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	<title>Sabor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-18T14:23:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Parlament&lt;br /&gt;
|Überschrift          = &lt;br /&gt;
|Logo                 = Hrvatski sabor logo.svg&lt;br /&gt;
|LogoBeschreibung     = &lt;br /&gt;
|Foto                 = Croatian parliament.jpg&lt;br /&gt;
|FotoBeschreibung     = &lt;br /&gt;
|Sitz                 = [[Parlamentspalast (Zagreb)|Parlamentspalast]] in [[Zagreb]]&lt;br /&gt;
|Legislaturperiode    = 4 Jahre&lt;br /&gt;
|Erste Sitzung        = &lt;br /&gt;
|Abgeordnetenanzahl   = 151&lt;br /&gt;
|Letzte Wahl          = [[Parlamentswahl in Kroatien 2024|17. April 2024]]&lt;br /&gt;
|Nächste Wahl         = [[Parlamentswahl in Kroatien 2028|2028]]&lt;br /&gt;
|Vorsitz              = [[Parlamentspräsident]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Gordan Jandroković]] ([[Hrvatska demokratska zajednica|HDZ]])&lt;br /&gt;
|GrafikSitzverteilung = [[Datei:Croatian parliament distribution of seats 2024.png|256px]]&lt;br /&gt;
|Sitzverteilung       = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kabinett Plenković III|Regierung]] (68)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|DK|dunkel|HR}}|[[Hrvatska demokratska zajednica|HDZ]] 55}}&lt;br /&gt;
*{{Farblegende|#1075BC|HDS 1}}&lt;br /&gt;
*{{Farblegende|#1075BC|[[Parteiloser|Unabhängig]] 1}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#5C406C|[[Domovinski pokret|DP]] 11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Confidence and supply|Unterstützung]] (11)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|HSLS|dunkel|HR}}|[[Hrvatska demokratska zajednica|HSLS]] 3}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|HNS|dunkel|HR}}|[[Hrvatska demokratska zajednica|HNS-LD]] 3}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|HSU|dunkel|HR}}|Nezavisni und [[Kroatische Rentnerpartei|HSU]] 3}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|Minderheiten|dunkel|HR}}|Minderheiten 2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Opposition (Politik)|Opposition]] (72)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|SDP|dunkel|HR}}|[[Socijaldemokratska partija Hrvatske|SDP]] 37}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#C9E265|[[Možemo]] 10}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#{{Wahldiagramm/Partei|MOST|dunkel|HR}}|[[Most nezavisnih lista|MOST]] 7}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#|Andere 18}}&lt;br /&gt;
|Webseite             = [https://sabor.hr/ Sabor]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sabor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Kroatische Sprache|kroatisch]] für [[Versammlung]], [[Parlament]], [[Konzil]]) ist die Bezeichnung für das Parlament der Republik [[Kroatien]] mit Sitz in [[Zagreb]]. Es ist das zentrale [[Verfassungsorgan]] im [[Kroatien#Politik und Verwaltung|politischen System Kroatiens]]. In Kroatien gilt das [[Einkammersystem]]. Die [[Legislaturperiode]] des Sabor dauert vier Jahre. Seit dem 14. Oktober 2016 tagt der Sabor in seiner neunten Zusammensetzung seit [[Geschichte Kroatiens seit 1990|Gründung der Republik Kroatien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sabor.hr/hr/o-saboru |titel=O Saboru |abruf=2020-05-27 |sprache=hr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Habsburgermonarchie]] war Sabor auch die Bezeichnung der [[Ständeversammlung]] von [[Königreich Kroatien und Slawonien|Kroatien-Slawonien]] (bis 1848), des eingeschränkt repräsentativen Landtages (bis 1918) sowie der [[Landtag (Österreich-Ungarn)|Provinziallandtage]] im [[Dalmatinischer Landtag|österreichischen Kronland Dalmatien]], in [[Markgrafschaft Istrien|Istrien]] (ab 1861) und in [[Landtag von Bosnien und Herzegowina|Bosnien und Herzegowina]] (ab 1910).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In lateinischen Dokumenten wird der Sabor als &amp;#039;&amp;#039;plenum sborum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sborum sive parlamentum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; am häufigsten ist in lateinischen Dokumenten die Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;congregatio&amp;#039;&amp;#039; zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://enciklopedija.hr/Natuknica.aspx?ID=53915 |titel=Sabor |werk=[[Kroatische Enzyklopädie]] |hrsg=[[Lexikographisches Institut Miroslav Krleža]] |datum= |zugriff=2018-01-20 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahlrecht ==&lt;br /&gt;
