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	<title>Salanganen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salanganen&amp;diff=238827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Erbsenesche am 20. Juli 2022 um 19:19 Uhr</title>
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		<updated>2022-07-20T19:19:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Salanganen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Collocaliini&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte|Bonaparte]], 1853&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Segler&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Segler (Vögel)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Apodidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Seglervögel&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Apodiformes&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = AerodramusMaximus.Wokoti.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Schwarznestsalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;Aerodramus maximus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salanganen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Collocaliini) sind eine [[Tribus (Biologie)|Tribus]] innerhalb der Familie der [[Segler (Vögel)|Segler]] (Apodidae), zu der&lt;br /&gt;
knapp dreißig [[Vögel|Vogelarten]] gerechnet werden. Salanganen kommen in [[Indien]], [[Südostasien]], [[Australien]] und auf den Inseln des [[Indischer Ozean|Indischen Ozeans]] sowie des [[Pazifik|Südwest-Pazifiks]] vor. Die Salanganen sind sehr kleine bis kleine Segler, die [[Zwergsalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;Collocalia troglodytes&amp;#039;&amp;#039;) als kleinste Art weist eine Körperlänge von 9&amp;amp;nbsp;Zentimetern auf, die [[Riesensalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;Hydrochous gigas&amp;#039;&amp;#039;) ist als größte Art mit einer Körperlänge von 16&amp;amp;nbsp;Zentimetern etwas größer als mitteleuropäische [[Schwalben]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChantlerDriessens2000Collocalia&amp;quot;&amp;gt;Chantler, Driessens: &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Swifts and Tree Swifts of the World&amp;#039;&amp;#039;. Seite 120–153, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Salanganenarten verfügen über die für Vögel ungewöhnliche Fähigkeit zur [[Echoortung (Tiere)|Echoortung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Essbare Vogelnester ==&lt;br /&gt;
Die meisten Seglerarten benutzen Speichel zum Bau des Nests, dieses Verhalten ist bei den Salanganen am deutlichsten ausgeprägt. Die [[Weißnestsalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;Aerodramus fuciphagus&amp;#039;&amp;#039;) baut ihr Nest ausschließlich aus Speichel auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBW405&amp;quot;&amp;gt;del Hoyo et al. (1999): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the birds of the world&amp;#039;&amp;#039;. Seite 405f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beinahe weißen und wie Wasserglas aussehenden Nester sind die beliebtesten „essbaren Schwalbennester“, die wesentliche Zutat der [[Schwalbennestersuppe]]. Aber auch die von den [[Schwarznestsalangane]]n (&amp;#039;&amp;#039;Aerodramus maximus&amp;#039;&amp;#039;) gebauten sogenannten schwarzen Nester, die neben Speichel hauptsächlich aus Federn bestehen, gelten als Delikatesse. Die Beliebtheit dieser Vogelnester macht Maßnahmen zum Schutz dieser Arten erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hobbs2004&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lack&amp;quot;&amp;gt;David Lack: &amp;#039;&amp;#039;Swifts in a Tower&amp;#039;&amp;#039;. Seite 23–35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brutplätze und Echoortung ==&lt;br /&gt;
