salepknollen nach Europa, doch benutzte man hier im [[Mittelalter]] auch die Knollen heimischer Orchideen. Als es keine besseren Medikamente gab, benutzte man ihn auch als Hausmittel bei Durchfällen. Eine arzneiliche Wirkung besitzt er jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute stehen alle oben genannten Orchideenarten unter dem Schutz nationaler und internationaler Gesetze, was insbesondere für die unterirdischen Pflanzenteile gilt. Innerhalb der [[Europäische Union|EU]] sind alle Orchideenarten besonders geschützt und der Handel mit Salep ist verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salep dient bei der Lebensmittelherstellung als [[Verdickungsmittel]]. Gepulvert geben Salepknollen mit dem 40- bis 50-fachen Gewicht kochenden Wassers eine steife [[Gel|Gallerte]]. In der [[Türkei]] wird Salep zur Herstellung von Speiseeis und Milchprodukten benutzt, wobei er oft durch billigere und ökologisch unbedenkliche [[Tapioka]]stärke ersetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salep oder [[Sahlep]] ist auch der Name für ein vor allem in der Türkei und der arabischen Welt verbreitetes Getränk, das mit Saleppulver zubereitet wird. Beliebt ist beispielsweise ein Salep-[[Instantpulver]] „Ekspres Salep“, das unter einem bekannten Markennamen in der Türkei angeboten wird. Neben Saleppulver, Zimt und einem Trennmittel findet sich dort als weiteres Verdickungsmittel [[Modifizierte Stärke|modifizierte Kartoffelstärke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 18. bis Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war &amp;#039;&amp;#039;[[Sahlep|Salo(o)p]]&amp;#039;&amp;#039; aus Salep in England ein bekanntes Heißgetränk, später wurden dann die Blätter und Wurzeln des [[Sassafrasbaum]]s verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph T. Shipley: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Early English.&amp;#039;&amp;#039; Rowman &amp;amp; Littlefield, 1955, ISBN 978-1-4422-3398-0 (Reprint), S. 573.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde Salep mit Milch, Wasser und Zucker auch in Deutschland als Suppe für Kinder zubereitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SLUB Dresden |url=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/15489/1/ |titel=Supp&amp;#039;, Gemüs&amp;#039; und Fleisch |sprache=de-DE |abruf=2021-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artenschutz ==&lt;br /&gt;
Alle für die Herstellung von Salep verwendeten Erdorchideen sind über das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt und teilweise stark in ihrem Bestand bedroht. Da die Knolle ausgegraben wird, wird die Pflanze durch die Ernte vollständig zerstört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Einfuhr von Salep-Produkten in die &amp;lt;abbr&amp;gt;EU&amp;lt;/abbr&amp;gt; ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich. Solche Einfuhrgenehmigungen wurden in Deutschland und den Nachbarländern nicht erteilt, weshalb die Salebprodukte, die tatsächlich Orchideen enthalten, illegal vertrieben werden. Als Herkunftsländer dieser Produkte sind häufig Jordanien, Syrien oder der Libanon angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/artenschutz/handel-mit-salep-koeln |titel=Handel mit Salep in Köln |sprache=de |abruf=2024-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sahlep]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Hugo Lauer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Überlieferungsgeschichte der Salep-Wurzel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gundolf Keil]], Rainer Rudolf, Wolfram Schmitt, [[Hans J. Vermeer|Hans Josef Vermeer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift Gerhard Eis.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1968, S. 395–420.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenprodukt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stärke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdickungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcel Adler</name></author>
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