<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sakrosankt</id>
	<title>Sakrosankt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sakrosankt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sakrosankt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T00:45:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sakrosankt&amp;diff=1676179&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sakrosankt&amp;diff=1676179&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-06-08T10:39:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert das Rechtsprinzip zur Zeit der Römischen Republik. Zur Metal-Band siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Sacrosanct]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sakrosankt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom [[latein]]ischen Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;sacrosanctus&amp;#039;&amp;#039;, einem [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] aus &amp;#039;&amp;#039;sacer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sanctus&amp;#039;&amp;#039;, deutsch „unverletzlich, hochheilig“) bezeichnet in der Zeit der [[Römische Republik|römischen Republik]] und des [[Prinzipat]]s die Unverletzlichkeit einer Person, die durch einen Eid gesichert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren nur die [[Volkstribun]]e sakrosankt. Sie wurden durch einen Eid geschützt, mit dem sich die [[Plebejer]] verpflichteten, einen Angriff zu ahnden. Die Maßnahme richtete sich zunächst gegen die [[Patriziat (Römisches Reich)|Patrizier]]. Wer einen Volkstribunen körperlich angriff, konnte getötet werden, ohne dass der Tötende Rache befürchten musste. In späterer Zeit konnte ein Angreifer als [[Perduellio|Hochverräter]] hingerichtet werden. Praktisch hing die Bedeutung dieses Unverletzlichkeitsprinzips jedoch davon ab, ob die Plebs ihren Eid erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der mittleren Republik entwickelte sich dieses Prinzip zur [[Tribunizische Gewalt|Legitimationsgrundlage]] bestimmter politischer Maßnahmen. Als Folge des Ausgleichs am Ende der [[Ständekämpfe (Rom)|Ständekämpfe]] und der Anerkennung des Amtes durch die Patrizier verloren Schutzfunktion und Verpflichtung zur Rache in der Praxis an Bedeutung. Die Unverletzlichkeit konnte nun als defensives (zum Beispiel durch das [[Interzession|Einspruchsrecht]]) oder aber auch als offensives Mittel (zum Beispiel als physisches Mittel, Widerstand zu brechen) eingesetzt werden. Die radikale Auslegung durch den Tribunen Publius Popillius Laenas, der auf Veranlassung des [[Gaius Marius|Marius]] im Jahre 86 v.&amp;amp;nbsp;Chr. die Kapitalstrafe des Sturzes vom [[Tarpejischer Fels|Tarpejischen Felsen]] am Tribunen des Vorjahrs, Sextus Lucilius, vollziehen ließ, blieb eine Ausnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits unter [[Gaius Iulius Caesar]] wurde diese Unverletzlichkeit von der Person des Tribunen gelöst und konnte daher auf den Herrscher übertragen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio 44,5,3. Vgl. R. A. Bauman: &amp;#039;&amp;#039;Tribunician Sacrosanctity in 44, 36 and 35 B. C.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinisches Museum für Philologie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 124, 1981, S. 166–183.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem [[Augustus]] im Jahr 36 v.&amp;amp;nbsp;Chr. als &amp;#039;&amp;#039;sacrosanctus&amp;#039;&amp;#039; erklärt worden war, war dies Bestandteil des Amtes und der Macht des [[Princeps]]. Bis zum Ende des Römischen Reiches machte diese quasireligiöse sakrosankte Stellung einen Wandel durch. Im Zuge der Christianisierung der Bevölkerung wurde der Begriff zunehmend für christliche Einrichtungen und Vorstellungen benutzt. Das Wort nahm die Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;hochheilig&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Im Deutschen hat das Wort &amp;#039;&amp;#039;sakrosankt&amp;#039;&amp;#039; heute noch eine ähnliche Bedeutung wie in der römischen Kaiserzeit. Es bezeichnet eine unantastbare oder unverletzliche Sache. Benutzt wird es im Kontext besonders wichtiger und nicht anzweifelbarer Angelegenheiten, wobei der religiöse Gehalt nicht mehr im Vordergrund steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sacrosanct]], Thrash-Metal-Band&lt;br /&gt;
* [[Sakralisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|sakrosankt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jochen Bleicken]]: &amp;#039;&amp;#039;Das römische Volkstribunat. Versuch einer Analyse seiner politischen Funktion in republikanischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Chiron (Zeitschrift)|Chiron]] 1981, S. 87–101.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Kübler]]: &amp;#039;&amp;#039;Sacrosanctum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Zweite Reihe, Band 1,2, J. B. Metzler, Stuttgart 1920, Sp. 1684–1688.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kunkel]] mit [[Roland Wittmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsordnung und Staatspraxis der römischen Republik. Zweiter Abschnitt. Die Magistratur&amp;#039;&amp;#039;. München 1995, ISBN 3-406-33827-5 (von Wittmann vervollständigte Ausgabe des von Kunkel unvollendet nachgelassenen Werkes). S. 573 f.&lt;br /&gt;
* [[Lukas Thommen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Volkstribunat der späten römischen Republik&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05187-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.thelatinlibrary.com/cicero/leg.shtml M. Tullius Cicero, De Legibus Buch 3,9]&lt;br /&gt;
* [http://la.wikisource.org/wiki/Ab_Urbe_Condita_libri T. Livius, Ab urbe condita, Buch 2,33,1–2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pleonasmus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>