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	<title>Sakische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:18:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sakische_Sprache&amp;diff=512174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WajWohu: /* Verbreitungsgebiet */ besseres Lemma in dem Zusammenhang</title>
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		<updated>2025-07-25T19:38:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verbreitungsgebiet: &lt;/span&gt; besseres Lemma in dem Zusammenhang&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sakisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Mitteliranische Sprachen|mitteliranische Sprache]] und gehört damit zur Unterfamilie des [[Indoiranische Sprachen|indoiranischen]] Zweigs der [[Indogermanische Sprachfamilie|indogermanischen Sprachfamilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Sakisch war eine [[Iranische Sprachen#Südost-Iranisch|südostiranische Sprache]] der mitteliranischen Sprachstufe und wurde von den antiken [[Saken]] (altpers. &amp;#039;&amp;#039;Saka-&amp;#039;&amp;#039;, griech. &amp;#039;&amp;#039;Σάκαι&amp;#039;&amp;#039;) gesprochen, die gemäß chinesischen, altpersischen und griechischen Quellen seit mindestens 200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. im östlichen [[Mittelasien]] als [[Nomade]]n lebten. Sie wurde erst um 1900 wieder dem Vergessen entrissen. Aus der frühen Nomadenzeit der Saken ist nur eine im Grabhügel von [[Issyk]] (4./3. Jahrhundert v. Chr.) gefundene, trotz mehrerer Entzifferungsversuche nicht überzeugend entzifferte Schrift bekannt, die große Ähnlichkeit zu späteren, ebenfalls nicht entzifferten Inschriften in der historischen Region [[Baktrien]] hat, auch ihre Bezeichnung als „sakische Schrift“ ist umstritten, ihre Sprache und Lesung ist bisher unbekannt (siehe Artikel [[Issyk-Kuschana-Schrift]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die sakische Sprache typische Wörter, Formen, Namen und Schreibgepflogenheiten finden sich in zumeist auf [[Sanskrit]] geschriebenen Texten der indischen Sakas oder [[Indo-Skythische Dynastie|Indo-Skythen]], sowie in den [[Inschrift]]en und [[Legende (Numismatik)|Münzlegenden]] aus dem Nordwest-[[Indien]] der Sakaperiode (etwa 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.) wieder. Nach historischen und archäologischen Erkenntnissen waren im 1. vorchristlichen Jahrhundert Saken aus Mittelasien nach Nordwestindien eingewandert und hatten dort eigene Reiche gegründet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarimbecken 3. Jahrhundert.png|mini|Handelsstädte und Stadtstaaten im [[Tarimbecken]] rund um die [[Taklamakan]]-Wüste im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. Im [[Königreich von Hotan]] (grün) und in Tumxuk und Umgebung (westliche Stadt im braunen Königreich von Kuqa) wurde etwa 300 Jahre nach dem Zeitraum dieser Karte in sakischer Sprache geschrieben.]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wanderten Saken spätestens ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. auch ins westliche [[Tarimbecken]] ein, wo als einzige Region auch zahlreiche komplette Texte des Sakischen erhalten sind. Sakisch ist hier in zwei [[Dialekt]]en bekannt geworden, die nach den Haupt[[Fundort|fundgegenden]] „[[Hotan]]-Sakisch“ und „[[Tumxuk]]-Sakisch“ genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekte ==&lt;br /&gt;
=== Hotansakisch ===&lt;br /&gt;
==== Material ====&lt;br /&gt;
Sehr reich bezeugt ist das Hotansakische aufgrund umfänglicher Textfunde aus [[Buddhismus|buddhistischen]] Klöstern und Heiligtümern im alten [[Königreich von Hotan]], im weiteren Umkreis um die heutige Stadt [[Hotan (Stadt)|Hotan]] (Hetian) südöstlich von [[Kaschgar (Stadt)|Kaschgar]], sowie in der &amp;#039;&amp;#039;Höhle der tausend Buddhas&amp;#039;&amp;#039; von [[Dunhuang]]. Das Reich von Hotan war in der zweiten Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends n.&amp;amp;nbsp;Chr. ein bedeutendes Zentrum des Buddhismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung dieser Sprache, die offenbar bald nach der türkischen Eroberung zu Anfang des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts untergegangen ist, als &amp;#039;&amp;#039;Khotanisch&amp;#039;&amp;#039; kann sich darauf stützen, dass sie in den Dokumenten selbst genannt wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Book of Zambasta BLX3542 OR9614 5R1 1.jpg|mini|Ausschnitt aus dem Hotan-buddhistischen Poem „Buch des Zambasta“ in [[Brahmi-Schrift]] (BLX3542 OR9614 5R1 1)]]&lt;br /&gt;
