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	<title>Sacharow-Zentrum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sacharow-Zentrum&amp;diff=773009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-10-24T12:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Organisation&lt;br /&gt;
| Name              = Музей и общественный центр имени Андрея Сахарова&amp;lt;br /&amp;gt;Museum und gesellschaftliches Zentrum „Andrei Sacharow“&lt;br /&gt;
| Abkürzung         = &lt;br /&gt;
| Logo              = &lt;br /&gt;
| Zweck             = [[Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
| Vorsitz           = [[Sergej M. Lukaschewski]]&lt;br /&gt;
| Geschäftsführung  = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum    = 1. Januar 1996&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum   = 18. August 2023&lt;br /&gt;
| Mitgliederzahl    = &lt;br /&gt;
| Beschäftigtenzahl = &lt;br /&gt;
| Sitz              = Moskau, Semljanoj wal 57/6&lt;br /&gt;
| Website           = [https://www.sakharov-center.ru/ www.sakharov-center.ru]&lt;br /&gt;
}} &amp;lt;!-- Fehlende Daten werden aus Wikidata übernommen und können dort bearbeitet oder in der Vorlage überschrieben werden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sakharov-center.jpg|mini|Sacharow-Zentrum (2007)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sacharow-Zentrum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Музей и общественный центр им. Андрея Сахарова}}) war ein Museum und Kulturzentrum in [[Moskau]] in der Nähe des [[Moskau Kursker Bahnhof|Kursker Bahnhof]]es. Es zeigte Ausstellungen zu den Themenbereichen [[Menschenrechte]], Repressionen und [[Gulag]] in der UdSSR und das Gedenken an [[Andrei Dmitrijewitsch Sacharow|Andrei Sacharow]]. Es war zuletzt von Montag bis Samstag geöffnet, der Eintritt war frei. Am 24. Januar 2023 teilten die Moskauer Behörden dem Sacharow-Zentrum mit, dass alle Mietverträge mit dem Menschenrechtsmuseum und dem Kulturzentrum gekündigt wurden, da das Zentrum dem [[Gesetz über „ausländische Agenten“ in Russland]] unterläge. Bis dato wurde das Zentrum unentgeltlich zur Verfügung gestellt, jedoch schreiben neue Regeln vor, dass „ausländische Agenten“ keine staatliche Unterstützung erhalten dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://novayagazeta.eu/articles/2023/01/26/moscows-sakharov-centre-evicted-from-all-premises-due-to-foreign-agent-label-en-news |titel=Moscow’s Sakharov Centre evicted from all premises due to ‘foreign agent’ label |datum=2023-01-08 |abruf=2023-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Schmidt, Moskau |Titel=Repression in Russland: Russland wickelt die Zivilgesellschaft ab |Sammelwerk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |Datum=2023-01 |Online=[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/repression-in-russland-helsinki-gruppe-aufgeloest-18631905.html] |Abruf=2023-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 18. August 2023 wurde das Zentrum gerichtlich aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dw.com/en/russia-closes-human-rights-group-sakharov-center/a-66572098 &amp;#039;&amp;#039;Russia closes human rights group Sakharov Center&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;dw.com&amp;#039;&amp;#039; vom 18. August 2023, abgerufen am 18. August 2023 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Ziel des Zentrums war das Wachhalten der Erinnerung an „mehrere zehn Millionen Opfer politischer Unterdrückung und Verbrechen begangen von dem Sowjetregime.“ Im gegenwärtigen Russland wollte man die „Werte einer offenen demokratischen Gesellschaft und eines offenen demokratischen Staates, für die Sacharow eingetreten ist“ festigen und setzte sich insbesondere ein für intellektuelle und politische Freiheit und offenen Meinungsaustausch in einer [[Zivilgesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
