<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruralisierung</id>
	<title>Ruralisierung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ruralisierung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruralisierung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T13:54:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruralisierung&amp;diff=1701399&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Axolotl Nr.733: /* Besondere Formen */ wikilink Malte Steinbrink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruralisierung&amp;diff=1701399&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-05-11T10:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Besondere Formen: &lt;/span&gt; wikilink &lt;a href=&quot;/index.php?title=Malte_Steinbrink&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Malte Steinbrink (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Malte Steinbrink&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruralisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;ruralis&amp;#039;&amp;#039;, „ländlich“, „rural“) versteht man die (historisch relativ seltene) Umkehrung von Prozessen der [[Urbanisierung]] (Verstädterung) im Sinne der &amp;#039;&amp;#039;Ver[[Ländlicher Raum|ländlichung]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ver[[Dorf|dörflichung]] der [[Stadt|Städte]]&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Prozess kann ganze Gesellschaften erfassen, so etwa große Teile des [[Römisches Reich|Römischen Reichs]] und seiner Nachfolgestaaten vom 4. bis zum 8. Jahrhundert.  Vorbereitet hatte sich dieser Prozess schon seit dem 3. Jahrhundert, als die Reichen begannen, den Städten zu entfliehen. Die Ruralisierung kann bis zum Zusammenbruch der urbanen Zivilisation und Kultur führen und ist begleitet von einer tiefgreifenden Veränderung wirtschaftlicher Strukturen im Sinne der Rücknahme des Grades der gesellschaftlichen [[Arbeitsteilung]], der Ersetzung funktionierender Märkte durch [[Subsistenzwirtschaft]] und des Funktionsverlustes der Städte als (Fern-)Handelsplätze. Mit dem Abbau urbaner Kultur verfallen auch zentrale Institutionen und Machtstrukturen [[staat]]licher Organisation und [[Herrschaft]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Ausgelöst werden Ruralisierungsprozesse durch den Niedergang der [[Arbeitsproduktivität]] in der Landwirtschaft und Hungersnöte, durch Kriege und Kriegsfolgen wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Zerstörung der Städte und Verkehrswege, durch Zuwanderung von Bauernvölkern wie zu Zeiten der [[Völkerwanderung]], aber auch durch eine rasche Industrialisierung, in deren Folge massenhaft zuwandernde Arbeitskräfte ihre ländlichen Verhaltensweisen in die Stadt mitbringen, was heute in [[Entwicklungsland|Entwicklungs-]] und [[Schwellenland|Schwellenländern]] oft der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Klipspruit 298-Iq, Soweto, 1809, South Africa - panoramio (1).jpg|mini|Ruralisierung: [[Soweto]]]]&lt;br /&gt;
Insbesondere letzterer Prozess der Zuwanderung in weitgehend unzerstörte und funktionsfähige Städte wird in der [[Soziologie]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;intraurbane Ruralisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Gemeint ist das Vordringen ländlicher Wirtschafts-, Siedlungs- und Wohnweisen (Schrebergarten, Tierhaltung in der Stadt usw.) sowie die Ausbreitung ländlicher Verhaltensformen und Formen der Sozialorganisation in den Städten. Dabei impliziert die Verwendung des Begriffs oft eine negative Wertung vor dem Hintergrund der normativen (und eurozentrischen) Vorstellung einer klaren Trennung von Stadt und Land.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Malte Steinbrink]]: &amp;#039;&amp;#039;Leben zwischen Land und Stadt: Migration, Translokalität und Verwundbarkeit in Südafrika.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2009, S. 38 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Derselbe Sachverhalt wird aber auch als Überlebensstrategie von Migranten oder als Reaktion auf die &amp;#039;&amp;#039;overurbanisation&amp;#039;&amp;#039; angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinbrink 2009, S. 43 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rurbanisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Kofferwort]] aus „rural“ und „urban“) werden Prozesse der „Vervorstädterung“ bezeichnet, bei denen sich Urbanisierung und Ruralisierung die Waage halten, so dass Ballungsräume nicht mehr auf ein Zentrum ausgerichtet sind, sondern in die Fläche wachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Holzinger: &amp;#039;&amp;#039;Rurbanisierung II: Abschied vom Raum?&amp;#039;&amp;#039; Forschungsbericht, Österreichisches Institut für Raumplanung. Wien 1997, ISBN 978-3-900475819&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freie-referate.de/erdkunde/urbanisierung-ruralisierung-rurbanisierung |titel=≫ Definition: Urbanisierung, Ruralisierung, Rurbanisierung |abruf=2020-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele sozial- und stadtreformerische Konzepte der [[Industrielle Revolution|Industrialisierungsperiode]] – z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Gartenstadtbewegung]] – gingen von einem ähnlichen Leitbild des Bedeutungsverlustes der Kernstadt aus, das man gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Periurbanisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (so in Frankreich, der Schweiz und Belgien: &amp;#039;&amp;#039;périurbanisation&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;B. Dézert, A. Metton, J. Steinberg: &amp;#039;&amp;#039;La périurbanisation en France.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;), in Deutschland häufiger als &amp;#039;&amp;#039;Exurbanisierung&amp;#039;&amp;#039; – Urbanisierung mit Stärkung der [[Peripherie]], deutlicher Funktionstrennung von [[Wohnung#Wort und Begriffe|Wohnen]], [[Arbeit (Philosophie)#Aufhebung des Arbeitsbegriffs seit Mitte des 20. Jahrhunderts|Arbeiten]], Einkaufen usw. und Wachstum der Einfamilienhauszonen ins Umland – bezeichnet. In den ehemaligen Kohleabbaugebieten von Schottland und Wales bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;peri-urbanisation&amp;#039;&amp;#039; das Hineinwachsen von Arbeitersiedlungen in die Täler (z.&amp;amp;nbsp;B. im Tal von [[Rhondda]]), ohne dass sich große städtische Zentren herausgebildet hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Desurbanisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Zersiedlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* [[Heinz Heineberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß Allgemeine Geographie: Stadtgeographie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. UTB, Stuttgart 2006, ISBN 3-8252-2166-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlungsgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städtischer Raum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Axolotl Nr.733</name></author>
	</entry>
</feed>