<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=S%C3%BCdgeorgien</id>
	<title>Südgeorgien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=S%C3%BCdgeorgien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%BCdgeorgien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T00:47:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%BCdgeorgien&amp;diff=67183&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15600-82: /* Flora und Fauna */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%BCdgeorgien&amp;diff=67183&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-11T23:10:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Flora und Fauna&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=Südgeorgien&lt;br /&gt;
|BILD1=South Georgia Island as seen by Sentinel-2.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Satellitenbild von Südgeorgien&lt;br /&gt;
|BILD2=South georgia Islands map-ger.svg&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Karte von Südgeorgien mit ehemaligen Walfang-Siedlungen und Forschungsstationen&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=Atlantischer Ozean&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=54/19//S&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=36/39//W&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=GS&lt;br /&gt;
|KARTE=LocationSouthGeorgia.png&lt;br /&gt;
|POSKARTE=keine&lt;br /&gt;
|LAENGE=160&lt;br /&gt;
|BREITE=30&lt;br /&gt;
|FLAECHE=3756&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG=[[Mount Paget]]&lt;br /&gt;
|HOEHE=2934&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=[[King Edward Point]]&lt;br /&gt;
[[Grytviken]] &amp;lt;small&amp;gt;(historisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=30&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-PREFIX=&amp;lt;small&amp;gt;(im Sommer) ca.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-ART=&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; 2 Regierungsbeamte mit Ehepartnern sowie 4 Museumsangestellte; dazu etwa 25 Mitarbeiter des British Antarctic Survey&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAQ&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Who lives on SG? [https://www.gov.gs/ Government of South Georgia and the South Sandwich Islands GSGSSI]&amp;#039;&amp;#039; Offizielle Seite von Südgeorgien: FAQ: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;There is no permanent human population on SG. There are 2 Government Officers and spouses, up to 25 British Antarctic Survey personnel at 2 research stations and up to 4 Museum staff in the summer months.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 4. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Südgeorgien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]]: &amp;#039;&amp;#039;South Georgia,&amp;#039;&amp;#039; spanisch: &amp;#039;&amp;#039;Isla San Pedro&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Georgia del Sur&amp;#039;&amp;#039;) ist sowohl der Name einer einzelnen [[Insel]] als auch die Bezeichnung der [[Inselgruppe]], zu der sie gehört. Das Gebiet zählt politisch zum [[Britische Überseegebiete|britischen Überseegebiet]] &amp;#039;&amp;#039;[[Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln]]&amp;#039;&amp;#039; und wird, wie die [[Falklandinseln]], von [[Argentinien]] beansprucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Hauptinsel Südgeorgien liegt im [[Südatlantik]] etwa 1900&amp;amp;nbsp;km östlich der Ostküste [[Südamerika]]s ([[Argentinien]]) und knapp 1500&amp;amp;nbsp;km östlich der vorgelagerten [[Falklandinseln]]. Sie ist die größte Insel des [[Schwelle (Geomorphologie)#Schwellen bzw. Rücken im Meer|Südantillenrücken]]s. Dieses Gebirge verläuft als Verlängerung der [[Anden]] von [[Feuerland]] in einer Schleife zum [[Antarktis|antarktischen Kontinent]], größtenteils unter der Meeresoberfläche. An vier Stellen erhebt es sich aus dem Ozean – eine davon ist Südgeorgien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inseln und Inselgruppen ===&lt;br /&gt;
Zum Inselgebiet Südgeorgien gehören folgende Inselgruppen und einzelne Inseln:&lt;br /&gt;
* die Hauptinsel Südgeorgien&lt;br /&gt;
* die Gruppe der [[Pickersgill-Inseln]]&lt;br /&gt;
* die Gruppe der [[Welcome Islands]]&lt;br /&gt;
* die Gruppe der [[Willisinseln]]&lt;br /&gt;
** [[Main Island]]&lt;br /&gt;
** Vaughan Island&lt;br /&gt;
** [[Trinity Island (Südgeorgien)|Trinity Island]]&lt;br /&gt;
** Verdant Islands&lt;br /&gt;
** Hall Island&lt;br /&gt;
** Proud Island&lt;br /&gt;
* Albatross Island&lt;br /&gt;
