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	<title>Sümpfen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:11:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%BCmpfen&amp;diff=1897204&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pittimann: /* Einzelnachweise */ Nachweis ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-27T10:15:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Nachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sümpfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Substantiv: &amp;#039;&amp;#039;Sümpfung&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man im [[Bergbau]] das Entfernen von Wasser aus einem [[Grubenbau]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; aus dem [[Schachtsumpf]] oder aus dem gesamten [[Bergwerk]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt; Im frühen Bergbau wurde jegliches Heben des Grubenwassers als Sümpfen oder auch als &amp;#039;&amp;#039;zu Sumpfe halten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;zu Sumpfe bringen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot; /&amp;gt; Auch großflächige [[Grundwasserabsenkung#Tagebau|Grundwasserabsenkung]] im Umfeld von [[Tagebau]]en durch Abpumpen des Wassers wird als [[Wasserhaltung (Bergbau)#Wasserhaltung im Tagebau|Sümpfung]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Bei der bergmännischen [[Gewinnung (Bergbau)|Gewinnung]] von Rohstoffen kommt es je nach Gebirge zu mehr oder minder starkem Zulauf von [[Grubenwasser]]. Diese Grubenwässer müssen durch eine [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]] aus dem Bergwerk entfernt werden. Durch einen &amp;#039;&amp;#039;Wassereinbruch&amp;#039;&amp;#039; – so nennt man das unerwartete Einströmen größerer Wassermassen in einen Grubenbau – kann es zum [[Absaufen]] des [[Grubengebäude]]s oder Teilen davon kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; Auch durch die Vernachlässigung der Wasserhaltung kann es passieren, dass ein Grubenbau absäuft. Das Absaufen von Grubenbauen bezeichnet der Bergmann auch als &amp;#039;&amp;#039;zu Sumpfe gehen&amp;#039;&amp;#039;, ein abgesoffenes Bergwerk nennt man &amp;#039;&amp;#039;im Sumpfe stehend&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt; Bei komplett abgesoffenen Bergwerken erfolgt das Sümpfen über die tiefsten [[Schacht (Bergbau)|Tagesschächte]]. Sind nur einzelne Grubenbaue abgesoffen, wird dort an der tiefsten zugänglichen Stelle angesetzt und weiter vorgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sümpfen im frühen Bergbau ==&lt;br /&gt;
Im frühen Bergbau musste das Sümpfen überwiegend durch Muskelkraft erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 9&amp;quot; /&amp;gt; Hierzu wurde das Wasser im Sumpf mittels hölzerner Wasserkannen in einen Wasserkübel, einen nach oben konisch zulaufenden hölzernen Behälter, gefüllt. Der Wasserkübel wurde mit einem [[Haspel (Bergbau)|Haspel]] oder einem [[Göpel]] aus dem [[Schacht (Bergbau)|Schacht]] gezogen und über Tage entleert. Es gab große und kleine Wasserkübel. Eine weitere Möglichkeit war die Verwendung sehr großer Wassersäcke aus Stierhäuten, sogenannter [[Bulge (Gefäß)|Bulgen]]. Diese Bulgen wurden an den Haken der Zugkette gehängt und in den Schacht gelassen. Im Sumpf wurden sie mit Wasser gefüllt, dann wurde der Korb wieder hochgezogen und die Bulge wurde über Tage entleert. Es gab zwei unterschiedliche Bulgen: Ringebulgen und Streichbulgen. Ringebulgen konnten selbsttätig das Wasser schöpfen; bei den Streichbulgen wurde das Wasser durch hölzerne Schaufeln bewegt und quasi hineingeschüttet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sümpfen im modernen Bergbau ==&lt;br /&gt;
Im modernen Bergbau werden abgesoffene Grubenbaue auf zwei Arten gesümpft, entweder mit zylindrischen Tauchgefäßen oder mittels leistungsstarker Tauchpumpen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sümpfen mit Tauchgefäßen ===&lt;br /&gt;
Zylindrische Tauchgefäße werden bis zu einer [[Teufe]] von 300&amp;amp;nbsp;Metern angewendet. Sie haben ein Fassungsvermögen von einem Kubikmeter und werden entweder mittels Seilhaspel im Schacht bewegt oder mit einer Anschlagkette unter dem Korb befestigt. Das Tauchgefäß kann ohne Führungsseil mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3&amp;amp;nbsp;m/s im Schacht bewegt werden. Über Tage werden die Tauchgefäße durch ein im Gefäßboden eingebrachtes Bodenventil in spezielle Wasserwagen entleert. Vorteilhaft ist bei diesem Verfahren, dass die komplette Einrichtung entsprechend dem Wasserspiegel gesenkt oder gehoben werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sümpfen mit Pumpen ===&lt;br /&gt;