Die meisten Arten der Salanganen brüten in großen Kolonien in dunklen Höhlen, einige an den Küsten, andere im Binnenland. Die Kolonien sind teilweise riesig, die Individuenzahl der in den [[Niah-Höhlen]] im [[Malaysia|malaysischen]] Bundesstaat [[Sarawak]] nistenden Salanganen wurde 1931 noch auf über zwei Millionen geschätzt, im Jahr 1999 war der Bestand allerdings aufgrund der kulinarischen Verwertung der Nester auf ungefähr 300.000 eingebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hobbs2004&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Joseph J. Hobbs: &amp;#039;&amp;#039;Problems in the harvest of edible birds’ nests in Sarawak and Sabah, Malaysian Borneo.&amp;#039;&amp;#039; In: Biodiversity and Conservation 13: 2209–2226, 2004 ([[doi:10.1023/B:BIOC.0000047905.79709.7f]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Salanganenarten verfügen über gut entwickelte Fähigkeiten zur [[Echoortung (Tiere)|Echoortung]]. Dies ist eine sehr ungewöhnliche Fähigkeit bei Vögeln, die außer bei den Salanganen nur beim südamerikanischen [[Fettschwalm]] (&amp;#039;&amp;#039;Steatornis caripensis&amp;#039;&amp;#039;) zu finden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ThomassenEtAl2005&amp;quot;/&amp;gt; Im Gegensatz zu [[Fledermäuse]]n benötigen die Salanganen diese Fähigkeit offenbar nicht zur Lokalisierung von Beutetieren in der Luft, sondern die Echoortung gibt ihnen die Möglichkeit, in dunklen Höhlen zu nisten. Zudem sind sie dadurch in der Lage, abends länger auf Insektenjagd zu gehen, ohne ein Problem beim Aufsuchen des Nistplatzes in großer Dunkelheit zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBW391&amp;quot;&amp;gt;del Hoyo et al. (1999): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the birds of the world&amp;#039;&amp;#039;. Seite 391, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Systematik der Salanganen ist äußerst umstritten. [[Ernst Mayr]] bezeichnete sie 1937 als das schwierigste Problem der [[Taxonomie]] der Vögel. Ursprünglich wurden alle Salanganen einer einzigen Gattung zugeordnet, nämlich &amp;#039;&amp;#039;Collocalia&amp;#039;&amp;#039;. In der Folgezeit wurden Aufteilungen auf mehrere Gattungen diskutiert, und die Arten wurden – basierend auf äußerlichen Merkmalen und Unterschieden in der Brutbiologie – mehrfach umsortiert, bis 1970 eine von [[Richard Kendall Brooke|R. K. Brooke]] vorgenommene Aufteilung der Salanganen auf drei Gattungen verhältnismäßig breite Anerkennung fand. Auch diese Aufteilung wurde zwischenzeitlich von einigen Autoren wieder verworfen, aber durch einige seit 2003 durchgeführte [[Molekulargenetik|molekulargenetische]] Untersuchungen bestätigt. Diese unter anderem anhand des [[mitochondriale DNA|mitochondrialen]] [[Cytochrome]]-b-Genabschnitts durchgeführten Untersuchungen belegen auch, dass die Salanganen [[monophyletisch]] sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ThomassenEtAl2003&amp;quot;&amp;gt;Thomassen et al. (2003): &amp;#039;&amp;#039;A new phylogeny of swiftles (Aves:Apodidae) based on cytochrome-b DNA&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Volume 29, Seite 86–93 {{doi|10.1016/j.ympev.2005.05.010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ThomassenEtAl2005&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglich alle Arten umfassenden Gattung &amp;#039;&amp;#039;Collocalia&amp;#039;&amp;#039; verblieben die Segler mit glänzendem Gefieder, die nicht über die Fähigkeit zur Echoortung verfügen. Der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Hydrochous&amp;#039;&amp;#039; gehört nur die an Wasserfällen brütende [[Riesensalangane]] an. Die restlichen Arten, die ein nicht glänzendes, graues Gefieder aufweisen, bilden die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Aerodramus&amp;#039;&amp;#039;. Diese Arten verfügen über die Fähigkeit zur Echoortung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBW389&amp;quot;&amp;gt;del Hoyo et al. (1999): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the birds of the world&amp;#039;&amp;#039;. Seite 389f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Widerspruch tauchte auf, als nachgewiesen wurde, dass die zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;Collocalia&amp;#039;&amp;#039; zählende [[Zwergsalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;C. troglodytes&amp;#039;&amp;#039;) über die Fähigkeit zur Echoortung verfügt. Damit hat diese Eigenschaft ihre