<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruthenen</id>
	<title>Ruthenen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruthenen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruthenen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T07:55:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruthenen&amp;diff=1392042&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruthenen&amp;diff=1392042&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-05T13:05:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruthenen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|rutheni}}, Sg. &amp;#039;&amp;#039;Ruthenus&amp;#039;&amp;#039;, latinisiert aus dem Ethnonym &amp;#039;&amp;#039;Rusyn&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Rusin&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der Historiographie ab dem 19. Jahrhundert [[Ostslawen|ostslawische]] Bevölkerungsgruppen, hauptsächlich für [[Ukrainer]] und manchmal für [[Weißrussen]]. Er leitet sich von [[Ruthenien]] ab, einer lateinischen Namensvariante für die [[Rus]]. Bis zum 19. Jahrhundert wurde der Begriff unsystematisch neben anderen Namensvarianten (lateinisch Russi, Roxolani; deutsch Russen, Reußen) verwendet, bevor er in Europa zum Instrument einer politisch motivierten Differenzierung der Ostslawen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 12./13. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Das zur [[Kiewer Rus]] gehörende [[Fürstentum Galizien]] wurde 1188 von [[Béla III. (Ungarn)|König Bela III.]] von [[Ungarn]] besetzt. Sein damit als Statthalter eingesetzter Sohn [[Andreas II. (Ungarn)|Andreas II.]] ließ sich 1205 zum Rex Galiciae et Lodomiriae krönen und beanspruchte so bis zu seinem Tod 1235 die [[Hegemonie]] über das [[Fürstentum Galizien-Wolhynien]], zumeist ohne effektive Kontrolle. Stärkster Teilstaat der Rus war ab Mitte des 12. Jahrhunderts das [[Fürstentum Wladimir-Susdal]] (bis 1125 noch [[Fürstentum Rostow]]), sein Fürst [[Juri Dolgoruki]] insgesamt vier Jahre lang [[Liste der Fürsten von Kiew|Großfürst von Kiew]]. Der [[Metropolit]] der [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-Orthodoxen Kirche]] residierte in [[Kiew]] von der Schaffung dieses Amtes 1063 bis zu seinem Umzug nach [[Wladimir (Stadt)|Wladimir]] im Jahr 1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert entstand die älteste heute erhaltene Kopie der ursprünglich im 12. Jahrhundert verfassten ungarischen Gründungs[[chronik]]. Diese [[Gesta Hungarorum (Anonymus)|Gesta Hungarorum]] beschreiben die Geschichte der [[Magyaren]] in Anlehnung an die Verhältnisse im 12. und 13. Jahrhundert: Im Jahre 889 hätten die Magyaren unter sieben leitenden Personen (persones principales) das Land der [[Skythen]] nach Westen verlassen. Einer dieser Anführer, Herzog Almus, sei mit allen Seinen in das (oder „in ein“) Land Russlands, genannt [[Susdal|Susudal]], gekommen. Danach seien sie aber in die Landesteile der Ruthenen (partes Rutenorum) weitergekommen, seien ohne Widerstand zur Stadt [[Kiew]] durchgedrungen, hätten den Fluss [[Dnepr]] überschifft (fluvium Deneper transnavigando) und sich das Reich der Ruthenen (regnum Rutenorum) unterwerfen wollen. Regiert worden sei dieses Reich aber von Herzögen (duces). Der Herzog von Kiew habe nach Beratung mit seinen &amp;#039;&amp;#039;primates&amp;#039;&amp;#039; zur Schlacht gegen Alamus gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ladislaus Juhász (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gesta Hvngarorvm&amp;#039;&amp;#039;. S. 6, Kap. 7 u. 8; [https://mek.oszk.hu/19800/19808/19808.pdf mek.oszk.hu] (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1355 wurde ein [[Rurikiden]]&amp;amp;shy;fürst von Halytsch-Wolodymyr von einem [[Päpstlicher Legat|päpstlichen Legaten]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Rex Russiae]]&amp;#039;&amp;#039; („König der Rus“) gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 15./16. Jahrhundert bis 1772 ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren &amp;#039;&amp;#039;Ruthenen&amp;#039;&amp;#039; zunächst die Slawen [[Griechisch-orthodoxe Kirche|griechisch-orthodoxen]] Glaubens im [[Großfürstentum Litauen]], welches u. a. große Teile der heutigen Staaten Ukraine und Weißrussland umfasste. Als Verkehrssprache des litauischen Großfürstentums entwickelten sich Varianten ostslawischer Sprache, die sich deutlich von der Moskauer unterschieden. Diese [[ruthenische Sprache]] wird heute von [[Belarussen]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Belarussische Sprache|Alt-Belorussisch]]&amp;#039;&amp;#039; betrachtet und von [[Ukrainer]]n als &amp;#039;&amp;#039;[[Ukrainische Sprache|Alt-Ukrainisch]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Gefolge der politischen [[Realunion]] Polens und Litauens in der [[Union von Lublin]] von 1569 wurde 1596 die [[Union von Brest|Kirchenunion von Brest]] geschlossen. Damit pflegten die polnisch-litauischen Untertanen ruthenischer Sprache unter dem [[Papstprimat|Primat des Papstes]] weiterhin ihren ostkirchlichen Ritus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Autoren der Neuzeit bezeichnete auch die Bevölkerung des Russischen Zarenreiches als Ruthenen, etwa [[Siegmund von Herberstein]] oder [[Maciej Miechowita]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1772 bis 1918 ==&lt;br /&gt;
