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	<title>Sabier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-54879-4: Wikilinks</title>
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		<updated>2026-02-18T07:06:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sabier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren eine im [[Hochmittelalter|12./13. Jahrhundert]] untergegangene Religionsgemeinschaft, die vor allem in der Region um [[Harran]] und [[Sumatar]] im Südosten der heutigen [[Türkei]] und in den benachbarten Gebieten des heutigen [[Syrien]]s und des [[Libanon]]s verbreitet war. Der [[Kult]] beruhte offenbar auf der Verehrung der [[Gestirn]]e. Wichtigster Gott war wahrscheinlich [[Sin (Gott)|Sin]], der [[babylon]]ische [[Mondgott]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Kult sind nur wenig wirklich [[verifizierbar]]e Nachrichten überliefert. Sin wurde in Form eines [[Steinkult|heiligen Steines]] im Haupttempel in [[Harran]] verehrt. Eine Verwandtschaft zu den babylonisch-[[Chaldäer|chaldäischen]] Gestirnskulten ist zu vermuten. Wann die Kultgemeinschaft entstand, ist nicht geklärt. Der Sin-Kult in Harran bestand jedenfalls schon im [[6. Jahrhundert v. Chr.]], als sich der babylonische König [[Nabonid]] zu ihm bekannte. Im [[2. Jahrhundert]] n. Chr. wurde die Mondgottheit anscheinend &amp;#039;&amp;#039;Marilaha&amp;#039;&amp;#039; (Götterkönig) genannt und sollte über die Planetengötter gebieten, welche eine Vermittlerrolle zwischen Sin und den Menschen einnehmen. Spätestens jetzt scheint es im Rahmen eines [[Synkretismus]] zur Aufnahme von Elementen des [[Griechisch-Römische Mythologie|griechisch-römischen Polytheismus]] gekommen zu sein. Bis in das [[4. Jahrhundert]] hinein verehrten die römischen Kaiser in Harran die Mondgöttin [[Selene]]. Die Religion konnte sich im Kerngebiet um Harran auch nach der vermutlichen Zerstörung des Haupttempels im Jahr [[382]] n. Chr. unter Kaiser [[Theodosius I.]] und der Erklärung des [[Christentum]]s zur einzig zugelassenen Religion im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] behaupten. Möglich ist, dass es nun zu einer Verbindung mit dem [[Neuplatonismus]] kam, da sich nach Ansicht mancher Forscher die beiden heidnischen Philosophen [[Simplikios]] und [[Damaskios]] um [[530er|533]] in Harran niedergelassen und dort eine [[Philosophenschulen der Antike|Schule]] begründet haben könnten. Gesichert ist aber auch das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen „Sabier“ nahmen die Gläubigen erst an, als sie vom [[Kalif]]en [[al-Ma&amp;#039;mun]] im [[9. Jahrhundert]] vor die Alternative gestellt wurden, sich entweder zum Islam (oder einer vom [[Koran]] tolerierten [[Buchreligion]]) zu bekennen oder als Heiden behandelt und bekämpft zu werden. Wie die [[Mandäer]] bezeichneten sie sich von nun an als „Sabier“ oder „[[Sabäer]]“&amp;amp;nbsp;– womit vermutlich im Koran die Anhänger [[Täufersekte|täuferischer]] Gemeinden oder die Anhänger eines [[Reich Saba|sabäisch]]-jemenitischen Gestirnskultes gemeint waren&amp;amp;nbsp;– da diese laut Koran Sure 2,62 und Sure 5,69 zu dulden seien. Aus dieser Zeit ist u.&amp;amp;nbsp;a. überliefert, dass die Sabier dreimal täglich Gebete verrichteten, [[Monogamie|monogam]] lebten, keine [[Zirkumzision|Beschneidung]] kannten, rituelle [[Waschung]]en vollzogen und langes Haar trugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von christlichen und muslimischen Autoren wurde verschiedentlich die Behauptung erhoben, dass die Sabier den [[Satanismus|Teufel anbeteten]]. Folglich geriet die Glaubensgemeinschaft unter immer stärkeren Druck. Die Reste der Sabier sind im 12./13. Jahrhundert schließlich in der Gemeinschaft der Shamsi-[[Alawiten]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [[Al-Bīrūnī]]: &amp;#039;&amp;#039;In den Gärten der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1988 (2., verb. Aufl. 1991). ISBN 3379002623. Quellentexte aus dem frühen 11. Jahrhundert, S. 125–127.&lt;br /&gt;
* Daniel Chwolson: &amp;#039;&amp;#039;Die Ssabier und der Ssabismus&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände. Petersburg 1856.&lt;br /&gt;
* T. Fahd: &amp;#039;&amp;#039;Ṣābiʾa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;8, Brill, Leiden, S.&amp;amp;nbsp;675–678.&lt;br /&gt;
* Tamara Green: &amp;#039;&amp;#039;The City of the Moon God. The Religious Traditions of Harran&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1992. ISBN 9004095136.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalische Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
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