Der Sabor hat nach der kroatischen [[Verfassung]] zwischen 100 und 160 auf vier Jahre gewählte Abgeordnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.verfassungen.eu/hr/verf90-i.htm Artikel 71]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl seiner Parlamentsmitglieder richtet sich zur möglichst genauen Abbildung des Wählerwillens nach der Bevölkerungsgröße und dem Proporz. Derzeit hat das kroatische Parlament 151 Abgeordnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gibt es 12 Wahlkreise für die Wahl des kroatischen Parlaments.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sabor.hr/hr/zastupnici/izborne-jedinice |titel=Izborne jedinice |abruf=2020-05-27 |sprache=hr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesetzlich ist Kroatien in 10 Wahlbezirke eingeteilt, in denen nach [[Verhältniswahlrecht|Proporzsystem]] je 14 Abgeordnete gewählt wurden. Es gibt eine [[Sperrklausel|Fünf-Prozent-Hürde]] innerhalb der Wahlbezirke. Darüber hinaus gibt es zwei separate Wahlkreise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlkreis XI&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sabor.hr/hr/zastupnici/xi-izborna-jedinica-9-saziv |titel=XI. izborna jedinica |abruf=2020-05-27 |sprache=hr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auch für kroatische Staatsbürger ohne dauerhaften Wohnsitz in Kroatien sind Parlamentssitze vorgesehen, deren genaue Zahl von der Wahlbeteiligung in der kroatischen [[Diaspora]] abhängt (maximal 14, meist 4–6). Dieser Wahlbezirk umfasst nicht nur Emigranten, sondern vor allem auch viele Kroaten in Bosnien und Herzegowina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlkreis XII&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sabor.hr/hr/zastupnici/xii-izborna-jedinica-9-saziv |titel=XII. izborna jedinica |abruf=2020-05-27 |sprache=hr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 8 Sitze sind für Vertreter der [[Nationale Minderheit|nationalen Minderheiten]] reserviert. Angehörige der Minderheiten können entweder eine der Mehrheitsparteien wählen oder alternativ dazu auf der jeweiligen Liste einen Vertreter ihrer Minderheit. Die in Personenwahl ermittelten Sitze sind folgendermaßen verteilt: 3 Sitze für Serben sowie jeweils 1 Sitz für Italiener, für Ungarn, für Tschechen und Slowaken, für Slowenen, Bosniaken, Montenegriner, Mazedonier und Albaner sowie für sonstige Minderheiten (Deutsche, Ukrainer und Ruthenen, Rumänen, Russen, Türken, Juden, Roma, Polen …).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befugnisse ==&lt;br /&gt;
Das kroatische Parlament beschließt über die Verfassung und ist alleiniger Gesetzgeber, hat das Budgetrecht, schreibt im Einklang mit den Gesetzen Wahlen aus, kann die Abhaltung von Volksabstimmungen veranlassen und [[Amnestie]]n erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte  ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter bis 1848 ===&lt;br /&gt;
Die Anfänge der kroatischen Ständeversammlung, aus der der heutige Sabor hervorgegangen ist, liegen im [[Mittelalter]]. Obwohl Kroatien 1102 in [[Personalunion]] Teil der ungarischen Stephanskrone geworden war, fanden häufig separate Versammlungen des kroatischen Adels statt. Außer diesem war im Sabor auch die Kirche vertreten. Jeder ungarische König ließ kurz nach seinem Regierungsantritt einen Sabor einberufen, auf dem ihm die kroatischen Stände huldigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zaključci HR Sabora 1273.jpg|mini|Beschlüsse des Sabors für Slawonien aus dem Jahr 1273]]&lt;br /&gt;
