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	<title>Salamon Dembitzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:44:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Salamon_Dembitzer&amp;diff=1196411&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-11T13:27:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salamon Dembitzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: Salomon Dambitzer, geboren [[29. Januar]] [[1888]] in [[Krakau]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[11. Oktober]] [[1964]] in [[Lugano]], [[Schweiz]]) war ein vorwiegend [[deutschsprachiger Schriftsteller]] und [[Journalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Salamon Dembitzer war der Sohn von Herschel und Amalia Dembitzer und der Enkel des [[Talmud]]gelehrten und Historikers [[Chaim Nathan Dembitzer]]. Er hatte drei Geschwister. Seine Kindheit verbrachte er in dem kleinen Dorf Lancut bei [[Krakau]]. Schon früh widersetzte sich der junge Salamon den Plänen seiner Familie, er solle [[Rabbiner]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1903 verließ der fünfzehnjährige Dembitzer sein Elternhaus, flüchtete nach Deutschland und dann weiter nach [[Antwerpen]]. Als seine Familie 1906 nach [[Kassel]] zog, stieß er wieder zu ihr, begann in [[Göttingen]] ein Studium, das er bald abbrach, und arbeitete als Journalist beim &amp;#039;&amp;#039;[[Kasseler Volksblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. 1908 veröffentlichte er erste Gedichte – diese noch auf [[Jiddisch]] in lateinischer Schrift – und 1914 dann ersten Erzählungen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Aus engen Gassen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten weitere Aufenthalte in [[Antwerpen]] und [[Amsterdam]], wo er als Redakteur für das &amp;#039;&amp;#039;[[Algemeen Handelsblad]]&amp;#039;&amp;#039; und für &amp;#039;&amp;#039;[[Het Vrije Volk|Het Volk]]&amp;#039;&amp;#039; arbeitete. Mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] musste Dembitzer nach [[Berlin]] umsiedeln, ging aber bald nach Holland zurück, wo er mehrere Bücher mit Erzählungen in niederländischer Sprache veröffentlichte. Zudem war er Kriegskorrespondent des &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
1919 oder 1920 kehrte er nach Berlin zurück und wurde Redakteur für die &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt am Montag]]&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die Wiener &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Viele Kurzgeschichten von ihm wurden abgedruckt. 1928 starb die Mutter. 1930 veröffentlichte er den ihr gewidmeten ersten Roman &amp;#039;&amp;#039;Bummler und Bettler&amp;#039;&amp;#039; und den Theatertext &amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrtsamt&amp;#039;&amp;#039;. Das literarische Berlin wurde langsam auf ihn aufmerksam. Seine mit Freunden und Kollegen neu gegründete Literaturzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Clique&amp;#039;&amp;#039; blieb erfolglos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 floh der jüdischstämmige Dembitzer vor dem Nationalsozialismus in die Niederlande, wo er kurzfristig als Redakteur arbeitete. Hier publizierte er – auf Deutsch – sein Hauptwerk, den Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Geistigen&amp;#039;&amp;#039;. Der junge [[Albert Vigoleis Thelen]] besprach den Roman euphorisch, daneben hagelte es einige Verrisse; der Roman wurde kaum wahrgenommen. Es handelt sich um eine amüsante satirische Skizze des Kulturbetriebs der Weimarer Republik mit den Figuren Abel Krampf (= [[Alfred Kerr]]) und Abel Driglin (= [[Alfred Döblin]]). Eine Neuauflage dieses Romans erschien 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil ===&lt;br /&gt;
1935 zog Dembitzer weiter nach [[Brüssel]] (Belgien), wenig später nach Portugal, 1940/41 bekam er dort ein amerikanisches Visum und emigrierte in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] nach [[New York City]]. Im August 1942 wurden sein Bruder Chaim Nussyn Dembitzer und dessen Frau von den Nazis umgebracht. Ein weiterer nach Neuseeland emigrierter Bruder unterstützte Salomon finanziell, da dieser in den USA kaum Arbeit fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 wanderte Dembitzer mit seiner späteren Frau Hertha, geb. Weiß, nach [[Australien]] aus und lebte in [[Sydney]]. Hier erschienen seine selbst publizierten Bücher &amp;#039;&amp;#039;Drama in Ostend&amp;#039;&amp;#039; (1950) und &amp;#039;&amp;#039;Visas for America&amp;#039;&amp;#039; (1952), beides stark autobiographische Auseinandersetzungen mit Flucht und Exil, auf Englisch. 1955 erschienen einige Erzählungen aus den 1920er Jahren in englischer Übersetzung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Adventures in Prague&amp;#039;&amp;#039;. 1958 kehrte Dembitzer schließlich nach Europa zurück und zog in die [[Schweiz]], wo er 1964 in Lugano starb. In den letzten zehn Lebensjahren veröffentlichte er nicht mehr. Salamon Dembitzer kehrte zeitlebens nicht nach Deutschland zurück. Seinen Nachlass verwaltet das [[Leo Baeck Institute]] in New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebns klangen&amp;#039;&amp;#039; (1907), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verloirene Welten&amp;#039;&amp;#039; (1910), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Blätter&amp;#039;&amp;#039; (1913), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus engen Gassen&amp;#039;&amp;#039; (1915), Erzählungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Osten&amp;#039;&amp;#039; (1916)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Liebe&amp;#039;&amp;#039; (1920)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Onkel&amp;#039;&amp;#039; (1922), Erzählungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Holländische Erde&amp;#039;&amp;#039; (1924), Erzählungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nächte im [[Vondelpark]]&amp;#039;&amp;#039; (1924), Erzählungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bummler und Bettler&amp;#039;&amp;#039; (1930), Roman&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrtsamt&amp;#039;&amp;#039; (1930), Drama in 3 Akten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abrechnung &amp;#039;&amp;#039; (1931)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geistigen&amp;#039;&amp;#039; (1934), Roman&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drama in Ostend&amp;#039;&amp;#039; (1950), Roman&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Visas for America&amp;#039;&amp;#039; (1952), Roman (die deutsche Originalfassung mit dem Titel &amp;quot;Visum nach Amerika&amp;quot; ist 2009 im Weidle Verlag, Bonn, erschienen, mit einem Nachwort von Ursula Seeber)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adventures in Prague and Other Stories&amp;#039;&amp;#039; (1955), Erzählungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geistigen&amp;#039;&amp;#039; (2007), Roman (Neuauflage, Weidle Verlag, Bonn. Mit einem ausführlichen Nachwort von [[Uta Beiküfner]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dembitzer, Salamon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Carmo–Donat.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 1997, ISBN 3-598-22685-3, S. 348–353.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dembitzer, Salamon&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 209&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126187649}}&lt;br /&gt;
* Hajo Jahn: [https://www.exilarchiv.de/?p=301 Salamon Dembitzer (Kurzbiografie)] In: [[Exil-Archiv]]&lt;br /&gt;
* [http://findingaids.cjh.org/?fnm=SalamonDembitzer&amp;amp;pnm=LBI Englischsprachige Biographie] des Leo-Baeck-Institute, New York&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126187649|LCCN=nr/96/14175|VIAF=57597728}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dembitzer, Salamon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Jiddisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Australier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dembitzer, Salamon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dambitzer, Salomon&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschsprachiger Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Januar 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lugano]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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