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	<title>Sackmulde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:58:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sackmulde&amp;diff=1758019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sitacuisses: LF</title>
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		<updated>2025-06-08T19:18:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LF&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte Hilsmulde A - Sackmulde B.png|miniatur|Reliefkarte der Umgebung von [[Alfeld (Leine)|Alfeld]] an der [[Leine (Aller)|Leine]] mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Hils]]mulde und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sackmulde (mit [[Sieben Berge (Höhenzug)|Sieben Bergen]], [[Vorberge]]n und [[Sackwald]])]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sackmulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine gut 20 Kilometer lange und bis zu sechs Kilometer breite [[geologisch]]e Struktur nord- bis südöstlich der Stadt [[Alfeld (Leine)|Alfeld]] im Süden [[Niedersachsen]]s in Deutschland. Sie stellt aus [[Tektonik|tektonischer]] Sicht eine [[Synklinale]] (Mulde) dar, deren Achse in Nordwest-Südost-Richtung etwa parallel zum Fluss [[Leine (Aller)|Leine]] verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist die Sackmulde nach dem ungefähr in der Muldenmitte gelegenen Alfelder Ortsteil [[Sack (Alfeld)|Sack]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Geographisch ist die im [[Landkreis Hildesheim]] gelegene Sackmulde dem [[Leinebergland]] bzw. dem nordwestlichen [[Harzvorland]] zuzurechnen. Landschaftlich wird sie gegliedert in die drei bewaldeten Höhenzüge [[Sieben Berge (Höhenzug)|Sieben Berge]] (bis {{Höhe|395|DE-NN|link=true}}), [[Vorberge]] (bis {{Höhe|353|DE-NN}}) und [[Sackwald]] (bis {{Höhe|374|DE-NN}}), die geologisch jedoch eine Einheit bilden. Das Zentrum der Sackmulde rund um den Ort Sack liegt mit etwa {{Höhe|140|DE-NN}} bis {{Höhe|260|DE-NN}} deutlich tiefer als die umgebenden Randberge und wird vor allem [[ackerbau]]lich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gequert wird die Sackmulde von den beiden [[Landesstraße|Landstraßen]]&amp;amp;nbsp;469 und 485, die Alfeld über [[Langenholzen]] und Sack mit den östlich gelegenen Orten [[Adenstedt]] und [[Sibbesse]] verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Sackmulde ist Teil des [[Subherzynes Becken|subherzynen Beckens]] und besteht aus einem sich Nordwest-Südost erstreckenden [[Halokinese|halokinetisch]] entstandenen [[Buntsandstein]]gewölbe, dessen Flanken von [[Muschelkalk]]- und [[Keuper]]schichten gebildet werden. Durch den Aufstieg der [[Zechsteinmeer|Zechsteinsalze]] in [[Salzstock|Salzstöcken]] und das Absinken der dazwischen liegenden Bereiche im Gebiet der Leine entstand die heute vorliegende [[Antiklinale|Sattel-]] und Muldenstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
Die Morphologie des Gebietes wird im Wesentlichen durch die Härte und [[Kompetentes Gestein|Verwitterungskompetenz]] des im Untergrund anstehenden Gesteins vorgegeben. Durch die Lagerungsverhältnisse der Gesteinsschichten entstand eine [[Schichtstufenlandschaft]] mit [[Streichen (Geologie)#Generalstreichen|herzynisch]] (Nordwest–Südost) verlaufenden Höhenzügen und Tälern. Die Höhenzüge werden von den Gesteinen des [[Unterer Buntsandstein|Unteren]] und [[Mittlerer Buntsandstein|Mittleren Buntsandsteins]], des [[Oberer Muschelkalk|Oberen Muschelkalks]] sowie bestimmten Gesteinen [[Kreide (Geologie)|kretazischen]] Alters, insbesondere [[Hilssandstein]] und [[Flammenmergel]], gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gebirgskamm|kammbildenden]] Gesteine setzen sich aus [[Sandstein]]en oder [[Kalkstein]]en zusammen. Die Täler zwischen diesen Höhenzügen sind, bedingt durch das [[Fallen (Geologie)|Einfallen]] der [[Schichtung|Schichten]] unsymmetrisch ausgebildet. Sie