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	<title>Südende - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:26:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PaulAsimov: /* Paresü */ SEW-Pionierfest 1975</title>
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		<updated>2025-07-21T08:08:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Paresü: &lt;/span&gt; SEW-Pionierfest 1975&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Steglitz Buhrowstraße.jpg|mini|hochkant=1.3|Typische Wohnstraße in Südende ([[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Buhrowstraße*|Buhrowstraße]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Südende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Ortslage im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Steglitz|Steglitz]] des [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf|Bezirks Steglitz-Zehlendorf]]. Das als [[Villenkolonie]] angelegte Stadtviertel wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und ab Ende der 1950er wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung von Südende beträgt ziemlich genau 1400&amp;amp;nbsp;Meter in Nord-Süd-Richtung und einen Kilometer in West-Ost-Richtung. Der niedrigste Punkt liegt 47,9&amp;amp;nbsp;m, der höchste {{Höhe|64.9|DE-NHN|link=true}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Grenzen Südendes bilden im Norden das heutige Sommerbad am [[Insulaner (Berg)|Insulaner]], im Westen eine beinahe gerade Linie, die zunächst zwischen Oehlertring und [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Munsterdamm*|Munsterdamm]] verlaufend, zwischen den Grundstücken [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Hanstedter Weg*|Hanstedter Weg]] 4 und 6 sowie [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Steglitzer Damm*|Steglitzer Damm]] 69 und 71 hindurch, die [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Borstellstraße*|Borstellstraße]], [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Benzmannstraße*|Benzmannstraße]] und [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Stephanstraße*|Stephanstraße]] überquerend, bis zum Grundstück [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Brandenburgische Straße*|Brandenburgische Straße]] 12, verläuft. Von hier aus bildet die jeweilige Verlängerung der Mitte des [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Schünemannweg*|Schünemannweges]] in beide Richtungen, die Südgrenze Südendes, bis sie in östlicher Richtung, in Höhe der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Rottweiler Straße*|Rottweiler Straße]] auf das [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Maulbronner Ufer*|Maulbronner Ufer]] stößt. Die Ostgrenze schließlich bildet die [[Trasse (Verkehrsweg)|Trasse]] der [[Bahnstrecke Berlin–Dresden|Dresdener Bahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebietszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südende war ursprünglich Teil der Landgemeinde [[Berlin-Mariendorf|Mariendorf]] im [[Kreis Teltow]] südlich der damaligen Stadt [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]. Mit der Bildung von [[Groß-Berlin]] im Jahr 1920 wurde Südende von Mariendorf abgetrennt und dem [[Bezirk Steglitz]] angegliedert. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Südende als eigenständiger Ortsteil ausgewiesen; seitdem ist Südende ein Bestandteil des Ortsteils Steglitz und gehört seit 2001 zum sechsten Berliner [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sjb39&amp;quot;&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/16308258_1939/34/ Statistisches Jahrbuch Berlin 1939, S. 18: Bezirke und Ortsteile von Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/16320499_1946_1947/40/ Berlin in Zahlen 1946/47, S. 28: Bezirke und Ortsteile von Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/16308449_1959/30/ Statistisches Jahrbuch Berlin 1959, S. 30: Bezirke und Ortsteile von Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben &amp;#039;&amp;#039;Südende&amp;#039;&amp;#039; gibt es in Berlin noch &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin-Nordend|Nordend]]&amp;#039;&amp;#039; als Ortslage in [[Berlin-Niederschönhausen|Niederschönhausen]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin-Westend|Westend]]&amp;#039;&amp;#039; als Ortsteil im [[Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf]]. Der Osten findet sich als [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Oberschöneweide#Ostendstraße*|Ostendstraße]] in [[Berlin-Oberschöneweide|Oberschöneweide]], statt Siedlungen wurden Gewerbe und Industrie angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kartenmontage Steglitz Maihöhe und ehemalige Sandgrube Südende Testfluggelände Otto Lilienthals.png|mini|Steglitz, Maihöhe und ehemalige Sandgrube Südende am Fuß der Rauen Berge, die Testfluggelände Otto Lilienthals]]&lt;br /&gt;
