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	<title>Rumfordsuppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:00:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rumfordsuppe&amp;diff=116778&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Formatierung</title>
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		<updated>2026-03-25T09:42:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rumfordsuppe.jpg|mini|Einfache Rumfordsuppe aus Graupen und gelben Erbsen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rumfordsuppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rumfordsche Suppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine preisgünstige nahrhafte [[Suppe]] auf der Grundlage von [[Graupen]] und getrockneten [[Erbse]]n. [[Benjamin Thompson]], Reichsgraf von Rumford, erfand sie 1795 für die Soldaten der [[Bayerische Armee|Armee]] seines Dienstherrn, des [[Kurfürstentum Bayern|bayerischen]] [[Kurfürst]]en [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor von der Pfalz]], und für die festgenommenen Bettler und Arbeitslosen in seinem militärischen Arbeitshaus in der [[Au (München)|Münchener Au]], um diese sparsam, aber dennoch nahrhaft zu versorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=Rumfordsuppe: Rezept für einen urbayerischen Klassiker |Datum=2023-12-12 |Online=https://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/bayern-1-am-samstag/warum-speisen-so-heissen-rumfordsuppe100.html |Abruf=2026-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rumfordsuppe ist die bekannteste und bedeutendste Suppe der [[Suppenküche]]n. Bereits 1798 wurde sie in Hamburg übernommen und Graf Rumford zu Ehren nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&amp;amp;datum=17980623&amp;amp;seite=7&amp;amp;zoom=46&amp;amp;query=Rumford*+Suppe&amp;amp;ref=anno-search |titel=ANNO, Salzburger Zeitung, 1798-06-23, Seite 7 |abruf=2026-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Koch- und Ausgabestellen der Rumfordsuppe wurden im 19. Jahrhundert ehrenhalber [[Suppenküche#Bezeichnungen|Rumfordische Suppenanstalt]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10614973_00735_u001?page=14 |titel=Fränkische Provinzial-Blätter. 1802,1/6 ## No. 029, 1802 |datum=1802-01-01 |sprache=de |abruf=2026-03-25}} &amp;lt;/ref&amp;gt; 1802 sicherte man dem Erfinder der Rumfordsuppe in Prag einen Platz unter den ausgezeichnetsten Wohltätern der Menschheit zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prag1802&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10530491_00193_u001?page=1 |titel=Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger. 1802, 1 ## 02.02.1802 |datum=1802-02-02 |sprache=de |abruf=2026-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubereitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rumford Suppe.jpg|mini|Zeitgenössisches Rezept für Rumford-Suppe, aus dem Kochbuch der Sophia Juliana Weiler, Augsburg, 1810]]&lt;br /&gt;
Die einfachste Rumfordsuppe besteht lediglich aus [[Graupen]] und [[Erbse]]n, die in Wasser über Stunden gekocht werden, bis eine sämige, dicke Suppe entsteht. Gewürzt wird sie mit Salz und [[Essig|Bieressig]]. Diese Suppe konnte im [[Arbeitshaus]] in der Münchener Au für drei Pfennig pro Portion hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht Rumfords boten Graupen die beste Grundlage für eine solche Suppe. Er schrieb:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Alle andere europaischen Kornarten und Hülsen-Früchte, womit ich Versuche anstellte, thaten nur immer die halbe Wirkung, und gaben bey einerley Kosten nur die Hälfte Nahrungsstoff. Man kann daher die Gerste als den Reis von Grosbrittannien ansehen! Sie verlangt freylich ein langes und starkes Kochen; aber wenn dies gehörig geschieht, so verdickt sie eine große Maße Waßer und bereitet es, wie ich vermuthe, zur Zersetzung vor. Sie giebt also einer Suppe, von der sie einen Bestandtheil ausmacht, einen Reichthum an nährenden Stoff, den nichts anderes zu geben im Stande ist.