werden durch die Gesteine des [[Röt-Formation|Oberen Buntsandsteins]], des Keupers und des [[Jura (Geologie)|Juras]] gebildet. Es handelt sich hier um tonige [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]]. Neben Taleinschnitten und Höhenzügen sind verschiedene Verebnungsflächen auszumachen. Diese sind im Bereich des Mittleren Muschelkalks und des [[Minimuston]]s zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische und paläogeographische Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flammenmergel Sackmulde.jpg|miniatur|Typisches [[Handstück (Geologie)|Handstück]] des [[Flammenmergel]]s in der Sackmulde]]&lt;br /&gt;
Die geologische Entwicklungsgeschichte des Gebietes ist eng mit den Geschehnissen im [[Germanisches Becken|Germanischen Becken]] verknüpft. Die darin oder nahebei anstehenden Schichtfolgen beginnen mit Sedimenten [[Perm (Geologie)|permischen]] Alters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um Ablagerungen der [[Salinarzyklus|Salinarzyklen]] des [[Zechsteinmeer]]es. Je nach Grad der [[Evaporation|Eindampfung]] lagerten sich [[Tonstein]]e, Kalksteine, [[Dolomit (Gestein)|Dolomite]], [[Anhydrit]]e, [[Steinsalz]]e oder [[Kalisalz]]e in zyklischer Folge ab. Während des [[Mesozoikum]]s lag die Sackmulde im nördlichen Randbereich des Germanischen Beckens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hinze 1967&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=C. Hinze|Titel=Der obere Buntsandstein (Röt) im südniedersächsischen Bergland|Sammelwerk=Geologisches Jahrbuch|Band=Bd. 84|Seiten=637–716|Ort=Hannover|Jahr=1967}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ablagerungsgebiet gehörte zur [[Hessische Senke|Hessischen Senke]] zwischen der [[Hunte-Schwelle]] und der [[Eichsfeld-Schwelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Trias (Geologie)|triassischen]] (251,0 ±0,4 bis 199,6 ±0,6 [[Mya (Zeitskala)|Ma]]) Sedimentfolgen beginnen mit dem Buntsandstein. Während des Buntsandsteins kam es im Norddeutschen Raum zur großflächigen Ablagerung [[Siliziklastika|siliziklastischer]] Sedimente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herrmann 1962&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=A. Herrmann|Titel=Epirogene Bewegungen im germanischen Buntsandsteinbecken und deren Bedeutung für lithostratigraphische Parallelisierung zwischen Nord- und Süddeutschland|Sammelwerk=Geologisches Jahrbuch|Band=Bd. 81|Seiten=11–72|Ort=Hannover|Jahr=1962}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem endgültigen Eindampfen des Zechsteinmeeres wurden im Norddeutschen Raum bis zu 1500&amp;amp;nbsp;m rotgefärbter Siliziklastika abgelagert. Das [[Ablagerungsmilieu]] während des Buntsandsteins war [[Arides Klima|arid]] bis semiarid und die Sedimentation erfolgte zyklisch. Diese Zyklen sind teils über mehrere hundert Kilometer miteinander [[Korrelation|korrelierbar]]. Der Untere Buntsandstein besteht dabei aus einer Sandstein-Tonstein-Wechselfolge und wurde in einem großen, ungegliederten Becken abgelagert. Die Schüttung erfolgte von den umliegenden Hochgebieten des Harzes sowie von der [[Rheinische Masse|Rheinischen]] und der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]], vorwiegend aus südlicher und südöstlicher Richtung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wolburg 1961&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=J. Wolburg|Titel=Sedimentationszyklen und Stratigraphie des Buntsandsteins in Nordwestdeutschland|Sammelwerk=Geotektonische Forschungen|Band=Bd. 14|Seiten=7–74|Ort=Stuttgart|Jahr=1961}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wurster 1964&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=P. Wurster|Titel=Krustenbewegungen, Meeresspiegelschwankungen und Klimaänderungen der deutschen Trias|Sammelwerk=Geologische Rundschau|Band=Bd. 54|Seiten=224–240|Ort=Stuttgart|Jahr=1964}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mittlere