Das heutige Südende war ursprünglich ein wildes, sandig-sumpfiges [[Mark Brandenburg|märkisches]] Gelände. Größere Gewässer waren der Hambuttenpfuhl und der Kelchpfuhl. In Karten war das teilweise hügelige Gebiet verzeichnet als „[[Rauhe Berge (Berlin-Steglitz)|Die Rauhen Berge]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz [[et al.]], S.&amp;amp;nbsp;11&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab keine Gebäude. In Ost-West-Richtung verlief der Weg von Steglitz nach Mariendorf südlich an den Seen vorbei (heute in etwa der Steglitzer Damm). In Nord-Süd-Richtung verlief der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Priesterweg*|Priesterweg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=11|id=P468|zlb98=1574|kaupert=Priesterweg-10829-Berlin|name=Priesterweg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Fußweg von Schöneberg nach Lankwitz westlich am Hambuttenpfuhl entlang. Im Jahr 1841 wurde die Bahnstrecke der [[Anhalter Bahn]] in Nord-Süd-Richtung zwischen dem Hambuttenpfuhl und dem Kelchpfuhl hindurchgebaut. Eine kleine Bahnwärterei entstand, etwa an der heutigen [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Crailsheimer Straße*|Crailsheimer]] Ecke [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Lörracher Straße*|Lörracher Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kauf des Geländes, das bis 1872 zwei Mariendorfer Bauern gehörte, wurde am 26.&amp;amp;nbsp;August 1872 die &amp;#039;&amp;#039;Terrain-Gesellschaft Südende&amp;#039;&amp;#039; als [[Konsortium]] aus Bank und Bahn gegründet. Die Höhe des Kapitals betrug 800.000&amp;amp;nbsp;[[Taler]]. Ab 1873 entstand hier auf einer Fläche von knapp 88&amp;amp;nbsp;[[Hektar]], aufgeteilt in 427 [[Parzelle]]n verschiedener Größe, die Villen- und Landhauskolonie Südende als Villenvorort im Landhausstil. Endgültig festgelegt wurde der Name „Südende“ am 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1873; offiziell und amtlich eingetragen am 27.&amp;amp;nbsp;August 1873 im [[Königreich Preußen|preußischen]] Staatsregister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesamte Baugelände wurde schon 1874 an einen Herrn Christiani verkauft, der eine neue Terraingesellschaft gründete.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;15&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1878 erlosch die Verantwortung der Terrain-AG für Südende wegen finanzieller Schwierigkeiten infolge der großen [[Gründerkrach|Gründerkrise]]. Die Gesellschaft bestand bis zum 27.&amp;amp;nbsp;August 1941 weiter mit Sitz in Berlin und [[Karlsruhe]] und löste sich dann auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1892 bis 1893 hatte der Luftfahrtpionier [[Otto Lilienthal]] die damalige Sandgrube Südende am Fuße der Rauen Berge und die in der Nähe liegende Maihöhe als Testfluggelände für seinen sogenannten [[Südende-Apparat]] und den folgenden [[Maihöhe-Rhinow-Apparat]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 entstanden mehr und mehr dreigeschossige Mietshäuser. Die Siedlung um den [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Langensteiner Weg*|Langensteiner Weg]] wurde erst im Jahr 1930 errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatverein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1917 war Südende Sitz des [[Malik-Verlag|Malik-Verlags]]. Im Jahre 1921 wurde Südende mit seinen Sandgruben in den Rauen Bergen als Freiluftfilmstudio genutzt. Der bekannte Regisseur [[Ernst Lubitsch]] drehte hier monumentale Wüstenszenen für seinen Spielfilm [[Das Weib des Pharao]]. Die Filmarchitekten erbauten eine Kulisse, die aus einer 29&amp;amp;nbsp;Meter hohen [[Sphinx (ägyptisch)|Sphinx]] und einem 78&amp;amp;nbsp;Meter hohen und 64&amp;amp;nbsp;Meter breiten [[Pharao]]nenpalast, bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Südende durch [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|alliierte Luftangriffe]] fast völlig zerstört, hauptsächlich innerhalb weniger Stunden in der sogenannten [[Lankwitzer Bombennacht]] vom 23. auf den 24.