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	<title>Safawiden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Politische Geschichte */ klg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politische Geschichte: &lt;/span&gt; klg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt die persische Herrscherdynastie. Für den Sufiorden siehe [[Safawiyya]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Safavid Flag.svg|mini|Flagge des safawidischen Persiens ([[Flagge Irans#Geschichte|Iran]]) unter dem [[Schah]] [[Ismail II. (Schah)|Ismail II.]] mit Löwe und Sonne (&amp;#039;&amp;#039;schir o chorschid&amp;#039;&amp;#039;).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safavid Empire 1501 1722 AD.png|mini|Das Reich der Safawiden in seiner größten territorialen Ausdehnung um 1510]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Safawiden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Safaviden&amp;#039;&amp;#039;; {{faS|صفویان&amp;amp;lrm;|DMG=Ṣafawīyān}}; {{azS-Arab|صفوی&amp;amp;zwnj;لر&amp;amp;lrm;|Səfəvilər}}) waren eine aus [[Ardabil (Stadt)|Ardabil]] in der [[iran]]ischen Region [[Aserbaidschan (Iran)|Aserbaidschan]] stammende [[Herrscherdynastie]] in [[Geschichte Irans|Persien]], die von 1501 bis 1722 regierte und den [[Zwölfer-Schia|schiitischen]] Islam als [[Staatsreligion]] etablierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Map Safavid Persia-fr.png|mini|links|Reich der Safawiden und Gebietsverluste]]&lt;br /&gt;
Die Vorfahren der Safaviden waren [[Kurden|kurdische]] Adlige, die im 12. Jahrhundert nach Aserbaidschan übersiedelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, Yale 2017, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dynastie lässt sich bis auf Scheich [[Safi ad-Din Ardabili]] (1252–1334) zurückverfolgen, der 1301 einen [[Sunna|sunnitischen]] [[Sufismus|Sufi]]-Orden in [[Ardabil (Stadt)|Ardabil]] gründete. Dieser militarisierte sich ab der Mitte des 15. Jahrhunderts zunehmend (siehe auch: [[Safawiyya]]) und wandelte sich zu einer messianischen Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, Yale 2017, S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anführer des Ordens, Jonayd, heiratete die Schwester [[Uzun Hasan]]s, sein Sohn Shaykh Hadar heiratete dessen Tochter Halima, welche mütterlicherseits eine Nachfahrin der byzantinischen Kaiser war. Sowohl Jonayd als auch Shaykh Hadar fielen im Kampf gegen auswärtige Feinde. Der safavidische Orden wurde von den [[Kizilbasch]], einer Föderation turkmenischer Stämme, unterstützt, welche von den Osmanen angegriffen wurden. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts bezeichneten sich die safavidischen Anführer als Schah.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 41–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hauptsprache der Safawiden-Herrscher war [[Aseri-Türkisch|Aseri]], es wurde bis zum Zusammenbruch des Staates im Safawiden-Palast gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Massoume Price: &amp;#039;&amp;#039;Iran’s Diverse Peoples: A Reference Sourcebook.&amp;#039;&amp;#039; ABC-CLIO, 2005, S. 66: „The Shah was a native Turkic speaker and wrote poetry in the Azerbaijani language.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Savory: &amp;#039;&amp;#039;Iran Under the Safavids.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 2007, S. 213. &amp;quot;The Qizilbash normally spoke Azari brand of Turkish at court, as did the Safavid shahs themselves; lack of familiarity with the Persian language may have contributed to the decline from the pure classical standards of former times&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;«Mission to the Lord Sophy of Persia, (1539–1542) / Michele Membré ; translated with introduction and notes by A.H. Morton», S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Unter dem [[Schah]] Ismail I. (1484–1524) gelang 1501 die Eroberung von [[Täbris]] und der Sturz der turkmenischen [[Aq Qoyunlu]]. Zu den [[Turkmenen]]stämmen, die die Errichtung des darauffolgenden Safawidenreiches unterstützt haben, gehören die [[Afschar]], [[Kadscharen]], [[Teke (Stamm)|Teke]], [[Humuslu]], [[Şamli]], [[Ustac]], [[Dulkadir]] und [[Varsaken]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter B. Golden: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to the History of the Turkic Peoples.