* [[Annenkov Island]]&lt;br /&gt;
* [[Bird Island (Südgeorgien)|Bird Island]]&lt;br /&gt;
* Brøde Island&lt;br /&gt;
* [[Cooper-Insel (Südgeorgien)|Cooper-Insel]]&lt;br /&gt;
* Crescent Island&lt;br /&gt;
* [[Grass Island]]&lt;br /&gt;
* Inner Lee Island&lt;br /&gt;
* Petrel Island&lt;br /&gt;
* Pricker&lt;br /&gt;
* Prion Island&lt;br /&gt;
* Skua Island&lt;br /&gt;
* die Klippen [[Clerke Rocks]] und [[Shag Rocks]] (mit dem [[Black Rock (Südgeorgien)|Black Rock]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Stromness Bay, South Georgia.jpg|mini|Stromness Bay in Südgeorgien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:South Georgia+bathymetry.png|mini|Topographie der Insel]]&lt;br /&gt;
Die Hauptinsel Südgeorgien ist rund 160&amp;amp;nbsp;km lang und bis zu 30&amp;amp;nbsp;km breit. Sie umfasst eine Fläche von 3756&amp;amp;nbsp;km², also über 96 % der gesamten Landfläche von Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln (3903&amp;amp;nbsp;km²). Die gebirgige, zerklüftete und zumeist von Eis bedeckte Landschaft macht den Großteil der Hauptinsel und der anderen zum Gebiet zählenden Inseln schlecht bewohnbar. Elf Berge Südgeorgiens sind über 2000&amp;amp;nbsp;m hoch; als höchste Erhebung gilt der [[Mount Paget]] mit 2934&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Church Grytviken South Georgia.jpg|mini|Die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] von [[Grytviken]] wurde 1913 als einzige Kirche auf der Insel erbaut.]]&lt;br /&gt;
Südgeorgien hat keine dauerhafte zivile Bevölkerung. Meistens halten sich aber doch ganzjährig Regierungsbeamte, Forscher oder sonstiges Personal auf der Insel auf. An der Ostküste der Insel befindet sich mit [[Grytviken]] der ehemalige Hauptort Südgeorgiens, der jedoch nicht mehr ganzjährig bewohnt wird. Zwei entsandte Regierungsbeamte mit Ehepartnern sind in dem etwa einen Kilometer entfernten [[King Edward Point]] permanent stationiert. Im Sommer leben dort auch bis zu vier Museumsangestellte des [[Südgeorgien-Museum]]s. Im Winter leben neun Forscher des [[British Antarctic Survey]] in King Edward Point, im Sommer sind es bis zu 18 Personen. Zu den Aufgaben der Regierungsbeamten gehört das Amt des [[Hafenkapitän]]s, die Aufsicht über [[Grenzkontrolle]] und [[Zoll (Abgabe)|Zoll]], [[Fischerei]]wesen und [[Tourismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sgwiki.gs/mediawiki/index.php/Government |wayback=20141024092649 |text=Government of South Georgia and the South Sandwich Islands Wiki}}, abgerufen am 24. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommen etwa 25 Mitarbeiter des British Antarctic Survey&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAQ&amp;quot; /&amp;gt; in der Station am King Edward Point und in der Station auf [[Bird Island (Südgeorgien)|Bird Island]] an der Nordwestspitze der Insel. Die Regierung des Überseegebiets [[Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln]] selbst residiert in [[Stanley (Falklandinseln)|Stanley]] auf den [[Falklandinseln]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sgisland.gs/ |archive-is=20120912012714 |text=South Georgia &amp;amp; South Sandwich Islands - Government - Information - Overview}}, abgerufen am 24. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die regelmäßige Anwesenheit von Mitarbeitern auf der Station dient auch dem politischen Zweck, den britischen Anspruch auf Souveränität über die Insel gegenüber Argentiniens Gebietsansprüchen zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Colony of aptenodytes patagonicus.jpg|mini|Königspinguin-Kolonie]]&lt;br /&gt;
Die Pflanzenwelt Südgeorgiens beschränkt sich auf die Hänge und Ebenen der [[Fjord]]regionen. Man kennt etwa 50 Arten höherer Pflanzen, die auf Südgeorgien wachsen, es dominieren [[Tussock]]-Graslandschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.antarctica.ac.uk/met/jds/natural_history/bird_island/KEP_FLORA.htm J Shenklin: The flora of King Edward Point &amp;amp; Grytviken].