&amp;amp;nbsp;August 1943 durch einen [[Vereinigtes Königreich|britischen]] Bomberverband. Erst viel später wurde nach der Freigabe der Kriegstage- und Logbücher der [[Royal Air Force]] in [[London]] die genaue Ursache offengelegt: der Bomberverband hatte nach starkem [[Flugabwehrkanone|Flakbeschuss]] die genaue Orientierung verloren und zwei Stunden lang fast 2000&amp;amp;nbsp;Tonnen Bomben, die eigentlich das [[Regierungsviertel (Berlin)|Regierungsviertel]] in der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] in [[Berlin-Mitte]] treffen sollten, über Südende und dem angrenzenden Lankwitz abgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg waren im gesamten Teil westlich der Anhalter Bahn, aber auch im zentralen Bereich östlich der Bahn ([[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Ellwanger Straße*|Ellwanger-]] und [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Hünefeldzeile*|Hünefeldzeile]] sowie die Nebenstraßen) die meisten der ehemaligen Häuser nur noch Trümmerhaufen. Hingegen hatten die Siedlung um den Langensteiner Weg sowie der südöstliche Bereich von der Attilastraße bis zum [[Teltowkanal]] nur vergleichsweise geringe Schäden davongetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;106&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Ende der 1950er Jahre, als viele andere Teile [[West-Berlin]]s bereits wieder aufgebaut waren, hatte sich in Südende vergleichsweise wenig getan; es gab noch zahlreiche Trümmergrundstücke, andere waren freigeräumt worden, nur hier und da entstand ein neues Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;106&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch 1957 bezeichnete die &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039; Südende als „ödes Trümmerfeld“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. September 1957, Beilage; zitiert nach Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den 1960er Jahren wurden große Teile von Südende neu bebaut. Um möglichst preiswert bauen zu können und dabei den Platz für die inzwischen geforderten Grünflächen, Parkplätze und Spielplätze freizuhalten, entstanden weit über die ehemaligen Grundstücksgrenzen hinweg Siedlungen mit drei- und viergeschossigen Häuserriegeln in aufgelockerter Anordnung. Erst dadurch wurde das Stadtbild von Südende nachhaltig verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Steglitz Villa Grabertstraße 4.jpg|mini|Villa in der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Grabertstraße*|Grabertstraße]]&amp;amp;nbsp;4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Haus in Südende war das zwischen 1872 und 1873 errichtete &amp;#039;&amp;#039;Bergschlösschen&amp;#039;&amp;#039;, ein ehemaliges Jagdschloss des Grafen Douglas, das am Hang eines Berges gelegen war. Heute steht auf diesem Grundstück das Wohnhaus Oehlertring 33.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;21&amp;lt;/ref&amp;gt; In der angrenzenden Sandgrube unternahm 1892 der Flugpionier [[Otto Lilienthal]] seine ersten Flugversuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1883 waren 17 Grundstücke in Südende bebaut. Sie alle lagen im Bereich der heutigen [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Sembritzkistraße*|Sembritzkistraße]] und ihrer Seitenstraßen.&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;26&amp;lt;/ref&amp;gt; Das einzige Gebäude darunter, das den Zweiten Weltkrieg überdauerte, ist die 1873 von dem Bankier Eduard Mamroth errichtete [[Klassizismus|spätklassizistische]] Villa in der Grabertstraße&amp;amp;nbsp;4, die von 1963 bis 2005 der Musikschule Steglitz-Zehlendorf als Domizil diente und seit Juli 2008 wieder dient. Diese ist heute nicht nur das älteste Gebäude in Südende, sondern auch eines der wenigen erhaltenen Beispiele für die ursprüngliche Villenbebauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Steglitz Kelchstraße.jpg|mini|Institut für Pharmazie der [[Freie Universität Berlin|FU Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Industriebau