Die Texte, die aus dem 7. bis 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. stammen, befinden sich teils in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pothi-Handschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus beidseitig beschriebenen länglichen Blättern, die mittels einer durch Löcher geführten Schnur zusammengehalten werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Carlo G. Cereti: &amp;#039;&amp;#039;Die iranischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran&amp;#039;&amp;#039; (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Skira editore, Milano, Kunsthistorisches Museum Wien). Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 31–37, hier: S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; teils auf chinesischen [[Buchrolle]]n, bei denen die Rückseiten chinesischer Texte zur Niederschrift des hotansakischen Textes (wieder)verwendet wurden. Fast sämtliche erhalten gebliebene Texte sind buddhistischen Inhalts, in der Regel Übersetzungen aus dem [[Sanskrit]]; und dass zahlreiche, teils sehr umfangreiche [[Bilingue]]n mit chinesischem, tibetischem oder Sanskrit-Paralleltext zur Hand sind, erleichtert ihre sprachliche Interpretation oft beträchtlich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der wichtigste Text dieser Gruppe ist ein der ältesten bezeugten Sprachstufe angehörendes [[Lehrgedicht]], das verschiedene Aspekte des Buddhismus behandelt und buddhistische [[Legende]]n erzählt, das nach seinem Auftraggeber benannte &amp;#039;&amp;#039;Buch des Zambasta&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Inhalt dieses nur auf Hotansakisch überlieferten buddhistischen Gedichts siehe [[Encyclopædia Iranica]], Ronald E. Emmerick: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.iranicaonline.org/articles/book-of-zambasta-poem Book of Zambasta].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Übrigen gibt es eine Reihe von Dokumenten und sonstigen [[profan]]en Texten wie Briefen, Gedichten und medizinischen [[Traktat]]en, sogar ein [[Reisetagebuch]] über eine Reise von Hotan nach [[Srinagar]]. Nur in geringer Zahl finden sich Holz- und Wandinschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schrift ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Khotanese animal zodiac BLI6 OR11252 1R2 1.jpg|mini|Astrologische Beschreibung der [[Erdzweige|chinesischen Tierkreiszeichen]] in hotansakischer Kursivschrift (BLI6 OR11252 1R2 1)]]&lt;br /&gt;
Geschrieben sind diese hotansakischen Texte in verschiedenen Varianten der in [[Zentralasien]] gebräuchlichen indischen [[Brahmi-Schrift]], die älteren literarischen Texte in einer deutlichen [[Buchschrift]], die späteren Dokumente in einem sehr kursiven [[Duktus (Sprachwissenschaft)|Duktus]]. Dabei musste die Schrift den lautlichen Besonderheiten des Hotansakischen angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tumxuksakisch ===&lt;br /&gt;
Weit schlechter als das Hotansakische ist das Tumxuksakische (Tumschuqische) bezeugt, das nur aus einer buddhistischen [[Manuskript|Handschrift]] von Tumxuk (nordöstlich von Kaschgar) und einigen in der Nähe gefundenen [[Urkunde]]n bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es der Sprache von Hotan engstens verwandt ist und dass beide nur verschiedene Dialekte ein und derselben Sprache sind, zeigen eine Reihe [[Morphologie (Linguistik)|morphologischer]] und [[Lexikologie|lexikalischer]] Gemeinsamkeiten. Das Tumxuksakische repräsentiert eine altertümlichere Entwicklungsstufe als das Hotansakische, da es bestimmte jüngere Erscheinungen nicht aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=&amp;quot;Prothetic H-&amp;quot; in Khotanese and the Reconstruction of Proto-Iranic |url=https://ia801704.us.archive.org/32/items/prag2020.pdf/prag2020.pdf.pdf|website=Martin Kümmel |publisher=Script and Reconstruction in Linguistic History―Univerzita Karlova v Praze, March 2020 |language=en}}&lt;br /&gt;
* Harold W. Bailey: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Khotan Saka&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 1979.&lt;br /&gt;
* Ronald E. Emmerick (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Book of Zambasta. A Khotanese poem on Buddhism&amp;#039;&amp;#039;, ed. and translated. London 1968.&lt;br /&gt;
* Ronald E. Emmerick: &amp;#039;&amp;#039;Khotanese and Tumsuqese&amp;#039;&amp;#039;. In: Rüdiger Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Compendium Linguarum Iranicarum&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1989, S. 204–229.&lt;br /&gt;
* Ronald E. Emmerick: &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Literature of Khotan&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Tokyo 1992.&lt;br /&gt;
* Heinrich Lüders: &amp;#039;&amp;#039;Die Sakas und die „nordarische“ Sprache&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1913, S. 406–427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[James Patrick Mallory]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20190808025659/https://www.penn.museum/documents/publications/expedition/PDFs/52-3/mallory.pdf Bronze Age Languages of the Tarim Basin.]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/forschung/turfanforschung/dta/ks/images/ks02sideatotal.jpg Hotansakischer Text]&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/forschung/turfanforschung/dta/ts/images/ts29total.jpg Tumxuksakische Texte]&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=„Prothetic &amp;#039;&amp;#039;h-&amp;#039;&amp;#039;“ in Khotanese and the Reconstruction of Proto-Iranic |url=https://ia801704.us.archive.org/32/items/prag2020.pdf/prag2020.pdf.pdf|website=Martin Kümmel |publisher=Script and Reconstruction in Linguistic History―Univerzita Karlova v Praze, March 2020 |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitteliranische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korpussprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WajWohu</name></author>
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