Durch die [[Teilungen Polens]] kam der größte Teil der Ostslawen in [[Polen-Litauen]] unter die Hoheit des [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reiches]]. Dort entwickelten sich die regionalen Kulturen in [[Belarus]] und der [[Ukraine]] in Abgrenzung zu den Russen weiter&amp;lt;!-- Missverständlich. Seit spätestens 1569 entwickleten sich eine eigenständige ukrainische und belarussische Kultur --&amp;gt;. Im Russischen Reich wurden die neu hinzugekommenen Ostslawen auf dem Gebiet der Ukraine als Kleinrussen (russisch малороссы) bezeichnet. Der kleinere Teil der Ruthenen kam in das nach dem Fürstentum Galizien-Wolhynien benannte [[Habsburgermonarchie|österreichische]] Kronland [[Galizien und Lodomerien]], das allerdings auch den Süden [[Kleinpolen]]s umfasste. Diese Bevölkerungsgruppe waren die [[Ruthenen (Habsburgermonarchie)|Ruthenen im Habsburgerreich]]. Für den Begriff Ruthenen setzte sich vor allem der Statthalter von Galizien und Lodomerien [[Franz Seraph von Stadion]] ein, um die lokale ostslawische Bevölkerung begrifflich von den Russen zu trennen. Im 19. Jahrhundert begann sich auf dem Gebiet der heutigen Ukraine eine Nationalbewegung zu entfalten. Sie lehnte die von der zaristischen Regierung präferierte Vorstellung vom [[Dreieiniges russisches Volk|dreieinigen russischen Volk]] aus Großrussen, Kleinrussen und Belarussen ab und strebte die Formierung einer „ukrainischen“ Nation und als Endziel einen eigenen Nationalstaat an. Ihnen gegenüber stand die [[russophile Bewegung in Galizien]], die jedoch durch die Repressalien Österreich-Ungarns zerschlagen wurde.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ukraine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20. und 21. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Spätestens mit dem [[Zerfall des Habsburgerreichs]] definierten sich dessen ehemaligen ostslawische Untertanen zumeist als Ukrainer.&amp;lt;!-- Es gibt viele Schriften vor 1918, in denen sich die Galizianer als Ukrainer bezeichnen --&amp;gt; Nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 entstanden zudem kurzlebige ukrainische Nationalstaaten, die [[Ukrainische Volksrepublik]] und die [[Westukrainische Volksrepublik]], bis die [[Bolschewiki|Bolschewisten]] im Laufe des Jahres 1920 die Kontrolle über die Ukraine erlangten, was zur Gründung der ukrainischen Sowjetrepublik führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andreas Kappeler]] |Titel=Kleine Geschichte der Ukraine |Auflage=5. |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2019 |ISBN=978-3-406-73558-5 |Seiten=171–176 |Online={{Google Buch |BuchID=P0qHDwAAQBAJ |Seite=171}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dieser ging mit dem Ende der UdSSR der heutige unabhängige Staat Ukraine hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ostslawische Mischbevölkerung der Nord[[karpaten]], verteilt auf die [[Slowakei]], [[Polen]] und die [[Ukraine]], zweifellos ein Teil der Ruthenen nach früheren Definitionen, wird heute zumeist als [[Russinen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalsozialisten benutzten für die [[Belarussen]] während der Besatzungszeit die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Weißruthenen&amp;#039;&amp;#039;, um sie begrifflich von den Russen zu trennen. Auch die heutige westliche Historiographie benutzt den Terminus Ruthenen, um Teile der Ostslawen von den Russen abzugrenzen. Gerade in hochmittelalterlichen Zusammenhängen erweist sich das häufig als problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1911 |Lemma=Ruthenen |Band=2 |Seite=580 |zenoID=20001514423}}&lt;br /&gt;
* [https://monde-diplomatique.de/artikel/!498525 &amp;#039;&amp;#039;Wer sind die Ruthenen?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde diplomatique]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. April 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belarussische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Litauische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowakische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
	</entry>
</feed>