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	<title>SUPRENUM - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-20219-17: Link hinzugefügt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Link hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Suprenum-1.JPG|mini|Hauptplatine eines Suprenum-1-Knotens]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SUPRENUM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Superrechner für numerische Anwendungen) war ein deutsches Forschungsprojekt zur Entwicklung eines [[Parallelrechner]]s im Zeitraum von 1985 bis 1990. Obwohl der Suprenum-1 für kurze Zeit das leistungsfähigste massiv parallele Rechnersystem der Welt war, wurde die Entwicklung einer zweiten Generation des Systems nicht mehr finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie ==&lt;br /&gt;
Die SUPRENUM GmbH als Trägergesellschaft des Verbundprojekts bildete sich unter dem Einfluss von zwei Forschergruppen der [[Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung]] (GMD). Während die Gruppe um [[Ulrich Trottenberg]] in Sankt Augustin an parallelen numerischen Verfahren zur Lösung partieller Differentialgleichungen forschte, steuerte GMD First (Berlin) unter der Leitung von [[Wolfgang Giloi]] das notwendige Know-how im Bereich Hardware- und Betriebssystem-Design bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Hauptphase der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten waren insgesamt 14 Partner&lt;br /&gt;
beteiligt, und zwar&amp;lt;ref&amp;gt;Informatikforschung in Deutschland, Bernd Reuse, Roland Vollmar (Hrsg.). Springer (2008), S. 51 {{doi|10.1007/978-3-540-76550-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* vier Großforschungseinrichtungen ([[Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung|GMD]], [[Forschungszentrum_Jülich|KfA]], [[Karlsruher_Institut_für_Technologie|KfK]], [[Deutsches_Zentrum_für_Luft-_und_Raumfahrt|DLR]]),&lt;br /&gt;
* fünf Hochschulen ([[Hochschule Darmstadt|Darmstadt]], Bonn, Braunschweig, Düsseldorf, Erlangen-Nürnberg),&lt;br /&gt;
* zwei industrielle Anwender (Dornier und [[Kraftwerk_Union|KWU]]),&lt;br /&gt;
* zwei kleine und mittlere Unternehmen (Suprenum GmbH und Stollmann GmbH) und die&lt;br /&gt;
* Krupp [[Atlas Elektronik]] GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des SUPRENUM-Projekts entstand aus der SUPRENUM GmbH 1991 die Pallas GmbH, die schließlich 2003 ihren Firmenbereich &amp;#039;&amp;#039;High Performance Computing&amp;#039;&amp;#039; an die Firma [[Intel]] verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechnerarchitektur und Software ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum herkömmlichen [[Vektorrechner]] arbeitete der Suprenum-1 als massiv paralleler Rechner nach dem [[MIMD]]-Prinzip. Das System war insgesamt bis zu 256 Rechnerknoten skalierbar. Jeweils 16 Knoten bildeten einen Cluster und waren über ein lokales 4×4-Interconnect-Netzwerk mit 200 Mbit/s Bandbreite („horizontal buses“) verbunden. Zusätzlich waren die Cluster über vier vertikale Busse („global buses“) verbunden. Ein eigenes I/O-Subsystem stellte die Verbindung zur lokalen Disk des Clusters, dem „global bus“ und dem Host-Rechner, einer [[Sun Microsystems|SUN]]-[[Workstation]], her. Jeder Knoten verfügte über einen Prozessor vom Typ Motorola MC [[68020]], einen numerischen Koprozessor ([[Weitek]] 2264/65) und 8 MB lokalen [[Arbeitsspeicher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des SUPRENUM-Projekts entstand unter Federführung von [[Wolfgang Schröder-Preikschat]] das [[Mikrokernel]]-Betriebssystem [[PEACE (Betriebssystem)|PEACE]] (Process Execution And Communication Environment), das nach den Prinzipien der [[Objektorientierung]] konzipiert und in der Programmiersprache [[C++]] implementiert wurde. Die