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	<title>Sacerdotium - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sacerdotium&amp;diff=329335&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jed am 22. Oktober 2023 um 16:00 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sacerdotium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch &amp;#039;&amp;#039;Sazerdotium&amp;#039;&amp;#039;) bedeutete im [[Latein]]ischen ursprünglich „Priestertum“. Im [[Mittelalter]] fasste man unter diesem Begriff jedoch die geistliche Gewalt der [[Katholizismus|katholischen]] [[Kurie]] in Abgrenzung von der weltlichen Gewalt (&amp;#039;&amp;#039;regnum&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;imperium&amp;#039;&amp;#039;) vor allem im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] zusammen. Beide standen jedoch immer in einer Wechselwirkung zueinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] fasste man &amp;#039;&amp;#039;sacerdotium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;regnum&amp;#039;&amp;#039; als Einheit auf, obwohl beiden unterschiedliche Aufgabenbereiche zufielen. Diese wurden auf dem [[Konzil von Paris|Pariser Konzil]] im Jahre 829 näher bestimmt und festgelegt. Obwohl hierbei der geistlichen Gewalt der Vorrang eingeräumt wurde, ging man bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts von einem harmonischen Zusammenwirken beider Sphären aus. Auf dieser Basis konnten die [[Liudolfinger|ottonischen Kaiser]] ihre [[Ottonisch-salisches Reichskirchensystem|Kirchenherrschaft]] ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gregorianische Reformen|gregorianischen Reformbewegung]] wurde später scharf zwischen der geistlichen und der weltlichen Sphäre unterschieden und versucht, die weltliche Gewalt der geistlichen unterzuordnen. Der [[Investiturstreit]] war einer der Höhepunkte dieses Konflikts, in dem die Anhänger der weltlichen Macht des [[Kaiser]]s an den früheren Vorstellungen der [[Zweigewaltenlehre]] festhielten. Als Folge der Auseinandersetzung bildete sich nunmehr die Gemeinschaft der [[Klerus|Kleriker]] zu einer irdischen Institution der Kirche heraus, die eigenständig und rechtlich abgeschlossen dem [[Papst]] unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Päpste versuchten in der folgenden Zeit, die staatliche Sphäre des &amp;#039;&amp;#039;regnum&amp;#039;&amp;#039; unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie argumentierten dabei unter anderem mit dem [[Lehnswesen|Lehensrecht]]. Die Vertreter der weltlichen Herrschaft entgegneten dem mit dem Verweis auf das alte [[Römisches Recht|römische Recht]], das eine Autonomie der staatlichen Gemeinschaft feststellte. Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] verwies darauf, dass seine Herrschaft selbst schließlich gottunmittelbar sei. In diesem Zusammenhang wurde 1157 auch erstmals die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;sacrum imperium&amp;#039;&amp;#039; (lat. „Heiliges Reich“) in der kaiserlichen Kanzlei verwendet, mit der die gottunmittelbare sakrale Natur des Reiches, die allerdings bereits zuvor verschiedentlich postuliert worden war, dargelegt werden sollte. Letztlich konnte das Papsttum seine Herrschaftsansprüche nicht durchsetzen, gab sie allerdings auch nicht auf, sodass es noch im frühen 14. Jahrhundert zu teils heftigen Auseinandersetzungen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Tilman Struve]]: &amp;#039;&amp;#039;Sacerdotium&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 7, München 1999, Sp. 1220–1222.&lt;br /&gt;
* Ursula Nilgen: &amp;#039;&amp;#039;Bilder im Wettstreit zwischen [[Heinrich IV. (HRR)|Regnum]] und Sacerdotium.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl Möseneder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Streit um Bilder. Von Byzanz bis [[Marcel Duchamp|Duchamp]].&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1997, ISBN 3496011696, S.&amp;amp;nbsp;27–47 und Farbtafel 1.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Grundmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Sacerdotium-Regnum-Studium. Zur Wertung der Wissenschaft im 13. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Aufsätze&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Monumenta Germaniae Historica.&amp;#039;&amp;#039; Band 25). 3 Bände. Hiersemann, Stuttgart 1976–1978, ISBN 3-7772-7613-8, Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Bildung und Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 1978, ISBN 3-7772-7803-3, S. 275–291.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanonisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jed</name></author>
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