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	<title>Ruth Poritzky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T23:14:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruth_Poritzky&amp;diff=2020752&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sleepingbeauty: Formulierung</title>
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		<updated>2025-11-12T10:30:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Familie poritzky.jpg|mini|Ruth Poritzky mit ihren Eltern, um 1907]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruth Rebekka Poritzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Pseudonym|Künstlername]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruth Porita&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. August]] [[1902]] in [[Berlin]]; † [[August]] [[1942]] im [[KZ Auschwitz]]) war eine deutsche [[Oper]]nsängerin, Komponistin, [[Harfe]]nistin und [[Organist]]in. Aufnahmen einiger von ihr komponierter Lieder finden sich beim landeskundlichen Informationssystem [[LEO-BW]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ruth Poritzky kam als einziges Kind des Schriftstellers und [[Regisseur]]s [[Jakob Elias Poritzky]] und der Dichterin Helene geborene Orzolkovsky in Berlin zur Welt. Die Mutter stammte aus einer [[Chasan (Kantor)|Kantoren]]-Familie. Der Vater, streng [[Orthodoxes Judentum|orthodox]] jüdisch erzogen, war als Kind nach [[Karlsruhe]] gekommen und hatte sich später weltlichen [[Literat]]enkreisen angeschlossen. Um 1915 erhielt er vorübergehend eine Anstellung am [[Badisches Staatstheater Karlsruhe|Badischen Landestheater]] in Karlsruhe, kehrte dann aber nach Berlin zurück. Ruth blieb bei der Mutter und zwei Tanten in Karlsruhe, wo auch weitere Verwandte wohnten. Sie absolvierte eine Gesangsausbildung, vermutlich bei [[Carl Beines]] in Darmstadt,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dt. Bühnen-Jahrbuch Jg. 1922 und 1924&amp;lt;!-- bitte präzisieren was wo ??? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; und lernte Klavier, Orgel, Gitarre und [[Harfe#Chromatisch gestimmte Harfen|chromatische Harfe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruth sang [[Sopran]], ab 1933 vor allem im Kontext des [[Kulturbund Deutscher Juden|Jüdischen Kulturbundes]], und komponierte, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Jüdische Musik#Entstehung des synagogalen Gesangs|Lieder für die Synagoge]]. Bald nahm sie den vielleicht der italienischen Opernwelt entlehnten Künstlernamen „Porita“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete am Munzschen Konservatorium in Karlsruhe und hatte zahlreiche Auftritte. 1934 berichtete beispielsweise das [[Baden (Land)|badische]] &amp;#039;&amp;#039;Israelitische Gemeindeblatt&amp;#039;&amp;#039; über einen ihrer Auftritte bei einem „Familienabend“ des [[Reichsbund jüdischer Frontsoldaten|Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten]]: „Unsere einheimische Lautensängerin Ruth Porita erfreute im ersten Teil mit ernsten, im zweiten Teil mit lustigen, zum Teil selbst komponierten Liedern zur Laute.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Israelitisches Gemeindeblatt, Ausgabe B.&amp;#039;&amp;#039; 12. Jg. 1934, Nr. 12 vom 15. Dezember 1934, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Organistin war sie în den 1930er Jahren in der [[Synagogen in Karlsruhe#Liberale Synagoge, 1872–1938|Israelitischen Gemeinde Karlsruhe]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Israelitisches Gemeindeblatt, Ausgabe B.&amp;#039;&amp;#039; 14. Jg. 1936, Nr. 23 vom 9. Dezember 1936, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Oktober 1940 wurde Ruth mit ihrer Mutter und mehreren Tausend jüdischen Menschen aus dem südwestdeutschen Raum nach dem südfranzösischen [[Camp de Gurs|Gurs]] [[Wagner-Bürckel-Aktion|verschleppt]], wo sie unter sehr schweren Bedingungen bis Sommer 1942 lebten. Vom [[Sammellager Drancy]] aus wurden beide am 12. August 1942 nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz-Birkenau]] [[Chronologie der Kollaboration der Vichy-Regierung beim Holocaust#Deportationen|deportiert]] und sind dort ermordet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Inserat Ruth Poritzky.jpg|mini|Inserat der Musiklehrerin Ruth Porita, 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption des Werks ==&lt;br /&gt;
Obwohl sie bei ihrer Deportation 1940 nach Gurs ihr gesamtes kompositorisches Werk zurücklassen musste, gelangten auf nicht mehr nachvollziehbaren Wegen Poritzkys handgeschriebene Notenblätter viele Jahre später in die Hände einer Augsburger Organistin, die sie 2021 dem [[Stadtarchiv Karlsruhe]] übergab, wo bereits weiteres Schriftgut zur Künstlerin vorliegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carmela Thiele: &amp;#039;&amp;#039;Erst gefeiert, dann ausgegrenzt. Handgeschriebene Notenbücher überdauerten den KZ-Tod der Komponistin Ruth Poritzky.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Neueste Nachrichten]].&amp;#039;&amp;#039; 7. November 2025, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2021 wurden ihre Kompositionen wiederholt gespielt. So interpretierte die französische Melina Burland, die sich mit dem Kunst- und Musikschaffen im Lager Gurs befasst, 20 Stücke der Komponistin, die auch online verfügbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bnn.de/af0r bnn.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2025 brachten die Pianistin Heike Bleckmann und der Bariton Claus Temps im Karlsruher Stadtmuseum Poritas Heine-Zyklus „Nordsee“ zur Aufführung, der zehn Stücke für Singstimme und Klavierbegleitung umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Carmela Thiele: &amp;#039;&amp;#039;Erst gefeiert, dann ausgegrenzt. Handgeschriebene Notenbücher überdauerten den KZ-Tod der Komponistin Ruth Poritzky&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Frank, [[Wilhelm Altmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage, Wilhelmshaven 1971, ISBN 3-7959-0083-2.&lt;br /&gt;
* Josef Werner: &amp;#039;&amp;#039;Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Badenia, Karlsruhe 1990, ISBN 3-7617-0299-X, S. 89 und 406.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://gedenkbuch.informedia.de/index.php/PID/12/name/3339/suche/P.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Ruth Rebekka Poritzky&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20200326071850}} in: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch für die Karlsruher Juden&amp;#039;&amp;#039;, Stand 2020&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://ngiyaw-ebooks.org/ngiyaw/author/poritzky.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Jacob Elias Poritzky&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20221207143249}}, Werke in Auswahl&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/themenmodul/juedisches-leben-im-suedwesten/gurs/mediathek/musik-aus-gurs/ruth-porita &amp;#039;&amp;#039;Ruth Porita&amp;#039;&amp;#039;]. Mit Liedern der Komponistin. In: [[LEO-BW]]. &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde entdecken online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 7. November 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1329539125|LCCN=|VIAF=307303464}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poritzky, Ruth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernsänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sopran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poritzky, Ruth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Poritzky, Ruth Rebekka (vollständiger Name); Porita, Ruth&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Opernsängerin, Komponistin, Harfenistin und Organistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. August 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sleepingbeauty</name></author>
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