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	<title>Ruth Wendland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>95.112.81.127: /* Leben */</title>
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		<updated>2022-07-07T02:09:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruth Wendland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1913]] in [[Altfriedland]]; † [[13. Juni]] [[1977]] in [[Berlin]]) war eine [[Evangelische Kirche|evangelische]] [[Pfarrer]]in und deutsche Widerstandskämpferin gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]]. Unter Einsatz ihres Lebens versteckte und schützte sie zusammen mit ihrer Mutter [[Agnes Wendland]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als [[Juden]] verfolgte Menschen im Pfarrhaus der Gethsemanegemeinde Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gethsemanestr Berlin Pfarrhaus.jpg|mini|Pfarrhaus der Gethsemanegemeinde Berlin-Prenzlauer Berg]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1916 zogen ihre Eltern nach Berlin, da ihr Vater Dr. Walter Wendland im Stadtbezirk [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] für die [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union]] eine Pfarrstelle der Kirchengemeinde der [[Gethsemanekirche (Berlin)|Gethsemanekirche]] antrat und zugleich als Dozent für Kirchengeschichte der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] tätig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (Berlin)|Mädchen-Oberschule Pankow]] studierte sie ab 1933 an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität [[Theologie]] mit dem Ziel, Pastorin zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr später schloss sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter Agnes Wendland der evangelischen Oppositionsbewegung [[Bekennende Kirche]] an. Diese Organisation wehrte sich gegen die Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und Organisation der [[Deutsche Evangelische Kirche|Deutschen Evangelischen Kirche]] durch das NS-Regime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 setzte sie ihr Theologiestudium für zwei Jahre in [[Basel]] fort. Nach Berlin zurückgekehrt, versteckte und schützte sie im August 1943 zusammen mit ihrer Mutter die beiden jüdischen Geschwister Ralph und Rita Neumann, die wegen der Verfolgung durch das NS-Regime im Untergrund lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralph Neumann wohnte im Pfarrhaus, während seine Schwester als Haushaltshilfe in der Pastorenfamilie arbeitete. Um ihren Vater zu schützen, verheimlichten ihm Ruth und Agnes Wendland die wahre Identität und Herkunft der gemeinsamen jüdischen Mitbewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den ersten, ungenehmigten [[Frauenordination (Christentum)|Ordinationen zweier Frauen zu Pastorinnen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilse Härter]] und [[Hannelotte Reiffen]] waren die beiden ersten Pastorinnen in Deutschland. Vgl. [[Rajah Scheepers]], „Der steinige Weg von Frauen ins Pfarramt“, in: &amp;#039;&amp;#039;Treffpunkt: Zeitschrift der Ev. Matthäusgemeinde Berlin-Steglitz&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 5, September/Oktober 2018, Gemeindekirchenrat der Matthäusgemeinde Berlin-Steglitz (Hrsg.), S. 4seq., hier S. 4. Keine ISSN.&amp;lt;/ref&amp;gt; am 12. Januar 1943 durch [[Kurt Scharf]], Präses der brandenburgischen Provinzialbekenntnissynode und Pastor in [[Sachsenhausen (Oranienburg)|Sachsenhausen]], trug der altpreußische [[Landesbruderrat]] dieser Entwicklung Rechnung und beschloss für die altpreußische Bekennende Kirche, Frauen zur Ordination zuzulassen. Am 16. Oktober 1943 erhielten in einer Kirche der Gesamtkirchengemeinde Berlin-Lichterfelde Annemarie Grosch, Sieghild Jungklaus, Margarethe Saar, Lore Schlunk, Ruth Wendland und Gisela von Witzleben ihre Ordinationen als Pastorinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rajah Scheepers, „Der steinige Weg von Frauen ins Pfarramt“, in: &amp;#039;&amp;#039;Treffpunkt: Zeitschrift der Ev. Matthäusgemeinde Berlin-Steglitz&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 5, September/Oktober 2018, Gemeindekirchenrat der Matthäusgemeinde Berlin-Steglitz (Hrsg.), S. 4seq., hier S. 5. Keine ISSN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Oktober 1943 arbeitete Wendland dann als [[Vikar]]in in einer evangelischen Gemeinde in [[Berlin-Zehlendorf|Zehlendorf]]. Ein Jahr später erlitt ihr Vater einen Schlaganfall und zog zu ihrer Schwester Angelika nach [[Senzke]], worauf ihre Mutter Agnes den Pfarrbetrieb fortführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1945 wurde Ralph Neumann bei einer Kontrolle durch eine Militärstreife im [[Berlin Lehrter Bahnhof|Lehrter Bahnhof]] festgenommen. Daraufhin setzte sich Agnes Wendland persönlich bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] für dessen Freilassung ein, worauf sie verhaftet und im [[Arbeitserziehungslager]] der Gestapo in der Großen Hamburger Straße in [[Berlin-Mitte]] gefangen gehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihre Mutter dort während der Haft an [[Typhus]] erkrankte, bot Ruth an, sich anstelle ihrer kranken Mutter inhaftieren zu lassen. Diesem Austausch wurde zugestimmt. Nach drei Tagen Haft wurde Ruth Wendland aus dem Gewahrsam entlassen und erlebte wenige Wochen später das Ende des Zweiten Weltkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1964 wählte das [[Kirchengemeindeleitung|Presbyterium]] der Altstadtgemeinde in [[Mülheim an der Ruhr]] sie zur Pastorin. Das war das erste Mal, dass diese Kirchengemeinde in der [[Evangelische Kirche im Rheinland|Evangelischen Kirche im Rheinland]] eine Pfarrstelle mit einer Frau besetzte. Wendland starb 1977 in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 12. August 1975 verlieh ihr [[Yad Vashem]] für ihr mutiges Eintreten bei der Rettung verfolgter Juden  den Ehrentitel [[Gerechte unter den Völkern]]. Auch ihre Mutter Agnes Wendland wurde am gleichen Tag postum mit diesem Ehrentitel ausgezeichnet. Seit 1975 erinnert an beide Frauen ein Baum in der &amp;#039;&amp;#039;Allee der Gerechten&amp;#039;&amp;#039; der dortigen Gedenkstätte. Angeregt wurde diese Ehrung durch die beiden damals im Pfarrhaus versteckten und geschützten jüdischen Geschwister, die den Holocaust überlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Israel Gutman unter Mitarbeit von Sara Bender|Titel=Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher.|Verlag=Wallstein Verlag|ISBN=978-3892449003}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ralph Neuman|Herausgeber=Gedenkstätte Deutscher Widerstand|Titel=Erinnerungen an meine Jugendjahre in Deutschland 1926–1946|ISBN=3-926082-23-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Thomas Loy|titel=Angelika Rutenborn (Geb. 1915)|url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/angelika-rutenborn-geb-1915/4590128.html |werk=[[Der Tagesspiegel]]|datum=2011-09-08|zugriff=2012-02-05|kommentar=Nachruf von Angelika Rutenborn, der Schwester von Ruth Wendland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128546735|VIAF=50282666}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wendland, Ruth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wendland, Ruth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelische Theologin und deutsche Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Altfriedland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juni 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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