Buntsandstein gliedert sich in 4 Zyklen, die jeweils mit einem Grobsandstein beginnen und zum Hangenden feinkörniger werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Boigk 1959&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=H. Boigk|Titel=Zur Gliederung und Fazies des Buntsandsteins zwischen Harz und Emsland|Sammelwerk=Geologisches Jahrbuch|Band=Bd. 76|Seiten=597–636|Ort=Hannover|Jahr=1959}}&amp;lt;/ref&amp;gt; WURSTER (1964) folgend sind diese [[Stillgewässer|limnisch]]en und [[fluviatil]]en Ursprungs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Röt-Formation|Röts]] fand eine [[Epirogenese|epirogene]] Absenkung des Sedimentationsbeckens statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hinze 1967&amp;quot; /&amp;gt; Es bildete sich, ganz ähnlich wie im Zechstein, ein [[Epikontinentalmeer|epikontinentales Flachmeer]], innerhalb dessen es zur Ablagerung von [[Evaporit]]en (&amp;#039;&amp;#039;Rötsalinar&amp;#039;&amp;#039;) kam. Während des Oberen Röts wurden die Röttone abgelagert, es begann der Übergang zur voll [[Ablagerungsmilieu#marin|marinen]] [[Muschelkalk]]fazies. Die Schüttungsrichtungen änderten sich während des Mittleren und Oberen Buntsandsteins nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sedimente des Muschelkalks werden in Unteren, Mittleren und Oberen Muschelkalk unterteilt. Zu Beginn des Muschelkalks entstanden durch eine [[Transgression (Geologie)|Transgression]] durch die [[Oberschlesische Pforte]] flachmarine Verhältnisse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hinze 1967&amp;quot; /&amp;gt; Der Untere Muschelkalk ist dabei durch einen zyklischen Wechsel von kalkigen und [[mergel]]igen Sedimenten gekennzeichnet. Die einzelnen Zyklen beginnen dabei jeweils mit einem kalkigen [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerat]], danach folgt eine Kalk-Mergel-Wechselfolge, und im Hangenden folgen dolomitische Gelbkalke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulz 1972&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=M.G. Schulz|Titel=Feinstratigraphie und Zyklengliederung des Unteren Muschelkalkes in N-Hessen|Sammelwerk=Mitteilungen des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Universität Hamburg|Band=Bd. 41|Seiten=133–170|Ort=Hamburg|Jahr=1972}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zyklen spiegeln einen Wechsel von marinen, lagunären und hypersalinaren Bedingungen wider, die auf zyklische Veränderungen von Wassertiefe und damit Durchlüftung, [[Salinität]] bzw. der Verbindung zum offenen Meer sowie auf Klimaveränderungen zurückgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulz 1972&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Mittleren Muschelkalks wurden Mergel, Dolomite und [[Gips]]e abgelagert. Das Sedimentationsmilleu war lagunär bis hypersalinar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kumm 1941&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=A. Kumm|Titel=Trias und Lias|Sammelwerk=Des Mesozoikum in Niedersachsen. 1. Abteilung|Herausgeber=A. Kumm, L. Riedel &amp;amp; W. Schott|Seiten=1–328 |Ort=Oldenburg|Jahr=1941}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oberen Muschelkalk, der [[Petrografie|lithologisch]] weiter in [[Trochitenkalk|Trochiten-]] und [[Ceratitenkalk]] untergliedert werden kann, kippte die [[Scholle (Geologie)|Scholle]] des Germanischen Beckens, wodurch die Verbindung zum [[Arktischer Ozean|Arktischen Ozean]] unterbrochen und an Stelle dessen die Öffnung der [[Burgundische Pforte|Burgundischen Pforte]] eingeleitet wurde. Dies führte zu einer [[Tethys (Ozean)|tethyalen]] Beeinflussung des Gebietes. Durch eine transgressive Phase wurden hier Durchlüftung und Salinität der Wassersäule verbessert und reine fossilreiche [[Kalkstein|Kalke]] abgelagert. Das Meeresgebiet war zu dieser Zeit durch [[Schwelle (Geomorphologie)|Schwellen]] gegliedert, die [[Riff (Geographie)|riffartige]] Flachwasserbereiche