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	<title>S-Bahn-Boykott - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:19:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S-Bahn-Boykott&amp;diff=1154672&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Politisches Instrument; Ergänze Kategorie:Boykott</title>
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		<updated>2026-03-15T09:26:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Politisches_Instrument&quot; title=&quot;Kategorie:Politisches Instrument&quot;&gt;Kategorie:Politisches Instrument&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Boykott&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Boykott (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Boykott&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S-Bahn-Boykott&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war 1961 in [[West-Berlin]] eine Protestmaßnahme gegen den Bau der [[Berliner Mauer]], zu der der damalige [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierende Bürgermeister]] [[Willy Brandt]] gemeinsam mit dem [[Deutscher Gewerkschaftsbund|DGB]] aufrief. Die [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutsche Reichsbahn]] (DR) betrieb damals die Eisenbahn auch in West-Berlin. Der Streik sollte die [[Deutsche Mark|DM]]-Einnahmen der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] übertrugen die [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] die Verantwortung für den Betrieb der Eisenbahn (Fern-, Güter- und S-Bahn-Verkehr) auch in den Berliner Sektoren der Westalliierten der DR. Mit der fortschreitenden [[Deutsche Teilung|deutschen Teilung]] wurde dieser Zustand für West-Berlin immer weniger akzeptabel. Die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] nahm auf diese Art und Weise [[Devisen]] ein, da die Fahrkarten in West-Berlin in DM bezahlt werden mussten, während viele Kosten lediglich in [[Mark (DDR)|Mark der DDR]] entstanden. Zudem behielt die DDR unerwünschten Einfluss auf die West-Berliner Infrastruktur, so konnte sie z.&amp;amp;#8239;B. Straßenbauvorhaben (wie die Weiterführung der [[Bundesautobahn 100|Stadtautobahn]] am [[Sachsendamm]]) jahrelang behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1951 rief der [[Deutscher Gewerkschaftsbund|Deutsche Gewerkschaftsbund]] (DGB) zu einem [[Boykott]] der [[S-Bahn Berlin|S-Bahn]] auf, nachdem die DDR begonnen hatte, Gebühren für Durchfahrten durch ihr Gebiet zu erheben. Dieser Aufruf wurde von der Bevölkerung jedoch zunächst wenig beachtet. Das spezielle Engagement des DGB lässt sich nicht nur durch die [[Loyalität]] der [[Deutschland|Bundesrepublik]] zu West-Berlin, sondern auch dadurch erklären, dass der DGB bei der DR keine engen Kontakte knüpfen konnte, da er als West-Gewerkschaft vom Ost-Unternehmen nicht als Ansprechpartner akzeptiert wurde. So stellten die niedrigen S-Bahn-Fahrpreise der Reichsbahn auch eine Gefahr für DGB-Lohnforderungen gegenüber der [[Berliner Verkehrsbetriebe|BVG]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Mauerbau]] 1961, als die Lage in der Stadt [[Eskalation|eskalierte]], boykottierten immer mehr West-Berliner&amp;amp;nbsp;– durch Studenten, den DGB und die sogenannte „[[Axel-Springer-Verlag|Springer-Presse]]“ dazu aufgerufen&amp;amp;nbsp;– die S-Bahn und drückten auch auf diese Weise ihren Unmut über die Berliner Mauer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art des Protests wurde vom Senat stillschweigend zustimmend hingenommen, denn auf diese Weise gelang es, eine hochgefährliche Situation direkt an der Mauer (West-Berliner Demonstranten gegen [[Ost-Berlin]]er bewaffnete Kräfte) in eine ungefährliche Richtung abzuleiten: Die Ablehnung der Mauer äußerte sich nun durch einen Boykott von „[[Walter Ulbricht|Ulbrichts]] S-Bahn“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hergang ==&lt;br /&gt;