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur weiteren Kostenersparnis wurde folgend ein Teil der Graupen durch [[Kartoffel]]n ersetzt, was die Kosten um etwa einen weiteren Pfennig damaliger Währung pro Portion senkte. Auch empfahl Rumford, in die Suppenteller noch in dünne Scheiben geschnittenes altbackenes [[Weißbrot]] zu geben, das in Bäckereien übrig geblieben war – weil so gekaut werden muss: „Das Kauen befördert bekanntlich die Verdauung sehr kräftig; auch verlängert es die Dauer des Genußes beym Eßen“, wie Rumford anmerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rumford und spätere Kochbuchautoren empfahlen andererseits auch reichhaltigere Rezepte, ergänzt um [[Gemüse]] wie [[Zwiebel]]n, [[Karotte]]n, Knollen[[sellerie]], [[Steckrübe]]n, [[Lauch]], [[Kohlrabi]], [[Weißkohl]] oder [[Sauerkraut]]. Das Wasser wird ersetzt durch Knochen[[brühe]], angereichert mit etwas Fleisch wie frischem oder gepökeltem [[Schweinefleisch|Schweine-]] oder [[Rindfleisch]], [[Speck]] oder [[Innereien]]. Diese reichhaltigere Suppe wird je nach Rezept mit Gewürzen und Kräutern wie [[Pfeffer]], [[Majoran]] oder [[Thymian]] gewürzt, dafür wird meist auf den Essig verzichtet. Das Brot wird in Scheiben oder Würfeln in Fett geröstet. Solche Varianten fanden auch Eingang in die bürgerliche Küche des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rumford.jpg|mini|Benjamin Thompson, Reichsgraf von Rumford, Porträt von [[Thomas Gainsborough]]]]&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Koalitionskriege]] gegen die Truppen [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] verarmte die städtische Bevölkerung und war in vielen Orten auf [[Suppenküche]]n angewiesen, in denen dann oft Rumfordsuppe ausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 1803/1804 wurde diese Suppe auch im [[Königreich Preußen|preußischen]] [[Schlesien]] eingeführt. Über die kostenlose Ausgabe in [[Zielona Góra|Grünberg]] berichteten die &amp;#039;&amp;#039;[[Schlesische Provinzialblätter|Schlesischen Provinzialblätter]]&amp;#039;&amp;#039; am 18. Februar 1804:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unsere Stadt erfreut sich jetzt einer wohlthätigen Veranstaltung mehr. Um den Armen unserer Stadt zu Hülfe zu kommen, sind auch hier die Rumford-Kraftsuppen nach den gewöhnlichen Ingredienzen eingeführt worden und die mit dieser Suppe seit dem 27. Decbr. 1803 gemachten Proben sind so ausgefallen, daß sie das davon gepriesene Gute bestätigt haben. Der Polizeidirector Höpfner läßt die Suppe vor der Hand und bis in der Folge dazu ein Fond ausgemittelt oder bis dazu durch wohlthätig Gesinnte freywillige Geschenke geleistet werden, allwöchentlich zweymal mit verschiedenen Abwechslungen auf 40 Personen zubereiten und an Arme unentgeltlich austheilen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1816, dem [[Jahr ohne Sommer]], wurde die Rumfordsuppe in Bayern zur Milderung der Hungersnot abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mercks Warenlexikon&amp;#039;&amp;#039; von 1920 kennt unter dem Stichwort „Suppendauerwaren“ (die als „Gemische von Fleisch mit Mehl, Gemüsen und Fett“ definiert werden) eine „sog. Rumfordsuppe“, vor dem Kochen in Wasser bestehend aus 44,7 % Mehl, 31,8 % Graupen, 13,5 % groben Fleischstücken und 10,0 % Kochsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Henriette Davidis]]’ &amp;#039;&amp;#039;Praktisches Kochbuch&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von Gertrude Wiemann 1911, erwähnt im Teil 4 (Suppen) Nr. 64 „Suppen von komprimierten Suppenpulvern“ (die „von anerkannten Firmen in guter Qualität und reicher Auswahl geliefert“ werden): Reissuppe, Nudelsuppe, Erbsuppe, Kartoffelsuppe, Rumfordsuppe. „Diese Suppen zeichnen sich durch große Billigkeit und denkbar einfachste Art der Herstellung aus. Eine Suppe für vier Personen kostet 20-30 Pfennige“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezensionen ==&lt;br /&gt;
Die Rumfordsche Suppe wurde seit ihrer Erfindung immer wieder [[Rezension|rezensiert]]:&lt;br /&gt;