Als Ständeversammlung unter ungarischer Krone ist der Sabor erstmals 1273 für [[Königreich Slawonien (Mittelalter)|Slawonien]] und 1351 für [[Königreich Dalmatien|Kroatien-Dalmatien]] in den Quellen belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holm Sundhaussen |Titel=Sabor |Sammelwerk=Lexikon zur Geschichte Südosteuropas |Hrsg=Edgar Hösch, Karl Nehring, Holm Sundhaussen |Datum=2004 |Seiten=590}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1527 wählte der kroatische Landtag von [[Burg Cetin|Cetin]] den Habsburger [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] unabhängig von den Ungarn zum König von Kroatien. Das wurde schriftlich in der [[Charta von Cetingrad]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cetingradski sabor 1527.JPG|mini|Sitzung des kroatischen Parlaments 1527, bei der [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] zum König Kroatiens gewählt wurde (Dragutin Weingärtner)]]&lt;br /&gt;
Durch die kroatischen Gebietsverluste im 15. und 16. Jahrhundert (Dalmatien an Venedig, andere Gebiete an die Osmanen) wurde das Gebiet, aus dem der Adel zum Landtag kam, immer kleiner. Hinzu kam, dass der Adel [[Slawonien]]s sich nach 1526 von Kroatien trennte und dem ungarischen Gegenkönig [[Johann Zápolya]] anschloss. Deshalb wurden dort bis zur osmanischen Eroberung eigene Landtage abgehalten. Nach der Rückeroberung Slawoniens durch die österreichischen Armeen 1699 wurde Slawonien in Gespanschaften organisiert, die zunächst nur im ungarischen, nicht aber im kroatischen Landtag vertreten waren. Später erhielten sie auch eine Vertretung im kroatischen Landtag, ohne jedoch die direkte Vertretung im ungarischen zu verlieren, so dass ihr Status zwischen Ungarn und Kroatien umstritten blieb. Auch die österreichische [[Militärgrenze]] war dem Zugriff der adligen kroatischen Landesversammlung entzogen. Der kroatische Landtag entsandte nach alter Tradition einige stimmberechtigte Gesandte zum [[Reichstag (Ungarn)|ungarischen Reichstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer weltlichen gab es in Kroatien auch kirchliche Versammlungen. Einige davon hatten auch politischen Bedeutung, weil Gebiete bestimmt wurden, die unter die Jurisdiktion der kirchlichen Macht fielen. Andere Gründe waren unter anderem die Größe der kirchlichen Besitzungen oder die Festlegung der offizielle Sprache des Gottesdienstes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sabor.hr/Default.aspx?art=1724&amp;amp;sec=442 |titel=Hrvatski sabor - Povijest |zugriff=2018-01-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101203013302/http://www.sabor.hr/Default.aspx?art=1724&amp;amp;sec=442 |archiv-datum=2010-12-03 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-05 07:14:04 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1848 bis 1918 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dragutin Weingärtner, Hrvatski sabor 1848. god.jpg|mini|Sitzung des kroatischen Parlaments, 1848 (Dragutin Weingärtner)]]&lt;br /&gt;
1848 spielte der kroatische Sabor eine wichtige Rolle in der Revolution. Vorübergehend konnten sich Land und Parlament von der ungarischen [[Hegemonie]] lösen. Der Sabor lehnte die  Zwangs[[magyarisierung]] Kroatiens ab und erteilte [[Ban]] [[Joseph Jelačić von Bužim|Josip Jelačić]] die Vollmacht, entsprechend zu handeln. Die Ständeversammlung wurde schrittweise in ein modernes Wahlparlament umgewandelt, wobei bis zum Ende der Österreichisch-Ungarischen Monarchie de facto kein demokratisches Wahlgesetz galt. Ab 1849 war der Sabor wieder für Slawonien, ab 1881 auch für die Gebiete der aufgelösten Militärgrenze zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat Croatian Parliament.jpg|mini|Wappen des [[Königreich Kroatien und Slawonien|Königreichs Kroatien, Slawonien und Dalmatien]] an der Fassade des kroatischen Parlaments]]&lt;br /&gt;
Durch den [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|österreichisch-ungarischen Ausgleich]] (1867) und den ergänzenden [[Ungarisch-Kroatischer Ausgleich|ungarisch-kroatischen Ausgleich]] (1868) waren die Kompetenzen des kroatischen Parlaments allerdings sehr eingeschränkt. Die Wahlen von 1868 bis zum Ende der [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen Monarchie]] wurden nach einem äußerst restriktiven [[Zensuswahlrecht]] abgehalten, das die Mehrheit der Bevölkerung von der Wahl ausschloss. Zudem fanden die Wahlen offen statt, die Wähler waren massiven Wahlbeeinflussungen durch die staatlichen Verwaltungsbehörden ausgesetzt. Der Banus als Oberhaupt