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso finden sich [[Moose]] und [[Flechte]]n. Bäume und Sträucher fehlen gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südgeorgien gilt als eines der wichtigsten Brutgebiete des [[Königspinguin]]s. Es wird geschätzt, dass dort etwa 400.000 Tiere dieser Art leben. Der Bestand an [[Goldschopfpinguin]]en wird auf rund fünf Millionen Exemplare geschätzt. Des Weiteren stellt Südgeorgien einen wichtigen Lebensraum für [[See-Elefanten]] und [[Antarktischer Seebär|Antarktische Seebären]] dar. Daneben kommen vier weitere Robbenarten vor: [[Seeleopard]], [[Krabbenfresser]], [[Weddell-Robbe]] und [[Subantarktischer Seebär]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ren]]tiere, Ratten und Mäuse wurden vom Menschen ausgesetzt oder eingeschleppt. 2009 startete ein Projekt mit dem Ziel, die seit dem 19. Jahrhundert entstandene Rattenpopulation wegen der ökologischen Schäden ab 2011 innerhalb von vier Jahren durch Einsatz von [[Brodifacoum]] wieder vollständig zu beseitigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrumdirekt.de/artikel/1025503 |titel=Das letzte Jahr der Ratte - Weltgrößte Nagerbekämpfungsaktion soll Inselparadies retten |hrsg=spektrumdirekt |datum=2010-03-19 |zugriff=2010-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sght.org/sght-habitat-restoration-project |titel=SGHT Habitat Restoration Project |hrsg=South Georgia Heritage Trust |datum=2011-03-19 |zugriff=2012-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Phase 1 wurden 2011 bereits erste Erfolge erzielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-13282806 |titel=&amp;#039;Success&amp;#039; in South Georgia rat eradication |hrsg=BBC |datum=2011-05-04 |zugriff=2012-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Phase 2 (2013) und 3 (2015) wurden Köder im gesamten von Ratten besiedelten Gebiet ausgebracht. Eine lokale Begrenzung der Bekämpfung war nur möglich, weil die bis ins Meer reichenden Gletscher eine natürliche Barriere für Ratten darstellen, zusätzlich auch die hohen Berge. Das Monitoring wurde bis Ende 2017 aufrechterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sght.org/sites/default/files/SGHT%20Newsletter%20Aug%202015%20compressed_0.pdf Project News 27, August 2015] (PDF; 762&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 6. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 2018 wurde gemeldet, dass die Aktion erfolgreich abgeschlossen wurde und es keine Ratten mehr auf Südgeorgien gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matt Warren |url=http://www.sciencemag.org/news/2018/05/rat-begone-record-eradication-effort-rids-sub-antarctic-island-invasive-rodents |titel=Rat begone: Record eradication effort rids sub-Antarctic island of invasive rodents |werk=Science |hrsg= |datum=2018-05-08 |zugriff=2018-05-09 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der großflächige Einsatz von [[Rodentizid#Brodifacoum|Rattengift]] hatte auch tödliche Vergiftungen von Vögeln und anderen Tieren zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://derstandard.at/2000079570247/Ende-der-verheerenden-Rattenherrschaft-auf-Suedgeorgien |titel=Ende der verheerenden Rattenherrschaft auf Südgeorgien |werk= |hrsg=[[derStandard.at]] |datum=2018-05-13 |zugriff=2018-05-13 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1911 unternahmen Carl Anton Larsen und Lauritz Edward Larsen bei [[Ocean Harbour]] den Versuch, [[Ren]]tiere (&amp;#039;&amp;#039;Rangifer tarandus&amp;#039;&amp;#039;) auf Südgeorgien anzusiedeln. 1912 und 1925 wurden zwei weitere Versuche unternommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Headland |Titel=The Island of South Georgia |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1984 |ISBN=0-521-25274-1 |Sprache=en |Online={{Google Buch | BuchID = lZ04AAAAIAAJ | Hervorhebung=Kohl-Larsen Plateau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem war die Zahl der Rentiere dramatisch angestiegen (von anfangs 10 Tieren auf über 6600). Dies hatte eine zerstörerische Wirkung auf die einheimische Vegetation und dadurch auch auf die Meeresvogelwelt. Vor allem das Tussockgras, die Blütenpflanzen und die Flechten litten unter dem Fraßdruck. Ab 2013 wurden die Rentiere daher durch [[Norwegen|norwegische]] Rentierspezialisten mit einer Kombination von Zusammentreiben und Boden[[jagd]] wieder entfernt. Bereits 2014 wurde die Aktion erfolgreich abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.polarnews.ch/antarktis/forschung-umwelt/670-rentiere-auf-suedgeorgien-sind-endgueltig-geschichte Rentiere auf Südgeorgien sind endgültig Geschichte] auf PolarNEWS.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fleisch wurde auf den [[Falklandinseln]] zum Verkauf angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://antarktis.ch/2000/01/01/eingeschleppte-arten Eingeschleppte Arten] auf antarktis.