Die DDR begann mit den Absperrmaßnahmen zum Bau der Berliner Mauer am 13.&amp;amp;nbsp;August 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Brandt sagte in einer öffentlichen Rede vor dem [[Rathaus Schöneberg|Schöneberger Rathaus]] am 16.&amp;amp;nbsp;August 1961 vor tausenden Zuhörern: „Es ist unzumutbar, daß die Westgeldeinnahmen der S-Bahn für den Einkauf des Stacheldrahts verwendet werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;DDR mobil Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland&amp;#039;&amp;#039; – ca. 44-minütiges [https://www.youtube.com/watch?v=Nit8IE2sPy4 YouTube-Video]. Der Boykottaufruf Brandts erscheint darin nach etwa 20 Minuten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa einen Monat später, am 17.&amp;amp;nbsp;September, erfolgte ein erneuter Boykottaufruf. Lautstark verkündeten Posten mit [[Slogan]]s wie „Der S-Bahn-Fahrer zahlt den Stacheldraht“ oder „Keinen Pfennig mehr für Ulbricht“ ihren Unmut an den S-Bahnhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Boykottaufruf wurde von der Berliner Bevölkerung angenommen. Die West-Berliner Verkehrsbetriebe BVG richteten einen Konkurrenzverkehr mit [[Busverkehr in Berlin|Bussen]] ein, und es wurden an U-Bahnhöfen, in [[Liniennetzplan|Netzplänen]], auf den Richtungsschildern von Bussen und [[Straßenbahn Berlin|Straßenbahnen]] und sogar in Reiseführern Hinweise auf die S-Bahn entfernt. Nachdem sich der Boykott über Jahre hinzog und kein Ende in Sicht war, begann man, auch [[U-Bahn Berlin|U-Bahn-Strecken]] parallel zur S-Bahn zu planen und zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Eine erste Reaktion der DR war ein offener Brief des Direktors an die West-Berliner Fahrgäste. Für die DDR entstand ein großer finanzieller Schaden, da die notwendigen Aufwendungen wegen der Betriebspflicht weiterliefen, die Deviseneinnahmen jedoch fast völlig ausfielen. Die Fahrgastzahlen sanken von rund 500.000 Fahrgästen pro Tag vor dem Mauerbau auf weniger als 50.000 danach. Die der DR dadurch entstehenden finanziellen Verluste werden auf 120–140&amp;amp;nbsp;Millionen DM pro Jahr beziffert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winfried Wolf |Titel=Berlin – Weltstadt ohne Auto? Eine Verkehrsgeschichte 1848–2015 |Auflage=1. |Verlag=Neuer ISP-Verlag |Ort=Köln |Datum=1994 |ISBN=3-929008-74-2 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrssicherheit der Bahn wurde immer sichergestellt, allerdings unterblieben Investitionen, sodass die kaum genutzten Bahnhöfe verwahrlosten. Die leeren Gebäude lockten Kriminelle an, wodurch die Bevölkerung noch mehr abgeschreckt wurde. Hierdurch, und weil die ursprünglich niedrigen Fahrpreise nach und nach erhöht wurden, verlor die S-Bahn in West-Berlin immer mehr an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DR bot schon in den 1970er Jahren dem West-Berliner Senat mehrfach die Verpachtung der S-Bahn an, was von diesem jedoch stets mit dem Hinweis zurückgewiesen wurde, man könne nur verpachten, was einem auch gehöre. Tatsächlich gehörte die S-Bahn &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; der Deutschen Reichsbahn, sie hatte lediglich die &amp;#039;&amp;#039;Betriebsrechte&amp;#039;&amp;#039;, aber keinerlei &amp;#039;&amp;#039;Eigentum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fahrplaneinschränkungen zur Kosteneinsparung in den 1980er Jahren mündeten in den &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte der Berliner S-Bahn#Der zweite Reichsbahnerstreik 1980|zweiten Streik]]&amp;#039;&amp;#039; der West-Berliner DR-Bediensteten. Als Folge kam es zu zahlreichen Kündigungen, weiteren Einschränkungen und Einstellung des Betriebes auf einigen S-Bahn-Strecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation gipfelte im Herbst 1983 in der Ankündigung der DR, den S-Bahn-Verkehr in West-Berlin zum Jahresende komplett einzustellen. Nach Verhandlungen des [[Senat von Berlin|West-Berliner Senats]] mit den zuständigen Gremien in Ost-Berlin und Genehmigung der Alliierten übernahm am 9.&amp;amp;nbsp;Januar 1984 mit Betriebsbeginn die [[Berliner Verkehrsbetriebe#S-Bahn|BVG]] den Betrieb der West-Berliner S-Bahn von der Deutschen Reichsbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zu teuer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 25. März 1964 ([https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46173306.html spiegel.de], mit Foto von Streikposten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* stadtschnellbahn-berlin.de:  [https://www.stadtschnellbahn-berlin.de/geschichte/boykott/index.php &amp;#039;&amp;#039;Der S-Bahnboykott&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:SBahnBoykott}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:S-Bahn Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (West-Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Reichsbahn (1945–1993)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boykott]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland im Kalten Krieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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