1989 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Sacharow-Stiftung (Gesellschaftliche Kommission für den Erhalt des Erbes von Andrei Sacharow&amp;#039;&amp;#039;) von [[Jelena Bonner]] gegründet. 1994 konnte ein Archiv mit 100.000 Dokumenten eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Museum und gesellschaftliche Zentrum für Frieden, Fortschritt und Menschenrechte „Andrei Sacharow“&amp;#039;&amp;#039; in Moskau geschaffen. Sein Sitz wurde ein zweigeschossiges Haus mit einer Gesamtfläche von 500&amp;amp;nbsp;m², das die Moskauer Stadtadministration für 25 Jahre zur Verfügung stellte. Zum Ausstellungssaal wurde eine ehemalige Garage umgebaut, mit einer Fläche von 140&amp;amp;nbsp;m².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Dezember 2014 wurde die Stiftung in das &amp;#039;&amp;#039;[[Gesellschaftliche Organisationen als „ausländische Agenten“ in Russland|Register für ausländische Agenten]]&amp;#039;&amp;#039; beim Justizministerium eingetragen. Dagegen liefen gerichtliche Verfahren. Im Jahr 2023 wurde das Zentrum aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sergej Lukaschewski, der das Zentrum vor seiner Auflösung 15 Jahre lang leitete, erhält am 28. Januar 2024 für sein Eintreten für Demokratie und Menschenrechte in Russland den mit 10.000 Euro dotierten Preis für Menschenrechte der [[Tonhalle Düsseldorf]]. Er lebt zu der Zeit in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Goertz: &amp;#039;&amp;#039;Auszeichnung für einen russischen Regimegegner. Adam Fischer, Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht im Konzert im Januar den Meschenrechtspreis der Tonhalle an Sergej Lukaschewski.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Post.&amp;#039;&amp;#039; 15. Dezember 2023, S. D2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
Im Museum gab es eine ständige Ausstellung sowie wechselnde Ausstellungen. Das Archiv enthielt Dokumente zur Geschichte des politischen Widerstands in der UdSSR und zur Repression mit dem GULAG-System. Die Bibliothek umfasste etwa 15.000 Bücher und andere Medien. Es fanden täglich Vorträge, Diskussionen, Lesungen und andere Veranstaltungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
=== Ständige Ausstellungen ===&lt;br /&gt;
* Mythologie und Ideologie der UdSSR&lt;br /&gt;
* Politische Repressionen in der UdSSR&lt;br /&gt;
* Der Weg durch den GULAG&lt;br /&gt;
* Andrei Sacharow – Persönlichkeit und Schicksal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Achtung! Religion“ (2003) ===&lt;br /&gt;
Am 14. Januar 2003 wurde die Ausstellung „Achtung! Religion“, eröffnet. Sie zeigte zeitgenössische Kunst, die sich kritisch und teilweise provozierend zu religiösen Inhalten positionierte. Vier Tage später wurden Exponate von militanten Besuchern beschädigt oder zerstört. Danach wurde die Ausstellung entgegen dem Wunsch der Künstler geschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ryklin&amp;quot;&amp;gt;[[Michail Kusmitsch Ryklin|Michail Ryklin]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der „gelenkten Demokratie“&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp 2006, ISBN 3-518-12472-2, S. 45, 12, 45, 49, 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[12. Februar]] [[2003]] forderte das russische Parlament (die [[Duma]]) die Generalstaatsanwaltschaft auf, gegen die Organisatoren der Ausstellung tätig zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Ryklin: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der „gelenkten Demokratie“&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp 2006, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen die Duma-Resolution und die Anweisung des Strafverfahrens stimmten lediglich 2 der 267 anwesenden Abgeordneten. Einer von ihnen, [[Sergei Nikolajewitsch Juschenkow|Sergei Juschenkow]], der am Rednerpult erklärt hatte, man erlebe soeben die Geburt des totalitären Staates unter der Führung der Orthodoxen Kirche, wurde einige Wochen später in Moskau ermordet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Boym&amp;quot;&amp;gt;Svetlana Boym: &amp;#039;&amp;#039;Die Paradoxien der Freiheit im postsowjetischen Russland.&amp;#039;&amp;#039; In: Boris Groys, Anne von der Heiden, Anja Herrmann, Peter Weibel, Julia Warmers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zurück aus der Zukunft. Osteuropäische Kulturen im Zeitalter des Postkommunismus.