* [[Karl Marx]], der 1867 in der Erstauflage seines Werkes &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kapital]]&amp;#039;&amp;#039; über Rumfords Rezept auch von [[Mais]] und [[Heringe|Hering]] als Zutaten schrieb, bezeichnete die Rumfordsche Suppe als „Warenfälschung“ – und fand für den Suppenerfinder nur wenig schmeichelhafte Worte: „ein amerikanischer [[Humbug]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;750 Jahre Tradition&amp;quot;&amp;gt;[[Zitat]]e nach Karljosef Kreter: &amp;#039;&amp;#039;Das Armenwesen&amp;#039;&amp;#039; (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Heine]] verwendete die Suppe als [[Metapher]]: „Alle überlieferte Heiterkeit, alle Süße, aller Blumenduft, alle [[Poesie]] wird aus dem Leben herausgepumpt werden, und es wird davon nichts übrigbleiben als die Rumfordsche Suppe der Nützlichkeit.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;750 Jahre Tradition&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Witze über den Namen ==&lt;br /&gt;
Die im deutschen Sprachraum verbreitete Anekdote, die Suppe trüge deshalb ihren Namen, weil alles, was in der Küche noch „rum“liege und „fort“ müsse, für die Suppe verarbeitet wird, ist eine [[Volksetymologie]] bzw. ein [[Wortwitz]] ohne jeden historischen oder sachlichen Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Gerichte ==&lt;br /&gt;
* [[Erbsensuppe]], [[Erbswurst]]&lt;br /&gt;
* [[Gerstensuppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Benjamin Thompson Graf von Rumford: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften politischen, ökonomischen und philosophischen Inhalts&amp;#039;&amp;#039;; „Ueber Speiße und Beköstigung der Armen“, S. 254ff. Weimar 1797 ([http://www.google.de/books?id=vhAiAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA254 Google Books])&lt;br /&gt;
* [[Katharina Prato]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Süddeutsche Küche&amp;#039;&amp;#039;. Graz, 1881.&lt;br /&gt;
* [[Sophie Wilhelmine Scheibler]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Kochbuch für alle Stände&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1884.&lt;br /&gt;
* Charlotte Löfflerin: &amp;#039;&amp;#039;Neuestes Kochbuch für Haushaltungen aller Stände&amp;#039;&amp;#039;. Reutlingen, o. J., um 1900&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Kochrecepte zur Bereitung einfacher bürgerlicher Kost&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1909.&lt;br /&gt;
* [[Erhard Gorys]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das neue Küchenlexikon]]. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück&amp;#039;&amp;#039;. 13. Auflage, dtv, München 2011, ISBN 978-3-423-36245-0.&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Krünitz]], &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 157, S. 140f, [http://books.google.de/books?id=g-szPmN0zxgC&amp;amp;pg=PA140 Digitalisat] Rezept von 1833.&lt;br /&gt;
* [[Karljosef Kreter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Armenwesen&amp;#039;&amp;#039;, in [[Michael Stöber]], Niedersächsisches Institut für Historische Regionalforschung e.&amp;amp;nbsp;V. (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Armenstiftungen im Wandel der Jahrhunderte. 750 Jahre Tradition und Verantwortung in Hannover&amp;#039;&amp;#039;, Dokumentation einer Ausstellung, hrsg. vom Stift zum Heiligen Geist, St. Nikolai Stift zu Hannover, Senior-Bödeker-Stift, Johann-Jobst Wagener’sche Stiftung, Landeshauptstadt Hannover: Fachbereich Bibliothek und Schule – Sachgebiet Stiftungen; Stadtarchiv Hannover, Hannover: Niedersächsisches Institut für Historische Regionalforschung, 2008, S. 11f.&lt;br /&gt;
* [[Carl Arnold Kortum]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Bereitung der Rumfordschen Suppe (1802)&amp;#039;&amp;#039;, in Hans H. Hanke: Lesebuch Carl Arnold Kortum. Köln 2013, S. 108–116&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/bayern-1-am-samstag/warum-speisen-so-heissen-rumfordsuppe100.html Rumfordsuppe] auf br.de&lt;br /&gt;
* [http://www.worldsoffood.de/specials/was-isst-deutschland/item/2185-rumford-suppe-alles-was-rumliegt-und-fort-muss.html Rumfordsuppe] auf worldsoffood.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemüsesuppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obdachlosigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benjamin Thompson]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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