der Exekutive in Kroatien-Slawonien war in erster Linie der Krone und der ungarischen Regierung, nicht jedoch gegenüber dem Sabor verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dalmatien]], das zur [[Cisleithanien|österreichischen Reichshälfte]] gehörte, hatte von 1861 bis 1918 seinen eigenen, den [[Dalmatinischer Landtag|Dalmatinischen Landtag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstes Jugoslawien (1918 bis 1945) ===&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1945 existierte kein kroatisches Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trg sv. Marka, 1918.jpg|mini|Proklamation des [[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen|Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen]] vor dem Gebäude des Sabor (1918)]]&lt;br /&gt;
Im Herbst 1918 beschloss der letzte nach altem Recht gewählte Sabor, seine Befugnisse dem &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Habsburgermonarchie]] zu übertragen, der wiederum den Zusammenschluss mit Serbien zum &amp;#039;&amp;#039;[[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]]&amp;#039;&amp;#039; beschloss, dem späteren [[Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen wurde die Wiedereinberufung eines vom gesamtjugoslawischen Parlament getrennten kroatischen Sabor eine zentrale Forderung der kroatischen Oppositionsparteien. So forderte die [[Kroatische Bauernpartei]] unter [[Stjepan Radić]] im Frühjahr 1919 vergeblich, dass – analog zur Ratifizierung der staatlichen Vereinigung durch das serbische Parlament – auch der Sabor noch einmal einberufen werden müsse, um über die Ratifizierung der Vereinigung zu beraten. Die in den Wahlen zur [[Verfassunggebende Versammlung|Verfassunggebenden Versammlung]] des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen gewählten Abgeordneten der Kroatischen Bauernpartei konstituierten sich aus Protest gegen die eingeschränkten Kompetenzen der Verfassunggebenden Versammlung und die Nichtanerkennung eines separaten Selbstbestimmungsrechts für Kroatien als separates kroatisches Parlament und erarbeiteten eine Verfassung einer &amp;#039;&amp;#039;Bauernrepublik Kroatien&amp;#039;&amp;#039;, die angesichts der realen Machtverhältnisse freilich bloßes Papier blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Abkommen zwischen dem jugoslawischen Ministerpräsidenten [[Dragiša Cvetković]] und dem Vorsitzenden der Kroatischen Bauernpartei, [[Vladko Maček]], von 1939, durch das eine autonome &amp;#039;&amp;#039;[[Banschaft Kroatien]]&amp;#039;&amp;#039; (kroat. &amp;#039;&amp;#039;Banovina Hrvatska)&amp;#039;&amp;#039; innerhalb Jugoslawiens geschaffen wurde, war parallel zur Neuwahl des jugoslawischen Parlaments auch die Wahl eines kroatischen Sabor vorgesehen. Nach dem [[Balkanfeldzug|deutschen Überfall auf Jugoslawien 1941]] kam es dazu jedoch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ustascha]], die 1941 unter deutsch-italienischer Besatzung den [[Unabhängiger Staat Kroatien|Unabhängigen Staat Kroatien]] (NDH) errichteten, versuchten 1942 ihre Herrschaft durch die Einberufung eines Sabor aus ehemaligen Sabor-Mitgliedern von 1918, kroatischen Mitgliedern des jugoslawischen Parlamentes und anderen, von ihnen eigenmächtig ausgewählten Personen zu legitimieren (diesem Sabor gehörten mit [[Branimir Altgayer]] und [[Ferdinand Gasteiger]] auch zwei Vertreter der [[Jugoslawiendeutsche|deutschen Minderheit]] an). Dieser Sabor wurde jedoch bald darauf suspendiert und nicht wieder einberufen, da in dem nach dem Führerprinzip organisierten Unabhängigen Staat Kroatien ein Parlament keine Funktion hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Jugoslawien (ab 1945) ===&lt;br /&gt;
In der [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien]] von 1945 bis 1990 war der Sabor das Parlament der Volksrepublik Kroatien bzw. [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien]], in dem die Vertretung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen formal institutionell verankert war, zu dem jedoch keine Wahlen stattfanden ([[Einparteiensystem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Republik Kroatien (seit 1990) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vlada predstavljanje.jpg|mini|Blick in den Sitzungssaal des Sabor (2011).]]&lt;br /&gt;