Südendes ist das ehemalige [[Scherk-Haus]], ein auffälliger roter [[Klinker]]bau im spitzen Winkel zwischen den beiden Bahnlinien. Hier, in der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Kelchstraße*|Kelchstraße]] 31, wurde 1926 nach einem Entwurf von [[Fritz Höger]] die [[Scherk (Unternehmen)|Parfümfabrik Scherk]] errichtet. Das Gebäude steht heute unter [[Denkmalschutz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalschutz&amp;quot;&amp;gt;{{LDLBerlin|09065549}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird vom Institut für Pharmazie der [[Freie Universität Berlin|FU Berlin]] genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatverein&amp;quot;&amp;gt;[https://steglitz-museum.de/geschichtliches/ortsgeschichte/suedende &amp;#039;&amp;#039;Ortsgeschichte Südende&amp;#039;&amp;#039;.]  Heimatverein Steglitz, abgerufen am 2. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paresü ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Paresü&amp;#039;&amp;#039; (kurz für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;re&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;staurant &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sü&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dende&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;PaReSü&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) war in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen das zweitgrößte Ausflugslokal Berlins mit rund 2000 Plätzen, der mit 18&amp;amp;nbsp;Bahnen größten Kegelhalle Europas, zwei großen Tanz- und Sitzungssälen, sowie Ruderbootverleih und Badeanstalt direkt am&amp;amp;nbsp;– zum Grundstück gehörenden&amp;amp;nbsp;– natürlichen Teich, dem [[Grunewaldseenkette#Übersicht Verlauf|Hambuttenpfuhl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1878 erbaute Villa wurde um 1900 von der Brauerei Haase gekauft und zum Gartenlokal umgebaut. Später wurde das Gelände vom Gastronomen Franz Eschstruth übernommen und die Bebauung immer mehr erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Paresü größtenteils zerstört. Lediglich ein Gebäude, das in den 1930er Jahren entstandene &amp;#039;&amp;#039;Café Parkquelle&amp;#039;&amp;#039; am Steglitzer Damm, wurde 1946 als „großstädtisch modernes Caféhaus“ wieder aufgebaut. Am 31. August 1975 hielt die [[Sozialistische Einheitspartei Westberlins]] (SEW) dort das &amp;#039;&amp;#039;Steglitzer Pionierfest&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://global.museum-digital.org/object/469435 |titel=Kleinbildnegativ: Parkrestaurant Südende, 1975 |werk=museum-digital |abruf=2025-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Räumlichkeiten wurde bis 1997 genutzt, zuletzt als [[Diskothek]] mit Bar. Konzepte zur weiteren Nutzung scheiterten an der schlechten Bausubstanz des inzwischen verfallenden Gebäudes. Nach Abriss der Reste des &amp;#039;&amp;#039;PaReSü&amp;#039;&amp;#039; eröffnete dort (westlich der [[Bahnstrecke Berlin–Halle|Anhalter Bahn]], nördlich des Steglitzer Dammes) im Jahr 2003 ein [[Lidl]]-Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
In Südende lebten unter anderem&lt;br /&gt;
* der Atlantikflieger [[Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld|Günther Freiherr von Hünefeld]] (1892–1929)&lt;br /&gt;
* die Revolutionärin [[Rosa Luxemburg]] (1871–1919)&lt;br /&gt;
* der Komponist [[Arnold Schönberg]] (1874–1951)&lt;br /&gt;
* die Maler [[George Grosz]] (1893–1959) und [[Wassily Kandinsky]] (1866–1944)&lt;br /&gt;
* der Theologe und Schriftsteller [[Jochen Klepper]] (1903–1942)&lt;br /&gt;
* der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] [[Adolf Reichwein]] (1898–1944)&lt;br /&gt;
* die Eltern des Physikers [[Manfred von Ardenne]] (1907–1997)&lt;br /&gt;
* der Journalist und ehemalige UN-Botschafter [[Rüdiger von Wechmar]] (1923–2007)&lt;br /&gt;
* die Architekten [[Otto Rudolf Salvisberg]] (1882–1940) und [[Alfred Grenander]] (1863–1931)&lt;br /&gt;
* der Bildhauer und Architekt [[Paul Rudolf Henning]] (1886–1986)&lt;br /&gt;
* der Zeichner [[Walter Trier]] (1890–1951)&lt;br /&gt;
* der Regisseur [[Manfred Durniok]] (1934–2003)&lt;br /&gt;
* die [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] [[Reinhard Heydrich]] (1904–1942), [[Martin Wülfing]] (1899–1986), [[Hans Weinreich (SS-Mitglied)|Hans Weinreich]] (1896–1963), [[Eberhard Wolfgang Möller]] (1906–1972)&lt;br /&gt;