&amp;#039;&amp;#039; Ankara 2002, {{Falsche ISBN|3-477-03274-X}}, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ismail ließ viele sunnitische Gelehrte töten, so etwa in Tabris und Baghdad, das er 1508 eroberte. Ismail betrieb eine Politik der Schiitisierung der eroberten Gebiete, wobei ihm der libanesische Gelehrte Jabal &amp;#039;Amil half, den er, zusammen mit anderen verfolgten schiitischen Gelehrten, an seinem Hof leben ließ. Die Qizilbash wurden teils zu neuen Besitzern des Landes in den eroberten Gebieten. Ismail schuf das Amt des &amp;#039;&amp;#039;vakil&amp;#039;&amp;#039;, grob übersetzbar mit „Regent“, das Amt des Vorstehers der Vorsteher (&amp;#039;&amp;#039;khalifat al-khulafa&amp;#039;&amp;#039;) und besetzte beide mit Männern, die den Qizilbash entstammten.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 47–49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eroberungen der Usbeken unter Shayban Khan im Osten des iranischen Gebietes veranlassten Ismail dazu, einen Feldzug gegen die Usbeken zu beginnen. Im Jahre 1510 wurde Shayban Khan besiegt und getötet. Ismail eroberte Herat und Merv, ein Versuch, Samarkand zu erobern, blieb allerdings ergebnislos. In den eroberten Gebieten ließ Ismail viele Sunniten in der Bevölkerung töten.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 50–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Safawiden entsandten auch Missionare in die östlichen Gebiete des Osmanischen Reiches und nach Anatolien, welche dort unter dem Schah Qoli Baba zum Aufstand gegen die Osmanen riefen. Nach dem Tod Schah Qolis kam es zu einer vorübergehenden Verbesserung der Beziehungen zwischen Osmanen und Safawiden. Im Jahr 1512 unternahm der neue osmanische Sultan Selim I. einen Krieg gegen die Safawiden, der im Jahre 1514 in die [[Schlacht bei Tschaldiran]] mündete, die eine katastrophale Niederlage für die Safawiden darstellte. Die Osmanen eroberten nun auch die Hauptstadt Täbris.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 52–57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abbas Amanat sieht in der Schlacht von Tschaldiran den Wendepunkt der messianischen Bewegung unter den Safawiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Amanat: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Nachfolger, [[Tahmasp I.]] (1524–1576), befand sich im Konflikt mit den Osmanen und Usbeken. Während er [[Chorasan]] gegen Letztere behaupten konnte, gingen der Irak und [[Aserbaidschan]] nacheinander bis 1534 an die Osmanen verloren. 1555 legte der [[Friede von Amasya]] die neue Grenze zum Osmanischen Reich fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rolka Mechti Kuli Beg.jpg|mini|Der persische Botschafter Mechti Kuli Beg betritt [[Krakau]], wo er der Hochzeit des Königs [[Sigismund III. Wasa|Sigismund III.]] 1605 beiwohnt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Shah Abbas II.jpg|mini|Musik, Tanz, Poesie und Weintrinken am persischen Hof von Schah Abbas II.]]&lt;br /&gt;
Nach einigen dynastischen Wirren erreichte [[Abbas I. (Persien)|Abbas I., der Große]] (1587–1629) eine Konsolidierung des Reiches. Unter ihm konnte 1601 [[Bahrain]] besetzt werden. 1603 konnten die Osmanen aus Aserbaidschan, [[Armenien]] und [[Georgien]] vertrieben werden und 1623 wurde sogar der Irak mit [[Bagdad]] rückerobert. Damit gerieten die schiitischen Wallfahrtszentren [[Nadschaf]] und [[Kerbela]] wieder unter persische Kontrolle. 1595 wurden die Übergriffe des Usbeken [[Abdullah II. (Buchara)|Abdullah II.]] gestoppt. Durch geschickte wirtschaftspolitische Administration kam das Land zu Wohlstand. Dies spiegelte sich im Ausbau der Infrastrukturen, insbesondere der neuen Hauptstadt [[Isfahan]], die nun ein hervorragendes Straßensystem und repräsentative Projekte wie den Meidān-e [[Naqsch-e Dschahan]] aufwies. Auch begrenzte Abbas I. den Einfluss des turkmenischen Militärs durch den Aufbau von Truppen aus christlichen Sklaven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Nachfolgern von Abbas I. verlor die Zentralverwaltung an Einfluss. 1638 ging Bagdad unter [[Murad IV.]] wieder an das Osmanische Reich verloren. Lediglich unter Schah [[Abbas II. (Persien)|Abbas II.]] (1642–1666) reformierte und konsolidierte sich das Reich. Unter seiner Ägide wurden enge Handelskontakte mit den europäischen Seemächten [[England]] und [[Holland]] etabliert. 