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beobachtungsstation für [[Seevögel]] und [[Robben]] befindet sich auch auf [[Bird Island (Südgeorgien)|Bird Island]], einer kleinen Insel vor der Nordwestspitze Südgeorgiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2018 führte man eine Ausrottung der Mäuse und Ratten auf der Insel durch, um die einheimischen Vogelarten zu schützen. Man wendete 10 Millionen Britische Pfund für diese Aktion auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorna Deppe: &amp;#039;&amp;#039;Ausrottung invasiver Tierarten&amp;#039;&amp;#039;. Der Falke Sonderheft Neozoen 2020: 7-33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1989 Grytvikken hg.jpg|mini|Grytviken 1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südküste ist den ständigen Weststürmen der [[Furious Fifties]] ausgesetzt, deshalb ist die Witterung kalt, stürmisch und im Allgemeinen sehr unwirtlich. Man spricht hier von einer &amp;#039;&amp;#039;Windwüste&amp;#039;&amp;#039;. Die Nordküste liegt im [[Windschatten]] der Berge; die Witterungsbedingungen sind deutlich angenehmer und die Buchten nicht so stark dem Wind ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südgeorgien liegt nach [[Solare Klimazonen|solaren Kriterien]] am polnahen Rand der [[Kühlgemäßigte Klimazone|kühlgemäßigten Klimazone]] der [[Südhalbkugel]] (vom Breitengrad vergleichbar mit Kiel auf der Nordhalbkugel, klimatisch jedoch eher vergleichbar mit der Südküste Islands). Aufgrund des prägenden [[Seeklima|ozeanischen]] Einflusses – der über das Jahr nur mäßige Temperaturschwankungen mit sich bringt, jedoch Nebel und Nieselregen verursacht, der das ganze Jahr über anhält – wird die [[Thermische Klimazone|thermische Zuordnung]] uneinheitlich von kühl- über [[Kaltgemäßigte Klimazone|kaltgemäßigt]] bis [[Polargebiet|(sub)polar]] vorgenommen. Nach [[Köppen-Geiger-Klassifikation|Köppen &amp;amp; Geiger]] herrscht [[Tundrenklima]], da der wärmste Monat zwischen 0&amp;amp;nbsp;° und 10&amp;amp;nbsp;°C liegt. Eine genauere hygrothermische Zuordnung nehmen [[Troll-Paffen-Klassifikation|Troll &amp;amp; Paffen]] vor: Demnach handelt es sich um ein [[Effektive Klimaklassifikation#I. Polare und subpolare Zonen|subpolares, hochozeanisches Klima]] mit Jahresschwankungen unter 13&amp;amp;nbsp;K, mäßig kalten, schneearmen Wintern und kühlen Sommern, die als [[Vegetation]] nur baumfreies, [[Tundra#Verbreitung und Zustand|subpolares Grasland und Moore]] (jedoch keine „echte“ [[Tundra]]) zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter (Juni bis August) ist der Großteil der Insel mit Schnee bedeckt, jedoch gibt es auch einige Küstenstreifen, die das ganze Jahr weitgehend schneefrei bleiben. So liegen die Temperaturen im Juli tagsüber knapp über 0&amp;amp;nbsp;°C, nachts ist es frostig. Dazu kommen häufig Schneestürme und tagelanger Nebel. Die Sonne scheint im Winter sehr selten. Das Meer friert zwar auch im Winter nicht zu, trotzdem liegen häufig [[Treibeis]]felder in dieser Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September beginnt der Frühling, dann wird es allmählich milder, und die Sonne zeigt sich häufiger. Im November sind die Küsten dann überwiegend eisfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sommer ist nur kurz und mit kaum 10&amp;amp;nbsp;°C sehr kühl. Auch zu dieser Jahreszeit kann es nachts Frost geben und sogar gelegentlich schneien. Die Gipfel der Berge weiter im Landesinneren sind das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt. Der Sommer ist auch die regenärmste Zeit des Jahres. Stürme und starke Niederschläge wie im Winter sind aber auch im Sommer häufig, die Sonne zeigt sich meist nur 5 bis 6 Stunden am Tag. Die häufigste Wetterlage im Sommer sind schnelle Wechsel von Sonnenschein und Bewölkung mit gelegentlichen Regenschauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März, wenn der Herbst beginnt, wird es wieder kühler und dunkler; im Mai oder Juni fällt meist der erste Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr fallen auf Südgeorgien rund 1500&amp;amp;nbsp;mm Niederschlag bei rund 165 Regentagen. Die Sonne lässt sich dagegen nur an rund 1200 Stunden im Jahr blicken. Die Wassertemperaturen schwanken meist zwischen 3 und 6&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klimatabelle&lt;br /&gt;
| TABELLE = &lt;br /&gt;
