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	<title>Runenstein von Tune - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:17:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Runenstein_von_Tune&amp;diff=1449674&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 20. Juni 2024 um 18:21 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-20T18:21:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Runenstein von Tune&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tunesten&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Norwegen|norwegischer]] [[Runenstein]]. Er trägt die längste [[Runen]]inschrift in [[Urnordische Sprache|urnordischer Sprache]] und ist zugleich der älteste Beleg über eine [[Erbe|Erbangelegenheit]] in [[Skandinavien]]. Der Runenstein stand ursprünglich am Tunevejen westlich von [[Sarpsborg]] in der [[Fylke]] [[Østfold]] in [[Norwegen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tune stone I.JPG|mini|180px|A-Seite des Steines im Kulturhistorischen Museum Oslo.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:No-rune-tune.jpg|mini|180px|A- und B-Seite des Steines]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundort und Datierung ==&lt;br /&gt;
Der Stein wurde erstmals im Jahre 1627 erwähnt, als Teil einer Friedhofsmauer in Tune. Die Fundsituation lässt darauf schließen, dass der Stein dort schon immer gestanden hat. In dem Bericht wird auch ein niedriger [[Hügelgrab|Grabhügel]] erwähnt, an den die Friedhofsmauer angepasst wurde. Heute befindet sich der Stein im Kulturhistorischen Museum Oslo. Eine Replik des Steins wurde in der Nähe der Tune-Kirche neben einem kleinen Park- und Straßenübergang aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung ist aufgrund des Materials unsicher. Die Sprach- und Runenformen schränken den möglichen Zeitraum jedoch auf die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts bis um das Jahr 400 ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschrift ==&lt;br /&gt;
Der Stein ist etwa 2,0 Meter hoch, an der Basis etwa 50&amp;amp;nbsp;cm breit und hat einen quadratischen Querschnitt, dessen Seiten nach oben schmaler werden. Die Runen sind auf der A Seite und B Seite des Steines. Seite A besteht aus zwei Reihen von Runen und die Seite B aus drei Reihen. Sie werden von unten nach oben gelesen. Einige Runen sind nicht mehr lesbar oder herausgebrochen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A Seite: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: A1: &amp;#039;&amp;#039;ekwiwaRafter·woduri&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: A2: &amp;#039;&amp;#039;dewitadahalaiban:worathto·[?]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B Seite: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B1: &amp;#039;&amp;#039;[???]Rwoduride:staina:&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B2: &amp;#039;&amp;#039;þrijoRdohtriRdalidun&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B3: &amp;#039;&amp;#039;arbijasijosteRarbijano&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung nach [[Grønvik]] (1998):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A Seite: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: A1: &amp;quot;Ich Wiw nach Wodurid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: A2: der für das Brot sorgte, &amp;gt;wirkte Runen[n]&amp;lt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B Seite: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B1: bestimmte den Stein für Wodurid.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B2: Drei Töchter bereiteten ein angenehmes Erbmahl,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: B3: die liebsten unter den Erben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Metrik ==&lt;br /&gt;
Der Tunestein ist eines der wenigen Beispiele der frühen germanischen [[Stabreim]]dichtung. Die Meinungen unter Runologen und Linguisten schwanken allerdings je nach Definition. Manche sehen in der Inschrift eine durch [[Alliteration]] gesteigerte Prosarede andere hingegen Ansätze von Versen, speziell des [[Ljóðaháttr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter Hervorhebung der Stabreime:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 3em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ek &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;iwaR after · &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oduride&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;itadahalaiban : &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;orathto · [?]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[???]R &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oduride : staina :&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;þrijoR &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohtriR &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alidun&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rbij &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sijosteR &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rbijano&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es sind Elemente von [[Langzeile]]n und Vollzeilen zu erkennen. In einer korrekten [[Ljóðaháttr|Ljóðaháttr-Strophe]] würde immer auf eine Langzeile (3 Stäbe) eine Vollzeile (2 Stäbe) folgen und sich dann wiederholen. Dieses Schema ist in Ansätzen vorhanden aber nicht durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tunestein als Rechtsdokument ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein trägt auf der A Seite die für Runensteine typische Formel &amp;quot;X ritzte die Runen nach [dem Verstorbenen] Y&amp;quot;. Es handelt sich also um eine Grabinschrift für den verstorbenen Woduride (Wutreiter). Der Stein diente als Denkmal am Fuße seines Grabhügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere jedoch ist die zweite Zeile in der drei Töchter als Erben genannt werden. Das beweist zum einen das Vorhandensein eines Erbrechts für die Zeit um 400, also noch vor der Völkerwanderung. Zum anderen spiegelt sich in der Zeile auch die Erbrechtsfolge wider, die im ältesten norwegischen Rechtstext, dem [[Gulathingslov]] um 900, festgelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach erben die Töchter nur dann wenn kein Sohn mehr am Leben ist. Ein Sohn Wodurids wäre alleiniger Erbe gewesen. In der Inschrift finden wir aber insgesamt vier Erben, die drei Töchter und eventuell auch Wiw. Wiw kann jedoch auch ein unbeteiligter [[Runenmeister|Runenritzer]] gewesen sein. Da sein Name jedoch auf Woduride stabt, wie es unter Verwandten üblich war, vermutet man ein Verwandtschaftsverhältnis. Nach dem Gulathingslov kann Wiw nur der Sohn des Sohnes von Woduride sein. Er erbt als Enkel genauso viel wie jede der drei Töchter. Die Inschrift lässt sich also anhand des Gulathingslov sehr gut nachvollziehen, was für das hohe Alter dieses Rechtstextes spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Runenstein von Rök]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Düwel]]: &amp;#039;&amp;#039;Runenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart Weimar 2001, dritte Auflage. ISBN 3-476-13072-X&lt;br /&gt;
* [[Ottar Grønvik]]: &amp;#039;&amp;#039;Runene på Tunesteinen&amp;#039;&amp;#039;. Oslo 1981.&lt;br /&gt;
* J. E. Knirk: &amp;#039;&amp;#039;Tune&amp;#039;&amp;#039; In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Bd. 31. (2. Aufl.) Berlin, New York 2006. S. 332–335&lt;br /&gt;
* Wolfgang Krause: &amp;#039;&amp;#039;Runen.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin New York 1993 (2. unveränd. Auflage)&lt;br /&gt;
* Terje Spurkland: &amp;#039;&amp;#039;I begynnelsen var Runer.&amp;#039;&amp;#039; Cappelen, Oslo 2005 (2. Auflage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Runenstein Tune, Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa|Tune]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Østfold|Tune]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Runenstein (Norwegen)|Tune]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sarpsborg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Dichtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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