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	<title>Ruthard (Mainz) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:56:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruthard_(Mainz)&amp;diff=1636003&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carrot account: Verständnishilfe für Laien wie mich; Interpunktion.</title>
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		<updated>2025-12-20T19:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verständnishilfe für Laien wie mich; Interpunktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bischof Ruthard Mainz.JPG|mini|Glasbild des Bischofs Ruthard im Dom zu Mainz. Das Bild entspricht im Wesentlichen dem von Ruthard geführten Siegel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzbischof Ruthard von Mainz überreicht Heinrich V. die Sphaira.jpg|mini|Erzbischof Ruthard von Mainz überreicht Heinrich V. die [[Sphäre|Sphaira]]. (Anonyme Kaiserchronik für Heinrich V., 1112/1114, Cambridge, Corpus Christi College, The Parker Library, Ms. 373, fol. 83r)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruthard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] († [[2. Mai]] [[1109]]) war von 1089 bis 1109 [[Erzbischof von Mainz]]. Zunächst auf kaiserlicher Seite, wandte er sich dem [[Reformpapsttum]] zu und war am Sturz des [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaisers]] [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] zu Gunsten von [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] maßgeblich beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Er entstammte den [[Embrichonen]], einer [[Ministeriale]]nfamilie der Erzbischöfe von Mainz, die in Thüringen und dem [[Rheingau]] ansässig war. Namentlich genannt sind ein Bruder Embricho (Embricho II. von Geisenheim, [[Rheingrafen|Graf im Rheingau]], 1108 [[Vizedomamt Rheingau|Vizedom]]?) sowie als weitere Verwandte Wulferich (von Winkel?), Werner und Stephan.&amp;lt;ref&amp;gt;Mainzer Urkundenbuch 1, Nr. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat in den [[Benediktiner]]orden ein und wurde um 1080 Abt des [[Peterskirche (Erfurt)|Klosters St. Peter]] in [[Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken im Inneren ==&lt;br /&gt;
Auf Betreiben von Heinrich IV. wurde er 1089 zum Erzbischof in Mainz gewählt. Durch das Amt als Erzbischof war er zugleich [[Reichserzkanzler]]. Er war zunächst königstreu und reformorientiert und sollte den vom Kaiser eingesetzten Gegenpapst [[Clemens III. (Gegenpapst)|Clemens III.]] stützen. Dafür hatte ihn [[Urban II.]] gebannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Verhältnis zu den führenden Kräften im [[Mainzer Domkapitel|Domkapitel]] war gut. Im Sinne der [[Hirsauer Reform]] gründete oder förderte Ruthard verschiedene Klöster. Zum Teil geschah dies durch Umwandlung älterer [[Kanoniker]]stifte. Dazu gehörten die Klöster in [[Justinuskirche (Höchst)|Höchst]], [[Comburg]], [[Schloss Johannisberg (Rheingau)|Johannisberg]], [[Marienstein (Nörten-Hardenberg)|Marienstein]], [[Kloster Bursfelde|Bursfelde]], [[Kloster Lippoldsberg|Lippoldsberg]] und [[Kloster Disibodenberg|Disibodenberg]]. Dem letzteren machte er reiche Schenkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Judenpogrom ==&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit fiel der [[Deutscher Kreuzzug von 1096|Erste Kreuzzug]], in dessen Vorfeld es Ende Mai 1096 in Mainz ([[Magenza]]) zu einem [[Pogrom]] kam. Ihm gelang es nicht, den ihm durch den König aufgetragenen Judenschutz umzusetzen. Der Übermacht des „[[Volkskreuzzug]]es“ entzog er sich durch die Flucht ins rechtsrheinische [[Rüdesheim]], während hunderte von Juden in Mainz ermordet wurden. {{Hauptartikel|Pogrom von 1096 in Mainz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Darstellung des Chronisten [[Burchard von Ursberg]] wurden 1098 im Rahmen einer Untersuchung des Kaisers zu dem Pogrom und wer Vermögen der getöteten Juden unterschlagen hatte, Blutsverwandte des Erzbischofs beschuldigt. Ruthard floh darauf mit seinen Angehörigen nach Thüringen, wo die Adelsopposition stark war, um sich dort in Sicherheit zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Wolf |Titel=Geschichte des ehemaligen Klosters Steine bei Nörten |Verlag=Rosenbuch |Datum=1800 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opposition gegen Heinrich IV. ==&lt;br /&gt;