| DIAGRAMM TEMPERATUR = rechts&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG = deaktiviert&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG HÖHE = 200&lt;br /&gt;
| QUELLE = &lt;br /&gt;
| Überschrift = &lt;br /&gt;
| Ort =   Südgeorgien&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Höchsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| hmjan = 9 | hmfeb = 10 | hmmär = 8 | hmapr = 6 | hmmai = 4 | hmjun = 2 | hmjul = 2 | hmaug = 2 | hmsep = 4 | hmokt = 6 | hmnov = 8 | hmdez = 9&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Niedrigsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| lmjan = 2 | lmfeb = 3 | lmmär = 1 | lmapr = 0 | lmmai = −2 | lmjun = −3 | lmjul = −4 | lmaug = −4 | lmsep = −2 | lmokt = −1 | lmnov = 0 | lmdez = 1&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Regentage für den jeweiligen Monat in d --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| rdjan = 14 | rdfeb = 15 | rdmär = 15 | rdapr = 15 | rdmai = 15 | rdjun = 13 | rdjul = 14 | rdaug = 12 | rdsep = 10 | rdokt = 13 | rdnov = 13 | rddez = 14&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Niederschlagsmenge für den jeweiligen Monat in mm --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nbjan = 118 | nbfeb = 115 | nbmär = 139 | nbapr = 126 | nbmai = 174 | nbjun = 123 | nbjul = 113 | nbaug = 121 | nbsep = 102 | nbokt = 89 | nbnov = 92 | nbdez = 119&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Anzahl täglicher Sonnenstunden für den jeweiligen Monat in h/d --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| shjan = 6 | shfeb = 5 | shmär = 4 | shapr = 3 | shmai = 1 | shjun = 0 | shjul = 1 | shaug = 2 | shsep = 4 | shokt = 5 | shnov = 6 | shdez = 6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Wassertemperatur (Meere, Seen u.ä.) für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| wtjan = 6 | wtfeb = 6 | wtmär = 6 | wtapr = 6 | wtmai = 5 | wtjun = 4 | wtjul = 3 | wtaug = 3 | wtsep = 3 | wtokt = 3 | wtnov = 4 | wtdez = 5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte Südgeorgiens und der Südlichen Sandwichinseln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cook-1777.jpg|mini|Karte von James Cook (1777)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of South Georgia 1881.jpg|mini|Karte von Heinrich Klutschak (1881)]]&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wurde Südgeorgien bereits im April 1675 von dem englischen Kaufmann [[Anthony de la Roché]] entdeckt. Dieser geriet vor [[Kap Hoorn]] in schlechtes Wetter und wurde weit vom Kurs abgetrieben. Er sichtete ein weites, gebirgiges Land mit tiefen Buchten, das dann auf einigen historischen Karten als „Roche-Insel“ bezeichnet wurde. Es kann sich der geographischen Lage wegen nur um Südgeorgien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 wurde die Insel vom französischen Seefahrer [[Nicolas Pierre Duclos-Guyot]] (1722–1794) entdeckt. 1775 sichtete sie der englische Seefahrer [[James Cook]] erneut, landete dabei am 17. Januar an Bord der HMS &amp;#039;&amp;#039;Resolution&amp;#039;&amp;#039; in einer Bucht und benannte diese kurzerhand „Possession Bay“. Cook kartographierte einen Teil der Küstenlinie und segelte weiter bis zur Südspitze der Insel, die er dann „Cape Disappointment“ nannte, weil ihm nun klar wurde, dass diese Insel (Südgeorgien) nicht der [[Antarktis|antarktische Kontinent]] sein konnte, nach dem er eigentlich suchte. Cook nannte die Insel alsdann „Isle of Georgia“, zu Ehren des Königs [[Georg III. (Vereinigtes Königreich)|Georg III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im südlichen Sommer 1877/78 umrundete [[Heinrich Klutschak]] Südgeorgien auf dem Robbenfänger &amp;#039;&amp;#039;Flying Fish&amp;#039;&amp;#039; und erstellte eine verbesserte Karte der Insel,&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich W. Klutschak: &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/stream/deutscherundscha03wien#page/522/mode/2up Ein Besuch auf Süd-Georgien.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik&amp;#039;&amp;#039; 3, 1881, S. 522–531.&amp;lt;/ref&amp;gt; wahrscheinlich die vierte nach James Cook, [[Issac Pendleton]] (1777–1804) und [[Fabian von Bellingshausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Headland |Titel=The Island of South Georgia |Verlag=Cambridge University Press |Datum=1984 |ISBN=0-521-25274-1 |Seiten=46 |Online={{Google Buch | BuchID = lZ04AAAAIAAJ | Seite = 46 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:S-Georgien 1882 45.jpg|mini|Weihnachten 1882 in der Station der Deutschen Polar-Kommission in Süd-Georgien: Schrader, Vogel, von den Steinen, Mechaniker Zschau, Ingenieur Mosthaff, Will, Clauss]]Im Zuge des [[Erstes Internationales Polarjahr|ersten Internationalen Polarjahrs]] vom 1.