1649 konnte [[Kandahar]] im heutigen Süd-[[Afghanistan]] besetzt werden, das sowohl Persien als auch das [[Indien|indische]] [[Mogulreich]] beanspruchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam es unter [[Sultan Hosein|Sultan Husain]] (Regierungszeit 1694–1722) zu einem starken wirtschaftlichen Niedergang. Da gleichzeitig die [[Sunniten]] im Reich zwangsweise zum schiitischen Islam bekehrt werden sollten, brach 1719 ein Aufstand der [[Paschtunen|paschtunischen]] Ghilzai aus. Diese eroberten 1722 Isfahan und setzen den amtierenden Schah ab. Diese neue [[Hotaki-Dynastie]] konnte sich nur einige Jahre halten. Der Sohn des [[Schah|Herrschers]], [[Tahmasp II.]] und sein General [[Nadir Schah]] konnten 1729 die Eindringlinge vertreiben. Doch die Safawiden (Tahmasp II. und sein Sohn [[Abbas III.]]) waren Marionetten der [[Afschariden]]. So machte Nadir Schah 1736 der Dynastie ein Ende. In einigen Provinzen konnten sich die Safawiden ([[Ismail III.]]) bis 1773 halten, allerdings ohne tatsächlich Macht innezuhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der schiitische Islam als Staatsreligion ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Shah Abbas.jpg|mini|hochkant|Schah Abbas I. beim Bankett. Detail aus einem Fresko ([[Tschehel Sotun]]-Palast in Isfahan).]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Safawiden waren keineswegs die ersten [[Schia|schiitischen]] Herrscher in Iran. Sie spielten aber eine ausschlaggebende Rolle bei der Etablierung des schiitischen Islams als offizielle Religion im gesamten Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Städten wie [[Ghom]] und [[Sabzevar]] gab es schon im 8. Jahrhundert große schiitische Gemeinden. Im 10. und 11. Jahrhundert herrschten die [[Buyiden]], die zur [[Zaiditen]]strömung der Schiiten gehörten, in [[Fars]], Isfahan und [[Bagdad]]. Als Folge der Mongoleneroberung und der relativen religiösen Toleranz der [[Ilchane]] wurden die schiitischen Dynastien in Iran wiederhergestellt, so die der [[Sarbedaran]] in Chorasan. Der Ilchan Schah [[Öldscheitü]] konvertierte im 13. Jahrhundert zum Zwölferschiitentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung Irans durch Schah Ismail ordnete er die [[Konversion (Religion)|Konversion]] der sunnitischen Bevölkerung an und reduzierte den Einfluss der sunnitischen [[Ulama|Ulema]]. Ismail I. brachte schiitische Gelehrte, darunter vor allem aus dem Libanon, ins Land und schenkte ihnen Land und Geld. Im Gegenzug forderte er ihre Loyalität. Während der Herrschaft der Safawiden wuchs die Macht der schiitischen Ulema. 1501 wurde die Zwölfer-Schia als Staatsreligion eingeführt. Trotz des [[Sufi]]ursprungs der Safawiden wurden andere Sufigruppen, außer dem Nimatullahi-Orden, verboten. Iran wurde zu einer feudalen [[Theokratie]]; der Schah war das göttlich bestimmte Haupt des Staates und der Religion. Niederlagen gegen die Osmanen, aber auch der Entzug des Einflusses der vormaligen turkmenisch-aserbaidschanischen Gefolgsleute der Safawiden bewegten Schah Tahmasp I., 1548 die Hauptstadt von Täbris nach [[Qazvin]] zu verlegen. Abbas I. verlegte die Hauptstadt um 1598 nach [[Isfahan]], das er zur prachtvollen Residenzstadt ausbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;G. E. Grunebaum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Islam II – Die islamischen Reiche nach dem Fall von Konstantinopel.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Frankfurt am Main 1971, S. 160 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrschaftsstruktur ==&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung Irans unter Schah Ismail wurden die zuvor nomadisierenden Qizilbash sesshaft und beanspruchten territorial abgegrenzte Herrschaftsrechte für sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Der Vordere Orient und Nordafrika ab 1500&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Neue Fischer Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2016, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schah selbst besaß zu dieser Zeit nur wenig eigenes Land. Vielmehr fokussierte sich die safawidische Herrschaft zu dieser Zeit auf die Landvergabe im ahmen von Personenverbänden, die mittels Heiratspolitik in das Herrschaftssystem eingebunden wurden. Es existierte auch nur eine kleine zentrale Herrschaftsstruktur. Auch wenn es keine klare Abgrenzung gab, bestand die Tendenz, militärische und herrschaftliche Befugnisse den Qizilbash zu übertragen, wohingegen Iranern die Verwaltungsangelegenheiten zugewiesen wurden. Örtliche