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	<title>Sacramentum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T10:41:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sacramentum&amp;diff=1709229&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-07-11T19:08:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen Eid aus dem alten Rom; zur ehemaligen schwedischen Death- und Black-Metal-Band siehe [[Sacramentum (Band)]].}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im alten Rom ein [[Eid]], der den Schwörer &amp;#039;&amp;#039;sacer&amp;#039;&amp;#039; (den Göttern gewidmet) machte, womit gemeint war, dass die Götter sich am Eidbrecher rächen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Rüpke]], &amp;#039;&amp;#039;Domi Militiae: Die religiöse Konstruktion des Krieges in Rom&amp;#039;&amp;#039; (Franz Steiner, 1990), S. 76–80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine religiöse Komponente unterschied sich das &amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039; vom &amp;#039;&amp;#039;iusiurandum&amp;#039;&amp;#039;, dem gewöhnlich z.&amp;amp;nbsp;B. vor Gericht geleisteten Eid.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnaldo Momigliano]], &amp;#039;&amp;#039;Quinto contributo alla storia degli studi classici e del mondo antico&amp;#039;&amp;#039; (Storia e letteratura, 1975), Bd. 2, S. 975–977; Luca Grillo, &amp;#039;&amp;#039;The Art of Caesar&amp;#039;s Bellum Civile: Literature, Ideology, and Community&amp;#039;&amp;#039; (Cambridge University Press, 2012), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Wort &amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039; entstand das in der christlichen Theologie verwendete Wort „[[Sakrament]]“ für eine Handlung, die Gottes Wirken verdeutlichen soll. Auf diese Bedeutungsänderung deutet die Verwendung des Wortes bei [[Apuleius]] als Bezeichnung für eine religiöse Initiation hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Apuleius]], &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; 11.15.5; Robert Schilling, &amp;quot;The Decline and Survival of Roman Religion,&amp;quot; in &amp;#039;&amp;#039;Roman and European Mythologies&amp;#039;&amp;#039; (University of Chicago Press, 1992, aus der frz. Ausgabe von 1981)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Sacramentum&amp;#039;&amp;#039; als Pfand ==&lt;br /&gt;
Auch &amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039; hieß eine Sache, die als geheiligtes Pfand hinterlegt wurde und verloren ging, wenn der Eid gebrochen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Briquel &amp;quot;Sur les aspects militaires du dieu ombrien Fisus Sancius&amp;quot; in &amp;#039;&amp;#039;Revue de l&amp;#039; histoire des religions&amp;#039;&amp;#039;, November 2012, S. 150–151; J. A. C. Thomas &amp;#039;&amp;#039;A Textbook of Roman law&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam 1976, S. 74 and 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klage der &amp;#039;&amp;#039;sacramentum legis actio&amp;#039;&amp;#039; sah vor, dass beide Parteien eines Rechtsstreits eine Geldsumme als &amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039; zu hinterlegen hatten und schwören mussten, dass sie den Streit in guten Treuen verfolgten. Der spätere Verlierer des Rechtsstreits galt damit als Eidbrecher und musste das hinterlegte Geld als Sühneopfer (&amp;#039;&amp;#039;[[piaculum]]&amp;#039;&amp;#039;) verloren geben, während der Sieger sein Geld zurückerhielt. Das so verlorene &amp;#039;&amp;#039;sacramentum&amp;#039;&amp;#039; verwendete der Staat in der Regel zur Finanzierung der öffentlichen Kulthandlungen (&amp;#039;&amp;#039;[[sacra publica]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Sacramentum&amp;#039;&amp;#039; als Fahneneid ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;sacramentum militare&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;militum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;militiae&amp;#039;&amp;#039;) wurde der [[Fahneneid]] der [[Römische Legion|römischen Legionäre]] bezeichnet. Einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Fahneneids bei den Römern teilt [[Livius]] in seiner Darstellung des [[Punische Kriege|Zweiten punischen Kriegs]]&amp;lt;ref&amp;gt;Livius, &amp;#039;&amp;#039;Ab urbe condita&amp;#039;&amp;#039; 22.38&amp;lt;/ref&amp;gt; mit. Vor der [[Schlacht von Cannae]] wurden in Italien neue Truppen ausgehoben. Bis zu diesem Zeitpunkt „hatten die Soldaten einander freiwillig, also als privates Versprechen, Treue und Waffenbrüderschaft geschworen: Sie würden sich auf Befehl der Konsuln einfinden und ohne Befehl nicht weggehen; wenn sie in eine Decurie oder Centurie einrückten (d. i. zu einem Reitertrupp von 10 oder einer Infanteristentruppe von 100 Mann), dann schworen die Zehnergruppen der Reiter und die Hundertschaften der Infanteristen freiwillig untereinander, dass sie, um zu fliehen oder aus Furcht, sich nicht entfernen oder die Aufstellung verlassen würden, außer um eine Waffe zu nehmen, zu kämpfen, den Feind anzugreifen oder einen Kumpel zu retten.