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	<title>Süßwassertrommler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:02:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%BC%C3%9Fwassertrommler&amp;diff=1548457&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Geyersberg am 23. Mai 2020 um 12:31 Uhr</title>
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		<updated>2020-05-23T12:31:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Süßwassertrommler&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Aplodinotus grunniens&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Constantine S. Rafinesque-Schmaltz|Rafinesque]], 1819&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Aplodinotus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = Rafinesque, 1819&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Umberfische&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Sciaenidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Incertae sedis&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Barschverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Percomorphaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Stachelflosser&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Acanthopterygii&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Aplodinotus grunniens, Aufn. 17.06.1959, Inches.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Süßwassertrommler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus grunniens&amp;#039;&amp;#039;) (engl. &amp;#039;&amp;#039;freshwater drum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;croaker&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;grunt&amp;#039;&amp;#039;) ist eine der wenigen Arten der [[Umberfische]], die ausschließlich im Süßwasser leben. Sein Lebensraum sind Flüsse und Seen in [[Nordamerika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Süßwassertrommler erreichen in der Mehrzahl eine Länge von 30 bis 70 Zentimeter und ein Gewicht von 0,45 bis 3,5 Kilogramm. Größere und schwerere Exemplare sind bekannt: Im Sommer 2007 wurden unterhalb des Gavins Point Dam des Missouri River an der Grenze Nebraska-South Dakota zwei Süßwassertrommler gefangen mit 10,35&amp;amp;nbsp;kg beziehungsweise 14,86&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach NEBRASKAland Magazine&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde auch schon ein Exemplar im Alter von 32 Jahren aus dem [[Cahaba River]] in [[Alabama]] gefangen und selbst über einen 72 Jahre alten Süßwassertrommler aus Red Lakes in [[Minnesota]] wurde berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;A. L. Rypel,  D. R. Bayne und J. B. Mitchell: &amp;#039;&amp;#039;Growth of freshwater drum from lotic and lentic habitats in Alabama.&amp;#039;&amp;#039; Transactions of the American Fisheries Society, 135, S. 987–997, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freshwaterdrum.png|mini|Zeichnung eines Süßwassertrommlers]]&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für den Süßwassertrommler sind der hohe Rücken und der seitlich abgeflachte Körper. Die Färbung ist großenteils einförmig silbrig, Rücken und obere Körperseiten sind häufig dunkel, die Wurzeln der Flossen rötlich, die Rücken- und Schwanzflosse können zudem schwarz umrandet sein. Die große [[Rückenflosse]] besteht aus der vorderen stacheligen und der hinteren weichen Rückenflosse, beide sind durch eine tiefe Einkerbung voneinander abgesetzt. Das [[Seitenlinienorgan]] erstreckt sich bis in die Schwanzflosse. Der Süßwassertrommler besitzt wie die meisten Umberfische kräftige Pharyngeal-Zähne und kann damit hartschalige Beute knacken. Die ventralen [[Pharyngealia]] sind verwachsen, die Zähne halbkugelig. Die [[Schwimmblase]] ist groß und ungeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschlechtsreife Männchen besitzen einen Lautapparat, mit dem sie während der Fortpflanzungszeit Laute bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider &amp;amp; Hasler 1960&amp;quot;&amp;gt;H. Schneider und A. D. Hasler: &amp;#039;&amp;#039;Laute und Lauterzeugung beim Süsswassertrommler &amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus grunniens&amp;#039;&amp;#039; Rafinesque (Sciaenidae, Pisces).