Die Reformbewegung, die zum Auseinanderbrechen Jugoslawiens und den [[Jugoslawienkriege]]n führen sollte, wertete die Bedeutung der regionalen Parlamente auf. Das kroatische Parlament wurde institutionell neu aufgestellt. Es bestand aus drei Kammern:&lt;br /&gt;
* dem Gesellschaftlich-Politischen Rat (erste Kammer, wurde in freien und gleichen Wahlen bestimmt)&lt;br /&gt;
* dem Rat der Gemeinden&lt;br /&gt;
* dem Rat der vereinigten Arbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April/März 1990 wurden die ersten demokratischen Wahlen in der [[Sozialistische Republik Kroatien|Teilrepublik Kroatien]] abgehalten. Die [[Hrvatska demokratska zajednica|HDZ]] erzielte die absolute Mehrheit der Mandate. Der neu gewählte Sabor verabschiedete Ende 1990 die neue [[Verfassung der Republik Kroatien]] und erklärte 1991 die Unabhängigkeit Kroatiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verfassung von 1990 war ein [[Zweikammersystem]] verankert. Das Abgeordnetenhaus &amp;#039;&amp;#039;(Zastupnički dom)&amp;#039;&amp;#039; war die allgemeine gesetzgebende Kammer. Das Haus der Gespanschaften &amp;#039;&amp;#039;(Županijski dom)&amp;#039;&amp;#039; sollte die Gebietskörperschaften vertreten und hatte überwiegend beratende Funktion. Seine schärfste Waffe, ein Vetorecht gegen die erste Kammer, wurde nur ein einziges Mal eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Wolfgang Ismayr]] |Titel=Die politischen Systeme Osteuropas |Kommentar=Unter Mitarbeit von [[Solveig Richter]] und Markus Soldner |Auflage=3., aktualisierte und erweiterte Auflage |Verlag=VS – Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |ISBN=978-3-531-17181-4&amp;lt;!--, die im Buch angebene ISBN 978-3-531-16201-0 stimmt nicht mit der beim Verlag angegebenen überein! --&amp;gt; |Seiten=786 ff |Online=http://books.google.de/books?id=SRwa9iGlPnwC&amp;amp;pg=PA786&amp;amp;dq=Sabor+Kroatien&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=TyZ7ToDsH4fcsgae25TODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Sabor%20Kroatien&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997, 2000 und 2001 kam es zu Verfassungsänderungen. 2001 wurde die zweite Kammer abgeschafft, seitdem ist der Sabor ein [[Einkammersystem|Einkammerparlament]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Neven Budak]] |Titel=Hrvatski  sabor |Verlag=Leykam international |Ort=Zagreb |Datum=2010 |ISBN=9789537534448 |Sprache=hr}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ivo Perić |Titel=Hrvatski državni sabor : 1848–2000 |Band=2 Bde. |Ort=Zagreb |Datum=2000 |Verlag=Hrvatski institut za povijest, Hrvatski državni sabor, Dom i svijet}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Željko Sabol |Titel=Croatian Parliament |Verlag=Parliament of the Republic of Croatia u. a. |Ort=Zagreb |Datum=1995 |ISBN=953-0-61331-8}}&lt;br /&gt;
* [[Mads Ole Balling]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Reval bis Bukarest. Statistisch-biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Ungarn, Jugoslawien, Rumänien, Slowakei, Karpatenukraine, Kroatien, Memelländischer Landtag, Schlesischer Landtag, komparative Analyse, Quellen und Literatur, Register.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Dokumentation-Verlag, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-5-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.sabor.hr/&lt;br /&gt;
* [http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080128_OTS0205&amp;amp;ch=politik Aussendung der österreichischen Parlamentskorrespondenz. Geschichte des kroatischen Sabor]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45.816420 |EW=15.974496 |type=landmark |region=HR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sabor| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Zagreb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlamentsgebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtag (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Zagreb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlament (Kroatien)]]&lt;/div&gt;</summary>
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