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	<title>Ruperti-Ritterorden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ruperti-Ritterorden&amp;diff=2062569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-06-11T15:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Knight of Saint Rupert.png|mini|Ruperti-Ritter um 1750]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St. Ruperti-Ritterorden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{LaS|Ordo equestris in honorem Sancti Ruperti Ecclesiae Salisburgensis}}, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orden des Sankt Ruperti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Orden des heiligen Rupert&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Ritterorden]] zur Ausbildung von [[Erzstift Salzburg|salzburgischen]] [[Landadel|Landadligen]] zu Offizieren. Der Orden unterstellte sich dem [[Patrozinium]] des ersten [[Liste der Erzbischöfe von Salzburg|Bischofs von Salzburg]], des [[Rupert von Salzburg|heiligen Rupert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Orden wurde von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst von Thun und Hohenstein]] am 12. Mai 1701 gestiftet. Anlass war der [[Friede von Karlowitz|Friedensschluss von Kahlowitz]] 1699, Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] erteilte seine Zustimmung zur Stiftung am 23. August 1701.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Bernhard Zezi: &amp;#039;&amp;#039;Hochfürstlich-salzburgischer Kirchen- und Staatskalender: auf das Jahr nach Jesu Christi 1794.&amp;#039;&amp;#039; Oberer, Salzburg 1794, Absatz 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründungsfeierlichkeiten fanden am [[Namenstag]] des [[Leopold III. (Österreich)|heiligen Leopold von Österreich]] (15. November) 1701 in der [[Dreifaltigkeitskirche (Salzburg)|Dreifaltigkeitskirche]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stifter überreichte noch vor der Aktivität des Ordens ein hohes Anfangskapital. In einem Schenkungsbrief verfügte er die Überlassung der [[Schloss Emsburg|Emsburg]], die anschließend als &amp;#039;&amp;#039;Kreuzhof&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ritterhof&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Auch {{Bruch|1|9}} der Eisenbergwerke in [[Ramingstein|Kendlbruck]] ([[Lungau]]), eine [[Schmiede]] und ein [[Wirtshaus]] in [[Surheim]] (heute [[Rupertiwinkel]]) bereicherte den Orden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Ruperti-Ritter dienten nicht in der [[Erzstiftisch-salzburgische Armee|salzburgischen]], sondern in der [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserlichen Armee]] und traten erst nach ihrer Militärlaufbahn in erzbischöfliche Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ruperti-Ritterorden bestand auch nach der [[Säkularisation]] des Erzstifts 1803 weiter, nahm jedoch nur noch einen Ritter auf. Er wurde 1811 aufgehoben, nachdem Salzburg unter [[Königreich Bayern|bayerische]] Verwaltung gekommen war, sein Vermögen wurde dem Fond des [[Verdienstorden der Bayerischen Krone|Verdienstordens der Bayerischen Krone]] zugeschlagen. Insgesamt sind bis zu diesem Zeitpunkt 61 Ritter ernannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordensgliederung ==&lt;br /&gt;
Der Orden war auf zwölf Ritter beschränkt, die sich in zwei Klassen zu je sechs Mitgliedern aufteilten:&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;wirklichen Ritter&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Großkreuz]]-Ritter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Großritter&amp;#039;&amp;#039;) bildeten das [[Ordenskapitel]] und wählten den [[Komtur (Amt)|Komtur]]. Sie mussten in der Regel zwölf Jahre in der Armee dienen und erhielten eine [[Präbende]] von mindestens 600 [[Gulden|fl.]] im Jahr.&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;[[Exspektanz|Exspektanten]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Ritter (Ordenskunde)|Kleinkreuz]]-Ritter&amp;#039;&amp;#039;) waren im &amp;#039;&amp;#039;[[Priesterseminar Salzburg|Collegium Virgilianeum]]&amp;#039;&amp;#039; zum Studium der [[Kriegswissenschaft]] und [[Fremdsprachenunterricht|fremder Sprachen]] sowie sportlicher Übungen ([[Reiten]], [[Fechten]] und [[Tanz]]en) verpflichtet. Ihre Präbende entsprach der doppelten [[Portion]] eines [[Musketier]]s (124 fl. 48 [[Kreuzer (Münze)|kr.]] im Jahr). Bei geeigneter Fähigkeit konnten sie in eine freie Großkreuzstelle aufsteigen.&lt;br /&gt;