&amp;amp;nbsp;August 1882 bis 31.&amp;amp;nbsp;August 1883 wurde auf Südgeorgien im [[Moltke-Hafen]] in der [[Royal Bay]] eine Forschungsstation errichtet. Ziel dieser &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Polarjahr-Expedition&amp;#039;&amp;#039; auf Südgeorgien war die Ermittlung von Klima- und geophysikalischen Daten durch gleichzeitige meteorologische, magnetische und Bodenmessungen. Zusätzliches Ziel der Forschungsreise war die Beobachtung des sehr seltenen [[Venustransit]]s vor der Sonne am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 1882.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuatara - Volume 18 - Issue 2 - site 79&amp;quot;&amp;gt;Tuatara: Volume 18, Issue 2, July 1970 - Botany of the Southern Zone - Exploration, 1847-1891 by E. J. Godley - Seite 79 - The International Polar Investigation 1882-83 [http://www.nzetc.org/tm/scholarly/tei-Bio18Tuat02-t1-body-d1.html].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Expedition unter Leitung von [[Carl Schrader (Astronom)|Carl Schrader]] sowie den Mitgliedern [[Karl von den Steinen]] (Arzt und [[Ethnologe]]), [[Peter Vogel (Forschungsreisender)|Peter Vogel]] (Mathematiker), [[Otto Clauss]] (Astronom und Physiker; 1858–1891), [[Hermann Will]] (Botaniker und geologischer Sammler) und Eugen Mosthaff (Ingenieur und Maler) bestand zudem jeweils aus einem Mechaniker, Koch, Tischler, [[Segelmacher]] und Bootsmann. Die Mitglieder erreichten am 12.&amp;amp;nbsp;August 1882 auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Moltke (Schiff, 1878)|Moltke]]&amp;#039;&amp;#039; unter Kapitän Pirner zum ersten Mal Südgeorgien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuatara&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nzetc.org/tm/scholarly/tei-Bio18Tuat02-t1-body-d1.html E. J. Godley: &amp;#039;&amp;#039;Botany of the Southern Zone - Exploration, 1847-1891&amp;#039;&amp;#039;, S. 82 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach acht Tagen mit schlechten Wetterbedingungen erreichten sie einen geeigneten weitläufigen Hafen in der Royal Bay an der Nordostküste der Insel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuatara&amp;quot; /&amp;gt; Dort errichteten sie mit Hilfe von 100 Seeleuten die Materiallager und brachten 40&amp;amp;nbsp;Tonnen Kohle an Land. Zudem errichteten sie Holzhütten, das [[Observatorium]] zur Beobachtung des Venustransits, [[Schuppen (Gebäude)|Schuppen]] für die Geräte und einen Stall für drei Rinder, siebzehn Schafe und neun Ziegen. Am 3.&amp;amp;nbsp;September waren die Vorbereitungen abgeschlossen. Im Anschluss verließ Kapitän Pirner mit der S.M.S &amp;#039;&amp;#039;Moltke&amp;#039;&amp;#039; die Insel. Während des folgenden Jahres erfolgten geregelte meteorologische Beobachtungen, Messungen des Magnetismus und astronomische Beobachtungen. Das Ufer der Royal Bay und die äußere Küste zum Norden wurden erforscht. Zudem erfolgten kleinere Bergbesteigungen und Besichtigungen zweier großer Gletscher, die in die Royal Bay münden. Am 1.&amp;amp;nbsp;September 1883 lief die Korvette &amp;#039;&amp;#039;Marie&amp;#039;&amp;#039; unter Kapitän Krokisius in den Hafen in der Royal Bay ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuatara&amp;quot; /&amp;gt; Am 6.&amp;amp;nbsp;September 1883 verließ die Expedition auf der &amp;#039;&amp;#039;Marie&amp;#039;&amp;#039; die Insel in Richtung [[Montevideo]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuatara&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;KvdSteinen - Durch Central-Brasilien - Vorwort&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Durch Central-Brasilien (1886)&amp;#039;&amp;#039; - Karl von den Steinen - Vorwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts diente Südgeorgien vornehmlich [[Robbenjagd|Robben-]] und [[Walfang|Walfängern]] als Landstützpunkt.&lt;br /&gt;