Grundbesitzer, die sich mit den Safawiden arrangierten, blieben unter Ismail in ihrer Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Krämer: Der Vordere Orient und Nordafrika ab 1500. Neue Fischer Weltgeschichte Band 9, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2016, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ismails Sohn Tahmasp I. versuchte, die Qizilbash durch Sklaveneliten zu ersetzen. Unter dem Schah Abbas I. suchte dann weiterhin die Macht der Qizilbash zu brechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Krämer: Der Vordere Orient und Nordafrika ab 1500. Neue Fischer Weltgeschichte Band 9, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2016, S. 166–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sefevid Abbas I.jpg|mini|hochkant|Silbermünze Abbas I. von 1587]]&lt;br /&gt;
Unter Schah Abbas I. erreichte das Safawidenreich seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Seine Lage zwischen Europa, Indien und dem islamischen Zentralasien im Osten und Norden förderte die Entwicklung. Besondere Begünstigung erfuhr der Standort durch die wachsende technische Entwicklung Europas, das seinen Einfluss über den Nahen und Mittleren Osten hinweg ausdehnte. Die großen [[Handelskompanie]]n Englands, Frankreichs und der Niederlande wickelten mit den Safawiden bedeutende Handelsgeschäfte ab. Die Exporte aus Persien gelangten weniger über die alten Handelsstraßen, wie die durch das nördliche Persien führende [[Seidenstrasse]], als vornehmlich über das Meer nach Europa und Indien. Rege Geschäftstätigkeiten mit umfangreichen Handelsvolumina sind auch der [[Armenien|armenischen]] Minderheit zuzuschreiben. Wegen ihres wirtschaftlichen Gespürs und aufgrund ihrer hervorragenden Netzwerke ließ Schah Abbas I. Tausende von aserbaidschanischen Armeniern (aus [[Culfa (Stadt)|Dscholfâ]]) in seine Residenzstadt Isfahan umsiedeln, um von deren Wirtschaftsleistung zu profitieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monika Gronke]]: {{Google Buch |BuchID=PZmhuRFtPS0C |Seite=73 |Hervorhebung=wirtschaft der safawiden |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte Irans: von der Islamisierung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039;}} S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche persische Handelsvertretungen vernetzten sich zunehmend auch mit fernen Regionen, wie China oder dem skandinavischen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Umberto Scerrato: &amp;#039;&amp;#039;Islam.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monumente großer Kulturen&amp;#039;&amp;#039;). Bertelsmann, Gütersloh 1976, {{DNB|800913884}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbas I. zentralisierte die Macht in seinem Reich und festigte sie mit wirksamen administrativen Anordnungen. Damit förderte er auf Dauer auch die Produktivkräfte im Land. So senkte er die Steuern, finanzierte den Ausbau der Infrastruktur (insbesondere Straßenbau) und erhöhte damit die Effektivität der entlang der Straßen liegenden [[Karawanserei]]en. Refinanziert wurden die Ausgaben durch Wegesteuern in Gold und Silber, was vornehmlich die Europäer traf. Wegesteuern waren bisweilen die Haupteinnahmequelle des Staates.&amp;lt;ref&amp;gt;Mehdi Parvizi Amineh: {{Google Buch |BuchID=wfLwOzhyyK8C |Seite=81 |Hervorhebung=wirtschaft der safawiden |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Die globale kapitalistische Expansion und Iran: eine Studie der iranischen politischen Ökonomie (1500–1980).&amp;#039;&amp;#039;}} S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Handwerk hatte damit einen florierender Außen- wie Binnenmarkt. Besonders rechnete sich das für die Seiden- und Teppichproduktion, deren Umfang und Marktpräsenz bedeutend zunahmen. Insbesondere in Europa war die Nachfrage nach persischen Teppichen, Seide sowie Textilien sehr groß. Andere Exportgüter waren Pferde, Ziegenhaar, Perlen und eine [[Bittermandel]], die &amp;#039;&amp;#039;Hadam-Talka&amp;#039;&amp;#039;, die in Indien als Gewürz benutzt wurde. Hauptimporte waren Gewürze, Textilien (Wollwaren aus Europa, Baumwolle aus [[Gujarat]]), Metalle, Kaffee und Zucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Safawiden hatten immer wieder Auseinandersetzungen mit den Portugiesen, die mit den Osmanen verbündet waren. Sie machten ihnen die Vormachtstellung über die Handelsrouten streitig – so beispielsweise durch ein Fort auf der Insel [[Hormus (Insel)|Hormus]], wodurch die gleichnamige Seestraße kontrolliert wurde. Außerdem versuchten die Osmanen, die Europäer aus der Region fernzuhalten, was den intensivierten Handelsbeziehungen der Safawiden hinderlich war. Den Hintergrund für die osmanisch-safawidische Feindschaft bildete vornehmlich der attraktive Seidenhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;Mehdi Parvizi Amineh: {{Google Buch |BuchID=wfLwOzhyyK8C |Seite=81 |Hervorhebung=wirtschaft der safawiden |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Die globale kapitalistische Expansion und Iran: eine Studie der iranischen politischen Ökonomie (1500–1980).