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	<title>Síd - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:57:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=S%C3%ADd&amp;diff=2057794&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2023-10-02T14:16:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;síd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ʃiːð}}], [[Altirische Sprache|altirisch]] „Wohnsitz“, vom [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] &amp;#039;&amp;#039;*sēd-&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die Wohnstätte einer mythologischen Gestalt oder eines mythologischen Volkes in [[Irland (Insel)|Irland]]. In Deutschland hat sich der Begriff [[Fee]]nhügel eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Túatha Dé Danann]] von den [[Milesier (Irland)|Milesiern]] geschlagen worden waren, kam es zu Verhandlungen zwischen beiden Gruppen. Da die Túatha die Fähigkeit besaßen, den Milesiern Milch und Getreide zu entwenden, kamen beide darin überein, Irland in zwei Bereiche zu teilen: einen oberirdischen und einen unterirdischen. Die Túatha zogen sich „unter die Hügel“ zurück, während die Milesier über den Hügeln, also in der oberirdischen materiellen Welt, verblieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MGr&amp;quot;&amp;gt;Miranda Green: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Mythen&amp;#039;&amp;#039;. [[Reclam-Verlag]], Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010396-7, S.&amp;amp;nbsp;29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei teilte [[Manannan mac Lir]] den Túatha die Gebiete zu, in die sie sich zurückziehen sollten, und wurde von da an zum König der &amp;#039;&amp;#039;síde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JMa&amp;quot;&amp;gt;Jean Markale: &amp;#039;&amp;#039;Die Druiden - Gesellschaft und Götter der Kelten.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. [[Goldmann Verlag]], München 1989, ISBN 3-442-11474-8, S.&amp;amp;nbsp;125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Síd wird als eine Parallelwelt beschrieben, die von normalen Menschen nicht betreten werden kann, die aber durchaus von den Túatha verlassen werden kann, um in die Welt der Menschen zu gelangen. Dies ist, unter anderem, im [[Ulster-Zyklus]] zu lesen, wo vereinzelt Götter aus den Feenhügeln kommen, um sich in die Belange der Menschen einzumischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Síde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moorland (Looking Towards Sidh Mor) - geograph.org.uk - 83655.jpg|mini|rechts|Die &amp;#039;&amp;#039;áes síd&amp;#039;&amp;#039; zogen sich in prominente Landschaftsstrukturen zurück, wie hier in den &amp;#039;&amp;#039;Sidh Mor&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Feenhügel werden als &amp;#039;&amp;#039;síde&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;sidhe&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet. Weiterhin sind auch spezifischere Bezeichnungen gebräuchlich, wie &amp;#039;&amp;#039;fir/fer síd&amp;#039;&amp;#039; (irisch „Männer des síd“), &amp;#039;&amp;#039;mná síd&amp;#039;&amp;#039; (irisch „Frauen des síd“) oder &amp;#039;&amp;#039;áes síd&amp;#039;&amp;#039; (irisch „Leute des síd“). Sie werden im [[Schottisch-gälische Sprache|schottischen Gälisch]] auch als &amp;#039;&amp;#039;síodhach&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;síochach&amp;#039;&amp;#039; und im [[Walisische Sprache|Walisischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Tylwyth Teg|tylwyth teg]]&amp;#039;&amp;#039;, „die schöne Familie“ oder &amp;#039;&amp;#039;ellyllon&amp;#039;&amp;#039; „Elfen“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBi&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;843.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach Beschreibung handelt es sich hierbei entweder um die Túatha selbst oder um deren Nachfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibungen der Síde weichen in der Literatur voneinander ab. So werden sie einmal eher als zwergenhafte Wesen gesehen, die mit den [[Cornwall|kornischen]] [[Knockers]] verglichen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBi&amp;quot; /&amp;gt; Andere beschreiben sie als hochgewachsen und filigran. Im Deutschen wird hier zwischen Feen und Elfen unterschieden, wobei die zwergenhaften Wesen als Feen, die Hochgewachsenen als Elfen bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sylvia Botheroyd|Sylvia]] und Paul Botheroyd gehen davon aus, dass es sich bei den Feen um weibliche und bei den Elfen um männliche Síde handelt. Diese Interpretation ist aber zweifelhaft und kann auch nur aus den Zusammenhängen in den Sagen heraus gelesen werden, da es im Irischen eine solche Geschlechtertrennung im Sprachlichen für die Síde nicht zu geben scheint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBr&amp;quot;&amp;gt;Sylvia und Paul Botheroyd: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Diederichs-Verlag, München 1992, ISBN 3-424-01077-4, S.