[[Ernest Henry Shackleton]], der britische [[Polarforscher]], erreichte Südgeorgien am Ende der dramatisch gescheiterten [[Expedition Endurance]]. Sein Schiff, die &amp;#039;&amp;#039;[[Endurance]],&amp;#039;&amp;#039; war im [[Packeis]] zerdrückt worden, und die Mannschaft konnte sich über das Eis nach [[Elephant Island]] retten. Sechs Männer segelten im Rettungsboot &amp;#039;&amp;#039;[[James Caird (Schiff)|James Caird]]&amp;#039;&amp;#039; an die Südküste Südgeorgiens. Shackleton überquerte die Gletscher zu Fuß und traf am 20.&amp;amp;nbsp;Mai 1916 in [[Stromness (Südgeorgien)|Stromness]] ein. Anschließend gelang es ihm, die Rettung der gesamten Mannschaft zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 kamen [[Ludwig Kohl-Larsen]], seine Frau Margit Larsen und der Kameramann [[Albert Benitz]] zur weiteren wissenschaftlichen Erkundung der Insel. Nach Kohl-Larsen ist das [[Kohl-Plateau]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geographic.org/geographic_names/name.php?uni=-2017175&amp;amp;fid=5991&amp;amp;c=south_georgia_and_the_south_sandwich_islands Kohl-Larsen-Plateau (geographic.org)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Falklandkrieg]]es war Südgeorgien kurzzeitig unter [[Argentinien|argentinischer]] Besatzung. Ab Mitte März 1982 waren argentinische Soldaten auf der Insel. Am 25.&amp;amp;nbsp;April 1982 wurden die Inseln von der [[Royal Navy]] und Landungstruppen zurückerobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2020 trieb der 3500&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer große Eisberg [[A-68]] von der [[Antarktis]] in Richtung Südgeorgien. Er erreichte Mitte Dezember 2020 den Schelf etwa 80&amp;amp;nbsp;km südwestlich der Insel,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kathryn Hansen |url=https://earthobservatory.nasa.gov/images/147664/iceberg-closes-in-on-south-georgia.html |titel=Iceberg Closes In on South Georgia |hrsg=NASA earthobservatory |datum=2020-12-14 |abruf=2020-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zerbrach dann jedoch und befand sich im Februar 2021 wieder südlicher – 225 Kilometer von Südgeorgien entfernt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;standard20210204&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.de/2000123871737/ |titel=Eisberg-Gigant A-68A zerbricht und könnte Südgeorgien verschonen |werk=Der Standard |datum=2021-02-04 |abruf=2021-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. März 2025 ist der Eisberg [[A-23 A]], der sich seit 2024 ebenfalls auf Südgeorgien zubewegte, auf Grund gelaufen und hängt circa 73 Kilometer vor Südgeorgien fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-groesster-eisberg-der-welt-a23a-offenbar-auf-grund-gelaufen-a-96536370-8520-4499-9efe-e2435a23a2d0 |titel=Größter Eisberg der Welt offenbar auf Grund gelaufen |werk=[[Der Spiegel (online)|Der Spiegel]] |hrsg= |datum=2025-03-05 |abruf=2025-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Nutzung der Insel ==&lt;br /&gt;
Bereits die Aufzeichnungen James Cooks enthielten Hinweise auf die Existenz von Abermillionen [[Ohrenrobben]] an den Küsten der Insel. Robbenfelle waren eine begehrte Ware. Daher suchten Robbenjäger, die diesen Tieren ab dem späten 18. Jahrhundert bereits an den Küsten [[Patagonien]]s und auf den Falklandinseln nachgestellt hatten, bald auch die entfernter liegende Insel Südgeorgien auf. Bis 1880 waren infolge übermäßiger Bejagung über zehn Millionen Robben gejagt und ihr Bestand so weit dezimiert, dass die Jagd danach unwirtschaftlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Tierpopulation, die bejagt und dezimiert wurde, waren die [[See-Elefant]]en, aus deren Körpern sich Öl gewinnen ließ. Die dafür notwendigen Öfen wurden mit dem Fett von [[Pinguin]]en angeheizt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts versiegte auch diese anfangs profitable Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte die Zeit der Walfänger, die die erste wirkliche Besiedlung der Insel auslöste. 1904 wurde Grytviken als erster Stützpunkt norwegischer Walfänger gegründet. Es folgte ein sechs Jahrzehnte andauernder Vernichtungszug, der seitens der Fischereinationen Norwegen, Großbritannien, Russland, Japan und USA betrieben wurde, bis die Fangzahlen immer kleiner und gleichzeitig die Erträge immer geringer wurden. Mitte der 1960er Jahre war der Walfang unrentabel, die ständige Besiedlung der Insel wurde aufgegeben. Zurück blieben in verschiedenen Buchten der Nordküste Unmengen an Wracks und rostigem Schrott. Dieser wiederum animierte argentinische Schrottverwerter im März 1982 die Insel illegal aufzusuchen, sie zum argentinischen Territorium zu erklären, was durch Einheiten der argentinischen Armee begleitet wurde. Am 25. April desselben Jahres griffen englische Truppen die argentinischen Schiffe an, versenkten mehrere und eroberten Südgeorgien zurück. Das Aufkommen an Schrott hat sich dadurch noch einmal vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Walfangstationen ===&lt;br /&gt;