&amp;#039;&amp;#039;}} S. 82–83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur und Philosophie ===&lt;br /&gt;
Insgesamt ist die Epoche der Safawiden eine Zeitspanne von hoher künstlerischer Blüte. Die bisher kaum wissenschaftlich erforschte Literatur der Zeit wird dabei allerdings als eher karg wahrgenommen. Die Poesie wurde wenig gefördert. Die Philosophie florierte mit bekannten Männern wie [[Mulla Sadra]] aus Schiras, [[Scheich Bahai]] und Mir Damad. Mulla Sadra lebte zur Zeit von Abbas I. und schrieb das &amp;#039;&amp;#039;Afschar&amp;#039;&amp;#039;, das eine Synthese von Sufismus, schiitischer Theologie und dem Denken [[Avicenna]]s und [[Schihab ad-Din Yahya Suhrawardi|Suhrawardis]] war. Iskander Beg Monschi schrieb Jahre später sein Werk über Abbas I. und ist ebenfalls bekannt und bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Safi ad-Din Ardabili|Safi ad-Din]] gibt es Poesie auf [[Tati (Sprache)|Tati]] und Persisch. Schah [[Ismail I. (Schah)|Ismail I.]], der den Künstlernamen „Chatayi“ hatte, verfasste Gedichte.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Minorsky: &amp;#039;&amp;#039;The Poetry of Shah Ismail.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the School of Oriental and African Studies.&amp;#039;&amp;#039; University of London, Vol. 10, No. 4, 1942.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Werke sind größtenteils in aserbaidschanischem Türkisch verfasst. Von seinen persischen Werken sind nur noch wenige Verse erhalten. Die türkischen Gedichte wurden als &amp;#039;&amp;#039;Diwan&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. [[Tahmasp I.|Schah Tahmasp]] war Dichter und Maler. [[Abbas II. (Persien)|Schah Abbas II.]] schrieb unter dem Namen „Tani“ Poesie auf Türkisch und Persisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Iranica&amp;quot;&amp;gt;E. Yarshater: &amp;#039;&amp;#039;Language of Azerbaijan, vii., Persian language of Azerbaijan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Iranica]].&amp;#039;&amp;#039; v, S. 238–245, Online Edition, ([http://www.iranicaonline.org/articles/azerbaijan-vii LINK])&amp;lt;/ref&amp;gt; Sam Mirza, Sohn von Ismail I., war ebenfalls Dichter. Er dichtete auf Persisch und stellte zudem eine Anthologie der zeitgenössischen Poesie zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Emeri “van” Donzel: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Desk Reference.&amp;#039;&amp;#039; Brill Academic Publishers, 1994, S. 393.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunsthandwerk, Buchkunst und Malerei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Safavid vase MBA Lyon 1969-323.jpg|mini|hochkant|Safawidische Keramik: Vase aus dem 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Schah Abbas I. erkannte, dass die Förderung der Kunst für sein Reich auch wirtschaftliche Vorteile bringen würde, da der Verkauf von Kunstgegenständen einen guten Teil des Außenhandels bildete. Alle Zweige der &amp;#039;&amp;#039;dienenden&amp;#039;&amp;#039; Kunst waren von einem sehr hohen Niveau geprägt. Dies betraf die merkantilen Branchen der [[Islamische Keramik|Fliesen- und Keramikherstellung]] und der Textilkunst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metmuseum.org/art/collection/search/455081 Wandfliesen, safawidisch; Abbildung und englischer Kommentar], abgerufen am 7. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metmuseum.org/art/collection/search/451091 Textilkunst: Samt, safawidisch; Abbildung und englischer Kommentar], abgerufen am 7. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wurden die Künste fortentwickelt. In großer Blüte standen die Miniaturmalerei, Buchbindung, Dekoration und [[Kalligrafie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metmuseum.org/art/collection/search/455249 Buchbindung, safawidisch; Abbildung und englischer Kommentar], abgerufen am 7. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metmuseum.org/art/collection/search/451725 Miniaturmalerei, safawidisch; Abbildung und englischer Kommentar], abgerufen am 7. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei spielten safawidische Prinzen wie [[Sultan Ibrahim Mirza]] (1540–1577) als Förderer und Auftraggeber eine wichtige Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Abolala Soudavar: &amp;#039;&amp;#039;The Age of Muhammadi.&amp;#039;&amp;#039; In: Muqarnas, 2000, [http://www.soudavar.com/MuqarnasLayout.PDF (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Reza Abbasi]] (1565–1635) entwickelte die [[Persische Miniaturmalerei|Miniaturmalerei]] weiter, indem er neue Motive wie halbnackte Frauen, Liebespaare und Jugendliche einführte. Diese Schule von Isfahan beeinflusste die Miniaturmalerei während der ganzen Safawidenherrschaft. Wachsender Kontakt mit anderen Kulturen wie der europäischen, lieferten den iranischen Maler neue Inspirationen. So wurden beispielsweise räumliche Ordnungsmerkmale wie die [[Perspektive]] und die Ölmalerei übernommen. Große Beispiele der Kalligrafie waren das [[Schāhnāme]] und das Chamsa von [[Nezāmi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teppiche ===&lt;br /&gt;
Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich die Kunst der [[Perserteppich|Teppichherstellung]] weg von den Werken von Nomaden hin zur Teppichindustrie in Stadtzentren wie [[Täbris]]. Die herrschaftlichen Knüpfereien Isfahan und Kaschan sind berühmt für die &amp;#039;&amp;#039;Polenteppiche&amp;#039;&amp;#039;. Diese haben ihren Namen nach einem polnischen Fürsten, der erstmals solche Teppiche in Paris ausstellte. Manche davon tragen Wappen polnischer Adelsfamilien. Das half, sie in die Zeit enger politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen dem Safawidenreich und Polen während des 17. Jahrhunderts zu datieren. Charakteristische Merkmale der &amp;#039;&amp;#039;Polenteppiche&amp;#039;&amp;#039; sind Baumwollketten und Seidenflor sowie eingewirkte Gold- und Silberfäden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metmuseum.org/art/collection/search/451027 Polenteppich im Metropolitan Museum of Art, Seide mit gold- und Silberfäden], abgerufen am 7. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://carpetmuseum.ir/collections/isfahan.htm Erläuterungen im iranischen Teppichmuseum], abgerufen am 5. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ispahan place imam.jpg|mini|Verandatyp (tālār) der Safawiden im ‘Ālī Qāpū-Palast rechts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ali qapu palace.jpg|mini|Blauglasierte Fliesen mit floralen Mustern am ‘Ālī Qāpū-Palast]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plafond hasht behesht esfahan.jpg|mini|hochkant|Typisches Stalaktitengewölbe der Safawidenarchitektur am Hescht-Behescht-Palast]]&lt;br /&gt;
Mit dem Aufstieg des Safawidendynastie begann ein neues Zeitalter in der [[Persische Architektur|iranischen Architektur]]. Wirtschaftlich robust und politisch stabil, sah diese Periode einem blühenden Wachstum entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur der safawidischen Epoche entwickelte keine grundlegend neuen Ideen, spiegelte jedoch ein imperiales Leitbild wider. Wie schon in der vorangegangenen Ära der [[Timuriden]],&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Heribert Horst: &amp;#039;&amp;#039;Tīmūr und Ḫōğä ‘Alī. Ein Beitrag zur Geschichte der Safawiden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1958, Nr. 2).&amp;lt;/ref&amp;gt; nahm auch bei den Safawiden die Architektur prunkvolle Ausmaße an, die insbesondere in der dekorativen Gestaltung der Bauten einen hohen Grad der Vollendung erreichten.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es ist eine Variation über ein Thema, eingehend studiert und sorgfältig ausgearbeitet, mit der eine noch völlig mittelalterliche Aristokratie ihrem Verlangen nach Verfeinerung und Pracht Ausdruck geben kann; das ästhetische Ideal manifestiert sich im Dekorativen und Abstrakten mit gelegentlichen [[Manierismus|Manierismen]] und zählt mehr als das was man sagt; nichts bleibt der Improvisation überlassen&lt;br /&gt;
 |Autor=Umberto Scerrato}}&lt;br /&gt;