&amp;amp;nbsp;114&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit ist generell fraglich, inwieweit diese Unterscheidung in Feen und Elfen mythologisch belegbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalisation und Volksglaube ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Newgrange ireland 750px.jpg|mini|rechts|[[Newgrange]] wird als einer von vielen mystischen Zugängen zu den síd gesehen – der weiße hier &amp;quot;weißverblendete&amp;quot; Hügel (gäl. Síd Fionnachaid) entspricht der Vorstellung von Zugängen zum Síd am genauesten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glastonbury Tor.jpg|mini|[[Glastonbury Tor]], [[Gwynn (Mythologie)|Gwynns]] Wohnsitz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Síd&amp;#039;&amp;#039; wird im Altirischen im Singular verwendet. Dies lässt zwar darauf schließen, dass es sich nicht um separate Hügel handelt, sondern um einen Gesamtbereich. So wird síd mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[gorsedd]]&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|&amp;#039;gɔrsɛð}}], walisisch „Hügel, auf dem der Fürst sitzt“, übersetzt mit „Thron“) verglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBi&amp;quot; /&amp;gt; Die Ansicht, dass es nur einen Feenhügel gibt, scheint der Tatsache zu widersprechen, dass es im irischen keinen Begriff für die gesamte [[Keltische Anderswelt|Anderswelt]] gibt, sondern vielmehr viele Zugangsmöglichkeiten zu den Feenhügeln (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Keshcorran Caves]]) beschrieben wurden. Diese wiederum können sowohl räumlich, als auch zeitlich lokalisiert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räumlich orientierte Zugangspunkte verweisen zumeist auf prominente natürliche Begebenheiten wie Hügel oder Berge. Ein bekannter Feenhügel in Irland ist beispielsweise [[Brú na Bóinne]], von wo [[Angus (Sagengestalt)|Angus Og]] in die Welt der Sterblichen kam, zumeist, um ihnen zu helfen. Ein weiterer ist &amp;#039;&amp;#039;Brí Léith&amp;#039;&amp;#039; („Hügel des Grauen“, Slieve Callory bei [[Ardagh (Longford)|Ardagh]] im [[County Longford]]),&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;688, 842&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Sitz des [[Midir]] (möglicherweise eine Facette des Manannan&amp;lt;ref name=&amp;quot;JMa&amp;quot; /&amp;gt;). Auch die künstlich aufgeschütteten Hügelgräber der [[Megalithkultur]] wurden als solche Zugangspunkte angesehen. So ist Síd Fionnachaid der Andersweltpalast und das Grab von [[Lir]]. Fionnachaid bedeutet &amp;quot;weißer Steinhaufen&amp;quot; oder &amp;quot;White Hill&amp;quot;. Síd Fionnachaid befindet sich auf den Carrigatuke Hills in den Fews Mountains von [[Armagh]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitlich orientierte Zugangspunkte spielen in der irischen Mythologie ebenfalls eine besondere Rolle. So wurde davon abgeraten, am [[Samhain]]fest des Nachts das Haus zu verlassen, da die Geister der Feenhügel unterwegs sind. Auch in den irischen Legenden spielt dieses Fest eine wichtige Rolle. In diesen Stunden soll es auch dem Menschen möglich sein, die Feenhügel zu betreten, was wohl ein verklausulierter Hinweis auf Menschenopfer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1958 wurde auf dem [[Flughafen Shannon]] eine neue Startbahn anders als geplant verlegt, weil sie sonst durch ein &amp;#039;&amp;#039;leprechaun or fairy settlement&amp;#039;&amp;#039; geführt hätte, und 1959 streikten laut einem Bericht der &amp;#039;&amp;#039;[[Daily Mail]]&amp;#039;&amp;#039; vom 23.&amp;amp;nbsp;April zwei Dutzend Arbeiter, die bei Toorghlas ([[County Mayo]]) eine Straße bauen sollten – auch hier wäre ein &amp;#039;&amp;#039;fairy palace&amp;#039;&amp;#039; zerstört worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gibt es in Irland die Sprichwörter:&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBs&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;548.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Caithfidh sé gur ruag sídhéog.&amp;#039;&amp;#039; („Da müssen die Elfen im Spiel sein“ – wenn man etwas nicht finden kann)&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Indiu an Luan ní chluinfidh siad sinn.&amp;#039;&amp;#039; („Heute ist Montag, da werden sie uns nicht hören“ – ein beschwichtigender Zusatz, wenn man über die &amp;#039;&amp;#039;síde&amp;#039;&amp;#039; redet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Clarus]]: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.&amp;#039;&amp;#039; Walter Verlag 1991, ppb-Ausgabe [[Patmos-Verlag]], Düsseldorf 2000, 2. Auflage, ISBN 3-491-69109-5. (S.&amp;amp;nbsp;90&amp;amp;nbsp;f.)&lt;br /&gt;
* [[Isabella Augusta Gregory]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Große Buch der Irischen Mythen und Legenden.&amp;#039;&amp;#039; [[Pattloch Verlag]], München 2001, ISBN 3-629-01624-3.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5, (S.&amp;amp;nbsp;291. Eintrag: &amp;#039;&amp;#039;síd&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Keltische Mythologie]]&lt;br /&gt;
* [[Mythologischer Zyklus]]&lt;br /&gt;
* [[Echtrae Nerai]]&lt;br /&gt;
* [[Cuchulainn]]&lt;br /&gt;
* [[Banshee]]&lt;br /&gt;
* [[Rathcroghan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der irischen Mythologie|Sid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Túatha Dé Danann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ulster-Zyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Sidh]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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