“ Damals aber geschah etwas Neues&amp;lt;ref&amp;gt;quod nunquam antea factum erat (38.2)&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Dies wurde von einer freiwilligen gegenseitigen Vereinbarung als gesetzliche Eidesverpflichtung auf die Tribunen übertragen.“ Die neuen Truppen wurden also von nun an von ihren Dienstvorgesetzten offiziell vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geleistet werden musste der Eid individuell bei Dienstantritt und wurde gemeinschaftlich zu Jahresbeginn in einer feierlichen Zeremonie erneuert. Bei dieser Zeremonie, die sowohl religiöse als auch politische Aspekte beinhaltete, wurden die &amp;#039;&amp;#039;[[Signum (Rom)|signa]]&amp;#039;&amp;#039; gezeigt. Soldaten, die das Gedenken an den Fahneneid in einem kultähnlichen Rahmen bewahrten, wurden &amp;#039;&amp;#039;cultores sacramenti&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1960|8}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt. Auf diese Weise bekam der Fahneneid den Stellenwert eines Schutzgeistes, des &amp;#039;&amp;#039;genius sacramenti&amp;#039;&amp;#039;. Aus der Provinz Syrien ist ein Altar bekannt, den Veteranen diesem Schutzgeist errichtet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Latte, &amp;#039;&amp;#039;Römische Religionsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 3. Jahrhundert bekam der sakrale Aspekt deutlich mehr Gewicht als zu Beginn der Kaiserzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Le Bohec, &amp;#039;&amp;#039;Die römische Armee&amp;#039;&amp;#039;, S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eidestext ist bei [[Flavius Vegetius Renatus|Vegetius]] überliefert&amp;lt;ref&amp;gt;Vegetius 2, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Iurant autem milites omnia se strenue facturos quae praeceperit imperator, numquam deserturos militiam nec mortem recusaturos pro Romana republica&amp;#039;&amp;#039;!&lt;br /&gt;
:(Übersetzung: „Es schwören aber die Soldaten, dass sie alles entschlossen ausführen werden, was der Kaiser befehlen wird, dass sie niemals den Dienst verlassen werden und den Tod für den römischen Staat nicht scheuen werden“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Erneuerung des Eides auf Kaiser [[Galba]] kam es am 1. Januar 69 zu einer Rebellion der in [[Germania inferior|Germanien]] stationierten Legionen. Diese Ereignisse gipfelten in der [[Akklamation]] von [[Vitellius]] zum Kaiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihrer Entlassung wurden die Soldaten von ihrem Diensteid entbunden (&amp;#039;&amp;#039;solutio sacramentum&amp;#039;&amp;#039;). Die Entlassung der Soldaten erfolgte in einer feierlichen Zeremonie, ggf. in Anwesenheit des Kaisers selbst oder der jeweiligen Provinzstatthalter; die &amp;#039;&amp;#039;solutio sacramentum&amp;#039;&amp;#039; bedurfte in jedem Fall einer grundsätzlichen Zustimmung des Kaisers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mas&amp;quot;&amp;gt;[[Michael Alexander Speidel]]: &amp;#039;&amp;#039;Honesta Missio. Zu Entlassungsurkunden und verwandten Texten.&amp;#039;&amp;#039; Sonderdruck aus: M. A. Speidel, Heer und Herrschaft im Römischen Reich der Hohen Kaiserzeit, Stuttgart 2009, S. 317–346, hier S. 330–332 ([https://www.academia.edu/1483782/Honesta_Missio._Zu_Entlassungsurkunden_und_verwandten_Texten Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Latte]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1960. 2. unveränderte Auflage 1976, ISBN 3406013740 ([[Handbuch der Altertumswissenschaft]]. 5. Abt., 4. Teil).&lt;br /&gt;
* Yann Le Bohec: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Armee.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 1993. Neuausgabe Nikol, Hamburg 2009, ISBN 978-3-86820-022-5, S. 277f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärisches Brauchtum und Ritual]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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