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	<title>Saat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T01:01:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saat&amp;diff=86503&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R. Nackas: /* Siehe auch */ Sämann bloß Begriffsklärungsseite</title>
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		<updated>2025-06-09T15:12:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Sämann bloß Begriffsklärungsseite&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Aussäen und das Ausgesäte. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Saat (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hortus Deliciarum, Der Sämann.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Der Sämann&amp;#039;&amp;#039;, Darstellung aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Hortus Deliciarum]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Herrad von Landsberg]] (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:De zaaier - s0029V1962 - Van Gogh Museum.jpg|mini|[[Vincent van&amp;amp;nbsp;Gogh]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sämann (van Gogh)|Der Sämann]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aussaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ansaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man das Säen (auch Aussäen oder Ansäen; von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;saejen&amp;#039;&amp;#039; „streuen, schütten, ausstreuen, säen“) von [[Saatgut]] in das [[Saatbett]] bzw. Saatbeet, aber auch „das Ausgesäte“ und „das aus dem [[Same (Pflanze)|Samen]] Aufgegangene“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aussaat Zuckerrübe Machtsum Schwarzerde.jpg|miniatur|Aufgehende Saat von [[Zuckerrübe]] auf [[Schwarzerde]]boden]]&lt;br /&gt;
Man unterscheidet in der [[Landwirtschaft]] verschiedene Saatmethoden, zum Beispiel Breitsaat, Drillsaat und Einzelkornsaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Breitsaat]] ist die seit der [[Antike]] verwendete Sämethode. Durch die Anzahl [[Saatkorn|Körner]] in der Hand pro Wurf, die Wurfbreite und die Schrittlänge des Sämanns ergibt sich die Saatgutmenge pro Flächeneinheit. Die Breitsaat ist eine ungenaue Methode. Heute erfolgt die Aussaat im Acker-, Garten- und Landschaftsbau in der Regel maschinell in parallel angeordneten Reihen mit gleichmäßigen Abständen zwischen den Reihen (Reihenabstand) und innerhalb der Reihen sowie mit gleichmäßiger Ablagetiefe. &lt;br /&gt;
* Bei der [[Drillsaat]] werden die Körner mittels [[Drillmaschine]] in Reihen abgelegt – dieses Verfahren wird vorwiegend bei [[Getreide]] angewandt. Dabei ziehen kleine Säschare eine Rinne in das Saatbett; durch ein Rohr werden die Samenkörner eingebracht. &lt;br /&gt;
* Die [[Einzelkornsaat]] kommt bei Kulturarten wie [[Zuckerrübe]]n und [[Mais]] zum Einsatz, bei denen ein gleichmäßiger Pflanzenabstand angestrebt wird. Die Einzelkornsämaschine legt mit pneumatischer oder mechanischer Steuerung die Saat zentimetergenau ab, auch innerhalb der Reihen mit gleichen Abständen.&lt;br /&gt;
* Die [[Bandsaat]] wird vor allem im Gemüsebau eingesetzt aber auch bei der Grünlanderneuerung. Das Saatgut wird in gleichen Reihenweiten, innerhalb einer bestimmten Bandbreite aber in unregelmäßigen Abständen zwischen den Körnern abgelegt.&lt;br /&gt;
Das Ausbringen von Saatgut mit Hilfe spezieller Agrartechnik wie Drillmaschinen und Einzelkorngeräten verbreitete sich ab 1930. In der praktischen Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts ist die Saatkombination vorherrschend: Mehrere Arbeitsgänge – [[Saatbettbereitung]], Saatablage, Eggen, Walzen – werden gleichzeitig maschinell erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei geringeren Reihenabständen (z.&amp;amp;nbsp;B. im Getreidebau) werden im konventionellen Anbau bereits bei der Aussaat einzelne Reihen weggelassen, so dass im späteren Pflanzenbestand unbewachsene Fahrgassen bleiben. Durch diese Gassen kann bei Pflegemaßnahmen sowie bei der Ausbringung von Düngern und Pflanzenschutzmitteln mit dem Traktor durch das Feld gefahren werden, ohne die [[Nutzpflanze]]n zu schädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Saat-1-Drillsaat.svg|Drillsaat&lt;br /&gt;
 Saat-2-Bandsaat.svg|Bandsaat&lt;br /&gt;
 Saat-3-Breitsaat.svg|Breitsaat&lt;br /&gt;
 Saat-4-Einzelkornsaat.svg|Einzelkornsaat&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
=== Boden und Licht ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt bei der Saat die [[Faustregel]], dass der dreifache längste Samendurchmesser die richtige Sätiefe sei. Darüber hinaus muss jedoch die jeweils typische [[Pflanzenphysiologie]] berücksichtigt werden, insbesondere muss die [[Keimruhe]] überwunden sein. Die [[Keimung]] des Saatgutes setzt Feuchtigkeit und eine nach Pflanzenart unterschiedliche minimale Bodentemperatur voraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen Anforderungen an die Lichtverhältnisse. Beispielsweise ist [[Weizen]] ein „Dunkelkeimer“, das Saatgut muss also gut mit Erde bedeckt werden. Dagegen ist [[Roggen]] ein [[Lichtkeimer]]. Schon im [[19. Jahrhundert]] galt der Bauern-Spruch: „Roggensaat will den Himmel sehen“. Junge [[Landwirt]]e wurden schon damals dazu angehalten, den Roggen bei zunehmendem [[Mond]] zu säen, wenngleich das [[Mondlicht]] bei klarem Himmel in der Nacht weniger als ein Dreihunderttausendstel des Tageslichtes ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl der Saatzeit ===&lt;br /&gt;