entstehen ließen, innerhalb derer sich die Trochitenkalke bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groetzner 1962&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=J. P. Groetzner|Titel=Stratigraphisch-fazielle Untersuchungen des Oberen Muschelkalks im südöstlichen Niedersachsen zwischen Weser und Oker |TitelErg=Dissertation |Herausgeber=Technische Hochschule Braunschweig|Seiten=1–124|Ort=Braunschweig|Jahr=1962}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer Absenkung des Sedimentationsbeckens lagerten sich die Ceratitenkalke ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wende von Muschelkalk zu [[Keuper]] ist durch eine [[Regression (Geologie)|Regressionsphase]] geprägt; es bildeten sich wieder vermehrt [[Klastisches Sediment|kontinentale Sedimente]]. Die Ablagerungen des Keupers wurden von Norden her in den Sedimentationsraum geschüttet, dies wird von WURSTER (1964) mit tektonischen Verstellungen am Rande der Böhmischen Masse in Verbindung gebracht. Während im Oberen und Unteren Keuper Sand- und Tonsteinbildungen vorherrschen, ist der Mittlere Keuper durch Gips und Mergel geprägt. Dies lässt auf aride Bedingungen im Mittleren Keuper schließen. Der Ablagerungsraum ist durch ein weitläufiges [[Delta]]system charakterisiert, innerhalb dessen [[Ingression]]en auch zu lagunären und [[Brackwasser|brackischen]] Verhältnissen geführt haben. Durch Zufuhr von Siliziklastika aus dem Hinterland tritt hier der Anteil [[Calciumcarbonat|karbonatischer]] Sedimente zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn des Jura (199,6 ±0,6 bis 145,5 ±4,0 Ma) ist durch eine Transgression gekennzeichnet, die im Ablagerungsraum wieder vollmarine Bedingungen herstellte. Das [[Norddeutsches Becken|Norddeutsche Becken]] bildete ein flaches [[Schelfmeer]], das über die [[Hessische Straße]] mit dem südlich gelegenen [[Jurameer]] verbunden war. Im [[Unterjura|Lias]] kam es dementsprechend zur Ablagerung von [[glaukonit]]führenden Tonen, die nach HARMS (1984) den Stufen [[Hettangium]], [[Sinemurium]] und [[Pliensbachium]] angehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harms 1984&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=F. J. Harms|Titel=Erläuterungen zu Blatt Nr. 4025 Freden|Herausgeber=Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung|Seiten=1–168|Ort=Hannover|Jahr=1984}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bereichen mit sauerstoffarmen Milieu kam es zur Ablagerung von feinkörnigen Siliziklastika mit hohen [[Fossil]]anteilen und hohen Anteilen an organischem Material, woraus sich später bei fortgesetzter [[Diagenese]] die bekannten [[Schwarzschiefer]] des Lias bilden sollten. Während des [[Malm]]s kam es zur Schließung der Hessischen Senke und zur Bildung des [[Niedersächsisches Becken|Niedersächsischen Beckens]], das bis in die Untere [[Kreide (Geologie)|Kreide]] erhalten blieb. [[Dogger (Geologie)|Dogger]] und Malm sind in der Sackmulde nicht vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablagerungen der Kreide (145,5 ±4,0 bis 65,5 ±0,3 Ma) liegen [[Diskordanz|diskordant]] auf den Sedimenten triassischen und jurassischen Alters. Zum Einsetzen der Unterkreide herrschen noch tonige Bildungen vor, die von Küstensanden ([[Hilssandstein]]) abgelöst werden, darauf folgen die [[Flammenmergel]], die sich aus Ton- bis Mergelsteinen zusammensetzen, welche kalkig, [[Siliciumdioxid|kieselig]] und glaukonitführend sein können. Insbesondere während des [[Albium|Albs]] bzw. [[Cenomanium|Cenomans]] transgredierte das Meer von Norden kommend über die Ablagerungen von Trias und Jura in den Bereich des [[Harzvorland|westlichen Harzvorlandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberkreide ist wiederum durch vollmarine Bildungen gekennzeichnet. Hier treten die sehr reinen [[Coccolithenkalk]]e ([[Pläner|Weißpläner]]) auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keller 