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	<title>Saargau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-17T15:09:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ArchidiakonatTholeyGrafikL1060482 (2).jpg|mini|400px|Der &amp;#039;&amp;#039;„Untere Saargau“&amp;#039;&amp;#039; um [[Merzig]] auf einer Landkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saargau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in historischer Verwendung einen oder zwei fränkische [[Gau]]e im Flussgebiet der [[Saar]] und in moderner Verwendung die Landschaft zwischen unterer Saar und [[Mosel]] beziehungsweise im südlichen Bereich zwischen unterer Saar und französischer Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gau Saargau ==&lt;br /&gt;
Im [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reich]] bestanden im Flussgebiet der Saar ein oder zwei Gaue namens Saargau. Die früh- und [[hochmittelalter]]lich überlieferten Nennungen eines Saargaus beziehen sich teils auf Orte an der oberen Saar und teils auf Orte an der unteren Saar, so dass man einen oberen Saargau um [[Sarrebourg]] und einen unteren Saargau um [[Merzig]] unterscheidet. Zwischen diese beiden Gaue schoben sich andere Gaue: [[Eichelgau]], [[Bliesgau]], [[Rosselgau]], [[Itongau]] und [[Niedgau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Puhl&amp;quot; /&amp;gt; Der Saargau ist in [[Abtei Weißenburg|Weißenburger]] Urkunden bereits für das Jahr 699 belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Walter Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Grafschaft Saarwerden bis zum Jahr 1527&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände (Veröffentlichungen der Kommission für saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 1), Saarbrücken 1957–1960, Bd. 1, Nr. 1a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Vertrag von Meersen]] ([[870]]) werden ein einziges Mal die beiden Saargaue durch Namenszusätze unterschieden: &amp;#039;&amp;#039;Sarachouua subterior&amp;#039;&amp;#039; (unterer Saargau) und &amp;#039;&amp;#039;Sarachouua superior&amp;#039;&amp;#039; (oberer Saargau).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Puhl&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monumenta Germaniae Historica]], [[Alfred Boretius]], [[Victor Krause]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Capitularia regum Francorum&amp;#039;&amp;#039; 2, Hannover 1897, S. 193–195, Nr. 251 ([https://www.dmgh.de/mgh_capit_2/index.htm#page/193/mode/1up dmgh.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der untere Saargau war kirchlich dem [[Bistum Trier|Erzbistum Trier]] zugehörig, der obere Saargau dem [[Bistum Metz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland W. L. Puhl |Titel=Saargau |Hrsg=[[Johannes Hoops]], [[Heinrich Beck (Philologe)|Heinrich Beck]] |Sammelwerk=Reallexikon der Germanischen Altertumskunde |Band=26 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=München |Datum=2004 |ISBN=9783110177343 |Seiten=11-15 |Online=https://books.google.de/books?id=XncmdPu_yykC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;dq=saargau+vogesen+reallexikon+germanischen+altertumskunde+11&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjZxPz3tJTPAhUFFiwKHYj_BOoQ6AEIHjAA#v=onepage&amp;amp;q=saargau%20vogesen%20reallexikon%20germanischen%20altertumskunde%2011&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der obere Saargau um Sarrebourg den Namen nach dem Hochmittelalter nicht weiterführte, führte der untere Saargau im Spätmittelalter und der Neuzeit die Bezeichnung fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Niessen: &amp;#039;&amp;#039;Zur Territorialgeschichte der Saarlande&amp;#039;&amp;#039;, in: Hermann Overbeck u. Georg Wilhelm Sante: &amp;#039;&amp;#039;Saar-Atlas&amp;#039;&amp;#039;, Gotha 1934, S. 43–49, hier S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die spätmittelalterlichen Formen des Namens &amp;#039;&amp;#039;Saargau&amp;#039;&amp;#039; zeigen seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Verhärtung [g] &amp;gt; [k], seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Schärfung von auslautendem [w] &amp;gt; [f] und den [[moselfränkische Dialekte|moselfränkischen]] Lautwandel [a] &amp;gt; [ä] vor [r] + Konsonant. Diese Lautwandelprozesse ergaben die moderne Lautung des Landschaftsnamens &amp;#039;&amp;#039;Särkof&amp;#039;&amp;#039; (Saargau), der für den Raum [[Merzig]]–[[Saarburg]]–[[Freudenburg]] gebraucht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Puhl&amp;quot; /&amp;gt; Der regionale herbe Apfelwein ([[Viez]]) heißt &amp;#039;&amp;#039;Särkower&amp;#039;&amp;#039; (Saargauer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Saargaugrafen|Grafschaft Wallerfangen|Giselbert (Moselgau)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft Saargau ==&lt;br /&gt;