* der dem [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] um [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg|Stauffenberg]] zuzurechnende [[Wilhelm Canaris]] (1887–1945)&lt;br /&gt;
* der Autor und Verleger [[Wilhelm Ruprecht Frieling]] (* 1952)&lt;br /&gt;
* die Schauspieler [[Rolf Zacher]] (1941–2018) und [[Anita Kupsch]] (1940–2025)&lt;br /&gt;
* sowie aktuell [[Jan Josef Liefers]] (* 1964) und [[Anna Loos]] (* 1970)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 gab es 35 Haushalte in Südende. Im Jahr 1900 lebten 1276 Menschen in 107 Häusern in Südende;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reclam&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Eva Börsch-Supan, Helmut Börsch-Supan, Günther Kühne, Hella Reelfs | Titel=Kunstführer Berlin | Auflage=4 | Verlag=Philipp Reclam jun. | Ort=Stuttgart | Jahr=1991 | ISBN=3-15-010366-5 | Seiten=255}}&amp;lt;/ref&amp;gt; um 1912 waren es etwa 3350, 1919 waren es 3690.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reclam&amp;quot; /&amp;gt; 4186 Einwohner wurden 1925 verzeichnet, 5134 im Jahr 1932 und 5079 Einwohner im Jahr 1933. 1938 hatte Südende 5735 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sjb39&amp;quot; /&amp;gt; 1945 hatte Südende nur noch 2000 Einwohner, bis 1962 stieg die Einwohnerzahl auf 7000 an. Das Gebiet von Südende bewohnen heute etwa 6500 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Steglitz Steglitzer Damm.JPG|mini|Südende, [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Steglitzer Damm*|Steglitzer Damm]]. Der Mittelstreifen war bis zur Verbreiterung der Straße in den 1970er Jahren der rechte Fahrbahnrand.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten der Ortslage befindet sich seit 1880 der [[Bahnhof Berlin Südende]] an der [[Bahnstrecke Berlin–Halle|Anhalter Bahn]] (S25), am östlichen Rand der [[Bahnhof Berlin Attilastraße|S-Bahnhof Attilastraße]] (1895–1992: &amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Mariendorf&amp;#039;&amp;#039;) an der [[Bahnstrecke Berlin–Dresden|Dresdener Bahn]] (S2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 wurde die [[Straßenbahn Groß-Lichterfelde]] über Steglitz zum S-Bahnhof Südende und 1913 bis Mariendorf verlängert. 1942 wurde sie durch [[Oberleitungsbus]]se ersetzt. Seit 1961 verkehren [[Busverkehr in Berlin|Omnibusse]] (heute: Linie 282). Ab 1902 führte eine weitere Straßenbahnlinie durch Südende, die zwischen [[Berlin-Tempelhof|Tempelhof]] und Lankwitz über den heutigen Steglitzer Damm und die heutige Crailsheimer Straße verkehrte, wobei im Bereich Steglitzer Damm [[Dreischienengleis]]e verlegt wurden, da beide Linien unterschiedliche Spurweiten hatten. Nach der Verbreiterung der Attilastraße um 1930 verkehrte die Straßenbahn geradlinig über diese (heute: Buslinie 184).&amp;lt;ref&amp;gt;Holtz et al., S.&amp;amp;nbsp;57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südende wird vom Steglitzer Damm und der Attilastraße durchquert. Der Teltowkanal dagegen verläuft am Maulbronner Ufer nur wenige Meter südlich an Südende vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Holtz, Christian Simon, Udo Wiesmann: &amp;#039;&amp;#039;Südende – Häuser, Straßen, Menschen&amp;#039;&amp;#039;. Christian Simon Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-936242-13-3.&lt;br /&gt;
* Christian Simon: &amp;#039;&amp;#039;Südende – ein historischer Überblick&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Gabriele Schuster, Heimatverein Steglitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Berlin-Südende}}&lt;br /&gt;
* [https://steglitz-museum.de/geschichtliches/ortsgeschichte/suedende Geschichte von Südende] auf der Website des Heimatvereins Steglitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.447530 |EW=13.356580 |type=city |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4571629-8|VIAF=236115475}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudende}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Steglitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villenkolonie in Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaulAsimov</name></author>
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