Über die Aufnahme eines Ordenskandidaten (&amp;#039;&amp;#039;Aspirant&amp;#039;&amp;#039;) als Exspektant und die Beförderung zum Großritter entschied der Erzbischof. Aufgrund nicht ausreichender Fähigkeiten blieben freie Stellen häufig längere Zeit unbesetzt, sodass der Orden meistens weniger als zwölf Ritter zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aufgenommen zu werden, war eine [[Ahnenprobe]] auf vier adlige Großeltern, aber keine Zugehörigkeit zu den [[Landstände des Erzstifts Salzburg|Landständen]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Großritter [[Schwur|schworden]] Treue gegenüber dem Erzbischof und die Schadensabwendung vom Erzstift Salzburg, auch waren sie zur [[Ehelosigkeit]] verpflichtet. Durch Verheiratung, Verlassen des Adelsstands (durch Übertritt zum [[Klerus]] oder einen nichtstandesgemäßen Lebenswandel) sowie bei [[Feigheit vor dem Feind]] und dem Dienst in einer feindlichen Armee schied man aus dem Orden aus. 1772 gestattete [[Hieronymus von Colloredo (Erzbischof)|Erzbischof Hieronymus von Colloredo]], dass Großritter, die den Orden verließen, um zu heiraten, zu &amp;#039;&amp;#039;Ehrenritter&amp;#039;&amp;#039; ernannt werden können und die Dekoration weiter tragen dürfen. Erster und einziger Ehrenritter wurde im darauffolgenden Jahr der kaiserliche [[Generalfeldwachtmeister]] Claudius Torquatus Christiani von Rall.&lt;br /&gt;
[[Datei:Naamloo Josef Johann Nepomuk Dückher Freiherr von Haßlau auf Urstein und Winkl von 1767–1798.png|mini|Komtur Josef Johann Nepomuk Dückher]]&lt;br /&gt;
An der Spitze des Ordens stand der Komtur, der in der Regel aus den Landständen stammte und bereits Großritter war. Er stand dem Kapitel vor, residierte auf der Emsburg und verwaltete die Güter des Ordens zusammen mit einem vom Landtag ernannten Verwalter. Dabei wurde er von zwei &amp;#039;&amp;#039;Inspectoren&amp;#039;&amp;#039; des Landtages überwacht. Er erhielt die doppelte Präbende eines Großritters, zusätzlich 25 % des jährlichen Geldüberschusses des Ordens. Zum ersten Komtur ernannte der Erzbischof seinen erst siebenjährigen Neffen Johann Ernst Cajetan, der jedoch nach sechs Monaten [[Resignation|resignierte]] und den Orden verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ritterorden hatte Zeit seines Bestehens sieben Komture:&lt;br /&gt;
# 1701 bis 1702: Johann Ernst Cajetan von [[Thun und Hohenstein]]&lt;br /&gt;
# 1702 bis 1709: Johann Ernst Warmund [[Khuen von Belasy]]&lt;br /&gt;
# 1710 bis 1713: Franz Anton Freiherr [[Rehlingen (Adelsgeschlecht)|von Rehlingen]]&lt;br /&gt;
# 1714 bis 1767: [[Joseph Anton von Plaz]]&lt;br /&gt;
# 1767 bis 1798: Josef Johann Nepomuk [[Dücker (Adelsgeschlecht)|Dücker]] von Hasslau&lt;br /&gt;
# 1798 bis 1802: Leopold Anton Graf [[Lodron]]&lt;br /&gt;
# 1802 bis zur Auflösung 1811: Johann Ferdinand Dücker von Hasslau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordensdekoration ==&lt;br /&gt;
Das Großkreuz ist ein 5,5 cm großes [[Ruppertkreuz]] aus Gold mit goldenen Kügelchen an den Kreuzenden. Die inneren Flächen der Kreuzarme sind mit dunkelblauer [[Email]] überzogen. In der Mitte zeigte ein hoch ovales, ebenfalls blau emailliertes Medaillon auf der [[Avers (Numismatik)|Vorderseite]] das Bild des heiligen Rupert, auf der [[Revers (Numismatik)|Rückseite]] die verschlungenen [[Initiale]]n {{Inschrift|Text=S R|Umschrift=Sanctus Rupertus}} in Gold. Das Kleinkreuz war 1 cm kleiner und zeigte im rückseitigen Medaillon ein goldenes [[griechisches Kreuz]]. Die Komture erhielten jeweils eine Sonderanfertigung, häufig mit [[Diamant]]en und [[Brillant]]en. Das Ordenskreuz wurde immer am Hals getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ordensband]] war ursprünglich für alle Ritter als „[[Violett|violet]]“ beschrieben, war jedoch eher hell-[[veilchen]]blau. 1767 gewährte [[Sigismund III. Christoph von Schrattenbach|Erzbischof Sigismund]] dem Komtur und den Großrittern die Bitte, ein rotes Band mit schwarzen Randstreifen zu verwenden und einen gestickten [[Bruststern]] in Rot und Gold mit den Buchstaben {{Inschrift|Text=S R}} zu tragen. Der Komtur durfte zu feierlichen Anlässen das Ordensband als [[Schärpe]] tragen. Die Exspektanten behielten das violette Band.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Corbinian Gärtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Verfassung des 1701 für den Salzburgischen Landadel errichteten, militärischen Ruperti Ritter Ordens&amp;#039;&amp;#039;. Salzburg 1802 ([https://books.google.com/books?id=q6BSAAAAcAAJ Google Books]).&lt;br /&gt;
* Günter Stierle: &amp;#039;&amp;#039;Der „Landständisch Salzburgische Militärische Sankt Ruperti Ritterorden“&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 140, 2000, S. 143–168 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/MGSL_140_0143-0168.pdf}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Order of St. Rupert|Ruperti-Ritterorden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltlicher Ritterorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erstverleihung 1701]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rupert von Salzburg als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
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