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	<title>Saint-Mathieu-Dom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T14:11:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saint-Mathieu-Dom&amp;diff=2515960&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 6. August 2023 um 23:35 Uhr</title>
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		<updated>2023-08-06T23:35:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saint-Mathieu-Dom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine domartige Aufwölbung im [[Grundgebirge]] des nordwestlichen [[Geologie des Zentralmassivs|Massif Central]] in [[Frankreich]]. Er ermöglicht einen Einblick in strukturell tieferliegende, [[Parautochthon|parautochthone]] Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Domstruktur wurde nach der Gemeinde [[Saint-Mathieu]] im [[Département Haute-Vienne]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MerlisSerpentinites.png|mini|400px|Geologische Karte des Doms von Saint-Mathieu]]&lt;br /&gt;
Der Saint-Mathieu-Dom liegt unmittelbar am Nordwestrand des Massif Central. Im Südwesten wird er von den [[Mesozoikum|mesozoischen]] [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]] des nördlichen [[Aquitanisches Becken|Aquitanischen Beckens]] begrenzt, welche oft durch eine [[Verwerfung (Geologie)|Randstörung]] vom Grundgebirge abgetrennt werden.  Die östliche Begrenzung bildet die [[Überschiebung]] der [[Untere Gneisdecke|Unteren Gneisdecke]] (Einheiten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LGU&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf der geologischen Karte), die zwischen [[Saint-Jean-de-Côle]] im Süden und &amp;#039;&amp;#039;Peyrassoulat&amp;#039;&amp;#039; (Gemeinde [[Chéronnac]]) im Norden die [[Glimmerschiefer]] der [[Parautochthone Glimmerschiefereinheit|Parautochthonen Glimmerschiefereinheit]] (Einheit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PMU&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) überfährt. Die Nordbegrenzung bilden [[Paragneis]]e der Unteren Gneisdecke. Die Nordwestecke wird von der [[Le-Lindois-Störung]] abgeschnitten, welche die [[Mazerolles-Einheit]] im Nordabschnitt und [[Jura (Geologie)|Lias]] im Südteil vom Dominneren abtrennt.&lt;br /&gt;
Die Domstruktur misst in ihrer maximalen Längserstreckung (in Nord-Süd-Richtung) zirka 35 Kilometer, an ihrer breitesten Stelle in Ost-West-Richtung rund 25 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paragneiss Nontron.jpg|mini|300px|Plagioklas-führender Paragneis von [[Nontron]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern des Saint-Mathieu-Doms befinden sich folgende geologischen Einheiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Parautochthone Glimmerschiefereinheit (Einheit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PMU&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), die vom [[Saint-Mathieu-Leukogranit]] im Westen (Einheit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SML&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und vom [[Chéronnac-Leukogranit]] am Nordrand (Einheit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) begrenzt und gleichzeitig von ersterem  intrudiert wird.&lt;br /&gt;
* Paragneise (Einheiten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), in die der [[Piégut-Pluviers-Granodiorit]] (Einheit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PPG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) aufgedrungen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westseite der Domstruktur wird von einer in etwa Nord-Süd-streichenden Störungszone durchquert, die den Westrand des Piégut-Pluviers-Granodiorits von den Paragneisen abtrennt.  Diese Störungsstaffel verläuft von &amp;#039;&amp;#039;Lacrète&amp;#039;&amp;#039; (Gemeinde [[Étouars]]) im Süden bis nördlich von [[Massignac]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roussines leucogranite.jpg|mini|300px|Anatektischer Roussines-Granit, Teil des Saint-Mathieu-Leukogranitmassivs]]&lt;br /&gt;
Auffallend für das Innere der Domstruktur ist das Überwiegen der Intrusivgesteine, insbesondere im Osten der Nord-Süd-Störungszone. Insgesamt dürften die Intrusivgesteine rund 80 % der gesamten Oberfläche der Struktur einnehmen. Es ist daher anzunehmen, dass die Domstruktur durch das Aufblähen der neovariszischen Intrusivkörper verursacht wurde. Eine tektonische Ursache im Zusammenhang mit dem älteren,  mediovariszischen Zusammenschub des Deckenstapels im [[Limousin]]  (Zeitraum 400 bis 360 Millionen Jahre) darf ausgeschlossen werden, da der Saint-Mathieu-Leukogranit die Überschiebungsbahn der Unteren Gneisdecke durchbricht und ferner Apophysen (Abzweigungen in das Nebengestein) in die Gneise entsendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter ==&lt;br /&gt;
Die neovariszischen Intrusiva drangen im [[Pennsylvanium]] auf, beispielsweise besitzt der Piégut-Pluviers-Granodiorit ein (namurisch/westphalisches) Alter von 315 bis 314 Millionen Jahren [[Before Present|BP]]. Der Saint-Mathieu-Leukogranit ist jünger, seine grobkörnige Fazies liefert ein Alter von 304 Millionen Jahren. Dieses endkarbonische Alter ist sehr wahrscheinlich auch der Zeitpunkt für die endgültige Aufwölbung  des Saint-Mathieu-Doms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalgeologischer Überblick ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AugengneisMialet.jpg|mini|300px|Augengneis der Unteren Gneisdecke bei [[Mialet (Dordogne)|Mialet]]. Dieses Gestein überfährt die Domstruktur im Osten.]]&lt;br /&gt;
Die Hochstruktur des Saint-Mathieu-Doms befindet sich in der westlichen Verlängerung einer großräumigen [[Synklinale]] ([[Saint-Germain-les-Belles-Synform]])  im variszischen Deckenstapel, der südlich von [[Limoges]] aus der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit, der Unteren Gneisdecke und der darüber geschobenen [[Obere Gneisdecke|Oberen Gneisdecke]] aufgebaut ist. Bedingt durch das Aufbiegen des Deckenstapels am Ostrand des Saint-Mathieu-Doms tritt hier die sonst verborgene, unter der Unteren Gneisdecke liegende Parautochthone Glimmerschiefereinheit zu Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz ähnliche tektonische Verhältnisse herrschen auch im  [[Millesvaches-Massiv]] im Osten der zentralen Synklinale. Das ebenfalls Nord-Süd ausgerichtete Millesvaches-Massiv besteht wie der Saint-Mathieu-Dom zum Großteil aus Intrusivgesteinen und wird weitgehend von Glimmerschiefern der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit umrahmt.  Das Millesvaches-Massiv  ist aber mit 160 Kilometern wesentlich länger. Die Längserstreckung von 35 Kilometern im Saint-Mathieu-Dom sind jedoch eine Minimalangabe, da sich der Dom eventuell noch weiter nach Süden unter den Sedimenten des Aquitanischen Beckens fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Briand, Bernard et al. |Titel=Feuille Châlus.|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Chèvremont, P. et al.|Titel=Feuille Rochechouart|Sammelwerk= Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Floc&amp;#039;h, J.-P. et al.|Titel=Feuille La Rochefoucauld|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Floc’h, J.-P. et al.|Titel=Feuille Montbron|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Floc’h, J.-P. et al.|Titel=Feuille Nontron|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Guillot, P.-L. et al|Titel=Feuille Thiviers|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Zentralmassivs|Saint-Mathieu-Dom]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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