1982&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=S. Keller|Titel=Die Oberkreide der Sackmulde bei Alfeld|Sammelwerk=Geologisches Jahrbuch|Band=Bd. A64|Seiten=3–171|Ort=Hannover|Jahr=1982}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] (65,5 ±0,3 Ma bis 2,588 bzw. je nach Auffassung 1,806 Ma) wich das Meer aus dem Gebiet zurück, der Ablagerungsraum lag nun im Randbereich des epikontinentalen Meeres, das weite Teile Norddeutschlands bedeckte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harms 1984&amp;quot; /&amp;gt; Tertiäre Sedimente sind im Bereich der Sackmulde nicht oder kaum zu finden, sie wurden [[Erosion (Geologie)|abgetragen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Quartär (Geologie)|Quartär]] ist durch den Wechsel von [[Kaltzeit|Glazialen]] und [[Warmzeit|Interglazialen]] gekennzeichnet. Die verschiedenen Eisvorstöße hinterließen weiträumige Ablagerungen von geringmächtigen [[Lockergestein]]en, welche jedoch nur in Teilen des Gebiets zu finden sind, sowie [[Äolisches Sediment|äolische]] [[Löss]]ablagerungen, die zuvorderst in den windstilleren Taleinschnitten des Gebietes zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tektonik ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist dem nördlichen Harzvorland zuzurechnen. Dieses ist durch herzynisch [[Streichen (Geologie)|streichende]] Mulden- und Sattelbildungen gekennzeichnet. Die tektonischen Elemente entstanden im Ober-Jura im Zuge der [[Alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]]. Diese Entwicklung wurde durch das Abwandern von Zechsteinsalzen aus dem Bereich der Sackmulde in den [[Leinetalsattel]] überprägt. ABDALLAH (1962) schreibt, es handele sich nicht um eine Mulde im tektogenetischen Sinne, sondern um eine negative Beule. Diese sei als Salzauswanderungswanne zu erklären, aus der das Salz in die [[Bruchzone]] des Leinetalsattels eingedrungen und dort aufwärtsgestiegen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abdallah 1962&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=A. M. Abdallah|Titel=Die Leinetalachse zwischen Seesen und Alfeld|Sammelwerk=Roemeriana|Band=Bd. 4|Seiten=1–52|Ort=Clausthal-Zellerfeld|Jahr=1962}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Aufstieg der Zechsteinsalze begann dabei im Keuper und wölbte das [[Deckgebirge]] auf. In der Oberkreide durchbrachen die Evaporite die überlagernden postpermischen Sedimente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jordan 1989&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=H. Jordan|Titel=Geologische Wanderkarte Leinebergland 1:100000|Herausgeber=Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung|Auflage=2. |Ort=Hannover|Jahr=1989}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Leinetalsattels geht dabei nach JORDAN (1989) auf eine regionale [[Störung (Geologie)|Störung]] des mesozoischen Deckgebirges zurück. Das Gebiet nordöstlich der Störung schob sich auf das südwestlich gelegene Gebiet auf. Die [[Verwerfung (Geologie)|Sprunghöhe]] beträgt 800–1000&amp;amp;nbsp;m. Entlang dieser Störungszone, also der so geschaffenen Schwächezone im Deckgebirge, kam es zum Aufstieg der Zechsteinsalze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=F. J. Harms|Titel=Erläuterungen zu Blatt Nr. 4025 Freden|Herausgeber=Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung|Seiten=1–168|Ort=Hannover|Jahr=1984}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Dierk Henningsen, Gerhard Katzung|Titel=Einführung in die Geologie Deutschlands|Auflage=6. |Verlag=Spektrum Verlag|Ort=Heidelberg|Jahr=2002|ISBN=3-8274-1360-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.005491|EW=9.866066|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hildesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Deutschlands]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sitacuisses</name></author>
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