<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sachsenhain</id>
	<title>Sachsenhain - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sachsenhain"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sachsenhain&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T21:22:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sachsenhain&amp;diff=152430&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: HC: Ergänze Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sachsenhain&amp;diff=152430&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-20T21:34:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Bodendenkmal_in_Niedersachsen&quot; title=&quot;Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen&quot;&gt;Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Verden Sachsenhain Pan1.jpg|mini|Panorama mit Kanzel und Wegen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sachsenhain Halsmühlen.jpg|mini|Sachsenhain]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sachsenhain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ehemalige, großflächige [[Denkmal (Gedenken)|Denkmalanlage]] der [[Nationalsozialisten]] im niedersächsischen [[Verden]] (Aller). Heute betreibt die [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers]] dort den Jugendhof Sachsenhain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Sachsenhain bezieht sich auf das [[Blutgericht von Verden]], bei welchem nach den [[Annales regni Francorum]] [[Karl der Große]] die [[Rädelsführer]] der [[Schlacht am Süntel]] im Jahre [[782]] hinrichten ließ. Einen ersten Entwurf für eine Gedenkstätte mit einem 70 Meter hohen [[Monument]] und einer 12 Meter langen [[Widukind (Sachsen)|Widukind]]-[[Skulptur]] mit Pferd legte der [[Judenfeindlichkeit|antisemitische]] [[Verleger]] und [[Sponsoring|Hauptsponsor]] der frühen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], [[Julius Friedrich Lehmann]], vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.regesta-imperii.de/regesten/suche/result/nr/0782-00-00_2_0_1_1_0_695_260b.html?tx_hisodat_sources%5BsearchMode%5D=10&amp;amp;cHash=b9f48342fb0d8c6c1288b56cb5750d5c#rinav Karl der Grosse – Regesta Imperii RI I n. 260b zu 782, &amp;#039;&amp;#039;ubi Alara confluit in Wisora.&amp;#039;&amp;#039;]: „Strafgericht; die sächsischen edlen ... erscheinen auf den ruf des königs, der die auslieferung der urheber des aufstandes fordert; alle klagen Widukind, der wieder zu den Dänen geflohen war, als urheber an; da sie diesen nicht ausliefern können, liefern sie alle aus, welche dessen ruf folgend an der empörung teil genommen hatten, 4500 Sachsen; diese werden zu Verden (Ferdi) a. d. Aller auf befehl des königs an einem tag enthauptet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Langebach]], [[Michael Sturm (Historiker)|Michael Sturm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungsorte der extremen Rechten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edition Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039;). Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 62–69, ISBN 978-3-658-00130-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1934 vom Chefideologen der [[NSDAP]], [[Alfred Rosenberg]], geforderte antichristliche Gedenkstätte wurde im Auftrag der [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]] vom [[Reichsarbeitsdienst]] und örtlichen Baufirmen unter Mithilfe lokaler Handwerksbetriebe angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkorte in Verden&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gedenkstaettenforum.de/nc/gedenkstaetten-rundbrief/rundbrief/news/denkorte_in_verden/ | titel=Denkorte in Verden&amp;quot; | hrsg=Gedenkstaettenforum.de | zugriff=2013-03-18| sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entwürfe lieferten der Gartengestalter [[Wilhelm Hübotter]] und [[Karl Dröge]], während [[Reinhard Berkelmann]] als Mitarbeiter fungierte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenkunst]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 50, Selbstverlag der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst, 1937, S. 127; {{Google Buch | BuchID=h_XmAAAAMAAJ| Seite=127|Hervorhebung=Prof. Dröge}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1934 und 1936 ließ der [[Reichsführer SS]], [[Heinrich Himmler]], für den ovalgeformten Sachsenhain 4500 [[Findling]]e zusammentragen und entlang eines zwei Kilometer langen und sechs Meter breiten Rundwegs aufstellen, als Gedenkstätte für die angeblich 4500 heidnischen Sachsen, die von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] beim [[Blutgericht von Verden]] an dieser Stelle hingerichtet worden sein sollen. Die Steine sind senkrecht in Reihen nebeneinander in den Boden eingegraben worden in der Art von historischen Schweine[[pferch]]anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauern der Umgebung wurden verpflichtet, jeden Findling, den sie fanden, dort bereitzustellen. Unter den Findlingen befinden sich auch [[Runenstein|Runen-]] und [[Opferstein]]e, was den Schluss nahelegt, dass durch die Maßnahme eine größere Anzahl [[Megalith]]gräber im Umland unwiederbringlich zerstört wurde. Da die geforderte Anzahl von 4500 Findlingen nicht beschafft werden konnte, wurden die Lücken mit Bruchsteinen aufgefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden gibt es zwei Kanzeln, die auf eine große Wiese, den sogenannten [[Thingplatz (Thingbewegung)|Thingplatz]], ausgerichtet sind. Einen wirklichen [[Thing]] hat es an dieser Stelle nie gegeben. Im Norden der Anlage wurden fünf alte niedersächsische Fachwerkhäuser (darunter der [[Zehnthof]] des [[Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel|Herzogs Christian von Wolfenbüttel]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters1981&amp;quot;&amp;gt;Hans-Helmut Peters: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Steine.