Die optimale Säzeit wird zunächst durch die Pflanzenart bestimmt und ist trotzdem regional sehr verschieden. Pflanzen reagieren auf die [[Sonnenscheindauer]] und [[Temperatur]] sehr unterschiedlich. Im Sommer ist die [[Tageslänge]] (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) in Schleswig-Holstein um eine Stunde länger als in Baden-Württemberg und die durchschnittliche Temperatur um 5–10&amp;amp;nbsp;°C niedriger. Auch die Regenmenge ist regional sehr unterschiedlich. Alle diese Faktoren haben einen direkten Einfluss auf die Wahl von [[Fruchtfolge]], [[Sorte (Pflanze)|Sortenwahl]] und [[Pflanzenbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenbearbeitung ===&lt;br /&gt;
Um das Keimen der Saat zu ermöglichen, muss der Boden entsprechend [[Saatbettbereitung|vorbereitet]] werden. Durch [[Bodenbearbeitung]] wird ein ebenes und feinkrümeliges [[Saatbett]] hergestellt, um eine gleichmäßige Ablage der Samen zu ermöglichen und einen guten Standort für die späteren Pflanzen zu schaffen. Darüber hinaus wird dadurch die Wärmeleitung der Sonneneinstrahlung und die Wasserführung sichergestellt – beides ist für die [[Keimung]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahreszeiten ==&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit der Aussaat ist ausschlaggebend für das Pflanzenwachstum. Der [[Photoperiodismus]] beeinflusst Dauer und Verlauf der vegetativen und generativen Phase von Pflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Kurztag&amp;#039;&amp;#039; (weniger als 12 Stunden Sonne) werden „Langtagspflanzen“ zu vegetativem Wachstum veranlasst. Im &amp;#039;&amp;#039;Langtag&amp;#039;&amp;#039; (mehr als 12 Stunden Sonne) wird die generative Phase der Langtagspflanzen eingeleitet. Es kommt zur Blüte und Samenbildung. Im Garten „schießt“ dann der [[Kopfsalat]], im Feld beginnt das Getreide mit „Ährenschieben“, in den Wiesen blühen die meisten Gräser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sät man Langtagspflanzen, wie etwa [[Raps]] oder [[Senf]], im Kurztag nach dem 20. August, so entwickeln sie viel Grünmasse im Herbst, aber keine Blüten mehr. Dieser Trick wird in der Landwirtschaft seit vielen Jahrzehnten für die Herbstfuttererzeugung und die [[Gründüngung]] angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herbst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wintersaat (Plau).JPG|mini|Wintersaat im Oktober (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
Von September bis Oktober wird [[Wintergetreide]] gesät. Es braucht eine [[Vernalisation]] durch Frost, um im Frühjahr zu [[schossen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winter ===&lt;br /&gt;
Die Schneesaat ist ein altes Saatverfahren bei [[Birken]]. Das Saatgut wird hierbei im Winter auf dem Schnee ausgebracht. Eine Bodenbearbeitung ist hierbei nicht nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühling ===&lt;br /&gt;
Der Monat März ist der Säzeitpunkt für die [[Sommergetreide]]arten. Im April folgen [[Rübe]]n, [[Mais]] und die Freilandaussaat vieler [[Gemüse]]arten oder [[Krautige Pflanze|Kräuter]] wie [[Erbse]]n, [[Rettich]], [[Radieschen]], [[Gartenbohne|Bohnen]], [[Gartensalat|Salat]], [[Spinat]], [[Petersilie]], [[Dill (Pflanze)|Dill]] und viele mehr. Da die Bodentemperatur im Freiland für die Keimung bestimmter Pflanzenarten nicht ausreicht, werden diese nicht im [[Freilandanbau|Freiland]] ausgesät, sondern im [[Gewächshaus]] ([[Tomate]]n, [[Gurke]]n, [[Zucchini]] und [[Paprika]]) vorgezogen und dann in das Freiland ausgepflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzmotiv ==&lt;br /&gt;
Ein Sämann ist Motiv auf den Vorderseiten zweier Münzen:&lt;br /&gt;
* Der Tscherwonetz (dt. Rote Münze) aus Rotgold, ohne Nominale (10 Rubel) geprägt 1923, 1925 und nachgeprägt von 1975 bis 1982 in Russland.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.goldpreis.ch/gold/goldmuenzen/tscherwonetz/ Tscherwonetz Goldmünzen kaufen] goldpreis.ch, abgerufen am 27. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die österreichische 1-Schilling-Münze aus Aluminium, geprägt von 1946 bis 1957.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://colnect.com/de/coins/coin/1741-1_Schilling-1945%7E2001_-_2_Republik_Schilling_-_Umlaufmünzen-Österreich Österreich &amp;gt; 1945~2001 - 2. Republik (Schilling) - Umlaufmünzen] colnect.com, abgerufen am 27. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dippelsaat]]&lt;br /&gt;
* [[Direktsaat]]&lt;br /&gt;
* [[Dreieckssaat]]&lt;br /&gt;
* [[Heugrassaat]]&lt;br /&gt;
* [[Kleegeige]], eine Sähilfe&lt;br /&gt;
* [[Mulchsaat]]&lt;br /&gt;
* [[Wettsaat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Hartig, Chr. Lemke: &amp;#039;&amp;#039;Birken-Schneesaat&amp;#039;&amp;#039;. AFZ-DerWald 57, Heft 4/2002, S. 170–173.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klapp (Agrarwissenschaftler)|Ernst Klapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Acker- und Pflanzenbaues&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Paul Parey, Berlin/Hamburg 1958.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Martin: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1895.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bei der Aussaat spricht man von generativer Vermehrung. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|säen}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134116-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saat| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R. Nackas</name></author>
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