Trotz der Vergänglichkeit des vielfach gewählten Baustoffes Holz vermochten die Safawiden mit kühnen technischen Lösungen aufzuwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptwirkstätte war [[Isfahan]] zu Zeiten Schah Abbas I., der der gesamten Stadt ein imperiales Erscheinungsbild nach einem einheitlich wirkenden Konzept gab. So folgte die Hauptverkehrsachse [[Tschahār Bāgh (Isfahan)|Tschahār Bāgh]] ({{faS|چهار باغ&amp;amp;lrm;|de=Vier Gärten}}) einem modernen geometrischen Netzwerk, das die Stadtentwicklung veränderte und urbanen Plätzen eine Ordnung gab, die auch natürliche Elemente wie Wasser (Kanäle) und Pflanzen (Blumenbeete und doppelständige Pappel- und Platanenalleen) berücksichtigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Umberto Scerrato: &amp;#039;&amp;#039;Islam.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monumente großer Kulturen&amp;#039;&amp;#039;). Bertelsmann, Gütersloh 1976, {{DNB|800913884}}, S. 86–89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele dafür sind neben dem Tschahar Bagh vor allem der [[Naqsch-e Dschahan|Meidān-e Naqsch-e Dschahān]] ({{faS|ميدان نقش جهان&amp;amp;lrm;|DMG=Meidān-e Naqš-e Ǧahān|de=Platz des Abbildes der Welt}}) und die mit beiden Einrichtungen verbundenen [[Persischer Garten|königlichen Gärten]] nebst [[Tschehel Sotun]] ({{faS|چهل ستون&amp;amp;lrm;|de=Vierzigsäulenpalast}}) in Isfahan. Ähnlich markante Monumente wie der Tschehel Sotun und die Masdsched-e-Scheich Lotfollāh ({{faS|مسجد شيخ لطف الله&amp;amp;lrm;}}) von 1603 oder der [[Hascht-Behescht]]-Palast ({{faS|هشت بهشت&amp;amp;lrm;|de=Acht Paradiese}}) von 1699 und die &amp;#039;&amp;#039;Tschahar Bagh&amp;#039;&amp;#039;-Schule von 1714 finden sich auch in anderen Orten Irans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Veranda|Veranden]] (tālār) wurden unter den Safawiden zu einem eindrücklichen Motiv der Palastarchitektur. Hervorragendes Beispiel hierfür ist die am westlichen Rand des Meidān-e Emām angesiedelte Hohe Pforte &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fa-Latn|‘Ālī Qāpū}}&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|عالی قاپو&amp;amp;lrm;}}). Die safawidische Pavillon-Architektur spiegelt sich im Hascht-Behescht-Palast. Besondere Bedeutung kommt auch dem Brückenbau bzw. derer Wiedererrichtung zu. Pate steht dafür in Isfahan insbesondere die [[Pol-e Chādschu|Chādschu-Brücke]] ({{faS|پل خواجو&amp;amp;lrm;|DMG=Pol-e Ḫ&amp;lt;sup&amp;gt;w&amp;lt;/sup&amp;gt;āǧū}}) und die [[Si-o-se Pol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Bauwerke der Safawidenzeit sind das &amp;#039;&amp;#039;Haroun Vilayat&amp;#039;&amp;#039;-Mausoleum&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.isfahan.org.uk/oldsite/vilayat/vilayat.html &amp;#039;&amp;#039;Haroun Vilayat&amp;#039;&amp;#039;-Mausoleum]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die &amp;#039;&amp;#039;Madar-e Schah Madreseh&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ghiasabadi.com/pep/tag/madar-e-shah-madreseh &amp;#039;&amp;#039;Madar-e Shah Madreseh&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Isfahan, sowie das &amp;#039;&amp;#039;Bibi Dochtaran&amp;#039;&amp;#039;-Mausoleum&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.eshiraz.ir/dynamic.php?sys=gallery&amp;amp;action=albums&amp;amp;la=en&amp;amp;pg=&amp;amp;album=bibidokhtarun&amp;amp;site=main |text=&amp;#039;&amp;#039;Bibi Dokhtaran&amp;#039;&amp;#039;-Mausoleum |wayback=20150121084226}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Schiras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung der Architektur wurzelte in der persischen Kultur und erstreckte sich auch auf die Gestaltung von Schulen, Bädern, Häusern, [[Karawanserei]]en und Basaren. Sie dauerte bis zum Ende der [[Kadscharen]]herrschaft fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Jodidio: &amp;#039;&amp;#039;Iran: Architecture For Changing Societies&amp;#039;&amp;#039;. Umberto Allemandi 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Irans]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Herrscher des Iran#Neuzeit|Herrscher der Safawiden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Abbas Amanat]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran. A Modern History.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, Yale 2017.&lt;br /&gt;