Der Saargau ist eine Landschaft westlich der [[Saar]]. Er beginnt im Süden bei [[Berus]], zieht sich an der französischen Grenze entlang nach Norden, vom [[Saarland]] hinüber ins benachbarte [[Rheinland-Pfalz]]. Der nördliche Teil wird im Westen von der [[Mosel]] begrenzt und endet bei [[Konz]], wo die Saar in die Mosel mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ostrand des Saargaus fällt im saarländischen Teil steil zum Saartal hin ab. Nach Westen hin, Richtung [[Lothringen]] und über die Landesgrenze hinaus, ist die Gaulandschaft eher flach und weit, mit sanften Wellen und Hügeln. Geologisch gehört der Saargau zum [[Lothringer Stufenland]], das alle paar Kilometer, von West nach Ost, eine Steilstufe aufweist, und zwischen je zwei solcher Stufen kaum merklich wieder ansteigt. An den westlichen Ausläufern des Saargaues im Bereich der Mosel wird Wein angebaut. Hier wächst vor allem die Rebsorte [[Elbling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gaulandschaft ist zum größten Teil vom schweren [[Muschelkalk]]boden geprägt. Im Bereich der Orte [[Borg (Saargau)|Borg]], [[Oberleuken]], [[Büschdorf (Perl)|Büschdorf]], [[Eft-Hellendorf]], [[Sinz]], [[Münzingen]], [[Kesslingen]] und [[Faha]] wird ausgeprägter Ackerbau betrieben. Man spricht hier auch von der Kornkammer des Saarlandes. Dieser intensiv durch Ackerbau geprägte Bereich erstreckt sich auch in das nördlich angrenzende Rheinland-Pfalz, insbesondere in den Bereich der Orte [[Merzkirchen]], [[Fisch (Saargau)|Fisch]] und [[Mannebach (bei Saarburg)]]. Zudem finden sich überall [[Streuobstwiese]]n und in geringerem Umfang bei den Orten [[Tettingen]]-[[Butzdorf]] und [[Borg (Saargau)|Borg]] gewerbsmäßiger Obstbau. Über den Saargau führt die [[Viezstraße]]. Die östlichen Ausläufer des Saargaues sind an den zur Saar abfallenden Steilhängen meist mit Wald bewachsen. Im nördlichen Bereich ab Höhe [[Saarburg]] auch mit Wein. Hier gedeiht der bekannte rheinland-pfälzische Saar-[[Riesling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Saargau erreicht in seinem nördlichen Teil Höhen von rund 400 Metern über NN ([[Nittel]]er &amp;#039;&amp;#039;Höcht&amp;#039;&amp;#039; 390 m ü. NN, Helenenkreuz bei [[Wincheringen]] 413 m ü. NN, Hosteberg bei [[Saarburg]] 435 m ü. NN), weiter südlich von rund 450 Metern (Eiderberg bei [[Freudenburg]] 440 m ü. NN, Kewelsberg bei [[Tünsdorf]] 442 m ü. NN).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Beckingen]]: [[Wolferskopf|Naturschutzgroßgebiet „Wolferskopf“]] mit „Fischerberghaus“ (Orchideenvorkommen, Mutterkuhherde mit [[Vogesenrind]]ern, Rundwanderwege)&lt;br /&gt;
* Berus: Reste der mittelalterlichen Stadtfestung, Pfarrkirche St. Martin, [[Europadenkmal#Europadenkmal im Saarland|Europa-Denkmal]], [[Orannakapelle]]&lt;br /&gt;
* Borg: Rekonstruierte [[römische Villa Borg]]&lt;br /&gt;
* Felsberg: [[Teufelsburg (Saarland)|Teufelsburg]]&lt;br /&gt;
* [[Gisingen (Wallerfangen)|Gisingen]]: Museum „Haus Saargau“&lt;br /&gt;
* Ihn: Römisches Quellheiligtum am [[Sudelfels]]&lt;br /&gt;
* Kastel-Staadt: [[Klause Kastel]] hoch über der Saar&lt;br /&gt;
* Niedaltdorf: [[Niedaltdorfer Tropfsteinhöhle]]&lt;br /&gt;
* Orscholz: Aussichtspunkt an der [[Saarschleife]]&lt;br /&gt;
* [[Siersburg]]: Burganlage Siersburg. Tal der Nied&lt;br /&gt;
* [[St. Barbara (Wallerfangen)|St. Barbara]]: Römisches Kupferbergwerk&lt;br /&gt;
* Wellingen: Bildhauersymposion „[[Steine an der Grenze]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vogesenrind-Herde.jpg|Am „[[Wolferskopf]]“ mit Blick in den Saargau&lt;br /&gt;
Saargau.JPG|Saargau bei Kerlingen …&lt;br /&gt;
Saargau-merzkirchen.jpg|… und bei Merzkirchen&lt;br /&gt;
quellheiligtum_sudelfels.jpg|Quellheiligtum Sudelfels&lt;br /&gt;
ruine_sudelfels.jpg|Ruine der römischen Kultstätte in Ihn&lt;br /&gt;
Orannakapelle.jpg|Orannakapelle bei Berus&lt;br /&gt;
HausinGisingenL1160831 (2).jpg|Lothringer-Haus in Gisingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://swb.bsz-bw.de/DB=2.306/REL?PPN=1311265546 Literatur über den Saargau (Saarland)] in der [[Saarländische Bibliographie|Saarländischen Bibliographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Puhl&amp;quot;&amp;gt;Roland W. L. Puhl: &amp;#039;&amp;#039;Die Gaue und Grafschaften des frühen Mittelalters im Saar-Mosel-Raum. Philologisch-onomastische Studien zur frühmittelalterlichen Raumorganisation anhand der Raumnamen und der mit ihnen spezifizierten Ortsnamen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Sprache im Saar-Mosel-Raum.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 13). SDV – Saarbrücker Druck und Verlag, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-48-X (Zugleich: Saarbrücken, Universität, Dissertation, 1996). S. 261–287 (Oberer Saargau), S. 287–298 (Unterer Saargau).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4051098-0|VIAF=247634979}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Saarland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Rheinland-Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Saarland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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