Kommunikationslatenz war mit einer Millisekunde relativ hoch für ein auf massiv parallele Architekturen spezialisiertes Betriebssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur effektiven Nutzung des Parallelrechners für numerische Verfahren sollte ein spezieller [[Fortan|Fortran-77]]-[[Compiler]] entwickelt werden, dessen Implementierung jedoch aufgrund des begrenzten Hauptspeichers der Knoten Schwierigkeiten bereitete. Allerdings war der Suprenum-1 auch unter Verwendung der PARMACS („Parallel Macros“) Kommunikations-Bibliothek programmierbar. Im Gegensatz zum oben erwähnten Fortran Compiler beruht dieses Programmiermodell auf explizitem Versenden von Daten („Message Passing“) und wurde später zum [[Message Passing Interface|MPI-Standard]] weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erfolgreicher Schwerpunkt des Projektes lag auf der Anwendungssoftware und der zugehörigen parallelen Algorithmik. Hierin unterschied sich das Projekt von vielen Parallelrechner-Entwicklungen weltweit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Wegen der hohen Entwicklungskosten von mehr als 160 Millionen DM und des begrenzten Erfolgs bei der Vermarktung wurde die Hardware-Entwicklung des Projektes in der Öffentlichkeit kritisch bewertet. Das [[Bundesministerium für Forschung und Technologie]] (BMFT) zog sich deshalb aus der Finanzierung der eigentlich geplanten Hardware-Weiterentwicklung (zweite, kommerziellen Projektphase) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick wird vor allem die fehlende Nachfrage aus der Industrie kritisiert. Als Forschungsprojekt war SUPRENUM dagegen sehr erfolgreich, insbesondere im Bereich der parallelen Anwendungs-Software. In den beteiligten Institutionen wurde substantielles Know-how aufgebaut, das im europäischen Folgeprojekt GENESIS weiterentwickelt werden konnte. PEACE diente als Betriebssystem für die nicht-kommerzielle MANNA-Architektur. SUPRENUM beeinflusste auch die Entwicklung anderer Parallelrechner wie die des &amp;#039;&amp;#039;Meiko CS-2&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Trottenberg: Some Remarks on the SUPRENUM Project (1397–1406)&lt;br /&gt;
* Wolfgang K. Giloi: The SUPRENUM Supercomputer: Goals, Achievements, and Lessons Learned (1407–1425)&lt;br /&gt;
* Oliver A. McBryan: SUPRENUM: Perspectives and Performance (1427–1442)&lt;br /&gt;
in [http://www.informatik.uni-trier.de/~ley/pers/hd/t/Trottenberg:Ulrich.html &amp;#039;&amp;#039;Parallel Computing&amp;#039;&amp;#039;] (Special double issue: SUPRENUM and GENESIS) Volume 20, Issue 10-11 (November 1994)&lt;br /&gt;
* [http://www.mpi-fg-koeln.mpg.de/pu/mpifg_book/mpifg_bd_36.pdf Hans-Willy Hohn: &amp;#039;&amp;#039;Kognitive Strukturen und Steuerungsprobleme der Forschung. Kernphysik und Informatik im Vergleich.&amp;#039;&amp;#039;] Campus, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1998. Schriften des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung Köln, Bd. 36, ISBN 3-593-36102-7 (PDF-Datei; 1,25 MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.dtic.mil/cgi-bin/GetTRDoc?AD=ADA445959&amp;amp;Location=U2&amp;amp;doc=GetTRDoc.pdf Oliver A. McBryan: &amp;#039;&amp;#039;A Comparison of the Intel iPSC/860 and the Suprenum-1 Parallel Computers&amp;#039;&amp;#039; ] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB),  Department of Computer Science. University of Colorado&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.cczwei.de/index.php?id=issuearchive&amp;amp;issueid=142  Massiv Paralleles Rechnen ] – Sendungsarchiv des ComputerClub 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Suprenum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Supercomputer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
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