&amp;#039;&amp;#039; [[Zeitschrift für vergleichende Physiologie]], 43, S. 499–517, 1960&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Lautapparat besteht aus zwei Muskeln ([[Trommelmuskel]]n), deren Fasern von der Innenwand der Körpermuskulatur ausgehen und über eine breite Sehne (Zentralsehne), die über die Schwimmblase hinweg zieht, miteinander verbunden sind. Die Trommelmuskeln sind während der Laichzeit rötlich im Gegensatz zur weißen Körpermuskulatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Innenohr|Labyrinth]] ist gut ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;The labyrinth of two species of drumfish.&amp;#039;&amp;#039; Copeia, 1962, S. 336–3438, 1962&amp;lt;/ref&amp;gt; Die drei [[Bogengänge]] sind gleich groß und in drei Richtungen des Raumes angeordnet. Dorsal sind die Bogengänge an der Schädeldecke befestigt. Ausnehmend groß ist der Sacculus, ebenso sein Ohrstein ([[Statolith#Fische|Sagitta]]). Die laterale Seite dieses Ohrsteins ist unregelmäßig gestaltet, während die mediale Seite leicht gewölbt und bis auf eine raue Fläche seitlich von der Mitte glatt ist. Außerdem ist auf der medialen Seite regelmäßig eine L-förmige Einkerbung ausgebildet. Caudal schließt sich an den Sacculus die merklich kleinere Lagena an, die ebenfalls einen Ohrstein (Asteriscus) enthält. Der Uriculus befindet sich an der Basis der Bogengänge und ist von diesen abgesetzt. Er enthält gleichfalls einen Otolithen (Lapillus). Mithilfe der Ohrsteine lässt sich das Alter eines Fisches bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flossenformel]]: D1 IX, D2 I/~30, A II/5–6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Süßwassertrommler bewohnt Seen und Flüsse Nordamerikas. In Ost-West-Richtung reicht sein Verbreitungsgebiet von den [[Appalachen]] bis zu den [[Rocky Mountains]], in Nord-Süd-Richtung von der [[Hudson Bay]] über Nordamerika hinaus bis nach [[Guatemala]]. Er besitzt damit das größte Verbreitungsgebiet aller Süßwasserfische Nordamerikas.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tpwd.state.tx.us/huntwild/wild/species/fwd/ Texas Parks and Wildlife: Freshwater Drum] (engl.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verbreitung in diesem Areal ist allerdings nicht flächendeckend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Familie der Umberfische stellt der Süßwassertrommler eine Ausnahme dar, da er, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Plagioscion squamosissimus]]&amp;#039;&amp;#039; (Heckel, 1840) in Südamerika, im [[Süßwasser]] lebt. Damit ist er vergleichbar mit der [[Quappe]] oder Trüsche, die als Vertreterin der [[Dorschfische]] ebenfalls im Süßwasser heimisch ist. Ein Unterschied besteht darin, dass manche Umberfische in [[Brackwasser]] und Süßwasser vordringen, die Dorsche dagegen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise, Verhalten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aplodinotus grunniens 1966.jpg|mini|Süßwassertrommler in der Gavins Point National Fish Hatchery, South Dakota]]&lt;br /&gt;
Die Nahrung des Süßwassertrommlers besteht vorwiegend aus Insektenlarven, [[Flohkrebse]]n und [[Decapoda|Decapoden]], Schnecken und Süßwassermuscheln (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wandermuschel]]n), deren harte Schalen er mit seinen [[Pharyngealia|Pharyngealzähne]]n aufknackt. Erst ab einer Länge der Fische von 26&amp;amp;nbsp;cm sind die Pharyngealzähne genügend stark entwickelt, um Muscheln knacken zu können. Nur größere Exemplare ab 37,5&amp;amp;nbsp;cm Länge ernähren sich hauptsächlich von Wandermuscheln. Der Süßwassertrommler kann also nur bedingt zur biologischen Kontrolle der Vermehrung der im nordamerikanischen Seengebiet eingeschleppten Wandermuschel herangezogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. P. French, M. T. Bur: &amp;#039;&amp;#039;Predation of the Zebra Mussel (Dreissena polymorpha) by Freshwater Drum in Western Lake Erie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zebra Mussels: Biology, Impacts, and Control&amp;#039;&amp;#039;. S. 453–464, Lewis Publishers, Boca Raton, 1993&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommen als Beute für den Süßwassertrommler kleinere Fische wie &amp;#039;&amp;#039;[[Alosa]]&amp;#039;&amp;#039;, kleine [[Karpfenartige]] und auch Jungfische der eigenen Art. Der Süßwassertrommler ist im Gegensatz zu den meisten anderen Raubfischen des Süßwassers nachtaktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;A. L. Rypel und J. B. Mitchell: &amp;#039;&amp;#039;Summer nocturnal patterns in freshwater drum (Aplodinotus grunniens)&amp;#039;&amp;#039;. American Midland Naturalist, 157, S. 230–234, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Süßwassertrommler werden