Beim Sümpfen mittels Pumpen werden spezielle Abteufpumpen verwendet, die an Seilen in den abgesoffenen Schacht gehängt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 10&amp;quot; /&amp;gt; Sie werden mit einer Seilwinde entsprechend dem Wasserspiegel gesenkt oder gehoben. Diese Pumpen haben je nach Ausführung Pumpleistungen bis zu 10&amp;amp;nbsp;m³ pro Minute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem gibt es sogenannte [[Mammutpumpe]]n mit einer Pumpleistung von 32 bis 35&amp;amp;nbsp;m³ pro Minute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 11&amp;quot; /&amp;gt; Bei sehr starken Wasserzuflüssen in tiefen Gruben wird absatzweise gesümpft: Zunächst wird bis zu einer bestehenden oder einer neuzuschaffenden Zwischensohle gesümpft und dort eine ortsfeste Wasserhaltung aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 10&amp;quot; /&amp;gt; In diese Wasserhaltung pumpen die im Schacht hängenden Pumpen und die ortsfesten Wasserhaltungspumpen das Wasser nach über Tage. Eine weitere Möglichkeit ist das Einbauen einer Bühne im Schacht, auf die dann die Wasserhaltung installiert wird. Vorteil der Zwischenwasserhaltung ist, dass die hängenden Pumpen mit einem geringeren Druck arbeiten müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;Joachim Huske: &amp;#039;&amp;#039;Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum, 2006, ISBN 3-937203-24-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bergmännisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Johann Christoph Stößel, Chemnitz 1778.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;[[Walter Bischoff]], Heinz Bramann, [[Westfälische Berggewerkschaftskasse]] Bochum: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Bergbaulexikon.&amp;#039;&amp;#039; 7.&amp;amp;nbsp;Auflage,  Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Veith: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;Georg Agricola: &amp;#039;&amp;#039;Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen&amp;#039;&amp;#039;. In Kommission VDI-Verlag GmbH, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot;&amp;gt;Carl Hellmut Fritzsche: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band, zehnte, völlig neubearbeitete Auflage, mit 599 Abbildungen, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bericht vom Bergbau&amp;#039;&amp;#039;. Bey Siegfried Leberecht Crusichs, Leipzig 1772, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot;&amp;gt;Lutz Kunde, Peter Eysel: &amp;#039;&amp;#039;Tagebau Garzweiler II – zentraler Bestandteil der Braunkohle im Rheinland.&amp;#039;&amp;#039; In: Bergbaumuseum Wurmrevier e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anna Blatt&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 25, Alsdorf 2006, S. 6–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 9&amp;quot;&amp;gt;Matthias Maetschke: &amp;#039;&amp;#039;Verdammung der Missetäter zur Bergarbeit&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, ISBN 978-3-16-154284-8, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 10&amp;quot;&amp;gt;Fritz Heise, Fritz Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Band, dritte und vierte vermehrte und verbesserte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin Heidelberg 1923, S. 605.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 11&amp;quot;&amp;gt;Carl Hellmut Fritzsche: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Band, achte und neunte völlig überarbeitete Auflage, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1958, S. 547.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.geo.tu-freiberg.de/Hauptseminar/2008/marcus_dehler.pdf Wassermanagement im historischen Bergbau] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB) (zuletzt abgerufen am 27. Februar 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sumpfen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserwirtschaft im Bergbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pittimann</name></author>
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