herausragende Bedeutung zur Unterscheidung zwischen den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Aerodramus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Collocalia&amp;#039;&amp;#039; verloren. Eine Forschergruppe um Henri Thomassen vermutete 2005, dass die Echoortung bei der Zwergsalangane durch [[Konvergenz (Biologie)|konvergente Evolution]] entstanden ist. Obwohl die Monophylie von &amp;#039;&amp;#039;Aerodramus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Collocalia&amp;#039;&amp;#039; auch bei diesen Untersuchungen betätigt wurde, zogen die Autoren in Erwägung, alle Salanganen wieder in einer Gattung zu vereinen, da es nun kein eindeutiges äußeres Merkmal mehr zur Unterscheidung gibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ThomassenEtAl2005&amp;quot;&amp;gt;Thomassen et al. (2005): &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetic relationships amongst swifts and swiftlets: A multi locus approach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Volume 37, 2005, Seite 264–277 {{doi|10.1016/j.ympev.2005.05.010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusätzlicher umstrittener Aspekt ist die Einordnung der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Schoutedenapus]]&amp;#039;&amp;#039;, über die sehr wenig bekannt ist. Aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit wurden die beiden Arten dieser Gattung ursprünglich der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Apus (Gattung)|Apus]]&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Aufgrund ihrer abweichenden Zehenanordnung –&amp;amp;nbsp;[[anisodactyl]] statt wie bei den anderen &amp;#039;&amp;#039;Apus&amp;#039;&amp;#039;-Arten [[pamprodactyl]]&amp;amp;nbsp;– wurden die Arten in eine eigene Gattung gestellt, nämlich &amp;#039;&amp;#039;Schoutedenapus&amp;#039;&amp;#039;. Die Zuordnung dieser Gattung ist aufgrund widersprüchlicher Merkmale schwierig, so wurde neben der Zuordnung zur Tribus &amp;#039;&amp;#039;Apondini&amp;#039;&amp;#039; auch eine Zuordnung zur Unterfamilie &amp;#039;&amp;#039;Cypselodinae&amp;#039;&amp;#039; in Betracht gezogen. Die Lautäußerungen des [[Maussegler]]s wiederum ähneln den Klick-Lauten der echoortenden Salanganen, so dass die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Schoutedenapus&amp;#039;&amp;#039; derzeit mangels sinnvoller Alternativen üblicherweise diesen zugeordnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChantlerDriessens24&amp;quot;&amp;gt;Chantler, Driessens: &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Swifts and Tree Swifts of the World&amp;#039;&amp;#039;. Seite 24, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Gattungen werden üblicherweise unterschieden:&lt;br /&gt;
* Tribus: Salanganen (&amp;#039;&amp;#039;Collocaliini&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** Gattung: &amp;#039;&amp;#039;[[Collocalia]]&amp;#039;&amp;#039; mit 3 Arten&lt;br /&gt;
** Gattung: &amp;#039;&amp;#039;[[Aerodramus]]&amp;#039;&amp;#039; mit 22 Arten&lt;br /&gt;
** Gattung: &amp;#039;&amp;#039;[[Hydrochous]]&amp;#039;&amp;#039; mit einziger Art [[Riesensalangane]] (&amp;#039;&amp;#039;H. gigas&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** Gattung: &amp;#039;&amp;#039;[[Schoutedenapus]]&amp;#039;&amp;#039; mit 2 Arten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Josep del Hoyo]], Andrew Elliott, [[Jordi Sargatal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Birds of the World&amp;#039;&amp;#039;. Volume 5: &amp;#039;&amp;#039;Barn-Owls to Hummingbirds&amp;#039;&amp;#039;. Lynx Edicions, 1999, ISBN 84-87334-25-3&lt;br /&gt;
* [[David Lack]]: &amp;#039;&amp;#039;Swifts in a Tower&amp;#039;&amp;#039;. Chapman &amp;amp; Hall 1973; ISBN 0-412-12170-0&lt;br /&gt;
* Phil Chantler, Gerald Driessens: &amp;#039;&amp;#039;Swifts – A Guide to the Swifts and Tree Swifts of the World.&amp;#039;&amp;#039; Pica Press, Mountfield 2000, ISBN 1-873403-83-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salanganen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erbsenesche</name></author>
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