nach 4 bis 6 Jahren [[Geschlechtsreife|geschlechtsreif]]; die Körperlänge der Männchen beträgt dann mindestens 20&amp;amp;nbsp;cm, die der Weibchen mindestens 22&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Fortpflanzungszeit geben die Männchen ihre typischen Laute (Trommellaute) ab, die aus kurzen, gleichartigen Impulsen aufgebaut sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider &amp;amp; Hasler 1960&amp;quot; /&amp;gt; Ihre Wiederholungsrate liegt bei etwa 25–30&amp;amp;nbsp;Hz und ist temperaturabhängig. Die Dauer der Laute variiert zwischen 200 ms und 5 s; sie ist bestimmt durch die Anzahl der Impulse pro Laut. Bei hoher akustischer Aktivität ist die Dauer der Laute lang, die Intervalle zwischen ihnen sind dagegen kurz. Das Frequenzspektrum der Laute reicht von 100 bis 2000&amp;amp;nbsp;Hz. Der Hauptteil der Schallenergie verteilt sich auf den Bereich 200 bis 300&amp;amp;nbsp;Hz. Nach bisheriger Kenntnis dienen die Laute dazu, ablaichbereite Männchen und Weibchen zusammenzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Laichen findet in Abhängigkeit von der geografischen Breite von April bis Ende Juni bei Wassertemperaturen zwischen 18 und 26&amp;amp;nbsp;°C statt. Zum Laichen bilden die Fische Gruppen von 15–30 Tieren, die zur Wasseroberfläche aufsteigen und dort laichen. Die Eier entwickeln sich [[Pelagial|pelagisch]], was bei Süßwasserfischen sonst selten vorkommt. Sie können durch Wasserströmungen innerhalb eines Sees oder Flusses weit verbreitet werden. Große Weibchen legen bis zu 600 000 Eier ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Bei Anglern in Nordamerika ist der Süßwassertrommler recht beliebt, als Speisefisch wird er vielerorts aufgrund des Geschmacks und der schleimigen Haut jedoch verschmäht. Im [[Lake Winnebago]] in [[Wisconsin]] ist der Süßwassertrommler zahlreich und wird wirtschaftlich genutzt, z.&amp;amp;nbsp;B. dient er in Nerzfarmen als Futter für die Aufzucht der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ohrsteine]] des Süßwassertrommlers wurden von den früheren Einwohnern Nordamerikas als Währung verwendet und werden auch heute noch als Glücksbringer verschenkt oder zu Schmuck gedrechselt ([[elfenbein]]ähnlich).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dnr.state.mn.us/snapshots/fish/freshwaterdrum.html Minnesota Department of Natural Resources, Nature Snapshots: Freshwater Drum] (engl.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Funde sind angeschwemmte Ohrsteine des Sacculus besonders geschätzt, denn die L-förmige Einkerbung auf der medialen Seite wird als &amp;quot;lucky&amp;quot; gedeutet. Möglicherweise lässt sich von den Ohrsteinen der von [[Constantine S. Rafinesque-Schmaltz|Rafinesque]] 1819 vergebene wissenschaftliche Name &amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus&amp;#039;&amp;#039; deuten: (h)aplo- &amp;quot;einfach&amp;quot;, din- &amp;quot;sehr groß&amp;quot;, -otos &amp;quot;-ohrig&amp;quot; (von οῦς, ὠτός Ohr, &amp;quot;Ohrstein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Schneider und A. D. Hasler: &amp;#039;&amp;#039;Laute und Lauterzeugung beim Süsswassertrommler &amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus grunniens&amp;#039;&amp;#039; Rafinesque (Sciaenidae, Pisces).&amp;#039;&amp;#039;  [[Zeitschrift für vergleichende Physiologie]], 43, S. 499–517, 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aplodinotus grunniens|Süßwassertrommler (&amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus grunniens&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Aplodinotus|s=grunniens}}&lt;br /&gt;
* [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Aplodinotus_grunniens.html Animal Diversity Web: &amp;#039;&amp;#039;Aplodinotus grunniens&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.dnr.state.oh.us/Home/species_a_to_z/SpeciesGuideIndex/freshwaterdrum/tabid/6634/Default.aspx Ohio Department of Natural Resources, Division of Wildlife: Kurzbeschreibung] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013.2&lt;br /&gt;
|ID= 193261&lt;br /&gt;
|ScientificName= Aplodinotus grunniens&lt;br /&gt;
|YearAssessed= 2011&lt;br /&gt;
|Assessor=   NatureServe&lt;br /&gt;
|Download= 7. Februar  2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Susswassertrommler}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umberfische]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Geyersberg</name></author>
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