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt/Main 2006, ISBN 3-518-12452-8, S. 168–192, S. 187–188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Direktor des Sacharow-Zentrums und Hauptangeklagte, [[Juri Wadimowitsch Samodurow|Juri Samodurow]], sah davon ab, eine Zivilklage gegen die Eindringlinge wegen des Schadens anzustrengen, der dem Museum durch diese Tat entstanden war. Dies hatte zur Folge, dass die Anwälte des Museums den Gerichtssaal nicht betreten durften.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Ryklin: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der „gelenkten Demokratie“&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp 2006, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesellschaftlichen Verteidiger der Angeklagten waren die bekannten Menschenrechtler [[Alexander Podrabinek]], [[Lew Ponomarjow]] und [[Jewgeni Ichlow]], ebenso [[Sergei Adamowitsch Kowaljow|Sergei Kowaljow]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Ryklin: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der „gelenkten Demokratie“&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp 2006, S. 27, 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Samodurow und die für Ausstellungen zuständige Mitarbeiterin des Sacharow-Zentrums, Ljudmila Wassilowskaja, wurden am 28. März 2005 zu einer Geldstrafe von je 100.000 Rubeln (ca. 2900 Euro) verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Ryklin: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der „gelenkten Demokratie“&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp 2006, S. 35, 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtsverhandlung gegen die Kuratoren der Ausstellung „Achtung, Religion!“ und „Verbotene Kunst 2006“ sowie gegen drei Mitglieder von Pussy Riot ([[Marija Aljochina]], [[Jekaterina Samuzewitsch]] und [[Nadeschda Tolokonnikowa]]) wegen des „&amp;#039;&amp;#039;[[Pussy Riot: A Punk Prayer|Punk-Gebetes]]&amp;#039;&amp;#039;“ wurde vom 1. bis zum 3. März 2013 in Form eines [[Reenactment]]s von [[Milo Rau]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Die Moskauer Prozesse]]&amp;#039;&amp;#039; wiederholt. Auch dieser Prozess, in Anlehnung an die Gerichtsverfahren der Stalinzeit als „Theaterprozess“ bezeichnet, fand im Sacharow-Zentrum statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-online_20140318&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.zeit.de/kultur/film/2014-03/moskauer-prozesse-milo-rau-dokumentarfilm|title=Die Moskauer Prozesse – Putin gegen Pussy Riot 1:1|publisher=[[Die Zeit#Zeit Online|Zeit Online]]|author=Frida Thurm|date=2014-03-18|accessdate=2014-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt_20140321&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.welt.de/regionales/muenchen/article126051377/Pussy-Riot-stellen-Film-in-Muenchen-vor.html|title=Freche Frauen und die Unzucht|publisher=Die Welt|author=|date=2014-03-23|accessdate=2014-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2004/4/ Schwerpunkt &amp;quot;Religion und Staat in Russland&amp;quot;, mit Würdigungen zur Ausstellung &amp;quot;Achtung! Religion&amp;quot; und Dokumentation], Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Osteuropa&amp;#039;&amp;#039;, Heft 4/2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sakharov-center.ru/ Sacharow-Zentrum in Moskau (russisch)]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070506180547/http://www.sakharov-center.ru/museum/exhibitionhall/religion_notabene/hall_exhibitions_religion_otkritieUrazgrom.htm Zur Ausstellung &amp;quot;Achtung! Religion&amp;quot; (2003) (russisch, Archiv)]&lt;br /&gt;
* [[Boris Schumatsky]]: [https://www.nzz.ch/amp/articleCPK5Z-ld.340556 &amp;#039;&amp;#039;Schauplatz Russland. Organisierte Hetze. Das Klima für nonkonforme Künstler wird frostiger.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. April 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=55/45/4.1688/N |EW=37/39/31.658/E |type=landmark |region=RU-MOW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Russische Föderation)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenrechte in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:In Russland als „ausländischer Agent“ registrierte Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum (Politikgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2023]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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