Dort schloss er sich Papst Urban II. an. Der Gegenpapst Clemens verurteilte Ruthard, verbot allen Angehörigen der Mainzer Kirche bei Androhung des [[Anathema]]s den Umgang mit Ruthard, hob die [[Gehorsamspflicht]] auf und befahl die Wahl eines neuen Erzbischofs. Auf der anderen Seite hob Urban II. den Bann auf. Zur Wahl eines neuen Erzbischofs kam es nicht. Vom thüringischen Teil seines Bistums wirkte er weiter als Erzbischof und war 1102 etwa an der Neuwahl eines [[Bistum Halberstadt|Bischofs von Halberstadt]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1105 unterstützte er die Rebellion von Heinrich V. und war maßgeblich am Sturz Heinrich IV. beteiligt. Er erkannte nunmehr eindeutig den [[Papstprimat|Primat]]-Anspruch des Papstes gegenüber dem Kaiser an. Als Mainzer Erzbischof verstand er sich als Erster unter den geistlichen und weltlichen Großen. Bei der Fürstentagung vom 5. Januar 1106 war es Ruthard, der Heinrich V. die [[Reichsinsignien]] übergab. Die Weihe nahm indes der [[Päpstlicher Legat|päpstliche Legat]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zu Paschalis II. ==&lt;br /&gt;
Obwohl Papst [[Paschalis II.]] Ruthard ausdrücklich anerkannt hatte und an einem guten Verhältnis zu ihm interessiert war, hat Ruthard sich doch die Missbilligung des Papstes zugezogen. So hatte er gegen den Willen von Paschalis [[Reinhard von Blankenburg]] zum [[Bischof von Halberstadt]] geweiht, obwohl der Papst diesen ausdrücklich nicht bestätigt hatte, weil er seine Investitur von einem Laien erhalten hatte. Auch die Wiedereinsetzung des Suffraganbischofs [[Udo von Gleichen-Reinhausen|Udo von Hildesheim]], ohne Zustimmung eines Konzils wurde von päpstlicher Seite kritisiert. Auch erschien er 1107 nicht zu einer [[Konzil|Synode]]. Daraufhin suspendierte ihn der Papst. Ruthard nahm dies Urteil vorbehaltlos an. Diese vorbehaltlose Anerkennung der päpstlichen Rechtsgewalt führte zur Wiedereinsetzung Ruthards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Selbstbewusstsein Ruthards spricht, dass er als erster Mainzer Erzbischof ein Thronsiegel benutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|30|44|45|Ruthard|[[Karl Georg Bockenheimer]]|ADB:Ruthard}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|303|303|Ruthard|[[Franz Staab]]|137976194}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Waldecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Kaiser, Kurie, Klerus und kämpferischen Laien. Die Mainzer Erzbischöfe im Zeitraum 1100 bis 1160&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Abhandlungen zur Mittelrheinischen Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 101). Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 2002, ISBN 3-929135-35-3 (Zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 2001).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613144235/http://www.bautz.de/bbkl/r/ruthard_e_v_m.shtml |autor=Christoph Waldecker|artikel=Ruthard|band=25|spalten=1201–1212}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
*{{Geschichtsquellen Person|137976194|Ruthardus archiepiscopus Moguntinus}}&lt;br /&gt;
*{{Germania Sacra|gnd=137976194|linktext=Ruthard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Wezilo]]|NACHFOLGER=[[Adalbert I. von Saarbrücken]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=1088–1109}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137976194|VIAF=86134760}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruthard #Mainz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Embrichone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler für Germanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinrich IV. (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1109]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruthard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ruthard von Mainz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1109&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carrot account</name></author>
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