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Becher/[[Rolf Koppe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;fünf Kirchen unter einem Dach. Evangelische Heimatkunde&amp;#039;&amp;#039;, Lutherhaus Verlag, Hannover 1981, Seite 71, ISBN 3-87502-061-8&amp;lt;/ref&amp;gt;, die nach ihrem Abbruch an anderen Orten restauriert worden waren, wieder aufgebaut und der 80.&amp;amp;nbsp;SS-Standarte als Schulungsstätte übergeben. Zum Bau der Schulungsstätte wurde von der [[Schutzstaffel]] (SS) das [[KZ-Außenlager Verden]], ein Außenlager des [[KZ Neuengamme]], von Januar bis April 1945 betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Buggeln: In: [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Hinzert, Auschwitz, Neuengamme.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, S. 530.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Innenbereich des Haines diente der SS als Übungsplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 1935 fand eine große Einweihungs- und [[Sommersonnenwende|Sonnenwendfeier]] statt, in der die als [[heidnisch]]e Kultstätte und SS-Aufmarschplatz geplante, noch unfertige Anlage von Alfred Rosenberg, Heinrich Himmler und [[Richard Walther Darré|Walther Darré]] ([[Reichsbauernführer]] und Leiter des [[SS-Hauptämter#Rasse- und Siedlungshauptamt|Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS]]) eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wohnten zunächst [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Vertriebene]] in den Häusern. Ab 1950 pachtete die [[Evangelische Jugend]] die Häuser von der [[Britische Besatzungszone|britischen Militärregierung]], 1956 erwarb die [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers]] das Gelände vom Land [[Niedersachsen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters1981&amp;quot; /&amp;gt; Die Evangelische Jugend&lt;br /&gt;
betreibt dort seit 1950 den „Evangelischen Jugendhof Sachsenhain“, eine Bildungs- und Tagungsstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ejh.de/sachsenhain Webseite] vom Evangelischen Jugendhof Sachsenhain&amp;lt;/ref&amp;gt; 1966 wurde die Anlage durch eine Kapelle in Stahlskelettbauweise erweitert. 1976 wurde eines der Fachwerkhäuser vollständig und Teile der Anlage durch einen Brand zerstört, dafür wurden zwei neue Häuser mit vorgesetztem Fachwerk gebaut und ab 1977/1978 wieder genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der steingesäumte Rundweg im Gelände des Jugendhofes ist zugänglich und ein Touristen- und Ausflugsziel, aber auch Anziehungspunkt für Neonazis und rechtsextreme, „neuheidnische“ Gruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Hrsg=Bremer Tageszeitungen AG | Titel=Sie marschieren wieder … | Ort=Bremen | Datum=2005 | Seiten=38 | ISBN=3-938795-00-X | Online={{Webarchiv | url=http://www.weser-kurier.de/galerie/gemeinsam_gegen_rechts.pdf | wayback=20060707182310 | text=Sie marschieren wieder. . .}} | Abruf=2008-05-14 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ev.-luth. Landesjugenddienst e.&amp;amp;nbsp;V. Hannover (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Steine. Der Evangelische Jugendhof wird 50.&amp;#039;&amp;#039; Hildesheim 2000, ISBN 3-9804792-2-6.&lt;br /&gt;
* [[Justus H. Ulbricht]]: &amp;#039;&amp;#039;„Heil Dir, Wittekinds Stamm“. Verden, der „Sachsenhain“ und die Geschichte völkischer Religiosität in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jahrbuch für den Landkreis Verden|Heimatkalender für den Landkreis Verden]]: &amp;#039;&amp;#039;Verdener Sachsenhain.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch 1995, S. 69–123 (Teil 1) und 1996, S. 224–267 (Teil 2), Herausgeber: Landkreis Verden, {{ISSN|0948-9584}}.&lt;br /&gt;
* [[Michael H. Kater]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „Ahnenerbe“ der SS 1935–1945. Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, ISBN 3-486-57950-9.&lt;br /&gt;
* Hans-Helmut Peters: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Steine.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Becher/[[Rolf Koppe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;fünf Kirchen unter einem Dach. Evangelische Heimatkunde&amp;#039;&amp;#039;, Lutherhaus Verlag, Hannover 1981, Seite 70–72, ISBN 3-87502-061-8&lt;br /&gt;
* [[Ernst Andreas Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sachsenhain bei Verden&amp;#039;&amp;#039;, S. 78–80, in: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Steine reden könnten.&amp;#039;&amp;#039; Band I, Landbuch-Verlag, Hannover 1989, ISBN 3-7842-0397-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.verden.de/portal/seiten/sachsenhain-907000635-20680.html Stadt Verden: Sachsenhain]&lt;br /&gt;
* [https://www.ejh-sachsenhain.de/ Evangelischer Jugendhof Sachsenhain]&lt;br /&gt;
* [https://ruprecht.art.blog/2019/11/12/sachsenhain-und-ahnenerbe/ Uwe Ruprecht: Sachsenhain und Ahnenerbe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/56/44/N |EW=9/13/30/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Verden (Aller))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thingbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Verden (Aller)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
	</entry>
</feed>