* R. Darley-Doran: &amp;#039;&amp;#039;Safawids.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Clifford Edmund Bosworth]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia of Islam|The Encyclopaedia of Islam. New Edition]],&amp;#039;&amp;#039; Band 8. E. J. Brill, Leiden 1995, S. 765–793.&lt;br /&gt;
* Yukako Goto: &amp;#039;&amp;#039;Die südkaspischen Provinzen des Iran unter den Safawiden im 16. und 17. Jahrhundert. Eine Analyse der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Klaus Schwarz Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-87997-382-8.&lt;br /&gt;
* [[Walther Hinz]]: &amp;#039;&amp;#039;Schah Esma&amp;#039;il II. Ein Betrag zur Geschichte der Safawiden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Seminars für Orientalische Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Abteilung, 36, 1933, {{ZDB|281701-9}}, S. 19–99.&lt;br /&gt;
* [[Engelbert Kaempfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Am Hofe des persischen Großkönigs (1684–1685).&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Walther Hinz. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt u. a. 1984.&lt;br /&gt;
* [[Gudrun Krämer]]: Der Vordere Orient und Nordafrika ab 1500. Neue Fischer Weltgeschichte Band 9, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2016, ISBN 978-3-10-010829-6.&lt;br /&gt;
* [[M. Ismail Marcinkowski]] (Übersetzer): &amp;#039;&amp;#039;Persian Historiography and Geography. [[Bertold Spuler]] on Major Works Produced in Iran, the Caucasus, Central Asia, India and Early Ottoman Turkey&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Contemporary Islamic scholars series&amp;#039;&amp;#039;). Mit einem Vorwort von S. Edmund Bosworth. Pustaka Nasional, Singapur 2003, ISBN 9971-77-488-7.&lt;br /&gt;
* M. Ismail Marcinkowski (Übersetzer, Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mīrzā Rafīʿāʾs Dastūr al-Mulūk. A Manual of Later Safavid Administration&amp;#039;&amp;#039;. Kommentierte englische Übersetzung; mit Faksimile des einzigen persischen Manuskripts. International Institute of Islamic Thought and Civilisation, Kuala Lumpur 2002, ISBN 983-9379-26-7.&lt;br /&gt;
* Rudi Matthee: [https://www.iranicaonline.org/articles/safavids &amp;#039;&amp;#039;Safavid Dynasty.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Iranica]].&amp;#039;&amp;#039; 28. Juli 2008.&lt;br /&gt;
* Rudi Matthee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Safavid World.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London / New York 2022, ISBN 978-1-138-94406-0.&lt;br /&gt;
* Kishwar Rizvi: &amp;#039;&amp;#039;The Safavid Dynastic Shrine. Architecture, Religion and Power in Early Modern Iran&amp;#039;&amp;#039;. I. B. Tauris, London / New York 2011, ISBN 978-1-84885-354-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Safavid dynasty|Safawiden|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Safawide}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bbc.co.uk/religion/religions/islam/history/safavidempire_1.shtml |titel=Safavid Empire (1501–1722) |werk=[[British Broadcasting Corporation|BBC]] |datum=2009-09-07 |sprache=en |abruf=2024-06-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Shapour Ghasemi |url=https://www.iranchamber.com/history/safavids/safavids.php |titel=Safavid Empire 1502–1736 |hrsg=Iran Chamber Society |sprache=en |abruf=2024-06-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Roger M. Savory |url=https://www.iranchamber.com/history/articles/reflections_safavid_history_historiography1.php |titel=Is there an ultimate use for historians? Reflections on Safavid history and historiography |hrsg=Iran Chamber Society |datum=1995-03-16 |sprache=en |abruf=2024-06-24 |abruf-verborgen=1 |kommentar=[https://www.iranchamber.com/history/articles/reflections_safavid_history_historiography2.php S. 2], [https://www.iranchamber.com/history/articles/reflections_safavid_history_historiography3.php S. 3]}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Shapour Ghasemi |url=https://www.iranchamber.com/history/articles/women_safavid_era.php |titel=Women in the Safavid era |hrsg=Iran Chamber Society |sprache=en |abruf=2024-06-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Herrscher des Iran}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118750690|LCCN=sh96007363|NDL=00569945|VIAF=45097651}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dynastie (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Safawiden| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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