Vom Alltagsleben in den Walfangstationen zeugen einzelne Dokumente. In Anbetracht der extremen Abgelegenheit des Wohnplatzes, der harten Arbeit, der rauen Witterung und extrem kurzer Taghelle in den Wintermonaten Mai bis August wurde den beschränkten Freizeitmöglichkeiten in den Walfangstationen eine gewisse Aufmerksamkeit zugemessen. Drei Einrichtungen galten als wesentlich: die Fußballwiese, die Bibliothek und das Kino (&amp;#039;&amp;#039;‘World’s Most Southerly Cinema…’&amp;#039;&amp;#039;). Für die Kinos wurden in den Stationen eigene Gebäude errichtet. Die Filme wurden aus Norwegen und den Niederlanden auf dem Seewege hin- und hergeschickt und stationsübergreifend ausgetauscht. Für die Instandhaltung der Gebäude galt das Prinzip: &amp;#039;&amp;#039;’…Each man takes a turn to keep the building in a proper state of cleanliness…’&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Graeme D. Eddie |url=https://libraryblogs.is.ed.ac.uk/edinburghuniversityarchives/2016/08/05/cinema-at-the-whaling-stations-south-georgia/ |titel=Cinema at the whaling-stations, South Georgia…: another brief look into the Salvesen Archive |werk=Salvesen Archiv |hrsg=Archives @ University of Edinburgh |datum=2016-08-05 |sprache=en |abruf=2024-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aufgabe der Wohnplätze waren die Kinos dem Verfall preisgegeben und sind inzwischen zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Walfang]]industrie wurden folgende Orte (von Nord nach Süd) gegründet und wieder verlassen:&lt;br /&gt;
* [[Prince Olav Harbour]] (1911–1934)&lt;br /&gt;
* [[Leith Harbour]] (1909–1965)&lt;br /&gt;
* [[Stromness (Südgeorgien)|Stromness]] (1907–1931)&lt;br /&gt;
* [[Husvik]] (1907–1960, nicht genutzt von 1930–1945)&lt;br /&gt;
* [[Grytviken]] (1904–1965)&lt;br /&gt;
* [[Godthul]] (1908–1929)&lt;br /&gt;
* [[Ocean Harbour]] (1909–1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Nutzung ===&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang der Walfangindustrie auf Südgeorgien sind die wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel die Hochseefischerei und der Tourismus, wobei die in der Fischereizone der Insel arbeitenden Trawler die Insel selbst allerdings in der Regel nicht anlaufen. Beim Tourismus handelt es sich insbesondere um Expeditionskreuzfahrtschiffe, die Südgeorgien auf dem Weg in die [[Antarktis]] anlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thies Matzen und Kicki Ericson: &amp;#039;&amp;#039;Südgeorgien.&amp;#039;&amp;#039; Mare, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86648-246-3.&lt;br /&gt;
* Magazin [[Geo (Zeitschrift)|Geo]], Nr. 7 / Juli 1982, Verlag Gruner+Jahr, Hamburg, S. 124–153.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|South Georgia|Südgeorgien}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gov.gs/ Offizielle Website von Südgeorgien] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.gov.gs/short-film-celebrating-40-years-since-liberation/ Government of South Georgia &amp;amp; the South Sandwich Islands] Short Film Celebrating 40 Years Since Liberation&lt;br /&gt;
* [http://www.lib.utexas.edu/maps/islands_oceans_poles/txu-pclmaps-oclc-10286155-south_georgia-1958.jpg Britische Karte von 1958 im Maßstab 1:200.000]&lt;br /&gt;
* [https://www.un.org/Depts/los/LEGISLATIONANDTREATIES/PDFFILES/MAPS/arg_mzn10_1996_00036.jpg Argentinische Karte von 1973 im Maßstab 1:200.000]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--deadlink--* [http://sgwiki.gs/mediawiki/index.php/Main_Page South Georgia and South Sandwich Islands Wiki] (englisch)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4058425-2|VIAF=239448905}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudgeorgien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südgeorgien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inselgruppe (Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umstrittenes Territorium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Georg III. (Vereinigtes Königreich) als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15600-82</name></author>
	</entry>
</feed>